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Lesedauer 4 Min.

Louis Moinet: zwischen Racing-Performance und astronomischer Poesie

Zwischen der Flash, den 1816-Chronographen und der Skydance zeigt Louis Moinet 2026 die ganze Bandbreite moderner Haute Horlogerie.
Die beiden Versionen der Louis Moinet Time to Race
©  Louis Moinet

Mit einer Reihe technisch wie gestalterisch eigenständiger Neuheiten zeigt Louis Moinet auf der Watches and Wonders 2026 die Bandbreite seiner Kollektion – vom konsequent auf Chronographen fokussierten Sportmodell bis hin zur kosmisch inspirierten Komplikation. Gemeinsam ist den Modellen der Anspruch, historische Bezüge, mechanische Substanz und eine markante Formensprache miteinander zu verbinden.

Time to Race Flash: Chronograph als Adrenalin-Instrument

Mit der neuen Time to Race Flash übersetzt Louis Moinet die Dynamik des Motorsports in eine kompromisslose Chronographen-Ästhetik. Der Fokus liegt klar auf dem Moment – jenem Bruchteil einer Sekunde, der über Sieg oder Niederlage entscheidet. Entsprechend dominant tritt die Chronographen-Architektur auf dem Zifferblatt in Erscheinung.

Optisch lebt die Uhr vom Kontrast: mattes Graphit trifft auf warme Goldtöne, die an klassische Uhrwerke und zugleich an die goldene Ära des Rennsports erinnern. Die Time to Race Flash erscheint in zwei Varianten: in Grade-5-Titan sowie in 18 Karat Rotgold. Der berühmte „Lucky Number“ steht prominent im Zentrum und macht jede Uhr zu einem personalisierten Einzelstück innerhalb ihrer Edition.

Rückseite, Kaliber der Louis Moinet Time to Race

Blick auf das Kaliber der Time to Race Flash in Titan und Rotgold.

©  Louis Moinet

Technisch zeigt sich die Flash ebenso ambitioniert. Das automatische Kaliber mit Monopusher-Chronograph und Schaltrad ist unter einer gewölbten Saphirkuppel sichtbar inszeniert. Das Gehäuse aus Titan oder Rotgold wirkt dabei wie ein technisches Exoskelett – leicht, komplex und konsequent auf Performance ausgelegt.

1816 Tourbillon Chronograph: Hommage an die Erfindung des Chronographen

Mit dem 1816 Tourbillon Chronograph schlägt Louis Moinet die Brücke zurück zu seinen Ursprüngen. Die Uhr ist eine direkte Referenz an den „Compteur de Tierces“ von 1816 – den ersten Chronographen der Geschichte.

Das Design zitiert bewusst historische Elemente, interpretiert sie jedoch in einer modernen Formensprache. Das 40,6 Millimeter große Titangehäuse kombiniert klassische Linien mit einer technischen Präsenz. Auf dem Zifferblatt sorgen verschiedene Oberflächen und fein gravierte Details für Tiefe, während gebläute Zeiger und ein sichtbar integriertes Tourbillon einen starken visuellen Akzent setzen.

Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber LM114 mit zwei Komplikationen, die die Geschichte der Uhrmacherei geprägt haben: ein Monopusher-Chronograph mit Schaltrad und ein fliegendes Tourbillon. Die Gangreserve von 96 Stunden unterstreicht den Anspruch als ernsthafte Haute-Horlogerie-Kreation. Limitiert auf nur zwölf Stück, ist dieses Modell vor allem für Sammler und Sammlerinnen gedacht.

1816 Chronograph: Historisches Design in neuer Farbwelt

Parallel dazu präsentiert Louis Moinet eine neue Version des 1816 Chronographen, die das historische Erbe zugänglicher interpretiert. Im Zentrum steht ein neu entwickeltes Manufakturkaliber, dessen Architektur sich an der ursprünglichen Konstruktion von 1816 orientiert.

Front und Rückseite der Louis Moinet 1816

1816 Chronograph mit Champagner-Zifferblatt und sichtbarem Manufakturwerk.

©  Louis Moinet

Auffällig ist die warme Champagner-Farbgebung des Zifferblatts, die die komplexe Schichtung und die verschiedenen Ebenen besonders betont. Die typische Anordnung der Totalisatoren bleibt erhalten und sorgt für eine hohe Wiedererkennbarkeit, während römische Ziffern beim Stundenzähler direkt auf das historische Vorbild verweisen.

Das Gehäuse aus Titan bleibt technisch geprägt, wirkt jedoch eleganter und zurückhaltender als beim Tourbillon-Modell. Der Handaufzug und klassische Elemente wie Schwanenhalsregulierung und Schaltrad machen klar, dass hier bewusst die mechanische Tradition im Mittelpunkt steht. Die Uhr kostet umgerechnet circa 32.000 Euro.

Skydance: eine poetische Interpretation von Zeit

Mit der Skydance zeigt Louis Moinet eine ganz andere Facette seiner Uhrmacherkunst. Statt Motorsport oder Chronographen-Mechanik steht hier die Verbindung von Zeit und Kosmos im Fokus.

Zwei Versionen der Louis Moinet Skydance, Front, Zifferblatt

Die Skydance mit Perlmutt, Diamanten und kosmischer Anzeige von Sonne und Mond.

©  Louis Moinet

Das Zifferblatt inszeniert ein Zusammenspiel von Sonne und Mond, das sowohl technisch als auch künstlerisch umgesetzt ist. Während die Sonne über Aventurin rotiert, erscheint der Mond auf einem echten Fragment eines Mondmeteoriten. Diese ungewöhnliche Materialwahl verleiht der Uhr eine fast greifbare Verbindung zum Universum.

Die Rückseite der Louis Moinet Skydance, Arm, Handgelenk-Ansicht der mit rotem Armband

Die Rückseite der Skydance zeigt ein rotierendes Himmelsmotiv.

©  Louis Moinet

Das Gehäuse aus Titan mit Keramiklünette bleibt bewusst leicht und elegant, während Diamanten und Perlmutt dem Modell eine feminine Ausstrahlung verleihen. Angetrieben von einem Automatikwerk, verbindet die Skydance technische Präzision mit einer emotionalen, fast poetischen Dimension.

Die Skydance ist in zwei Varianten erhältlich: mit sechs oder mit 60 Diamanten auf der Lünette. Beide verfügen über ein Perlmuttzifferblatt mit Diamantindizes sowie Mond (Meteorit) und Sonne (Aventurin). Getragen wird sie am satinierten Kautschukband, optional sind Alligatorlederbänder in verschiedenen Farben verfügbar.

Skelettuhren Louis Moinet Watches and Wonders Tourbillon Schweizer Uhren Damenuhren Automatikuhren

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