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Lesedauer 4 Min.

Hands-on: Montblanc 1858 Geosphere

Montblanc: 1858 Geosphere Zifferblatt und Gehäuseboden
© Montblanc
Die beiden Hemisphären der Erde machen die 1858 Geosphere von Montblanc zu einem einzigartigen Zeitmesser. Wir testen die manufaktureigene Weltzeitkomplikation in der neuen Titan-Version, die mit Blau und Weiß die Nuancen von Schnee und Eis reflektiert.Dass die Marke, die den höchsten Gipfel der Alpen in ihrem Namen trägt, mit der 1858 Edition in Blau und Weiß auf die schützenswerte Natur schneebedeckter Berge und Eislandschaften verweisen will, ist bei der Geosphere mehr als augenscheinlich. Zwei Hemisphären unserer Erdkugel ziehen den Betrachter unweigerlich in ihren Bann – die nördliche Halbkugel bei zwölf und die südliche bei sechs Uhr, jeweils gesehen von den (noch) mit Schnee und Eis bedeckten Polkappen.
Bei Benutzung der Zeigerstell-Funktion über die stark geriffelte und gut bedienbare Krone dreht sich die nördliche Halbkugel – genau wie die Erde – gegen und die südliche im Uhrzeigersinn mit. Entsprechend sind 24-Stunden-Markierungen und Tag-Nacht-Kennungen auf zwei Rehauts um die gewölbten Drehscheiben herum angebracht. Auf letzteren markieren wiederum zwei hellblaue Linien den Nullmeridian, auf den sich die Koordinierte Weltzeit UTC bezieht. Stellt man diese richtig ein, lassen sich über 24 Längengrad-Linien die wahren Ortszeiten rund um den Erdball wahrnehmen.Über die moderne Zeitzonenfunktion, mit der über die mittlere Kronenposition der Stundenzeiger schrittweise vorwärts und rückwärts bewegt werden kann, wird nun die Heimatzeit und dabei auch komfortabel das Datum (vorwärts oder rückwärts) eingestellt. Bei einem Wechsel der Zeitzone kann über diese Schaltung ganz einfach der Stundenzeiger und gegebenenfalls auch das Datum verrückt werden. Die Weltzeit bleibt über die beiden Erdhalbkugeln dabei stets erhalten. Möglich ist auch, sich über deren hellblaue Linien die Heimatzeit zu erhalten, wenn man in die Ferne schweift, oder sich zur Heimatzeit eine zweite, eigene Zeitzone einzustellen. Das ist mehr als ein schönes (Schau)Spiel – erst recht bei Dunkelheit, wenn die Kontinente zusammen mit den Elementen der Zeitanzeige kräftig leuchten.Die historisch anmutenden Kathedralen- Zeiger sind dabei ebenso üppig mit Superluminova beschichtet wie die vier großen arabischen Ziffern und weitere fünf Index-Markierungen. Tagsüber bilden sie in frostigem Weiß einen markanten Kontrast zu dem von Blau nach Schwarz verlaufenden Zifferblatt und tragen so zu bester Ablesbarkeit bei.

Naturerscheinungen in Funktionalität umgesetzt

Auch die Minuteneinteilung in Schienenoptik auf dem steilen, silberfarbenen Höhenring am Zifferblattrand sowie das authentische Montblanc-Logo aus den 1930er-Jahren, verbunden mit dem Mont Blanc-Emblem, folgen dem Vintage-Gedanken der Uhr. Beinahe unscheinbar nimmt sich dagegen das kleine Hilfszifferblatt bei neun Uhr aus. Völlig zurecht, denn es dient zwar zur Einstellung einer zweiten Zeitzone, allerdings nur im Zwölf-Stunden-Rhythmus und ohne Tag-Nacht-Darstellung. Zudem muss man den Zeiger über einen bei zehn Uhr ins Gehäuse eingelassenen Drücker positionieren, was nicht ohne den (zwar mitgelieferten) feinen Stift mit Montblanc-Logo funktioniert. Dennoch ziemlich bescheiden gegenüber den repräsentativen Globen bei sechs und zwölf Uhr. Mit kleinen blauen Punkten verweisen diese zudem noch auf die sogenannten "Seven Summits", die als die größten Bergsteiger-Herausforderungen gelten. Sie sind auch auf dem Gehäuseboden vermerkt, neben Gravuren des Mont Blanc, zwei gekreuzten Eispickeln und einem Kompass.
Apropos Kompass. Diese nutzbare Funktion einer Armbanduhr unterstützen die eingravierten und ebenfalls mit Leuchtfarbe ausgelegten Himmelsrichtungen auf der beidseitig mit 60er-Rastung drehbaren Lünette. Im Gegensatz zum Gehäusekorpus aus Titan besteht diese aus Edelstahl mit Keramik-Inlay. Ansonsten ist das 43,4 Millimeter große Titangehäuse unspektakulär, dank seiner Materialeigenschaften allerdings leicht und unempfindlich gegenüber Kratzern, was gut zu Bergsteigern und Outdoor Freaks passt.Nicht zuletzt sei auf das hochwertige Kalbsleder aus der Pelletteria in Florenz mit seiner hochwertigen Druckfaltschließe aus Titan verwiesen. Im Sfumato-Styling folgt das Band dem Verlaufsstil des Zifferblattes und mit den weißen Kontrast-Stichen dem blau-weißen Designansatz dieser 1858 Geosphere, die den Trend der Rückkehr zur Natur mit kreativer Uhrmacherei vereint. MaRi
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