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Chanel: Rot, radikal, Première Ribbon Red

Eine Uhr als Statement: Die Chanel Première kehrt 2026 in tiefem Rot zurück.
Chanel Première Ribbon Red

Chanel Première Ribbon Red

© Chanel

Als Chanel 1987 mit der Première in die Uhrmacherei einstieg, war das ein bewusst gesetzter Bruch. Das achteckige Gehäuse zitierte nicht zufällig den Verschluss des N°5-Parfums und die Geometrie der Place Vendôme. Es war weniger Uhr als Objekt – und genau das machte sie relevant. Fast vier Jahrzehnte später wirkt dieses Konzept nach wie vor erstaunlich frisch. 

2026: Die Première wird rot 

Mit der Première Ribbon Red für 2026 kleidet Chanel dieses bekannte Design in eine Farbe, die innerhalb des Hauses eine große Bedeutung trägt: Rot. Gabrielle Chanel nannte es schlicht „Leben“. Und tatsächlich ist dieses Rot kein dekoratives Detail, sondern das zentrale Thema der Uhr. Das Zifferblatt ist rot lackiert, mit feinem Sonnenschliff, der das Licht nicht reflektiert, sondern moduliert. Je nach Blickwinkel wirkt es dunkel, fast samtig, dann wieder hell und lebendig. Es ist genau diese kontrollierte Spannung, die die Uhr interessant macht. Kein Schriftzug lenkt ab, keine Skala strukturiert die Fläche. 

Das 18-karätige Gelbgoldgehäuse bildet dazu einen bewussten Kontrast. Warm, klassisch, fast schon traditionell – und doch in dieser Kombination alles andere als konservativ. Die mit einem einzelnen Diamanten besetzte Krone ist ein leiser Hinweis darauf, dass Präzision und Schmuck bei Chanel nie Gegensätze waren.

Chanel Première Ribbon Red

Chanel Première Ribbon Red

© Chanel

Samt statt Stahl

Besonders prägend ist das Armband: rotes Kautschukmaterial mit Velvet-Touch. Es schmiegt sich weich ans Handgelenk, wirkt fast textil. Keine Kette, kein klassisches Metallband, sondern etwas, das mehr an Couture erinnert. Die Dornschließe aus Gelbgold schließt diesen Gedanken konsequent ab. Im Inneren arbeitet ein Quarzwerk. Die Première wollte nie mechanisch beeindrucken. Sie will getragen werden – unkompliziert, zuverlässig, ohne Ritual.

Maße, die nichts erklären müssen

Mit 19,7 × 15,2 Millimetern und 7,5 Millimetern Höhe ist die Uhr zierlich, aber nicht fragil. Sie behauptet sich nicht über Größe, sondern über Form. Wasserdicht bis 30 Meter, Stunden und Minuten – mehr braucht sie nicht. Jede weitere Funktion wäre hier Ablenkung. Eine Erinnerung daran, dass gutes Design nicht altert. Kostenpunkt: 5.800 Euro.

Quarzuhr Chanel

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