Produkt: Download Vergleichstest: Sinn 556A vs. Sinn 856
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Das UHREN-MAGAZIN testet zwei Uhren von Sinn im Hinblick auf Magentfeldschutz.

6 Uhren mit Magnetfeldschutz

Wie Uhrenmarken ihre Modelle vor Magnetfeldern schützen

Magnetfelder kommen überall um uns herum vor und nehmen zu. Sie gehen von Elektromotoren, Lautsprechern, Induktionskochfeldern, Mobiltelefonen, den weit verbreiteten Kühlschrankmagneten oder von magnetischen Schließen an Handtaschen aus. Eine Untersuchung von ungefähr 1.000 Uhren, die in den Kundendienst von Sinn Spezialuhren kamen, hat ergeben, dass etwa 60 Prozent von ihnen magnetisiert beziehungsweise dass deren Gang durch Magnetismus gestört war. Dafür, dass es so weit erst gar nicht kommt, sorgt Magnetfeldschutz: Hier sind sechs aktuelle Uhren mit erhöhtem Magnetfeldschutz.

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Uhr mit Magnetfeldschutz #1: Omega

Auf der Baselworld 2018 stellte Omega eine komplett überarbeitete Serie der Seamaster Diver 300M vor. Zu den bestehenden Edelstahl- und Bicolormodellen im 42-Millimeter-Format kam Anfang 2019 eine 43,5 Millimeter große Modellversion aus schwarzer Keramik und Titan dazu. Bei dieser Uhr wurden die schmalen Linien auf dem stilbildenden Wellenzifferblatt nicht in die Tiefe gelasert, sondern stehen als poliertes Relief aus der ansonsten matten Keramik hervor.

Omega: Seamaster Diver 300M in Keramik und Titan
Omega: Seamaster Diver 300M in Keramik und Titan

Auch in dieser Version der Seamaster Diver 300M tickt hinter einem Titanboden mit Saphirglasfenster das Master Chronometer Kaliber 8800 mit Automatikaufzug. Das heißt, auch diese neue Seamaster Diver 300M hat neben der “normalen” Chronometerprüfung ebenso die acht strengen Prüfungen des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) bestanden und widersteht damit Magnetfeldern von mindestens 15.000 Gauß. Dieser hohe Magnetfeldschutz wird durch die Verwendung einer Silizium-Unruhspirale und weiterer antimagnetischer Materialien, wie beispielsweise des sogenannten Nivagauss, im Bereich des Uhrwerks erreicht. Omega rüstet nach und nach fast alle Zeitmesser mit dieser äußerst magnetfeldsicheren Uhrwerktechnologie aus. Der Preis liegt bei 7.400 Euro. Das sind 3.000 Euro mehr, als man für die 2018 eingeführten Stahlversionen mit Kautschukband bezahlen muss.

Omega: Die neuen Seamaster Professional Diver 300M-Modelle sind mit dem Master Chronometer Kaliber 8800 ausgestattet
Omega: Master Chronometer Automatikkaliber 8800

 

Uhr mit Magnetfeldschutz #2: Baume & Mercier Clifton Baumatic

Die junge Clifton Baumatic-Kollektion von Baume & Mercier wurde 2019 um ein Gehäuse aus Rotgold und ein Zifferblatt mit Farbverlauf in Blau ergänzt. Ausgestattet mit dem modernen, hauseigenen Baumatic-Kaliber bleiben die Modelle der Philosophie der im vergangenen Jahr anlässlich des Salon International de la Haute Horlogerie lancierten Linie treu: Das Automatikkaliber BM13-1975A geht zwischen minus vier und plus sechs Sekunden pro Tag genau und das während der gesamten Gangdauer von fünf Tagen. Es widersteht alltagsverbreiteten Magnetfeldern und benötigt sieben Jahre keine Wartung. Die Clifton Baumatic in Rotgold kostet 6.700 Euro.

Baume & Mercier: Clifton Baumatic COSC Or Rouge mit einem Gehäuse in Rotgold
Baume & Mercier: Clifton Baumatic COSC Or Rouge mit einem Gehäuse in Rotgold

 

Uhr mit Magnetfeldschutz #3: Zenith Defy El Primero 21

Die Defy El Primero 21 von Zenith sprach die Jury durch ihr ausgeprägt technisches Design an.
Zenith: Defy El Primero 21

Zenith stellte 2017 einen Chronographen vor, der auf die Hundertstelsekunde genau stoppen kann. Der Defy El Primero 21 arbeitet dabei mit dem neuen hauseigenen Automatikkaliber El Primero 9004, auch El Primero 21 genannt, das zweiteilig mit unabhängig laufenden Zeiger- und Räderwerken sowie jeweils eigenen Regulierorganen aufgebaut ist. Der Teil für die Zeitanzeige arbeitet mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde, der Chronographen-Mechanismus oszilliert mit 50 Hertz, was das Stoppen auf die Hundertstelsekunde genau ermöglicht. In beide Werke sind Carbon-Nanotube-Spiralen eingesetzt, die unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Magnetfeldern sind. Der Chronograph im 44-Millimeter-Gehäuse aus Titan kostet 11.100 Euro mit Kautschukband und 12.100 Euro mit Titanband. Der gleiche Preis wird für ein Modell mit Keramikgehäuse und Kautschukband aufgerufen.

Uhr mit Magnetfeldschutz #4: Archimede

Archimede: Outdoor Antimag
Archimede: Outdoor Antimag

Die Archimede Outdoor Antimag erhält ihren erhöhten Magnetfeldschutz durch ein Weicheiseninnengehäuse. Dadurch ist das Sellita-Automatikkaliber SW 200-1 vor Magnetfeldern bis 80.000 A/m geschützt. Das 41 Millimeter große Gehäuse mit dem markanten Kronenschutz besteht aus gehärtetem Stahl, was die Uhr besonders gut vor Kratzern schützt. Zudem bleibt die Outdoor Antimag bis 200 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Auf dem schwarzen Zifferblatt sorgt ausreichend Leuchtmasse auf Ziffern und Zeigern für gute Ablesbarkeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen. Für unter 1.000 Euro bekommt so eine gut ausgestattete Alltagsuhr, die einiges aushält. Getragen wird der 980 Euro teure Zeitmesser am schwarzen Lederband.

Uhr mit Magnetfeldschutz #5: Rolex Oyster Perpetual Air-King

Rolex: Oyster Perpetual Air-King
Rolex: Oyster Perpetual Air-King

Rolex belebte 2016 die Modellbezeichnung Air-King neu und verlieh der zugehörigen Uhr einen betont sportlichen Look. Die Oyster Perpetual Air-King erschien mit markant gestalteten Ziffern und dem sogenannten Mercedes-Zeiger für die Stunden. Der Kontrast von weißen Ziffern und schwarzem Blatt erinnert gemeinsam mit dem umgekehrten Dreieck bei der Zwölf an das klassische Fliegeruhren-Design. Dennoch ist die Uhr die erste überhaupt, die die Rolex-Farben auf dem Zifferblatt trägt. Für den Antrieb kommt das Automatikwerk Rolex 3131 zum Einsatz, es arbeitet in einem 40 Millimeter großen Edelstahlgehäuse mit Weicheisenkalotte, die einen Magnetfeldschutz bis zu 1000 Gauß bietet. Die Rolex Oyster Perpetual Air King kostet 5.650 Euro.

Uhr mit Magnetfeldschutz #6: Sinn Spezialuhren 856 S

Sinn Spezialuhren: 856
Sinn Spezialuhren: 856

Mit der 856 S hat Sinn Spezialuhren neben den zahlreichen instrumentellen Chronographen eine Uhr mit Magnetfeldschutz im Erscheinungsbild einer Navigationsborduhr gestaltet. Der 40 Millimeter große Zeitmesser tickt mit dem Sellita-Automatikkaliber SW300-1, das einen erhöhten Magnetfeldschutz von 80.000 A/m durch ein Weicheiseninnengehäuse erhält. Die äußere Hülle ist tegimentierte und schwarz hartstoffbeschichtet. Die Uhr ist zudem mit der Ar-Trockenhaltetechnik ausgestattet, unterdrucksicher und druckfest bis 20 bar. Sie kostet mit Lederband 1.670 Euro, mit Silikonarmband 1.930 Euro und mit massivem Metallband 2.010 Euro. MaRi

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt am 22. August 2014.

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Produkt: Download: Weltweit erster Test der Omega Globemaster im 7-Tesla-MRT-Forschungssystem
Download: Weltweit erster Test der Omega Globemaster im 7-Tesla-MRT-Forschungssystem
Weltpremiere-Test: Was passiert mit der Omega Globemaster im 7 Tesla starken MRT?

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Schöne Zusammenstellung, aber warum fehlt die prominente Rolex Milgauss??

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  2. Weil evtl. die Milgauss ausläuft…und das hier vorgestellte Modell eher schlecht bei Rolex läuft und gepushed werden muss?!

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  3. Ich bin für den
    MAGNETSCHUTZ,DEN ICH HABE SELBST EINE OMEGA DYNAMIK MIT WEICHEISENKÄFIG

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  4. Meine Uhren trage ich im Alltag schon nicht mehr, weil man überall von Handys, Tablets etc und deren Magnetfeldern umzingelt ist. Deshalb ist erhöhter Magnetfeldschutz heute unverzichtbar. Die Rolex Milgauss fehlt übrigens, weil sie mit der vorgestellten Air-King identisch ist. Der Unterschied ist nur das Design von Zifferblatt und Zeigern – und ein Preisunterschied von rund € 2.000,00.

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