8 deutsche Fliegeruhren

Uhren fürs Cockpit made in Germany

 Redaktion
von Redaktion
am 30. August 2017

Mit zahlreichen attraktiven und dabei ganz unterschiedlichen Zeitmessern erobern deutsche Uhrenmarken den Luftraum. Wir stellen acht Fliegeruhren vor, die die ganze Bandbreite des Genres zeigen.

Deutsche Fliegeruhren – #1: Sinn 103 TI UTC IFR

Sinn Spezialuhren: 103 TI UTC IFR
Sinn Spezialuhren: 103 TI UTC IFR

Der 103 TI UTC IFR von Sinn Spezialuhren erfüllt als einer der ersten Chronographen die 2016 ins Leben gerufene Fliegeruhrennorm DIN 8330. Dementsprechend ist der Stopper jederzeit gut ablesbar, funktioniert in einem hohen Temperaturbereich und hält physikalischen Belastungen wie Druckschwankungen und Vibrationen stand.

Die Uhr kann im Ernstfall die Zeitmessinstrumente im Flugzeug vollständig ersetzen. Die zweite Zeitzone wird über einen zusätzlichen zentralen grauen Zeiger auf Zwölf-Stunden-Basis indiziert.

  • Titan, 41 Millimeter
  • Eta-Valjoux 7750, Automatik
  • ab 2.880 Euro (mit Lederband)

Deutsche Fliegeruhren – #2: Stowa Flieger DIN Professional

Stowa: Flieger DIN Professional
Stowa: Flieger DIN Professional

Aus dem Technischen Standard Fliegeruhren, den es weiterhin gibt, ist 2016 besagte DIN-Norm 8330 mit teilweise verschärften Kriterien geworden. Stowa reagiert mit der Lancierung der funktionalen und ergonomischen Flieger Professional DIN. Ihr Design, das bekannte und neue Formen kombiniert, stammt vom ehemaligen Apple-Designer Hartmut Esslinger.

  • Titan, 47 Millimeter
  • Eta 2824, Automatik
  • 2.150 Euro

Deutsche Fliegeruhren – #3: Tutima Grand Flieger Classic Automatic

Tutima: Grand Flieger Classic Automatic
Tutima: Grand Flieger Classic Automatic

Ohne selbst stoppen zu können, zitiert der Grand Flieger Classic Automatic das Design der Tutima-Fliegerchronographen aus den 1940er-Jahren. Typisch sind die unterteilten Leuchtzeiger, die schlichte Zifferntypografie sowie die geriffelte Drehlünette mit roter Nullmarkierung zum Messen von Zeitintervallen bis 60 Minuten.

  • Edelstahl, 43 Millimeter
  • Eta 2836, Automatik
  • 1.900 Euro

Deutsche Fliegeruhren – #4: Laco Fliegeruhr Blaue Stunde

Laco: Fliegeruhr Blau Stunde Baumuster A
Laco: Fliegeruhr Blau Stunde Baumuster A

Mit Zwölf-Stunden-Skalierung als Baumuster A ist die Laco Fliegeruhr Blaue Stunde ganz in der Tradition klassischer Fliegeruhren, die Laco seit den 1940er-Jahren fast ununterbrochen baut. Allein das blaue Zifferblatt mit Sonnenschliff bricht aus dieser Tradition aus und verleiht der Fliegeruhr eine gewisse Extravaganz. Das Modell gibt es auch als Baumuster-B-Gestaltungsvariante. Beide Varianten – Baumuster A und B – wurden in den 1940er-Jahren für die deutsche Luftwaffe produziert. Baumuster A war für Piloten gedacht und entsprach einem klassisch-schlichten Zifferblatt mit Stundenzahlen, Baumuster B erleichterte Navigatoren ihre Arbeit durch große Minutenzahlen am Rand sowie einen kleinen, dezenten Stundenkreis nahe dem Zentrum.

  • Edelstahl, 42 Millimeter
  • Eta 2824, Automatik oder Eta 2801, Handaufzug
  • 850 Euro

Deutsche Fliegeruhren – #5: Wempe Zeitmeister Fliegeruhr Automatik

Wempe Zeitmeister: Fliegeruhr Automatik
Wempe Zeitmeister: Fliegeruhr Automatik

Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet das Basismodell der Wempe-Fliegeruhrenkollektion, die Zeitmeister Fliegeruhr Automatik. Für 1.400 Euro erhalten Piloten und Uhrenfans ein ausgewogen gestaltetes und dezent dimensioniertes Modell, dessen Uhrwerk durch ein deutsches Chronometerzertifikat und eine eigene Feinregulierung aufgewertet wird.

  • Edelstahl, 38 Millimeter
  • modifiziertes Eta 2892, Automatik
  • 1.400 Euro

Deutsche Fliegeruhren – #6: Mühle-Glashütte S.A.R. Flieger-Chronograph

Mühle-Glashütte: S.A.R. Flieger-Chronograph
Mühle-Glashütte: S.A.R. Flieger-Chronograph

An dem ungewöhnlichen “verdrehten” Design des S.A.R. Flieger-Chronographen von Mühle-Glashütte haben die Rettungsflieger der Deutschen Marine mitgewirkt. Sie wünschten sich neben den orangefarbenen ersten zehn Sekunden der Stoppskala auch einen vergrößerten Drücker auf der linken Gehäuseseite, der sich mit dem – behandschuhten – rechten Daumen komfortabel bedienen lässt. Neben anderen typischen Mühle-Bauteilen besitzt das Chronographenkaliber eine Glashütter Dreiviertelplatine.

  • Edelstahl, 44 Millimeter
  • modifiziertes Sellita SW 500, Automatik
  • 3.250 Euro

Deutsche Fliegeruhren – #7: Archimede Pilot 42 GMT

Archimede: Pilot 42 GMT mit braunem Lederband
Archimede: Pilot 42 GMT mit braunem Lederband

Die Pforzheimer Marke Archimede stellt die Gehäuse für ihre Uhren selbst her. Diese Tatsache und die Verwendung von unveränderten Basiskalibern ermöglicht eine attraktive Preisgestaltung. So bleibt der klassisch designte Pilot 42 GMT mit genretypischer Kegelkrone, gebürstetem Edelstahlgehäuse und genietetem Kalbslederarmband weit unter 2.000 Euro. Auf dem schwarzen Zifferblatt wird neben Stunde, Minute und Sekunde auch die zweite Zeitzone über einen roten Zeiger aus dem Zentrum angezeigt. Das Datumsfenster bei der Sechs kann leicht übersehen werden.

  • Edelstahl, 42 Millimeter
  • Eta 2893, Automatik
  • 1.080 Euro

Deutsche Fliegeruhren – #8: Junghans Meister Pilot

Junghans: Meister Pilot
Junghans: Meister Pilot

Der Junghans Meister Pilot ist eine Neuinterpretation des im Jahr 1955 eingeführten Fliegerchronographen für die Bundeswehr. Dementsprechend besitzt der 43 Millimeter große Stopper ebenfalls die charakterstische Lünette mit ihren zwölf konkaven Einschnitten, die zu einer besseren Griffigkeit verhelfen. Das blaue Zifferblatt zeigt sich in bewährter Instrumentenoptik: Die beiden Totalisatoren lenken nicht von der Uhrzeit ab. Sie sind vertieft und beherbergen bei drei Uhr die kleine Sekunde und bei neun Uhr den 30-Minuten-Zähler des Chronographen. Auch das Lederband greift den Farbton des Zifferblatts auf.

  • DLC-beschichteter Edelstahl, 43,3 Millimeter
  • Eta 2824 mit Dubois-Dépraz-Modul 2030, Automatik
  • 2.440 Euro

Sie möchten mehr über Fliegeruhren wissen? Die wichtigsten Designcodes dieser Uhrengattung finden Sie hier!

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im September 2016.

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