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Hublot Classic Fusion Tributo: Zurück zur ersten Hublot von 1980

Gold trifft Kautschuk wie 1980: Die Classic Fusion Tributo kehrt zu Carlo Croccos Original zurück. Alle Details zu Gehäuse, Werk und Preis.
Hublot mit der Classic Fusion Tributo in Gelb- beziehungsweise Weißgold

Hublot mit der Classic Fusion Tributo in Gelb- beziehungsweise Weißgold

© Hublot 

Die Classic Fusion Tributo ist die bislang engste Annäherung an jene Uhr, mit der Carlo Crocco 1980 auf der Basler Messe den Grundstein der Marke Hublot legte: Goldgehäuse, Kautschukband, zwölf Schrauben auf der Lünette. Nur der Quarzantrieb des Originals ist einem Automatikkaliber gewichen. 

Die Uhr, die der Marke ihren Namen gab 

Bevor Jean-Claude Biver 2005 mit der Big Bang die neue Zeitrechnung bei Hublot einleitete, stand am Anfang eine deutlich leisere Uhr. Carlo Crocco führte damals die Marke MDM Genève. Im Programm hatte er bereits eine elegante Golduhr mit zwölf Lünettenschrauben, wollte aber eine sportlichere, vielseitigere Variante. Gemeinsam mit dem italienischen Designer Francesco Maria Vimercati und dem Schweizer Gehäusehersteller Eric Bonnet entwickelte er eine Uhr, die Schweizer Fertigung mit italienischem Design verband. Die eigentliche Provokation war das Band. Naturkautschuk an einem Goldgehäuse kannte man damals in der Luxusuhrmacherei nicht, und die Kautschukhersteller waren weder auf Kleinserien noch auf enge Toleranzen eingestellt. Der Ingenieur Guido Gamberini arbeitete deshalb zwei Jahre an dem Band. 1980 präsentierte Crocco das Ergebnis in Basel unter dem Namen MDM Genève und taufte die Uhr Hublot, französisch für Bullauge. Die technischen Daten lesen sich nüchtern: 36 Millimeter Gelbgold, gebürstet und poliert, zwölf Schrauben anstelle von Stundenindizes, ein schwarzes Zifferblatt mit Datum bei drei Uhr, ein integriertes Kautschukband mit verdeckter Doppelfaltschließe, Quarzwerk. Die Fachwelt reagierte irritiert, die Kundschaft nicht. Die Uhr, unter Kennern schlicht „La Hublot“, verkaufte sich so gut, dass ihr Name zum Markennamen wurde. Was Biver später als „Art of Fusion“ zum Prinzip erhob, hat hier seinen Ursprung.

Carlo Crocco

Carlo Crocco 

© Hublot

Näher am Original als die bisherigen Reeditionen 

Hublot hat das Gründungsmodell in der Classic-Fusion-Familie schon mehrfach zitiert. Die Kollektion zum 40. Jubiläum kam in 45 Millimetern, mit kantigeren Linien und nur sechs Lünettenschrauben. Die Classic Fusion Original von 2023 gab es in 42 und 38 Millimetern, angetrieben von Sellita-Automatikwerken. Die Tributo geht einen Schritt weiter zurück. Sie stellt die Lünette mit zwölf Schrauben wieder her, und diese übernehmen wie 1980 die Funktion der Stundenmarkierung. Indizes auf dem Zifferblatt gibt es nicht. Mit 38 Millimetern ist das Gehäuse zwei Millimeter größer als das Original, bei einer Höhe von 9,5 Millimetern. Für eine Marke, deren Bild seit zwei Jahrzehnten von Gehäusen jenseits der 42 Millimeter geprägt ist, ist das ein bemerkenswert zurückhaltendes Format. Die Details verraten die 46 Jahre dazwischen. Die zwölf Schrauben sind leicht gewölbt wie früher, tragen aber die H-förmigen Titanköpfe, die inzwischen zum Markenzeichen geworden sind; dieselbe Form findet sich am Gegengewicht des Zentralsekundenzeigers. Eine verschraubte Krone hebt die Wasserdichtigkeit auf 100 Meter. Das unterfütterte Kautschukband sitzt an freiliegenden Bandanstößen, die die Gehäusekonstruktion sichtbar machen. Auf das „One Click“-Schnellwechselsystem, das bei vielen aktuellen Hublot-Modellen Standard ist, hat die Marke hier verzichtet. Ein Wechselsystem hätte die Gehäusearchitektur verändert, um deren Wiederherstellung es bei dieser Uhr geht.

Hublot Classic Fusion Tributo in Gelbgold mit Original

Hublot Classic Fusion Tributo in Gelbgold mit Original

© Hublot

Zwei Versionen, unterschiedlich nah am Vorbild 

Die Gelbgoldversion (Ref. 262.VX.1130.RX.MDM) ist die eigentliche Hommage. Gehäuse und Lünette sind poliert und satiniert, die H-Schrauben aus Titan poliert. Das matt schwarz lackierte Zifferblatt zeigt einen dezenten Anthrazit-Effekt, bei sechs Uhr steht das goldene MDM-Logo in Tampondruck, wie auf der ersten Hublot. Die Weißgoldversion (Ref. 262.WX.6870.RX.MDM) entfernt sich mehr vom Original. Das Gehäuse ist durchgehend poliert, die Titanschrauben sind schwarz plattiert, das Zifferblatt besteht aus poliertem schwarzem Onyx; das MDM-Logo ist hier silberfarben. 

Das MDM-Logo ist dabei doppelt zu lesen: als Verweis auf MDM Genève und auf die 1998 gegründete Stiftung Main Dans la Main, mit der Crocco humanitäre und Bildungsprojekte für Kinder und benachteiligte Gemeinschaften unterstützt. Hublot spendet der Stiftung 100.000 Schweizer Franken. Crocco, der das Unternehmen 2008 an LVMH verkaufte, hat CEO Julien Tornare bei der Entwicklung der Tributo als Berater begleitet. 

Hublot Classic Fusion Tributo: Wie nah ist sie am Original?

Hublot Classic Fusion Tributo: Wie nah ist sie am Original?

© Hublot

Automatik statt Quarz 

Der größte Bruch mit dem Original liegt im Inneren. Statt eines Quarzwerks arbeitet in der Tributo das Kaliber HUB1711, ein von Zneith für Hublot entwickeltes Manufakturwerk mit automatischem Aufzug bezeichnet. Es besteht aus 185 Teilen, schwingt mit 4 Hertz (28.800 Halbschwingungen pro Stunde) und bietet laut Hublot dank eines optimierten Räderwerks eine Gangreserve von rund 50 Stunden. Als Werkbasis wurde laut Medienberichten das Zenith Elite 670 verwendet.

Durch den Saphirglasboden ist der durchbrochene Rotor in H-Form zu sehen, bei der Gelbgoldversion aus 22 Karat Gelbgold, bei der Weißgoldversion aus schwarzem Wolfram. Der Gehäuseboden selbst ist aus satiniertem Gold gefertigt. Hublot gewährt eine 5+5-Garantie, also bis zu zehn Jahre Schutz.

Hublot Classic Fusion Tributo in Weißgold

Hublot Classic Fusion Tributo in Weißgold

© Hublot

Zwei Goldversionen, ein Preis

Beide Versionen kosten 30.200 Euro. Die Faltschließe kombiniert jeweils das Gold des Gehäuses mit schwarz plattiertem Edelstahl und schwarz plattiertem Titan.

Hublot Kaliber HUB1711 mit automatischem Aufzug

Hublot Kaliber HUB1711

© Hublot

Nach dem Jubiläumsmodell und der Classic Fusion Original legt Hublot erstmals eine Reedition vor, die Croccos Entwurf vollständig respektiert. Die Stärke der Classic Fusion Tributo liegt im Design, und das war bei der ersten Hublot nicht anders.

Hublot Hublot Classic Fusion LVMH Goldene Uhr Uhren bis 50.000 Euro

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