Produkt: Download: Zenith Defy El Primero 21 im Test
Download: Zenith Defy El Primero 21 im Test
Das UHREN-MAGAZIN testet den neuen Chronographen von Zenith, der die Hundertstelsekunde messen kann. Alles über den Defy El Primero 21 erfahren Sie hier!

10 Uhren mit besonders sichtbarer Mechanik

Werkeschau mit Uhren von Audemars Piguet, Girard-Perregaux, Zenith & Co.

Früher einmal waren Ablesbarkeit und Eleganz die wichtigsten Anforderungen an das Zifferblattdesign. Doch dann kamen in den 1970er-Jahren die günstigen Quarzuhren und einige Jahre danach die Renaissance der mechanischen Uhr als Luxusgut. Nun wuchs das Bedürfnis, etwas von der Hauptattraktion der Uhr zu sehen: von ihrer Mechanik. Glasböden setzten sich langsam durch. Doch wenn man die Uhr am Arm trug, konnte man natürlich nicht erkennen, was sich hinter dem Zifferblatt tat. Heute sind mechanische Uhren Prestige-Objekte und alles andere als selbstverständlich. Kein Wunder also, dass die Technik auch von vorn immer öfter sichtbar wird: Die Zahl der Uhren, bei denen das Werk zum Design-Element avanciert, wächst. Wie Skelettuhren entstehen, erfahren Sie hier.

Uhr #1 mit besonders sichtbarer Mechanik: Audemars Piguet Royal Oak Offshore Tourbillon Chronograph

Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Tourbillon Chronograph, Referenz 26421ST.OO.A002CA.01 in Edelstahl
Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Tourbillon Chronograph

Ein Möglichkeit, die Mechanik auf der Vorderseite der Uhr sichtbar zu machen, ist das Tourbillon als Zifferblattelement. 1801 hatte der große Uhrmacher Abraham Louis Breguet diesen sich drehenden Käfig für die Unruh patentieren lassen, um den einseitigen Einfluss der Erdanziehungskraft auf die Unruh auszugleichen. Der komplizierte Mechanismus wurde in den 150 Jahren nach seiner Erfindung allerdings nur etwa 100-mal gebaut. Und natürlich war er in der Regel auf der Rückseite untergebracht und von vorn nicht sichtbar. Ende 1986 stellte Audemars Piguet dann eine Armbanduhr mit Tourbillon vor, die gleich in mehrfacher Hinsicht beeindruckte: Sie war die flachste Tourbillon-Uhr, wobei sie sogar über einen automatischen Aufzug verfügte. Und man konnte den sich drehenden Tourbillonkäfig in einem runden Zifferblattausschnitt sehen. Nach diesem Meilenstein wurde das Tourbillon auf dem Markt der Mechanikuhren zu einem Selbstläufer – und das sichtbare Tourbillon zu einem Standard. Nur Patek Philippe versteckt die Komplikation aus Traditionsgründen noch auf der Rückseite.

Anzeige

Vorreiter: Audemars Piguets 1986 vorgestellte extraflache Automatikuhr mit sichtbarem Tourbillon
Vorreiter: 1986 präsentierte Audemars Piguet diese extraflache Automatikuhr mit sichtbarem Tourbillon

2018 stellte Audemars Piguet erneut eine Tourbillon-Uhr vor: den Royal Oak Offshore Tourbillon Chronograph. Beim hauseigenen Handaufzugkalibers 2947 sind neben dem Tourbillon bei neun Uhr auch die Brücken und die beiden Federhäuser bei zwölf und bei sechs Uhr sichtbar. Die Uhr ist in Rotgold und in Edelstahl jeweils 50-mal erhältlich und kostet rund 335.000 beziehungsweise 299.000 Euro.

Uhr #2 mit besonders sichtbarer Mechanik: Cartier Rotonde Skeleton Mysterious Double Tourbillon

Das Rotonde Skeleton Mysterious Double Tourbillon von Cartier wird jetzt in Platin angeboten.
Cartier: Rotonde Skeleton Mysterious Double Tourbillon

Neben der ursprünglichen, gänzlich handgearbeiteten Form der Skelettuhr gibt es auch eine industrialisierte Form. Dabei werden die Werkteile nicht von Hand ausgesägt und bearbeitet, sondern die Form der Aussparungen entsteht schon vorher im Computer und wird von den Fräsmaschinen in der Produktion ausgeführt. Eine besonders schöne Lösung hierfür ist Cartier mit der Rotonde Skeleton Mysterious Double Tourbillon gelungen: Dieses Modell besitzt ein Zifferblatt, bei dem nur noch die typischen römischen Stundenziffern stehen geblieben sind. Sie umgeben ein Doppeltourbillon, das dank einer Befestigung auf außen verzahnten Saphirglasscheiben zu schweben scheint. Das Tourbillon dreht sich einmal pro Minute um die eigene Achse und vollzieht alle fünf Minuten eine Umdrehung im Käfig des Innenkreises. Den Antrieb liefert das Handaufzugskaliber 9465 MC. Kostenpunkt für die Platinuhr: 215.000 Euro.

Uhr #3 mit besonders sichtbarer Mechanik: Armin Strom Pure Resonance

Armin Strom: Pure Resonance
Armin Strom: Pure Resonance

Die Armin Strom Pure Resonance zeigt auf der Vorderseite Teile der Mechanik, die normalerweise auf der Rückseite liegen. Die Marke Armin Strom, früher vor allem durch kunstvoll von Hand skelettierte Werke bekannt, hat bei der Entwicklung ihrer Manufakturwerke darauf geachtet, dass die Tradition des von vorn sichtbaren Werks fortgeführt wird. Die Pure Resonance zeigt auf der Zifferblattseite zwei Unruhn, die synchron zueinander schwingen und zum Manufakturkaliber ARF16 mit Handaufzug gehören. Das Werk verfügt über zwei Federhäuser, die auf der Rückseite liegen. Jedes ist über ein eigenes Räderwerk mit einer der Unruhn verbunden. Hintergrund dieser Konstruktion ist das Phänomen synchronisierter Bewegung, das für eine noch präzisere Taktung des Uhrwerks sorgen soll: Die beiden Unruhn sind über eine Feder aneinander gekoppelt, sodass jede die Bewegung der anderen aufnimmt und sie sich aneinander angleichen, bis beide in derselben Frequenz schwingen. Die Zeitanzeige besteht aus einer Stunden- und Minutenindikation sowie einer kleinen Sekunde. Geschützt wird das Werk von einem 42 Millimeter großen Edelstahlgehäuse. Erhältlich ist die Manufakturuhr mit zwei Unruhn für 41.600 Euro.

Uhr #4 mit besonders sichtbarer Mechanik: Girard-Perregaux Neo-Tourbillon Skeleton mit Drei Brücken

Girard-Perregaux: Neo-Tourbillon Skeleton mit Drei Brücken
Girard-Perregaux: Neo-Tourbillon Skeleton mit Drei Brücken

Eine Marke, die für ihr spektakuläres Werkdesign schon im 19. Jahrhundert Preise erhielt, ist Girard-Perregaux. Das ab 1867 gebaute Tourbillon mit drei Goldbrücken beeindruckte mit seiner Symmetrie und der vollendeten handwerklichen Fertigung. 1991 ließ die Marke diese Spezialität wiederaufleben – in einer Armbanduhr und gedreht, sodass man den harmonischen Werkaufbau von vorn bewundern konnte. Das aktuelle Neo-Tourbillon Skeleton mit Drei Brücken ist die moderne Fortsetzung des historischen Uhrwerks. Im Mittelpunkt steht das Automatikkaliber GP 09400-0011 mit Mikrorotor. Die drei Brücken scheinen sich schwebend über das Uhrwerk zu spannen. Unter der oberen Brücke befindet sich das Federhaus, unter der unteren das Tourbillon. Leichtigkeit verleiht der Uhr nicht nur die Skelettierung des Kalibers, sondern auch die beiden Saphirgläser. 45 Millimeter misst das Titangehäuse des 145.000 Euro teuren Luxuszeitmessers.

Uhr #5 mit besonders sichtbarer Mechanik: Zenith Defy Zero G

Zenith: Defy Zero G Titan
Zenith: Defy Zero G Titan

Zenith setzt sein innovatives gyroskopisches “Gravity Control”-Modul, das den Gesetzen der Schwerkraft trotzt und den Gang der Uhr besonders präzise macht, bei der Defy Zero G in einem skelettierten Uhrwerk in Szene. Bei diesem handelt es sich um das Hochfrequenz-Kaliber El Primero 8812 S. Es sitzt in einem 44 Millimeter großen Titangehäuse, das bis 100 Meter wasserdicht ist. Am Titanband kostet die Skelettuhr 96.400 Euro.

Uhr #6 mit besonders sichtbarer Mechanik: Roger Dubuis Excalibur Aventador S

Roger Dubuis: Excalibur Aventador S Roségold
Roger Dubuis: Excalibur Aventador S

Sein hauseigenes Handaufzugskaliber RD103SQ hat Roger Dubuis gleich von vornherein als Skelettwerk konzipiert. Es kommt aktuell im Modell Excalibur Aventador S wirkungsvoll zum Einsatz. Die Inspiration zum Uhrwerk erhielt Roger Dubuis vom Sportwagen Lamborghini Aventador S. So erinnert die Platine, die das Federhaus des Uhrwerks verdeckt, an einen Motor. Geschützt wird das Kaliber von einem 45 Millimeter großen Gehäuse aus Titan. Lediglich 28 Exemplare gibt es von der Skelettuhr mit Roségoldakzenten. Sie kostet 230.000 Euro.

Uhr #7 mit besonders sichtbarer Mechanik: Richard Mille RM 67-02 Alexander Zverev

Die RM67-02 Alexander Zverev von Richard Mille in den deutschen Nationalfarben.
Die RM67-02 Alexander Zverev von Richard Mille in den deutschen Nationalfarben.

Technisch inspiriertes Design findet sich auch bei Richard Mille. Zu seiner Philosophie gehört, dass man das Werk (fast) immer von vorn sehen kann. Das technisch-futuristische Äußere der Skelettuhr wird nicht zuletzt durch den Einsatz innovativer Materialien und Techniken erreicht. So verwendet Richard Mille für das Gehäuse des Modells RM 67-02 Alexander Zverev den Werkstoff TPT Quartz, den die Schweizer Ideenschmiede als einzige Uhrenmarke nutzt. Die Platinen und Brücken des Automatikwerks CRMA7 bestehen aus Grade-5-Titan, der zugehörige Rotor ist aus TPT-Karbon und Weißgold gefertigt. Die Skelettuhr besitzt ein Gesamtgewicht von lediglich 32 Gramm und kostet 119.000 Euro.

Uhr #8 mit besonders sichtbarer Mechanik: Jaquet Droz Grande Seconde Skelet-One

Jaquet Droz: Grande Seconde Skelet-One in Rotgold
Jaquet Droz: Grande Seconde Skelet-One

Das automatische Manufakturkaliber 2663 SQ im Modell Grande Seconde Skelet-One von Jaquet Droz ist skelettiert und besitzt weder Platine noch Gehäusering. Zudem bestehen die beiden Zifferblätter des Modells aus Saphirglas, sodass das Uhrwerk und die Brücken, die es tragen, offenliegen. Das Gehäuse der Grande Seconde Skelet-One besteht aus Rotgold und hat einen Durchmesser von 41 Millimetern. Kostenpunkt: 34.100 Euro.

Uhr #9 mit besonders sichtbarer Mechanik: Hublot Techframe Ferrari Tourbillon Chronograph Titanium

Hublot Techframe Ferrari 70 Years Tourbillon Chronograph
Hublot: Techframe Ferrari Tourbillon Chronograph Titanium

Bei der Schweizer Sportuhren-Manufaktur Hublot endet die durchbrochene ­Konstruktion nicht beim Werk: Zusätzlich wurde das 45 Millimeter große Titangehäuse des Tourbillonchronographen Techframe Ferrari Tourbillon Chronograph Titanium wie eine ­architektonische Metallkonstruktion ­entworfen, was Gewicht spart und den modernen Look noch verstärkt. Das automatische Manufakturkaliber HUB6311 bietet eine hohe Gangautonomie von fast fünf Tagen (115 Stunden). Die komplizierte Sportuhr kostet 177.000 Euro.

Uhr #10 mit besonders sichtbarer Mechanik: Maurice Lacroix Aikon Automatic Skeleton

Die Skelettierung bei der Aikon Automatic Skeleton von Maurice Lacroix folgt einem ganz neuen Muster, das speziell für diesen Zeitmesser entworfen wurde. Es ist von fünf konzentrischen Kreisen gekennzeichnet, die das gesamte Uhrwerk durchziehen (5.600 Euro).
Maurice Lacroix: Aikon Automatic Skeleton

Mit der Uhrenlinie Aikon belebt Maurice Lacroix ein einst erfolgreiches Design wieder, dessen Hauptmerkmal die auffälligen Lünettenreiter sind. Neben Dreizeigeruhren und Chronographen gibt es in der noch jungen Linie auch eine Skelettuhr namens Aikon Automatic Skeleton. Das Federhaus des hauseigenen Werkes zeigt sich komplett offen. Untergebracht ist das Manufakturkaliber ML234 mit Automatikaufzug in einem 45 Millimeter großen Edelstahlgehäuse. Der gleichzeitig klassische und moderne Zeitmesser kostet 5.600 Euro.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Februar 2017.

[6211]

Produkt: Download Einzeltest: Roger Dubuis Hommage Fliegendes Doppeltourbillon mit Handguillochierung
Download Einzeltest: Roger Dubuis Hommage Fliegendes Doppeltourbillon mit Handguillochierung
Im Test: Ein außergewöhnliches Modell von Roger Dubuis – ohne Zifferblatt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren