Produkt: Download Marktübersicht: Mechanische Uhren unter 39 Millimeter
Download Marktübersicht: Mechanische Uhren unter 39 Millimeter
Das Angebot des Uhrenmarkts im Überblick: 90 mechanische Uhren unter 39 Millimeter zeigt die Marktübersicht aus UHREN-MAGAZIN 1.2018 mit Bild, Daten und Preis.

Neue deutsche Welle: 5 junge Uhrenmarken

Kaufberatung – Uhren von schlicht bis auffällig

Nicht nur in der Schweiz, die für ihre Uhrenindustrie bekannt ist, sondern auch in Deutschland entstehen viele neue Uhrenmarken. Hier finden Sie fünf ausgewählte Hersteller, die maximal 20 Jahre alt sind. Auf der neuen deutschen Welle surfen Uhren mit ganz unterschiedlicher Gestaltung, Ausstattung und Werktechnik.

Junge deutsche Uhrenmarke #1: Der Robuste – Cronus

Cronus: Prototyp 2
Cronus: Prototyp 2

Die von Juri Schob 2015 gegründete deutsche Uhrenmarke Cronus orientierte sich beim Design des Modells Prototyp 2 an einer russischen Einsatztaucheruhr aus den 1960er Jahren. Wegen ihres zum Patent angemeldeten Kronenmechanismus ist die robuste Sportuhr nicht nur für den Alltag, sondern auch für Einsätze im und auf dem Wasser geeignet: Ein kleiner Schieber am verschraubten Kronenschutz drückt die Aufzugskrone gegen das Gehäuse und schützt das Eta-Automatikkaliber 2824 bis 30 Bar vor eindringender Nässe. Erst wenn man den Schieber – gegen einen deutlichen Widerstand – bewegt, lässt sich die Krone bedienen. Das 45 Millimeter große, ­betont kantige Edelstahlgehäuse der Prototyp 2 ist perlgestrahlt und lässt somit keine störenden ­Reflexe zu. Es ist an einem in Deutschland handgefertigten Lederband befestigt. Die robuste Sportuhr von Cronus wird 25-mal gebaut und kostet 2.400 Euro. Auf Anfrage gibt es mittlerweile auch eine Version mit schwarzer PVD-Beschichtung für 2.500 Euro sowie ein Modell mit optisch gealtertem Stahlgehäuse für 3.500 Euro.

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Junge deutsche Uhrenmarke #2: Der Traditionelle – Bruno Söhnle

Im Jahr 2000, zu seinem 60. Geburtstag, schenkte sich der schwäbische Unternehmer Bruno Söhnle seine gleichnamige Uhrenmarke, und zwar am geschichtsträchtigen Uhrenstandort Glashütte in Sachsen. 2012 ließ er seine Produktionsstätte, das ehemalige Assmann-Haus, renovieren.

Bruno Söhnle: Hamburg Automatik Gangreserve
Bruno Söhnle: Hamburg Automatik Gangreserve

 

Eine kleine Komplikation bietet Bruno Söhnle in der Hamburg Automatik Gangreserve: Die Zusatzanzeige, die über die verbleibende Federkraft informiert, besteht aus einer zweifarbigen Scheibe, die sich hinter einem Fensterausschnitt im Zifferblatt dreht. Durch den Sichtboden, den jede Mechanikuhr und sogar die meisten Quarzuhren der Glashütter Marke aufweisen, sieht man das verzierte Automatikkaliber BS509G auf Basis des Sellita SW 200. Die 43 Millimeter große Edelstahluhr kostet 2.450 Euro. Sie ist mit weißem oder schwarzem Zifferblatt erhältlich.

Junge deutsche Uhrenmarken #3: Der Handwerkskünstler – Cornehl

Die noch junge deutsche Marke Cornehl stellt in Stuttgart elegante Edelstahluhren mit aufwendig feinbearbeiteten Taschenuhrwerken her. Das Handaufszugskaliber Unitas 6498 wird in einem kräftigen Gelbton vergoldet und durch eine von Hand gravierte Dreiviertelplatine, verschraubte Goldchatons sowie eine handbearbeitete Schwanenhals-Feinregulierung stark aufgewertet. Außerdem ergänzt Markengründer Steffen Cornehl einen Sekundenstopp, damit sich seine Zeitmesser sekundengenau einstellen lassen.

Cornehl Uhren: Regulator
Cornehl: Regulator

Es gibt zunächst zwei Modelle: die Classic mit großformatigem Sekundenhilfszifferblatt und einen Regulator mit getrennten Stunden, Minuten und Sekunden. Für beide Uhren stehen zwei verschiedene Gehäusemittelteile, drei Lünetten und zwei Kronen zur Wahl. Die eleganten Zifferblätter sind entweder silberfarben oder mattschwarz. Abgebildet ist der Regulator im 42-Millimeter-Format mit klassischem Gehäusemittelteil, gestufter Lünette und Zwiebelkrone zum Preis von 5.100 Euro. Außerdem gibt es einen 40-Millimeter-Regulator – laut Cornehl die einzige Uhr in dieser Größe, die vom 36,6 Millimeter großen Taschenuhrenkaliber Unitas 6498 angetrieben wird. Der höhere Preis von 5.400 Euro ergibt sich aus der schwierigen Herstellung des Gehäuses.

Cornehl Uhren veredelt das Handaufzugswerk Unitas 6498 und baut es zum Regulator um
Cornehl veredelt das Handaufzugswerk Unitas 6498 und baut es zum Regulator um

Junge deutsche Uhrenmarke #4: Der Techniker – Lehmann

Die Fertigungstiefe der 2011 gegründeten Uhrenmarke Lehmann aus Hardt bei Schramberg ist immens: Im Grunde entsteht jedes Werkteil entweder auf einer Maschine des Mutterunternehmens Lehmann Präzision oder auf Anlagen, die diese für die Schweizer Uhren- und Zulieferindustrie gebaut hat. Außerdem fertigt Lehmann die Gehäuse, Zeiger, Indexe und die komplexe Sicherheitsfaltschließe im eigenen Haus.

Lehmann: Intemporal Dual Time
Lehmann: Intemporal Dual Time

Zur hochwertig ausgestatteten Kollektion gehört die 42 Millimeter große Intemporal Dual Time – eine Zeitzonenuhr mit deutschem Chronometerzertifikat und hoher Gangdauer von 60 Stunden. Das automatische Manufakturkaliber LS0006 mit Automatikaufzug und Chronometerzertifikat bietet selbst gefertigte Werkbrücken mit einzigartigen Oberflächenverzierungen sowie einen transparenten Saphirglasrotor, der mit seinem außen liegenden Metallelement niemals den Blick auf die besondere Mechanik verstellt.

In der Intemporal Dual Time tickt das Manufakturkaliber LS0006 mit Saphirglasrotor und speziellen Oberflächenveredelungen
In der Intemporal Dual Time tickt das Manufakturkaliber LS0006 mit Saphirglasrotor und speziellen Oberflächenveredelungen

Durch ein patentiertes Kronensystem stört das versenkte Bedienelement nicht am Handgelenk, lässt sich aber dennoch leicht mit dem Fingernagel ziehen. Nicht nur das Deck-, sondern auch das Bodenglas ist beidseitig entspiegelt. Die abgebildete Modellvariante besitzt ein Rotgoldgehäuse und ein anthrazitfarbenes Zifferblatt mit Sonnenschliff. Mit dieser luxuriösen Ausstattung kostet der Manufakturchronometer 23.250 Euro; die Edelstahlversion ist für 10.500 Euro erhältlich.

Junge deutsche Uhrenmarke #5: Der Geschichtsbewusste – Tourby Watches:

Die Taschenuhr seines Großvaters weckte in Erdal Yildiz die Leidenschaft für mechanische Zeitmesser. Im Jahr 2007 verwirklichte sich der Uhrenliebhaber seinen Traum und gründete die Marke Tourby Watches. Heute entstehen im westfälischen Hagen klassische Uhrenmodelle, die im eigenen Onlineshop zu attraktiven Preisen angeboten werden. Die Kollektion beinhaltet neben Flieger- und Taucheruhren auch historisch anmutende Modelle. Diese sind unter anderem von alten Taschenuhren oder türkischen Uhren mit alt-osmanischen Zahlen inspiriert. Zudem fertigt Yildiz individuelle Zeitmesser nach den Wünschen seiner Kunden, wobei die USA den größten Markt ausmachen. Sämtliche Komponenten wurden von Beginn an von Zulieferern aus der Schweiz und Deutschland nach Vorstellungen des Inhabers hergestellt. In den Werkstätten in Hagen und Bochum arbeitet Yildiz zusammen mit zwei Uhrmachern, einem Graveur, einem Feinmechaniker und einem Goldschmied an der Finissierung und Montage seiner Uhren. Auch sämtliche Servicearbeiten werden dort ausgeführt.

Tourby Watches: Das neue Modell Art Deco 43 Rose besitzt ein vergoldetes Edelstahlgehäuse (1.800 Euro)
Tourby Watches: Das neue Modell Art Deco 43 Rose besitzt ein vergoldetes Edelstahlgehäuse (1.800 Euro)

Im Inneren der Zeitmesser ticken neben Eta- und Sellita-Werken auch alte amerikanische Taschenuhrwerke. Seit 2013 verbaut Tourby Watches in den meisten Uhren eine modifizierte Version des bekannten Eta-Taschenuhrenkalibers Unitas 6498. In Zusammenarbeit mit einem kleinen Schweizer Uhrenatelier entsteht aus dem Unitas-Werk das Kaliber 74.3. In der Werkstatt werden einige Komponenten produziert und das Werk zusammengebaut. Das neue Kaliber besitzt eine guillochierte Glashütter Dreiviertelplatine, Glashütter Sonnenschliff auf den Aufzugsrädern, Goldchatons, Schwanenhals-Feinregulierung und Perlage auf Grundplatine und Ankerradbrücke. Einige der Veredelungen und Dekorationen nimmt Tourby Watches selbst vor.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im März 2011.

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Produkt: Download Kurztest: Junghans Meister Driver Chronoscope
Download Kurztest: Junghans Meister Driver Chronoscope
Chronos testet die Junghans Meister Driver Chronoscope – im Download lesen Sie, wie die Retrouhr abschneidet!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Wieso fällt mir bei der UTS-Uhr der Name Panerai ein… 🙁
    Sehr ideenreich…

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  2. Erinnert tatsächlich an Panerai!! Nur um Welten schöner meiner Meinung nach.

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  3. Was soll das? Neue Deutsche Welle? Da nimmt man die Schweizer und das Japanische werk weg und die welle ist vorbei. Finde das nicht richtig was da abgeht, habe schon 2 mail geschrieben wegen dieser Sache wurde aber ignoriert. Da werden Firmen hochgelobt und brauchen das «Made in Germany» an der Uhr, aber das wichtigste an der Uhr kommt aus dem Ausland. Schade, das sollte verboten werden, richtigerweise sollte es heissen «Zusammengebaut in Deutschland.»

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  4. Bei der Cornehl Regulator fiel mir sofort der Regulateur von Chronoswiss ein. Gerd Rüdiger Lang´s Uhr wurde hier mit Ausnahme der Lünette doch fast perfekt kopiert.

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  5. Der ganze Artikel ist mit dieser Überschrift: Neue deutsche Welle.. einfach lachhaft.
    Und zum Cornehl Regulator fällt mir ein, wie gut, daß ich das Original von Chronoswiss habe!

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