Wempe Zeitmeister Klassik Handaufzug: Purismus und Präzision
Flach und elegant, aber nicht Retro
Drei Zeiger, gute Proportionen und eine präzise Zeitanzeige: Mehr braucht es eigentlich nicht für eine gute Uhr. Und genau auf diese wesentlichen Aspekte setzt Wempe Glashütte bei seiner jüngsten Zeitmeister Klassik Handaufzug. Um den Geschmack möglichst vieler Uhrenfreunde und -freundinnen zu treffen, hat Wempe die Dimensionen der Uhr überarbeitet: Das 39 mm große Modell ist mit einer Höhe von jetzt 9,2 mm flacher geworden und lässt sich damit noch angenehmer unter Hemd- oder Jackenmanschetten zu tragen.
Das kreisrunde Gehäuse ist wahlweise in Edelstahl oder in vergoldetem Edelstahl erhältlich. Bei letzterer Version beträgt die Goldauflage 10 Mikrometer. Beide Varianten kommen mit einem silberfarbenen Zifferblatt, unterscheiden sich jedoch in der Ausführung von Zeigern und Indexen: Beim Stahlmodell sind die aufgesetzten Indizes stahlfarben und die Messingzeiger in Dauphineform vernickelt, bei der vergoldeten Version sind sowohl Indizes als auch Zeiger farblich passend vergoldet. Durch die schlanke, langgezogene Form der Stundenmarker und die symmetrisch bei sechs Uhr platzierte kleine Sekunde erhalten beide Modelle einen betont klassischen Charakter.
Purismus ohne Datumsfenster
Auch das Zifferblatt folgt diesem Gedanken. Auf ein Datum oder weitere Zusatzanzeigen verzichtet Wempe. Dadurch bleibt die Fläche ruhig und klar gegliedert und die Symmetrie erhalten. Gleichzeitig ergibt sich ein zeitgemäßes Design ohne Retro-Elemente.
Wempe: Zeitmeister Klassik Handaufzug in Edelstahl
WempeHandaufzug als Statement
Bei der Mechanik setzt Wempe auf die Kooperation mit La Joux-Perret: Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber MLJP D100 des Werkespezialisten aus La Chaux-de-Fonds. Es bietet eine Gangreserve von rund 50 Stunden und wird ausschließlich von Hand über die Krone aufgezogen. Die klassische Aufzugsform passt gut zum klassisch-dezenten Charakter der Uhr, gleichzeitig ermöglicht der Verzicht auf die Automatikbaugruppe mit Rotor die gewünschte flachere Bauweise.
Chronometerprüfung in der Glashütter Sternwarte
Ein zentrales Merkmal der Zeitmeister bleibt die Chronometerzertifizierung. Wie alle Modelle von Wempe Glashütte wird auch die neue Handaufzugsversion als vollständig montierte Uhr der amtlichen Chronometerprüfung in der historischen Glashütter Sternwarte unterzogen. Die Prüfung erstreckt sich über 15 Tage. Dabei werden die Gangwerte in fünf unterschiedlichen Lagen sowie unter verschiedenen Temperaturbedingungen kontrolliert. Der zulässige mittlere tägliche Gang liegt zwischen minus vier und plus sechs Sekunden. Erst wenn die Uhr die Prüfung erfolgreich absolviert hat, erhält sie ihre Prüfbescheinigung und darf die Bezeichnung „Chronometer“ auf dem Zifferblatt tragen.
Trägt kaum auf: Die Wempe Zeitmeister Klassik Handaufzug ist 9,2 mm flach.
WempeGlashütte als zweites Standbein des Hamburger Hauses
Wempe ist vor allem als traditionsreicher Juwelier und Uhrenhändler bekannt, baut unter dem Namen Wempe Glashütte i/SA aber auch eigene Armbandchronometer. Das 1878 gegründete Hamburger Familienunternehmen unterhält dafür eine eigene Uhrenproduktion im sächsischen Glashütte. Die Zeitmeister-Kollektion verbindet diesen Fertigungsstandort mit der Chronometerprüfung in der dortigen Sternwarte.
Den Boden beider Modelle ziert die Glashütter Sternwarte.
WempeZwei Varianten mit klassischem Lederband
Die Edelstahlversion wird mit einem schwarzen Alligatorlederarmband kombiniert, die vergoldete Ausführung mit cognacfarbenem Alligatorleder. Den Blick aufs Zifferblatt erlaubt ein Deckglas aus Saphirkristall, den geschlossenen Boden ziert bei beiden Varianten ein eingraviertes stilisiertes Motiv der Glashütter Sternwarte. Der Unterschied zwischen der Version in naturbelassenem Edelstahl und ihren vergoldeten Schwestermodell schlägt sich im Preis nieder: Während erstere 2.750 Euro kostet, verlangt Wempe für die goldfarbene 3.450 Euro.