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Lesedauer 3 Min.

Zeitsprung: Die Astronomische Kunstuhr feiert 100-jähriges Jubiläum

Zum 100. Geburtstag seiner Astronomischen Kunstuhr hat das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte im September 2025 eine Sonderausstellung eröffnet, die sich der Kunstuhr widmet. Unter dem Titel "Zeitsprung" können sich die Besucherinnen und Besucher in die Zeit der Entstehung der Uhr hineinversetzen.
Deutsches Uhrenmuseum Astronomische Kunstuhr mit Besucher
© Deutsches Uhrenmuseum Glashütte, René Gaens

Ein Meisterwerk Glashütter Uhrmacherkunst: Neue Ausstellung

In diesem Jahr feiert das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte den 100. Geburtstag seiner berühmten Astronomischen Kunstuhr. Sie wurde im Oktober 2025 von ihrem Erbauer, dem Uhrmacher und Dozenten an der Schule Hermann Goertz, nach insgesamt 33 Jahren Bauzeit fertiggestellt. Zu diesem Anlass hat das Uhrenmuseum im September 2025 die Sonderausstellung "Zeitsprung" eröffnet, die sich ausführlich dem monumentalen mechanischen Meisterwerk widmet. 

Deutsches Uhrenmuseum Astronomische Kunstuhr, Standuhr von vorne

Astronomische Kunstuhr

© Deutsches Uhrenmuseum Glashütte, René Gaens

Einzigartiges Repertoire der Komplikationen

Die Astronomische Kunstuhr trägt ihren Namen zurecht: Das Gesamtzifferblatt zeigt auf acht Einzelzifferblättern eines der komplexesten Kalendarien und eine Vielzahl von astronomischen Funktionen an, insgesamt 20 Indikationen. Dazu zählen neben der Zeit ein ewiger Kalender mit Angabe von Datum, Wochentag, Monat, Jahr und Schaltjahr, die Äquation (Zeitgleichung) und die Gangdauer-Indikationen für das Geh- und Schlagwerk, das mit einem Doppelschlag jede Viertelstunde und zu jeder vollen Stunde mit einem einfachen Schlag die Stundenzahl schlägt. Die astronomischen Funktionen präsentieren alles Wissenswerte über unser beliebtestes Nachtgestirn: das Mondalter, seinen Lauf und seine Phasen. Auch die Zeiten des Sonnenauf- und Sonnenuntergangs mit der mittleren Glashütter Ortszeit werden visualisiert. Das Sternhimmelblatt bildet den aktuell sichtbaren Teil des Sternenhimmels über Glashütte sowie den realen Stand der Sonne zu den Sternbildern und im Tierkreis ab. Zusätzlich zu diesem bis heute beeindruckenden mechanischen Repertoire, das trotz der Vielfalt übersichtlich bleibt, schlägt die Astronomische Kunstuhr die volle und Viertelstunde an. Das monumentale Gehäuse aus Mahagoniholz misst in Höhe, Breite und Tiefe 250 x 150 x 50 cm. Uhrwerk und Zifferblatt bestehen aus über 1.756 Teilen, allein das Zifferblatt ist ein Kleinod aus 700 Komponenten.

Deutsches Uhrenmuseum Astronomische Kunstuhr Deutsches Uhrenmuseum, Ausstellungsbereich Zeichnen

Technisches Zeichnen in den 1920er-Jahren

© Deutsches Uhrenmuseum Glashütte

Anhand unterschiedlicher Themen werden die technischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit erlebbar gemacht und gezeigt, welche Herausforderungen Hermann Goertz bei den Arbeiten an seinem Meisterwerk zu bewältigen hatte. Darüber hinaus gibt die Ausstellung anschaulich dargestellte Einblicke ins Innere der Uhr. Als zentrale Elemente wurden dafür beispielsweise der ewige Kalender, die astronomischen Funktionen oder die beim Bau des Uhrwerkes verwendeten Materialien ausgewählt. Audiodateien zu den einzelnen Themenschwerpunkten ermöglichen es, sich noch besser in die Zeit der Entstehung der Uhr hineinzuversetzen. Passend dazu können kleine Rätselaufgaben gelöst werden. Auch sonst ist Aktivität gefragt: sei es beim Erstellen einer technischen Zeichnung am Zeichentisch oder beim Ausprobieren eines 3D-Modells des ewigen Kalenders der Kunstuhr.

Deutsches Uhrenmuseum Glashuette, Aussenansicht

Deutsches Uhrenmuseum Glashütte

© Deutsches Uhrenmuseum Glashütte

Die neue Sonderausstellung kann zu den regulären Öffnungszeiten des Uhrenmuseums, Mittwoch bis Sonntag jeweils 10 bis 17 Uhr, besichtigt werden.

Glashütte Uhren ewiger Kalender Vintage Uhren Schlagwerk Uhr Mondphasenuhr

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