Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Die Gründerväter der Glashütter Uhren-Industrie

Taschenuhr von Adolf Schneider
Taschenuhr von Adolf Schneider
© PR
Im Jahr 1845 beginnt mit der Gründung der ersten Manufakturen die Geschichte der Glashütter Uhren-Industrie. Mit Leidenschaft, Können und unternehmerischem Geschick verwirklichen Uhrmachermeister wie Ferdinand Adolph Lange, Julius Assmann, Moritz Grossmann und Adolf Schneider ihren Traum von einer eigenständigen sächsischen Uhrenindustrie und begründen den weltweiten Ruhm des sächsischen Ortes.
Das Verlagssystem: Die ausgebildeten Uhrmacher machten sich selbstständig und dienten als Zulieferer
Das Verlagssystem: Die ausgebildeten Uhrmacher machten sich selbstständig und dienten als Zulieferer © PR
Der Mythos Glashütte ist eng mit dem Namen Ferdinand Adolph Lange verbunden. Während seiner vierjährigen Wanderschaft lernt der bei Pflegeeltern aufgewachsene Lange im Schweizer Vallée de Joux, dem berühmten »Tal der Uhrmacher« in der Nähe von Genf, eine besondere Fertigungsmethode kennen. Diese typische Schweizer Fertigungsmethode ist auch als Verlagssystem bekannt. In diesem Zuliefersystem bezieht der Hersteller einer Uhr die Einzelteile von verschiedenen Fremdfirmen, die sich jeweils auf Uhrenteile, Werkzeuge oder Messmittel spezialisieren. Die aus den Einzelteilen zusammengesetzte Uhr wird schließlich vom »Verleger« verkauft.

1845: Geburtsstunde der Uhrenindustrie in Glashütte

Ferdinand A. Lange Gründervater der Glashütter Uhrenindustrie
Ferdinand A. Lange Gründervater der Glashütter Uhrenindustrie © PR
Nach seiner Rückkehr beabsichtigt Lange, in seiner Heimat eine Uhrenindustrie nach Schweizer Vorbild aufzubauen. Er verhandelt mit der sächsischen Regierung und erhält ein Darlehen, um seinen Traum im nahegelegenen Glashütte zu verwirklichen. Diese Stadt wird unter mehreren Bewerbern ausgewählt, denn hier herrscht nach dem Versiegen der Erzvorkommen bittere Armut. Der 7. Dezember 1845 gilt als Geburtsstunde der Uhrenindustrie in Glashütte: An diesem Tag beginnen Ferdinand Adolph Lange und sein Mitarbeiter Adolf Schneider mit der Ausbildung der ersten 15 Lehrlinge. Nach drei Jahren machen sich die ersten Lehrlinge selbstständig, fertigen die gewünschten Uhrenteile und liefern sie an Lange. Aber die Stückzahlen sind zunächst gering. Mehr über die heutige Uhrenmanufaktur A. Lange & Söhne erfahren Sie hier.
A. Lange & Söhne: Saxonia Automatik in Rotgold mit Terrabraun-Zifferblatt
Eine aktuelle Uhr aus dem Hause A. Lange & Söhne: Saxonia Automatik in Rotgold mit Terrabraun-Zifferblatt © PR

1852: Gründung der Uhrenmanufaktur Julius Assmann

Julius Assmann: Gründer der J. Assmann Uhrenfabrik
Julius Assmann: Gründer der J. Assmann Uhrenfabrik © PR
Doch die Glashütter Uhrmacherei wird eine Erfolgsgeschichte. Eng damit verbunden ist Julius Assmann (1827–1886). Mit Unterstützung von Ferdinand Adolph Lange, der auch Bürgermeister von Glashütte ist, gründet er 1852 die »Uhrenfabrik J. Assmann« in Glashütte. Seine Taschenuhren werden bald auch außerhalb Deutschlands für Präzision und Schönheit bekannt und erhalten bei nationalen und internationalen Ausstellungen zahlreiche Auszeichnungen. Große Verdienste erwirbt sich Assmann auch bei der Gründung der Deutschen Uhrmacherschule Glashütte und der Ausbildung der Lehrlinge. Nach dem Tod von Moritz Grossmann im Jahr 1885 wird Julius Assmann Aufsichtsratsvorsitzender der Uhrmacherschule. Nach seinem frühen Tod führt sein Sohn Paul Assmann das Unternehmen erfolgreich weiter.

1854: Gründung der Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann

Moritz Grossmann: Initiiert die berühmte Deutsche Uhrmacherschule Glashütte
Moritz Grossmann: Initiiert die berühmte Deutsche Uhrmacherschule Glashütte © PR
Carl Moritz Grossmann freundet sich schon während seiner Dresdner Lehrzeit mit Ferdinand Adolph Lange an. Diese Verbindung prägt sein ganzes Leben. Nach Jahren der Wanderschaft, die ihn auch in die Schweizer Uhrenmetropole La Chaux-de-Fonds, nach England, Frankreich, Dänemark und Schweden führen, lässt sich Grossmann 1854 in Glashütte nieder und spezialisiert sich auf die Herstellung von Werkzeug. Er fertigt auch Gangmodelle und feine Taschenuhren. Auf ihn ist maßgeblich die Entwicklung der Glashütter Präzisionspendeluhren und Chronometer zurückzuführen. Außerdem hält Grossmann Vorträge, schreibt Beiträge für in- und ausländische Fachzeitschriften und übersetzt Fachbücher. Er initiiert die berühmte Deutsche Uhrmacherschule Glashütte, die am 1. Mai 1878 ihren Unterricht aufnimmt. Mehr über die heutige Uhrenmanufaktur Moritz Grossmann erfahren Sie hier.
Moritz Grossmann: Atum Gangreserve
Aktuelle Uhr aus dem Hause Moritz Grossmann: Atum Gangreserve © PR

1855: Gründung der Uhrenmanufaktur Adolf Schneider

Adolf Schneider: Aufwändige Verziehrungen auf der Rückseite der Taschenuhr
Adolf Schneider: Aufwändige Verziehrungen auf der Rückseite der Taschenuhr © PR
Wie Ferdinand Adolph Lange hat auch Adolf Schneider die »Technische Bildungsanstalt Dresden« besucht. Seine anschließende Uhrmacherlehre bei Gutkaes Senior in Dresden beendet er im Jahr 1845. Danach folgt er Ferdinand Adolph Lange als Mitarbeiter und Berater nach Glashütte. Hier arbeitet Schneider anfangs als Erster Werksleiter der Firma Adolph Lange & Cie. und kümmert sich auch um den Unterricht der Schüler. 1855 gründet Schneider seine eigene Uhrenfabrikation. Von 1867 bis zu seinem Tod im Jahr 1878 ist er Bürgermeister der Stadt Glashütte. Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im April 2016.
Wissen Chronometer A. Lange & Söhne Taschenuhr Deutsche Uhrenhersteller Glashütte Uhren Archiv

Neueste Beiträge

Oris Aquis Date Kelp Forest Limited Edition: Im Zeichen des Meeresschutzes - Limitierte Taucheruhr
Die neue Sonderedition von Oris basiert auf der Aquis Date und besticht durch ein besonderes Zifferblatt in Ozeangrün, dessen schimmernde Oberfläche an sanft im Wasser wogende Kelpwälder erinnert.
3 Minuten
22. Okt 2026
Einzelstück in Handarbeit: Der Chronograph Lacerta von A. Mantei
Zifferblatt, Zeiger, Modifikation des Uhrwerks: Am Chronographen Lacerta ist vieles Handarbeit. Im Meisteratelier A. Mantei in Itzehoe entsteht das Einzelstück.
3 Minuten
Frederique Constant präsentiert The Elements Collection – Edition 2026 - Seltene Mineralien und erstklassige Manufaktur-Uhrwerke
Die Elements Collection – Edition 2026 vereint drei stilprägende Modelle der Classic Manufacture in einem Set: die Classic Moonphase Date Manufacture, die Classic Tourbillon Manufacture und die Classic Perpetual Calendar Manufacture.
4 Minuten
22. Okt 2026
Top Thema: Hamilton x Call of Duty: Diese Khaki Field trägt Captain Price

Hamilton x Call of Duty: Diese Khaki Field trägt Captain Price

- Top Thema
Hotspot: Atlantic Worldmaster Open Heart – Die Unruh im Rampenlicht

Atlantic Worldmaster Open Heart – Die Unruh im Rampenlicht

- Hotspot
WatchTime September 2026

Das aktuelle WatchTime Magazin

- Jetzt erhältlich

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige