WatchTime Düsseldorf 2026: Diese Marken sollten Sie nicht verpassen! (Teil 2)
Nur noch wenige Wochen bis zur WatchTime Düsseldorf 2026. Dort zeigen bekannte Hersteller und Newcomer eine große Vielfalt an Designs, Technik und Farben. Uhren, die man live erleben, anprobieren und ausgiebig diskutieren kann – auch und vor allem mit den Machern hinter der Marke. Vor einer Woche haben wir Ihnen in Teil 1 bereits die ersten 10 Marken vorgestellt, heute folgen die nächsten 10.
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#1: Botta – Zeit neu gedacht
Botta UNO Lumen Black
BottaSeit 1986 entwickelt Botta Uhren mit einem klaren Anspruch: Zeit nicht nur anzuzeigen, sondern bewusster erlebbar zu machen. Die Marke setzt auf reduzierte Gestaltung, eigenständige Anzeige-Konzepte und eine Formensprache, die sich bewusst vom Mainstream absetzt. Besonders prägend ist die UNO, die mit nur einem Zeiger auskommt und damit den Blick auf das Wesentliche lenkt.
Noch konsequenter interpretiert die UNO 24 diesen Gedanken. Sie bildet den gesamten 24-Stunden-Tag auf einem Zifferblatt ab und macht Zeit als zusammenhängenden Verlauf erfahrbar. Dahinter steht die Überzeugung, dass eine gute Uhr nicht allein präzise funktionieren, sondern auch Orientierung und Klarheit vermitteln sollte.
Zur WatchTime Düsseldorf zeigt Botta eine neue Konzeptstudie der UNO 24 sowie drei neue UNO-Varianten mit Leuchtstoff, die UNO-Lumen-Serie. Damit führt die Marke ihre charakteristische Zeitphilosophie weiter – zwischen funktionaler Reduktion, technischer Präzision und eigenständigem Design.
#2: Circula – Tradition aus Pforzheim
Circula Facet Petrol
CirculaSeit 1955 steht Circula für Uhren aus Pforzheim, die deutsches Uhrmacher-Erbe mit moderner Toolwatch-Technik verbinden. Charakteristisch sind robuste Konstruktionen, eigenständige Formen und technische Details wie oberflächengehärtete Gehäuse bis 1.200 Vickers oder Weicheisenkäfige zum Schutz vor Magnetfeldern bis 80.000 A/m. Montage, Regulierung und Qualitätskontrolle erfolgen direkt in Pforzheim.
Geschäftsführer Cornelius Huber führt die Marke in dritter Generation weiter. Seine Begeisterung für Uhren begann früh im elterlichen Uhrengroßhandel und führte vom Sammeln und Handeln schließlich zur Neuinterpretation des familiären Erbes.
Zur WatchTime Düsseldorf rückt Circula die neue Facet 41 in den Mittelpunkt. Mit etwas Glück sind zudem erste Prototypen der kommenden Kontur zu sehen – einer eleganten, rechteckigen Formuhr, mit der die Marke ihr Spektrum gezielt erweitert.
#3: Formex – Schweizer Ingenieurskunst für das Handgelenk
Formex Aria Manufacture Chronometer
FormexFormex steht für technische Lösungen, die im Alltag spürbar werden. Die unabhängige Schweizer Marke verbindet präzise Mechanik mit hohem Tragekomfort und entwickelt viele Komponenten in enger Zusammenarbeit mit familiengeführten Fertigungspartnern selbst. Zu den charakteristischen Merkmalen zählen die patentierte Gehäusefederung, feinverstellbare Schließen und Armbänder sowie konsequent auf Alltagstauglichkeit ausgelegte Chronometerwerke.
Ein typisches Beispiel ist die Essence 41 mm Automatic Chronometer mit COSC-zertifiziertem Werk, 65 Stunden Gangreserve, 100 Metern Wasserdichtigkeit und werkzeugloser Feinverstellung.
Zur WatchTime Düsseldorf bringt Formex seine gesamte aktuelle Kollektion mit. Besonderes Highlight ist die Aria, die dort ihr Deutschland-Debüt feiert und erstmals hierzulande am Handgelenk erlebt werden kann. Weitere Neuheiten hat die Marke ebenfalls angekündigt.
#4: Heinrich Watches – Charakterstarke Uhren aus Deutschland
Heinrich Watches Helicoprion Football Edition
Heinrich WatchesHeinrich Watches steht für mechanische Uhren mit eigenständiger Formensprache, inspiriert von den 1970er-Jahren, ohne historische Vorbilder zu kopieren. Entwicklung und Design entstehen in Stuttgart, Fertigung und Qualitätskontrolle in Pforzheim. Charakteristisch sind kleine Serien, markante Gehäuse und ungewöhnliche Materialien – von Tiger Iron, Amethyst und Lapislazuli bis zu Guilloche-Strukturen und neuen Experimenten wie echtem Football-Leder.
Als Einstieg in die Marke empfiehlt sich die Helicoprion MKII. Mit 10,5 Millimetern Höhe, 200 Metern Wasserdichtigkeit, Saphirglas und wahlweise dem Sellita SW200-2 Power+ mit bis zu 65 Stunden Gangreserve verbindet sie robuste Alltagstauglichkeit mit klarer gestalterischer Identität.
Zur WatchTime Düsseldorf zeigt die Marke erstmals die neue Helicoprion Football Edition. Echtes Football-Leder wird dabei zum zentralen Gestaltungselement – unterstützt von einem aktiven NFL-Spieler und konsequent eingebettet in die unverwechselbare Designsprache der Marke.
#5: Straum – Norwegisches Design, Schweizer Mechanik
Straum Expedition White Lume
StraumStraum wurde 2020 von den norwegischen Industriedesignern Øystein Helle Husby und Lasse Roxrud Farstad gegründet. Die Uhren entstehen nach dem Prinzip „Norwegian-designed, Swiss-assembled“ und verbinden eine klar skandinavisch geprägte Formensprache mit Schweizer Fertigung. Inhaltlich folgt die Marke zwei Leitideen: „Inspired By“ und „Built For“ – also Uhren, die aus Landschaften und Erlebnissen heraus entstehen oder gezielt für anspruchsvolle Einsätze entwickelt werden.
Die Jan-Mayen-Kollektion geht auf eine Expedition der Gründer auf die gleichnamige Insel im Jahr 2022 zurück und übersetzt deren Eindrücke in Materialität und Gestaltung. Einen funktionaleren Ansatz verfolgt die Straum Expedition. Sie wurde aus eigenen Erfahrungen im Gelände heraus entwickelt, auf extreme Bedingungen ausgelegt und unter anderem auf dem Gipfel des Romsdalshorn getestet.
Zur WatchTime Düsseldorf bringt Straum die neue Straum Expedition mit – Modelle, deren Oberflächen und Details sich besonders aus der Nähe erschließen.
#6: Stowa – Uhrenkultur mit Haltung
Drei Modelle der Stowa Fieldwatch Terra
StowaStowa steht für deutsche Uhrmacherkultur, klare Gestaltung und einen hohen Anspruch an Qualität und Langlebigkeit. Berühmt wurde Stowa durch klassische Fliegeruhren ab 1940, die weltweit geschätzt werden. Die minimalistische Antea-Serie ist vom Bauhausstil inspiriert und begeistert seit 1937 mit klarer Formsprache. Ergänzt wird das Portfolio durch elegante Marineuhren im Stil historischer Schiffschronometer. Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt die Marke Akzente. Die Uhrenboxen werden aus heimischen Hölzern gefertigt, Tragetaschen bestehen aus Graspapier und die Umverpackungen aus unbeschichtetem Naturkarton. So versteht sich Stowa nicht nur als Uhrenhersteller, sondern als Vermittler von Uhrenkultur – mit langlebigen Produkten, persönlichem Service und dem Anspruch, Zeitmesser für viele Jahre zu schaffen.
#7: Bayerische Uhrmachermeisterschule – Handwerk mit Zukunft
Bayerische Uhrmachermeisterschule
Bayerische UhrmachermeisterschuleDie Bayerische Uhrmachermeisterschule steht für die Verbindung von traditionellem Handwerk, technischer Ausbildung und zeitgemäßer Uhrentechnik. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur die Vermittlung von Fachwissen, sondern auch die Entwicklung junger Uhrmacher zu selbstständigen, verantwortungsbewussten Fachkräften.
Das Spektrum des Handwerks reicht von klassischen mechanischen Uhren bis zu modernen Technologien wie Quarz-, Solar- und Funkuhren. Auch neue Werkstoffe und Fertigungsverfahren, etwa der Einsatz von Silizium, gehören heute zum Berufsbild. Gerade diese Verbindung aus überliefertem Wissen und technischer Weiterentwicklung macht die Uhrmacherei für die Schule zu einem lebendigen Handwerk mit Zukunft.
Auf der WatchTime Düsseldorf präsentiert die Meisterschule zwei aktuelle Meisterstücke, die technisches Können und individuelle Gestaltung vereinen. Zudem können Besucher ihre Uhren auf Magnetisierung prüfen und bei Bedarf direkt entmagnetisieren lassen – ein praxisnaher Einblick in einen oft unterschätzten Einflussfaktor auf die Ganggenauigkeit mechanischer Uhren.
#8: ChronoRestore – Uhrmacherhandwerk trifft digitale Services
ChronoRestore
Markus KollerChronoRestore verbindet klassisches Uhrmacherhandwerk mit einem modernen Serviceverständnis. Im Mittelpunkt stehen Reparatur, Wartung und Aufarbeitung mechanischer Armbanduhren – stets mit dem Anspruch, die Geschichte eines Zeitmessers zu bewahren. Gerade bei geerbten oder weit gereisten Uhren geht es deshalb nicht nur um technische Perfektion, sondern auch um den respektvollen Umgang mit Patina und persönlichen Spuren.
Ergänzt wird das handwerkliche Angebot durch digitale Lösungen. Mit der selbst entwickelten Wristshot-App können Sammler ihre Uhren verwalten und teilen; künftig sollen darüber auch Einblicke in laufende Revisionen möglich werden. Hinzu kommen technische Beiträge auf dem Uhrenblog Chrononautix.
Zur WatchTime Düsseldorf präsentiert ChronoRestore dieses Gesamtpaket aus Werkstatt, Wissen und digitalem Service. Besucher können sich nicht nur beraten lassen, sondern auch selbst am Uhrmachertisch Platz nehmen und einen direkten Einblick in das Handwerk gewinnen.
#9: Dorotheum – Uhrenauktionen zwischen Tradition und digitaler Reichweite
Uhren- und Juwelenexperte beim Dorotheum, Günter Eichberger, Mst.
raimo.atDas Dorotheum zählt zu den traditionsreichsten Auktionshäusern Europas und verbindet historische Expertise mit zeitgemäßen Formen des Bietens. Besonders im Uhrensegment zeigt sich, wie stark Provenienz, Seltenheit und persönliche Geschichte den Wert eines Stücks prägen können.
Ein spektakuläres Beispiel lieferte im Mai 2026 eine Taschenuhr von Thomas Engel, die für 1.025.000 Euro versteigert wurde – laut Dorotheum der höchste jemals in Österreich erzielte Auktionspreis für eine Uhr. Solche Ergebnisse entstehen aus internationaler Nachfrage, gezielter Platzierung und intensiver Bieterkonkurrenz.
Gleichzeitig setzt das Haus auf digitale Zugänglichkeit: Mit Live-Bidding erreicht das Dorotheum Sammler weltweit und verbindet klassische Auktionstradition mit moderner Technik.
Auf der WatchTime Düsseldorf gibt das Team Einblick in den gesamten Auktionsprozess – von Schätzung und Katalogisierung bis zum Zuschlag. Zudem beraten die Experten zu Einlieferungen, gesuchten Modellen und aktuellen Markttrends.
#10: Van Ham – Uhrenauktion mit Geschichte
Van Ham
Van HamVan Ham verbindet internationale Auktionskompetenz mit der Faszination für hochwertige und historische Uhren. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur Seltenheit und Marktwert, sondern auch die Geschichten hinter den Zeitmessern – von geerbten Familienuhren bis zu bedeutenden Sammlerstücken. Gerade diese persönliche Dimension prägt die Arbeit des Hauses.
Ein Beispiel für die internationale Nachfrage lieferte zuletzt eine Rolex King Midas Ref. 9630 aus Weißgold. Das von Gérald Genta entworfene Modell erzielte mit 63.000 Euro ein Vielfaches seines Schätzpreises.
Tradition und Innovation gehen bei Van Ham Hand in Hand: Digitale Kataloge, internationale Bieterplattformen und moderne Präsentationsformen machen historische Uhrmacherkunst weltweit zugänglich.
Auf der WatchTime Düsseldorf zeigt das Auktionshaus rund 120 bis 150 Uhren – von Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet bis zu Urwerk und seltenen Vintage-Modellen. Ergänzt wird der Auftritt durch persönliche Beratung zu Einlieferung, Zustand, Restaurierung und Werterhalt.
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- #1: Botta – Zeit neu gedacht
- #2: Circula – Tradition aus Pforzheim
- #3: Formex – Schweizer Ingenieurskunst für das Handgelenk
- #4: Heinrich Watches – Charakterstarke Uhren aus Deutschland
- #5: Straum – Norwegisches Design, Schweizer Mechanik
- #6: Stowa – Uhrenkultur mit Haltung
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- #9: Dorotheum – Uhrenauktionen zwischen Tradition und digitaler Reichweite
- #10: Van Ham – Uhrenauktion mit Geschichte