6 Uhren mit Magnetfeldschutz

Wie Rolex, Sinn, Omega & Co sich vor Magnetfeldern schützen

Martina Richter
von Martina Richter
am 22. August 2018

Magnetfelder kommen überall um uns herum vor und nehmen zu. Sie gehen von Elektromotoren, Lautsprechern, Induktionskochfeldern, Mobiltelefonen, den weit verbreiteten Kühlschrankmagneten oder von magnetischen Schließen an Handtaschen aus. Eine Untersuchung von ungefähr 1.000 Uhren, die in den Kundendienst von Sinn Spezialuhren kamen, hat ergeben, dass etwa 60 Prozent von ihnen magnetisiert beziehungsweise dass deren Gang durch Magnetismus gestört war. Dafür, dass es so weit erst gar nicht kommt, sorgt Magnetfeldschutz: Hier sind sechs aktuelle Uhren mit erhöhtem Magnetfeldschutz.

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Uhr mit Magnetfeldschutz #1: Omega

Auf der Baselworld 2018 stellte Omega eine komplett überarbeitete Serie der Seamaster Professional Diver 300M vor. Sie besteht insgesamt aus 14 neuen Modellen – sechs aus Edelstahl sowie acht in Edelstahl-Gold-Kombinationen. Dabei sind die Edelstahluhren mit Kautschukband für 4.400 Euro und mit Edelstahlband für 4.500 Euro zu haben. Die Edelstahl-Gold-Uhren kosten mit Kautschukband 6.000 Euro und mit Bicolor-Band 8.900 Euro.

Omega: Die neue Seamaster Professional Diver 300M ganz in Edelstahl mit Keramiklünette
Omega: Die neue Seamaster Professional Diver 300M in einer in Edelstahl-Gold-Kombinationen
Omega: Die neue Seamaster Professional Diver 300M in Edelstahl mit blauer Keramiklünette
Omega: Limitierte Seamaster Professional Diver 300M in Tantal

Jede neue Seamaster Professional Diver 300M erscheint im 42-Millimeter-Gehäuse und ist mit einem automatischen Master Chronometer Kaliber 8800 ausgestattet, womit die Kollektion eine höhere Qualitätsstufe hinsichtlich Ganggenauigkeit, Leistungsvermögen und antimagnetischen Widerstand erreicht. Das heißt, jede neue Seamaster Professional Diver 300M hat neben der “normalen” Chronometerprüfung auch die acht strengen Prüfungen des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) bestanden und widersteht damit Magnetfeldern von mindestens 15.000 Gauß. Dieser hohe Magnetfeldschutz wird durch die Verwendung einer Silizium-Unruhspirale und weiterer antimagnetischer Materialien, wie beispielsweise des sogenannten Nivagauss, im Bereich des Uhrwerks erreicht. Omega rüstet nach und nach fast alle Zeitmesser mit dieser äußerst magnetfeldsicheren Uhrwerktechnologie aus

Omega: Die neuen Seamaster Professional Diver 300M-Modelle sind mit dem Master Chronometer Kaliber 8800 ausgestattet
Omega: Die neuen Seamaster Professional Diver 300M-Modelle sind mit dem Master Chronometer Kaliber 8800 ausgestattet

Im äußeren Designs wurden viele Details überdacht, darunter auch die legendäre Tauchlünette, die nun aus Keramik besteht und mit einer Skala aus Ceragold oder – für längere Farbechtheit und Robustheit – mit weißem Email ausgelegt ist. Die Zifferblätter bestehen aus polierter Keramik in Schwarz, Blau oder mit PVD-Chrombeschichtung. Omega verwendet auch wieder das Wellenmuster, jetzt mit Lasergravur, das für das ursprüngliche Design der Taucheruhr steht. Eines der wichtigsten Merkmale der Diver 300M war immer das Heliumauslassventil. Bei den neuen Modellen wurde diesem eine konische Form gegeben, die sich Omega patentieren ließ.

Uhr mit Magnetfeldschutz #2: Baume & Mercier Clifton Baumatic

Baume & Mercier: Clifton Baumatic mit Edelstahlband
Baume & Mercier: Clifton Baumatic mit Edelstahlband

Im September 2018 kommt die auf dem SIHH 2018 vorgestellte Clifton Baumatic von Baume & Mercier in den Handel. Zum vergleichsweise kleinen Preis von 2.600 Euro bietet sie dem Endverbraucher viel: Das erste eigenen automatische Kaliber BM12-1975A – Ergebnis einer mehrjährigen Zusammenarbeit des Uhrenherstellers mit den Teams des Forschungs- und Innovationszentrums der Richemont-Gruppe sowie deren Werkeschmiede Val-Fleurier – warte mit zahlreichen technischen Innovationen, wie fünf Tagen Gangautonomie bei voller Chronometer-Präzision, langen, kundenfreundlichen Serviceintervallen und erhöhtem Magnetfeldschutz bis zu 1.500 Gauß auf.

Baume & Mercier: Qualitätsmerkmale des Baumatic-Uhrwerks
Baume & Mercier: Qualitätsmerkmale des Baumatic-Uhrwerks

Erreicht werden die Qualitätsmerkmale vor allem durch eine in Twinspir-Technologie gefertigte Unruhspirale, die zwei um 45 Grad versetzte Siliziumschichten verbindet, sowie weitere in Powerscape-Technologie gefertigte Hemmungsteile aus Silizium.

Baume & Mercier: Clifton Baumatic als Chronometer-Version
Baume & Mercier: Clifton Baumatic als Chronometer-Version

Obwohl alle Clifton Baumatic-Modelle Gangwerte auf Chronometerniveau erreichen, gibt es für 2.800 Euro auch eine COSC-zertifizierte Version.

Uhr mit Magnetfeldschutz #3: Zenith Defy El Primero 21

Die Defy El Primero 21 von Zenith sprach die Jury durch ihr ausgeprägt technisches Design an.
Zenith: Defy El Primero 21

Zenith stellte 2017 einen Chronographen vor, der auf die Hundertstelsekunde genau stoppen kann. Der Defy El Primero 21 arbeitet dabei mit dem neuen hauseigenen Automatikkaliber El Primero 9004, auch El Primero 21 genannt, das zweiteilig mit unabhängig laufenden Zeiger- und Räderwerken sowie jeweils eigenen Regulierorganen aufgebaut ist. Der Teil für die Zeitanzeige arbeitet mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde, der Chronographen-Mechanismus oszilliert mit 50 Hertz, was das Stoppen auf die Hundertstelsekunde genau ermöglicht. In beide Werke sind Carbon-Nanotube-Spiralen eingesetzt, die unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Magnetfeldern sind. Der Chronograph im 44-Millimeter-Gehäuse aus Titan kostet 9.700 Euro. Bei zwei Varianten mit skelettierten Zifferblättern kostet die Titan-Variante 10.600 Euro und die aus keramisiertem Aluminium 11.500 Euro.

Uhr mit Magnetfeldschutz #4: Damasko DA 43 Black

Damasko: DA 43 Black
Damasko: DA 43 Black

Damasko verwendet für die DA 43 Black eisgehärtetes, nickelfreies Edelstahl, das aufgrund seiner speziellen Wärmebehandlung etwa viermal härter als ist. Zusätzlich erhält das 42 Millimeter große Gehäuse eine schwarze Damest-Beschichtung, die ein Verkratzen verhindert. In Kombination mit einer verschraubbaren Krone und einem verschraubten Boden hält das bis zehn Bar Wasserdruck aus. Darin arbeitet das Automatikkaliber Eta 2836, das neben der Zeit auch Datum und Wochentag auf das Zifferblatt bringt. Dank Weicheiseninnengehäuse bleibt das Werk vor Magnetfeldern geschützt. Das Zifferblatt trägt auf der ganzen Fläche Superluminova, wodurch die Zeit bei allen Lichtverhältnissen ablesbar ist. Der Preis der DA 43 Black beträgt 1.540 Euro.

Uhr mit Magnetfeldschutz #5: Rolex Oyster Perpetual Air-King

Rolex: Oyster Perpetual Air-King
Rolex: Oyster Perpetual Air-King

Rolex belebte 2016 die Modellbezeichnung Air-King neu und verlieh der zugehörigen Uhr einen betont sportlichen Look. Die Oyster Perpetual Air-King erschien mit markant gestalteten Ziffern und dem sogenannten Mercedes-Zeiger für die Stunden. Der Kontrast von weißen Ziffern und schwarzem Blatt erinnert gemeinsam mit dem umgekehrten Dreieck bei der Zwölf an das klassische Fliegeruhren-Design. Dennoch ist die Uhr die erste überhaupt, die die Rolex-Farben auf dem Zifferblatt trägt. Für den Antrieb kommt das Automatikwerk Rolex 3131 zum Einsatz, es arbeitet in einem 40 Millimeter großen Edelstahlgehäuse mit Weicheisenkalotte, die einen Magnetfeldschutz bis zu 1000 Gauß bietet. Die Rolex Oyster Perpetual Air King kostet 5.650 Euro.

Uhr mit Magnetfeldschutz #6: Sinn Spezialuhren 856 S

Sinn Spezialuhren: 856
Sinn Spezialuhren: 856

Mit der 856 S hat Sinn Spezialuhren neben den zahlreichen instrumentellen Chronographen eine Uhr mit Magnetfeldschutz im Erscheinungsbild einer Navigationsborduhr gestaltet. Der 40 Millimeter große Zeitmesser tickt mit dem Sellita-Automatikkaliber SW300-1, das einen erhöhten Magnetfeldschutz von 80.000 A/m durch ein Weicheiseninnengehäuse erhält. Die äußere Hülle ist tegimentierte und schwarz hartstoffbeschichtet. Die Uhr ist zudem mit der Ar-Trockenhaltetechnik ausgestattet, unterdrucksicher und druckfest bis 20 bar. Sie kostet mit Lederband 1.610 Euro, mit Silikonarmband1.860 Euro und mit massivem Metallband 1.920 Euro. MaRi

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt am 22. August 2014.

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