6 Uhren mit Magnetfeldschutz

Wie Uhrenmarken ihre Modelle vor Magnetfeldern schützen

Magnetfelder kommen überall um uns herum vor und nehmen zu. Sie gehen von Elektromotoren, Lautsprechern, Induktionskochfeldern, Mobiltelefonen, den weit verbreiteten Kühlschrankmagneten oder von magnetischen Schließen an Handtaschen aus. Eine Untersuchung von ungefähr 1.000 Uhren, die in den Kundendienst von Sinn Spezialuhren kamen, hat ergeben, dass etwa 60 Prozent von ihnen magnetisiert beziehungsweise dass deren Gang durch Magnetismus gestört war. Dafür, dass es so weit erst gar nicht kommt, sorgt Magnetfeldschutz: Hier sind sechs aktuelle Uhren mit erhöhtem Magnetfeldschutz.

Alles über Magnetfeldschutz bei mechanischen Zeitmessern erfahren Sie im kostenlosen Webinar “Ask the Expert”.

Anzeige

Uhr mit Magnetfeldschutz #1: Omega Speedmaster Moonwatch Professional Master Chronometer

Omega hat nun auch die auf der ganzen Welt als „Moonwatch“ bekannte Speedmaster in den Stand eines Master Chronometers gehoben.

Omega: Speedmaster Moonwatch wird zum Master Chronometer
Omega: Speedmaster Moonwatch wird zum Master Chronometer

Mit dem neuen Co-Axial-Kaliber 3861 hält ein nach dem höchsten Standard der Schweizer Uhrenindustrie in Bezug auf Magnetfeldresistenz zertifiziertes Handaufzugwerk in verschiedenen 42,0 Millimeter großen Gehäusen der Ikone Einzug. Das neue Uhrwerk stellt sicher, dass die Moonwatch gegenüber Magnetfeldern bis zu 15.000 Gauß resistent ist.

 

Omega: Kaliber 3861
Omega: Kaliber 3861

Die Gehäuse der neuen Generation der Omega Speedmaster Moonwatch gibt es mit fünf Jahren Omega-Garantie in acht Varianten aus Edelstahl, 18 Karat Sedna-Gold oder 18 Karat Canopus-Gold. Sie bleiben bis fünf Bar druckfest.

Omega: Die neue Speedmaster Moonwatch Master Chronometer gibt es in acht Varianten
Die neue Speedmaster Moonwatch Master Chronometer gibt es in acht Varianten

 

Uhr mit Magnetfeldschutz #2: Tudor Black Bay Ceramic

Tudor Black Bay Ceramic
Tudor Black Bay Ceramic

Die Tudor ist nach Omega nun die zweite Marke, die auch Master Chronometer zertifiziert. Die Black Bay Ceramic ist dabei das erste Modell, das vom unabhängigen Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) zum Master Chronometer geadelt wurde. Das bedeutet, die Uhr mit dem automatischen Manufakturkaliber MT5602-1U ist COSC-zertifiziert, unterliegt dabei aber einem noch höheren Genauigkeitsanspruch und ist bis 15.000 Gauß magnetfeldsicher.

Tudor: Kaliber MT 5602-1U
Tudor: Kaliber MT 5602-1U

Die erfolgreiche Zertifizierung setzte erhebliche Veränderungen am Basisuhrwerk voraus, über die Tudor den Mantel des Schweigens hängt. Einzig bekannt ist die Silizium-Unruhspirale. Für die Zertifizierung hat Tudor, ebenfalls wie Omega, eine eigene Teststrecke eingerichtet und prüft dabei Präzision, Magnetfeldresistenz, Wasserdichtheit und Gangreserve, wobei sich letztere beim Kaliber MT5602-U auf 70 Stunden beläuft. Das komplett schwarze Uhrwerk schalt Tudor in ein 41 Millimeter großes, bis 20 Bar druckfestes und ebenfalls komplett schwarzes Gehäuse ein, dessen Monoblock-Mittelteil aus Keramik besteht. Das ebenfalls schwarze Blatt prägen die markentypischen Snowflake-Zeiger und kräftige Index-Appliken.

Uhr mit Magnetfeldschutz #3: Cartier Pasha de Cartier

Die Pasha de Cartier wurde 1985 eingeführt und kehrt im Jahr 2020 mit zahlreichen Varianten sowohl in das Herren- als auch in das Damensortiment zurück. Die elegante Dreizeigeruhr hat einen Durchmesser von 41 Millimetern bei 9,55 Millimetern Höhe und passt somit unter die Hemdmanschette. Die Modelle für das weibliche Handgelenk sind 35 Millimeter groß und 9,37 Millimeter hoch. Druckfest bleiben alle Gehäuse bis zehn Bar.

Cartier: Pasha de Cartier
Cartier: Pasha de Cartier

Im Innern der Zeitmesser tickt das Manufakturkaliber 1847 MC mit Automatikaufzug und 40 Stunden Gangautonomie. Um das Uhrwerk widerstandsfähiger gegen Magnetfelder zu machen, stattet Cartier die Hemmung mit nichtmagnetischen Bauteilen aus einer Nickel-Phosphor-Legierung aus. Demselben Zweck dient auch ein in das Gehäuse eingelassenes Schild aus einer paramagnetischen Legierung. Durch diese Lösungen erhält die Pasha de Cartier eine Magnetfeldresistenz von 1.200 Gauss.

Uhr mit Magnetfeldschutz #4: Zenith: Defy El Primero 21

Zenith: Defy El Primero 21
Zenith: Defy El Primero 21

 

Zenith stellte 2017 einen Chronographen vor, der auf die Hundertstelsekunde genau stoppen kann. Der Defy El Primero 21 arbeitet dabei mit dem neuen hauseigenen Automatikkaliber El Primero 9004, auch El Primero 21 genannt, das zweiteilig mit unabhängig laufenden Zeiger- und Räderwerken sowie jeweils eigenen Regulierorganen aufgebaut ist.

Zenith: El Primero 9004
Zenith: El Primero 9004

Der Teil für die Zeitanzeige arbeitet mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde, der Chronographen-Mechanismus oszilliert mit 50 Hertz, was das Stoppen auf die Hundertstelsekunde genau ermöglicht. In beide Werke sind Carbon-Nanotube-Spiralen eingesetzt, die unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Magnetfeldern sind. Der Chronograph tickt im 44-Millimeter-Gehäuse aus Titan oder Keramik..

Uhr mit Magnetfeldschutz #5: IWC Big Pilot’s Watch 43 Spitfire

IWC: Big Pilot's Watch 43 Spitfire
IWC: Big Pilot’s Watch 43 Spitfire

Seit mehr als 85 Jahren ist der Name IWC untrennbar mit der Fliegeruhr verbunden. Das Schaffhauser Unternehmen setzte Maßstäbe bei der Entwicklung der bis heute äußerst beliebten Uhrengattung. 1936 brachte IWC die erste „Spezialuhr für Flieger“ heraus. Dieser folgten 1940 die „Große Fliegeruhr“ und 1948 die „Mark 11“ – eine Fliegeruhr, die Kultstatus erreichte. Die Modellvielfalt reißt bis in die Gegenwart nicht ab. Alle IWC-Fliegeruhren vereinen Eigenschaften, die auch im normalen Alltag Bestand haben, weshalb sie so beliebt sind – angefangen bei ihrem schlichten, klaren Design, aus dem beste Ablesbarkeit resultiert, über höchste Präzision bis hin zu besonderer Robustheit zum Beispiel gegenüber Schlägen, Temperaturschwankungen, Druckabfällen oder Magnetfeldern. So besitzen schon frühe IWC-Fliegeruhren einen sogenannten Weicheisenkäfig, der das Uhrwerk vor Magnetfeldern bis zu 1.000 Gauß schützt. Einen solchen gibt es auch im Innern der aktuellen IWC Big Pilot’s Watch 43 Spitfire. Den Schutz gewährleisten ein doppelter Gehäuseboden, der Werkhaltering und das Zifferblatt, weshalb es auf diesem auch keinen Durchbruch, etwa für ein Datum, gibt. Das Zifferblatt dieser Big Pilot’s Watch 43 Spitfire ist zudem ein ganz besonderes, denn es beschreibt das sogenannte historische Baumuster B für Fliegeruhren, das viel seltener zu finden ist als solche nach dem klassischen Baumuster A. Das Besondere an ihm ist, dass der für Piloten weniger wichtige Stundenkreis im Zentrum angeordnet ist und sich die Minutenskala dominant am Rand befindet. Die beige Leuchtfarbe auf den signifikanten Zeigern, vor allem aber das mit zwei Punkten versehene Orientierungsdreieck bei zwölf Uhr verleihen der IWC Big Pilot’s Watch 43 Spitfire große Authentizität und zudem beste Ablesbarkeit. Das 43,5 Millimeter große Titaninstrument ist zudem mit der typischen großen Kegel-Schraubkrone und eben einem Weicheisenkäfig ausgestattet, das dem IWC-Automatikkaliber 82100 erhöhten Magnetfeldschutz bietet.

Uhr mit Magnetfeldschutz #6: Sinn Spezialuhren EZM 13.1

Sinn Spezialuhren: EZM 13.1
Sinn Spezialuhren: EZM 13.1

Der neue 2022er Spin-Off des Einsatzzeitmessers 13 von Sinn Spezialuhren bietet zahlreiche der bewährten Technologien und Features, die die Frankfurter Uhrenschmiede zur Verbesserung der Stabilität und Robustheit entwickelt hat. Neben Ar-Trockenhaltetechnik, Temperaturresistenztechnologie sowie zertifizierte Wasserdichtheit und Drucksicherheit in Anlehnung an die Europäischen Tauchgerätenormen gehört auch ein erhöhter Magnetfeldschutz bis 100 mT (80.000 A/m). Diesen bietet der EZM 13.1 durch einen Weicheisenkäfig. Er schützt im Innern des 41 Millimeter großen und bis 50 Bar druckfesten Gehäuses das modifizierte Sinn-Chronographenkaliber SZ02 mit Anzeige der Stoppminute bei sechs Uhr. Statt der sonst üblichen 30 ist hier die Messung von 60 Minuten möglich. MaRi

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt am 22. August 2014.

[3231]

Produkt: eDossier: Magnetfeldschutz bei Omega
eDossier: Magnetfeldschutz bei Omega
Alles über die Omega, METAS-Prüfung,

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Schöne Zusammenstellung, aber warum fehlt die prominente Rolex Milgauss??

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Weil evtl. die Milgauss ausläuft…und das hier vorgestellte Modell eher schlecht bei Rolex läuft und gepushed werden muss?!

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Ich bin für den
    MAGNETSCHUTZ,DEN ICH HABE SELBST EINE OMEGA DYNAMIK MIT WEICHEISENKÄFIG

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. Meine Uhren trage ich im Alltag schon nicht mehr, weil man überall von Handys, Tablets etc und deren Magnetfeldern umzingelt ist. Deshalb ist erhöhter Magnetfeldschutz heute unverzichtbar. Die Rolex Milgauss fehlt übrigens, weil sie mit der vorgestellten Air-King identisch ist. Der Unterschied ist nur das Design von Zifferblatt und Zeigern – und ein Preisunterschied von rund € 2.000,00.

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Rolex milgauss wäre da wohl die erste Wahl!!!
    Bitte bessere Artikel.
    Besten Dank
    Lg Alex Janka

    Auf diesen Kommentar antworten
  6. “und das hier vorgestellte Modell eher schlecht bei Rolex läuft und gepushed werden muss?!”

    Air King muss gepushed werden? Versuchen Sie mal, eine beim Konzessionär zu kaufen. Oder zum Listenpreis eine Neue beim Grauen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  7. Wenn schon über Magnetfeldschutz getitelt wir, dann wäre es doch angebracht, zu jeder Uhr auch – mit einheitlicher physikalischen Messgrösse – die Magnetfeldresistenz zu berichten. Aber da scheuen alle fen Vergleich mit der noch immer nicht eingeholten Leistung der OMEGA. “Mille Gauss”? Eher zum Schmunzeln 😉
    Beste Grüsse
    Ch.M. mit der Cal. 8508 “>15’000 Gauss” am Handgelenk.

    Auf diesen Kommentar antworten
  8. Wäre schon schön, wenn zu jeder Uhr die Magnetfeldresistenz in Zahlen angegeben wäre. Und sich noch jemand die Mühe machen würde, alle Angaben auf dieselbe Einheit umzurechnen

    Auf diesen Kommentar antworten
  9. Ich stand vor 4 Wochen vor der Wahl, eine Millgaus, übrigens sofort lieferbar oder eine Omega 300 m. Habe mich für die Omega in Stahl/Gold in Blau am Kautschukband entschieden. An der Millgaus habe ich mich irgendwie sattgesehen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  10. Magnetfeldschutz, there is only one wristwatch for me and that is Omega! They have been tested to extremes and pass the tests even in hospitals around and in MRI Equipment, Magnetic Resonance Imaging or Tomography. They have gone to the Moon, but that is another story of other extremes.

    Auf diesen Kommentar antworten
  11. Askania Uhrenmanufaktur Berlin bietet mit seinen Taifun Piloten-Modellen ebenfalls magnetgeschützte Uhren an.
    mit 80.000 A/m.

    Auf diesen Kommentar antworten
  12. 15000 Gauss sind fast 1.200.000A/m…

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Das könnte Sie auch interessieren