Warum die Royal Oak von Audemars Piguet ein echter Uhren-Klassiker ist

Einst unterschätzt, heute Kult

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der Klassiker Royal Oak handfeste Startschwierigkeiten hatte? Heute ist sie die Luxusuhr aus Stahl schlechthin und – nicht zuletzt dank Arnold Schwarzenegger und Terminator 3 – bekannt, auch über die Kreise eingefleischter Uhrenfans hinaus. Audemars Piguet braucht sich heute keine Sorgen mehr um die Absatzzahlen der Uhr mit dem Bullaugen-Gesicht machen, im Gegenteil: Regelmäßig kommen neue Mitglieder zur Royal-Oak-Familie hinzu, ihre Gestaltungen, Materialien und Funktionen sind vielfältig.

Die neue Royal Oak Jumbo in Edelstahl von Audemars Piguet
2022 – 50 Jahre Royal Oak: Die neue Royal Oak Jumbo in Edelstahl von Audemars Piguet

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Startschwierigkeiten des Uhren-Klassikers

Bei Audemars Piguet hielt 1966 Georges Golay als Generaldirektor das Zepter in der Hand. An den risikobereiten Vollblutkaufmann wandte sich 1971 der italienische Agent Carlo de Marchi. Er fragte nach einer vielseitigen Armbanduhr, die sich für die Ausfahrt mit dem Sportwagen ebenso eignen sollte wie für eine elegante Soiree – Stahl als Material für Gehäuse und Armband nicht ausgeschlossen. Helfen musste der Designer Gérald Genta, den Golay am Abend vor der Basler Uhren- und Schmuckmesse anrief und für den nächsten Tag um einen akzeptablen Entwurf bat.

Audemars Piguet: erste Royal Oak, 1972
Die erste Royal Oak erschien 1972, gezeichnet von Gérald Genta

Der bekannte Uhrendesigner zeichnete später auch die Patek Philippe Nautilus, die IWC Ingenieur oder die Bulgari Bulgari. Während des Grübelns über die mögliche Gestalt der geforderten Uhr kam Genta ein Kindheitserlebnis in den Sinn: Irgendwann hatte er einen Berufstaucher beim Anlegen und Befestigen des Helms beobachtet. Eine Gummidichtung und mehrere Bolzen stellten die drucksichere Verbindung zum Anzug her. Diese Eindrücke mündeten in ein Uhrendesign, das an ein Schiffsbullauge erinnerte und gleichzeitig Gentas Faible für das Achteck zum Ausdruck brachte. Der nächtliche Entwurf kam bei Carlo de Marchi gut an, die intern “Safari” getaufte Uhr wurde bis zur folgenden Basler Messe sukzessive realisiert.

Der Aufbau des Royal-Oak-Gehäuses ist aufwendig
Der Aufbau des Royal-Oak-Gehäuses ist aufwendig

Doch die Royal Oak war zunächst kein Kassenschlager: Bedingt durch den extrem hohen Preis für eine Uhr aus Stahl (3.650 Schweizer Franken) und den ungewohnt großen Durchmesser von 38,8 Millimetern hielt sich der Verkauf in Grenzen; nach drei Jahren waren in Italien und der Schweiz erst 400 Uhren an den Mann gebracht. In Deutschland kostete die Royal Oak 2.900 Mark, mehr, als man für die meisten Golduhren ausgeben musste. Zum Glück lernten die deutschen Kunden die Luxusuhr aus Stahl zu schätzen, sodass sie schließlich doch noch zum Bestseller avancierte. Bald wurde der Ruf nach mehr laut. Der spätere Erfolg übertraf dann allerdings alle Erwartungen. Heute stellt die Royal Oak die mit Abstand wichtigste Uhrenlinie von Audemars Piguet dar.

Die Geschichte von Audemars Piguet im Überblick stellt der Artikel “Meilensteine” vor – hier als kostenloser Download!

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Das legendäre Design der Royal Oak

Gérald Gentas Eindruck von der Verbindung zwischen Taucherhelm und -anzug mit Gummidichtung und Bolzen schlug sich in der achteckigen Lünette mit leicht geschwungenen Kanten nieder. Zu den konstruktiven Besonderheiten gehörte ein Gehäuse aus Stahl, bei dem acht Schrauben den Glasrand samt Gummidichtung am Korpus halten. Auf der Lünette sind die Sechskantköpfe bis heute exakt radial ausgerichtet und versenkt. Dies ist möglich, weil sie nicht von oben, sondern von der Gehäuserückseite festgezogen werden. In das Gehäuse integrierte Genta ein Stahlarmband, dessen Glieder sich zur Schließe kontinuierlich verjüngten. Fast schon Ironie des Schicksals: Um die erste Luxus-Stahluhr der Welt zu entwickeln, verwendete Audemars Piguet Prototypen aus Weißgold, da das Edelmetall leichter form- und polierbar ist als Edelstahl.

Das Royal-Oak-Band ist in das Gehäuse integriert und verjüngt sich vom Ansatz zur Schließe
Das Royal-Oak-Band ist in das Gehäuse integriert und verjüngt sich vom Ansatz zur Schließe

Der vergleichsweise hohe Preis der ersten Royal Oak resultierte aus zahlreichen technischen Details: von den Schrauben, deren Schlitze exakt kreisförmig auf der Lünette ausgerichtet waren, über die rund 250 verschieden polierten Kantenbrechungen am Gehäuse und das integrierte Armband aus Stahl bis hin zum damals flachsten automatischen Werk mit 21-karätigem Goldrotor und Datum. Passend zum Anspruch einer sportlichen Uhr war die Royal Oak bis zehn Bar Druck wasserdicht.

Das typische Zifferblatt

Hufnagel-Muster, Tapisserie oder Clous de Paris, das guillochierte Royal-Oak-Zifferblatt trägt viele Namen. Kein anderes Muster ist so eng mit einem bestimmten Uhrenmodell verbunden, und seine Herstellung ist aufwendiger, als man vermuten könnte. Bei der Guillochierung liegt das Geheimnis in einer mit viel Fingerspitzengefühl eingestellten Maschine, denn es geht um eine Präzision auf nur wenige hundertstel Millimeter genau. So wird das Zifferblatt mit einem Stichel graviert, der das Motiv von einer an der Maschine befestigten Schablone nachzeichnet. Je nach Durchmesser des Zifferblatts dauert das Aufbringen des Schreisschliffmusters zwischen 45 Minuten und einer Stunde.

Guillochierung eines Royal-Oak-Zifferblatts bei Audemars Piguet
Guillochierung eines Royal-Oak-Zifferblatts bei Audemars Piguet

Mit Ausnahme der “Méga Tapisserie” der Royal Oak Offshore, die aufgrund ihrer Großflächigkeit im Stanzverfahren eingearbeitet wird, entstehen die Zifferblattdekore der Royal Oak an Maschinen, die zwischen 40 und 100 Jahre alt sind und die nur von erfahrenen Guillocheuren bedient werden können. Von ihrem Geschick, die Position, den Druck und die Rotationsgeschwindigkeit zu dosieren, hängt die Ebenmäßigkeit des Musters ab.

Wie der berühmte Name entstand

Ihren Namen erhielt die Royal Oak in Rückbesinnung auf Karl II. von England: Der König soll sich 1651 vor seinen Verfolgern auf einer Eiche, später Royal Oak genannt, versteckt haben. Die Royal Navy taufte später einige ihrer Kriegsschiffe auf diesen Namen. Diese sogenannten HMS Royal Oaks besaßen im Rumpf Kanonenöffnungen mit achteckigen Rahmen, eine mögliche Verbindung zu Gérald Gentas achteckiger Lünette.

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Lange liefert Jaeger-LeCoultre das Werk der Royal Oak

Das erste Uhrwerk der Royal Oak stammte von Jaeger-LeCoultre und wurde 1967 mit der Kalibernummer 920 lanciert, fand jedoch nie den Weg in eine Uhr des Hauses. Dafür nutzten andere Hersteller das ultraflache Uhrwerk mit Automatik, etwa Vacheron Constantin und Patek Philippe. ausgestattet mit Datumsanzeige, jedoch ohne Sekundenzeiger, misst es gerade einmal 3,05 Millimeter in der Höhe. Die Kif-Stoßsicherung und Gyromax-Unruh mit Microstella-Gewichtsschrauben zur Feinregulierung machen das Werk technisch zu einem Leckerbissen. Bemerkenswert ist  der Rotor mit einer äußeren Schwungmasse aus 21-karätigem Gold. Er besitzt außerdem einen umlaufenden Ring, der auf nahezu lautlos arbeitenden Rubinrollen gleitet. Bei Audemars Piguet wurde das ursprünglich von Jaeger-LeCoultre stammende Werk lange Zeit mit der Bezeichnung 2121in der Royal Oak verbaut.

Am Logo auf der Zwölf erkennt man die Audemars Piguet Royal Oak aus den 1980er-Jahren
Am Logo auf der Zwölf erkennt man die Audemars Piguet Royal Oak aus den 1980er-Jahren

2005 erschien die Royal Oak mit der Referenz 15300ST, in der Audemars Piguet zu ersten Mal das Manufakturkaliber 3120 einsetzt, das im Jahr 2004 vorgestellt worden war. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger aus den 1970er-Jahren verfügt es über eine Sekundenanzeige, mit seinen 4,26 Millimetern fällt das neue Automatikwerk auch ein wenig höher aus. Zudem läuft sein Rotor nicht mehr auf Rubinrollen, sondern in einem Kugellager.

1990er-Jahre-Modell der Royal Oak mit Lederband und Sekundenanzeige
1990er-Jahre-Modell der Royal Oak mit Lederband und Sekundenanzeige

Im Laufe der Jahre wurde sie um zahlreiche Derivate erweitert. Es gibt sie mit verschiedenen Funktionen wie zweiter Zeitzone, Chronograph, ewigem Kalender, Zeitgleichung, Tourbillon und sogar als Grande Complication mit Minutenrepetition, ewigem Kalender und Chronograph.

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Wie “Jumbo” zum Hollywoodstar avancierte

Für den Geschmack der 1970er-Jahre besaß die Royal Oak mit beinahe 39 Millimetern einen sehr großen Gehäusedurchmesser, wie bereits erwähnt war das ein Grund dafür, dass sich die Begeisterung des Marktes anfangs in Grenzen hielt. Ihre Größe brachte der Uhr auch den Spitznamen “Jumbo” ein. Gleichzeitig strahlte die Royal Oak mit ihrem anthrazitfarbenen Zifferblatt, das mit einer Art Nagelmuster namens Tapisserie-Dekor versehen war, ein feines Understatement aus. Über die Jahre hat Audemars Piguet das Modell zu einer ganzen Kollektion mit verschiedenen Komplikationen und Materialien ausgebaut. Auch Gold und Platin kamen mit der Zeit zum Einsatz. Das widersprach zwar der einstigen Philosophie von Understatement, war jedoch den Wünschen der Kunden geschuldet.

Der Royal Oak Offshore T3 Chronograph, produziert anlässlich des Films „Terminator 3“ von 2003, ist mit 52,5 Millimetern bis heute die größte Royal Oak
Größte Offshore aller Zeiten: Den T3 Chronograph mit 52,5 Millimetern Durchmesser trug der “Terminator” im gleichnamigen Film von 2003

Mit der Royal Oak Offshore hat Audemars Piguet 1993 das Konzept der Luxussportuhr selbst konsequent weiterentwickelt: Das Tochtermodell ist noch sportlicher, noch komplexer und dadurch noch technischer in der Anmutung. Damals wurde die Uhr wegen ihres 42 Millimeter großen Gehäuses “The Beast” genannt. In der Zwischenzeit hat sich diese Größe bei Chronographen als Standard etabliert; Audemars Piguet legte selbst mit größeren Modellen nach.

Arnold Schwarzenegger mit einer Royal Oak
Actionstar Arnold Schwarzenegger mit einer Royal Oak

Aufwind bekam die Offshore auch durch Promis wie Arnold Schwarzenegger. Der Schauspieler realisierte mit Audemars Piguet immer größere Editionen bis hin zum Royal Oak Offshore T3 Chronograph anlässlich des Films “Terminator 3” von 2003. Mit 52,5 Millimetern ist sie bis heute die größte Royal Oak.

Platz 8 Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph: 1993 war die Geburtsstunde der Royal Oak Offshore. Audemars Piguet stellte eine noch sportlichere, widerstandsfähigere und maskulinere Version des Urmodells Royal Oak vor. Das Premierenmodell – ein Chronograph mit 42,5 Millimeter im Durchmesser – zeigte sich mit verschraubter Krone, sichtbaren Silikonabdeckungen an den Drückern und einem überarbeiteten Band mit beidseitiger Schmetterlingsfaltschließe. Der Stopper erhielt den Spitznamen “The Beast”. Über die Jahrzehnte erschienen zahlreiche Varianten der Royal Oak Offshore – mit verschiedenen Komplikationen und in den unterschiedlichsten Materialkombinationen. 2018 feiert die Bestie ihren 25. Geburtstag. Diesen nimmt Audemars Piguet zum Anlass eine Re-Edition ihres ersten Royal Oak Offshore Chronographen aufzulegen (Edelstahl, 42 Millimeter, Kaliber 3126/3840 Automatik, 27.800 Euro) Mehr zur Uhr erfahren.
Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph 25th Anniversary

Auch bei der Offshore gibt es zahlreiche Komplikationen und Varianten. Ihr Erscheinungsbild ist von unterschiedlichen Materialien geprägt, wie beispielsweise geschmiedetem Karbon. Sie zeigt sich als Taucheruhr, mit Chronograph oder Tourbillon, aber auch als brillantbesetztes Damenmodell. Anlässlich des 25. Geburstags der Offshore im Jahr 2018 stellte Audemars Piguet eine Re-Edition ihres ersten Royal Oak Offshore Chronographen vor. Die Referenz 26237ST.OO.1000ST.01 orientiert sich detailgetreu am Design des Originals und besitzt ein blaues Zifferblatt, das das typische „Petite Tapisserie”-Muster trägt. Auch Drücker und Krone sind wie beim Premieren-Modell mit einer blauen Kautschukschicht überzogen.

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Wie schafft es Audemars Piguet, die Royal Oak immer wieder neu zu erfinden?

Neuartige Materialien

Mittlerweile existieren auch Modelle wie die Royal Oak Ewiger Kalender, bei der Gehäuse und Armband komplett aus schwarzer Keramik oder seit neuestem aus weißer Keramik gefertigt sind. Die satinierten Oberflächen entsprechen den anderen Uhren, was bei der extrem harten Keramik einen hohen Aufwand in der Herstellung bedeutet. Der moderne Werkstoff sorgt für ein völlig anderes Erscheinungsbild.

Audemars Piguet: Royal Oak Ewiger Kalender in weißer Keramik
Audemars Piguet: Royal Oak Ewiger Kalender in weißer Keramik

Auch einfache Maßnahmen wie Lederbänder in Zifferblattfarbe oder kontrastierende Hilfszifferblätter beim Chronographen variieren die Royal Oak auf spannende Weise. 2017 hat Audemars Piguet ein Modell mit faszinierender Ausstrahlung vorgestellt: Unter dem Namen Frosted Gold hat die Marke eine ungewöhnliche Behandlung der Oberfläche bei einigen Gold- und Weißgoldmodellen etabliert.

Audemars Piguet: Royal Oak Frosted Gold Limited Edition 41 mm
Audemars Piguet: Royal Oak Frosted Gold Limited Edition 41 mm

Dabei werden Gehäuse und Band in einer alten Goldschmiedetechnik bearbeitet, sodass der Eindruck einer von Raureif überzogenen Oberfläche entsteht. Außerdem gehören von vorn sichtbare, skelettierte Werke zum ständigen Programm der Royal Oak. Dabei werden die
Uhrwerke selbst zum Gestaltungselement. Farbe und Form der skelettierten Brücken lassen immer wieder neue Varianten zu.

 

Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon Extraflach Squelette
Audemars Piguet Royal Oak Tourbillon Extraflach Squelette

Wiederholter Tabubruch mit der Royal Oak

Die Manufaktur setzt auch immer wieder neue ungewöhnliche Akzente in der sportlichen Royal-Oak-Offshore-Linie: Zifferblätter und Kautschukbänder leuchten in knalligen Farben wie Orange, Gelb und Lindgrün. So wiederholt die Marke im Grunde den ursprünglichen Tabubruch der Royal Oak: War es damals das für eine Luxusuhr undenkbare Gehäusematerial Stahl, so sind es heute die ebenfalls unkonventionellen bunten Farben. Diese kommen beispielsweise bei den vergleichsweise günstigen Tauchermodellen zum Einsatz.

Audemars Piguet Royal Oak Offshore Diver Lila Referenz: 15710ST.OO.A077CA.01
Audemars Piguet Royal Oak Offshore Diver Lila Referenz: 15710ST.OO.A077CA.01

Oder die Camouflage-Modelle der Royal Oak Offshore: Das auffallende Design passt perfekt zu diesem sportlichen Stopper. Es gibt ein Roségoldmodell mit braunem Zifferblatt und Armband sowie eine grüne und eine blaue Edelstahlversion. Die Lünetten, Drücker und Kronen bestehen aus Keramik in passenden Farben. Neben den Camouflage-Armbändern sind auch einfarbige Kautschukbänder erhältlich. Für Vortrieb sorgt das Automatikkaliber 3126/3840, ein hauseigenes Basiswerk mit zugeliefertem Chronographenmodul.

Der neue Royal Oak Offshore Chronograph Automatik in Blau
Die neue Camouflage-Uhr in Grün
Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Chronograph Automatik in Roségold

Durch das Skelettieren des Zifferblatts schafft die Marke mit dem Royal Oak Offshore Tourbillon Chronographen ein futuristisch anmutendes Modell in Edelstahl und Roségold. Dabei kommt das hauseigene Handaufzugskaliber 2947 gänzlich ohne Brücken aus.

Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Tourbillon Chronograph, Referenz 26421OR.OO.A002CA.01 in Roségold
Audemars Piguet: Royal Oak Offshore Tourbillon Chronograph, Referenz 26421OR.OO.A002CA.01 in Roségold

Das Konzept Komplikation bei der Royal Oak

Die außergewöhnlichste Erscheinung in der Royal-Oak-Familie stellt die erstmals 2002 vorgestellte Royal Oak Concept dar. Ein eigenes Gehäusedesign mit geometrischen Linien sowie innovative Materialien und Techniken im Uhrwerk sind typisch für sie. Die technische Ausrichtung dieser Linie spiegelt sich in modernen Gehäusematerialien wie geschmiedetem Karbon, Keramik oder geschwärztem Titan wider. Dabei verzichtet Audemars Piguet stets auf das Zifferblatt und nutzt nur eine Skala auf dem Rehaut oder den Werkbrücken zur Anzeige. Die Werke sind teilweise skelettiert, kommen aber immer in einem besonderen technischen Look daher. Dazu gehören dreidimensionale Formen sowie spezielle Oberflächenschliffe und manchmal sogar für das Werk äußerst ungewöhnliche Materialien wie Keramik. Die 2016 vorgestellte Supersonnerie erfüllte den innovativen Anspruch der Concept-Linie mit einer von Grund auf neu entwickelten Minutenrepetition, die dank innovativer Schlagwerk- und Gehäusetechnik deutlich lauter klingt als jede andere Repetitionsuhr.

Audemars Piguet Royal Oak Concept Supersonnerie
Audemars Piguet Royal Oak Concept Supersonnerie

Mit der Royal Oak Concept Flying Tourbillon GMT kommt in der Concept-Linie ein fliegendes Tourbillon zum Einsatz. Die Kombination von Tourbillon und zweiter Zeitzone ist nicht neu, wohl aber die Materialwahl. Bei der neuen Royal Oak Concept bestehen alle Brücken aus Titan und leuchten in Blau. Ihre besondere Bearbeitung verleiht dem Zifferblatt seine besondere Dreidimensionalität und ihre futuristische Optik.

Die dreidimensional gestalteten Brücken der Audemars Piguet Royal Oak Concept Flying Tourbillon GMT bestehen aus blauem Titan
Die dreidimensional gestalteten Brücken der Audemars Piguet Royal Oak Concept Flying Tourbillon GMT bestehen aus blauem Titan (Bild: © diode SA - Denis Hayoun)

2021 gab AP-Präsident François-Henry Bennahmias die Zusammenarbeit mit Marvel Entertainment bekannt. Die erste Uhr aus dieser Zusammenarbeit ist die Royal Oak Concept Black Panther Flying Tourbillon. In seinem Hightech-Anzug mit Krallenhandschuhen scheint sich die handbemalte Weißgoldfigur Black Panther zum Sprung bereit zu machen. Das 42 Millimeter große Gehäuse der Modellserie Royal Oak Concept besteht aus Titan, Lünette und Krone aus kratzfester Keramik.

Audemars Piguet: Royal Oak Concept Black Panther Flying Tourbillon

Die Royal-Oak-Linie teilt sich also in drei Zweige auf: Die Kollektion Royal Oak ist die klassischste unter ihnen, die Royal Oak Offshore steht für Sportlichkeit, und die Royal Oak Concept für technische Innovation. In jedem Bereich unternimmt Audemars Piguet kontinuierlich Modernisierungsmaßnahmen und hält die achteckige Uhrenikone durch neue Materialien, Oberflächenbearbeitungen und Farben jung.

Der Kult-Chronograph für jedes Handgelenk

Bislang gab es den Royal Oak Automatik Chronograph ausschließlich in der Gehäusegröße von 41 Millimetern. Das ist nur vorbei: Auf dem Genfer Uhrensalon 2019 stellte Audemars Piguet den Kult-Chronographen auch im handlichen 38-Millimeter-Gehäuse vor. Damit wird die sportlich-elegante Alltagsuhr auch für Männer mit sehr schmalen Handgelenken sowie für Damen gut tragbar. Im Innern des kleineres Stoppers tickt das Automatikkaliber 2385 auf Frédéric-Piguet-Basis.

Live-Bild vom Genfer Uhrensalon SIHH: So sieht der goldene Audemars Piguet Royal Oak Automatik Chronograph (38 mm) am Handgelenk aus
Live-Bild vom Genfer Uhrensalon SIHH: So sieht der goldene Audemars Piguet Royal Oak Automatik Chronograph (38 mm) am Handgelenk aus

Neuer Weltrekord

Ein Zugang in der Royal-Oak-Familie stellte 2018 sogar einen Weltrekord auf: Audemars Piguet zeigte mit der Royal Oak RD#2 das Konzept der zu diesem Zeitpunkt weltweit flachsten Automatikuhr mit ewigem Kalender. 2019 ging das Modell als Royal Oak Ewiger Kalender Extraflach Automatik in Serie.

Audemars Piguet: Royal Oak Ewiger Kalender Extraflach Automatik
Audemars Piguet: Royal Oak Ewiger Kalender Extraflach Automatik

Das Gehäuse der Automatikuhr misst 6,30 Millimeter in der Höhe. Beim Prototypen fertigte die Schweizer Manufaktur es aus Platin, beim Serienmodell aus Titan. Lünette und die Bindeglieder des Titanarmbands mit Faltschließe bestehen weiterhin aus dem Edelmetall.

Wasserdicht ist das Gehäuse bis 20 Bar. Der Glasboden gibt den Blick auf das Uhrwerk in seinem Innern frei. Das extraflache Manufakturkaliber 5133 misst nur 2,89 Millimeter in der Höhe. Es tickt mit 19.800 Halbschwingungen pro Stunde und besitzt eine Gangreserve von 40 Stunden.

Rückseite der Audemars Piguet Royal Oak Ewiger Kalender Extraflach Automatik
Rückseite der Audemars Piguet Royal Oak Ewiger Kalender Extraflach Automatik

Neben Monat, Datum und Wochentag bringt das Werk eine Mondphase auf das blaue Zifferblatt. Dieses ist jedoch nicht mit dem Royal-Oak-typischen “Tapisserie”-Muster versehen, sondern satiniert. Den Preis der Audemars Piguet Royal Oak Ewiger Kalender Extraflach Automatik gibt es auf Anfrage.

Wir haben den Prototypen des extrem flachen ewigen Kalenders mit Automatikwerk live gesehen:

50 Jahre Royal Oak

Zum 50. Geburtstag der Royal Oak erscheint eine neue Generation der 39 Millimeter großen Royal Oak “Jumbo” Extra-Thin (Ref. 16202) mit neuem Uhrwerk. Dabei blieben die optischen Merkmale größtenteils unverändert. Dazu zählt das charakteristische „Petite Tapisserie“-Zifferblatt, auch bei den Anzeigen bleibt es bei zwei Zeigern und einem Datum.

Die neue Royal Oak Jumbo von Audemars Piguet
Audemars Piguet hat für die Royal Oak Jumbo das neue extraflache Kaliber 7121 entwickelt.
Die neue Royal Oak Jumbo in Edelstahl von Audemars Piguet

Das neu entwickelte Manufakturkaliber 7121 ersetzt das Kaliber 2121, das von Jaeger-LeCoultre 1967 für Vacheron Constantin, Patek Philippe und Audemars Piguet entwickelt worden war. Mit 3,2 Millimetern baut das neue Werk nur 0,15 Millimeter höher als sein Vorgänger; so konnte die Gehäusehöhe von 8,1 Millimetern beibehalten werden. Die Feinregulierung erfolgt über Gewichte auf der Unruh, die von einer Brücke gehalten wird. Die Taktfrequenz beträgt nun 28.800 Halbschwingungen, davor waren es 19.800. Der kugelgelagerte Rotor zieht in beide Richtungen auf und erreicht dank eines größeren Federhauses mit 55 Stunden eine um 15 Stunden längere Gangreserve. 2022 wird das Werk mit einem Jubiläumsrotor ausgerüstet, der eine ineinander verschlungene skelettierte 50 zeigt. Der Preis bleibt bei der Goldversion bei 67.700 Euro. Das Stahlmodell kostet 31.800 Euro.

Während sich das Design der Jumbo weiterhin am Ursprungsmodell orientiert, überarbeitet Audemars Piguet das Aussehen der anderen Modelle nach und nach. Den Anfang machen die Dreizeigermodelle in 37 Millimetern sowie die Chronographen in 38 und 41 Millimetern. Später im Jahr erhält auch das beliebte 41-Millimeter- Dreizeigermodell das Facelift.

Die Uhren-Ikone Royal Oak feiert 2022 50. Geburtstag. Zu diesem Anlass stattet Audemas Piguet den Royal Oak Chronograph mit dem neuen Manufakturkaliber 4401 mit Flyback-Funktion und 70 Stunden Gangreserve aus (41 Millimeter, Edelstahl, 32.500 Euro)
Der neue Royal Oak Chronograph in Stahl bekommt das integrierte Manufakturkaliber 4401 mit Jubiläumsrotor

Was ist neu? Bei allen kommenden Modellen außer der Jumbo wurden die polierten Schrägen am Gehäuse verbreitert, und die ersten Glieder des Armbands sind in das Mittelteil integriert und trapezförmig statt parallel. Alle Glieder des Armbands wurden optisch verschlankt. Bei den ersten vier Gliedern wurde darüber hinaus auch die Dicke progressiv reduziert. Dies macht das Armband leichter und ergonomischer. Die Größe der komplexen aufgesetzten Indexe wurde bei den unterschiedlich großen Modellen angepasst, um ein einheitlicheres Auftreten zu erreichen. Auf dem Zifferblatt gibt es statt des aufgesetzten AP-Logos und des gedruckten Markenschriftzugs wie bei der Linie Code 11.59 einen aufgesetzten Audemars-Piguet-Schriftzug. Er besteht aus 24-karätigem Gold und wird nicht gefräst, sondern entsteht schichtweise galvanisch in einer komplexen Form. Auch im Innern gibt es Veränderungen: So bekommt der Stahlchronograph, Ref. 26240, das neue Manufakturkaliber 4401 mit Flyback-Funktion. Es liefert mit 70 Stunden Gangreserve 30 Stunden mehr als der Vorgänger 2385, der noch auf dem Frédéric-Piguet-Kaliber 1185 basierte.Bei den Dreizeigermodellen ersetzt das völlig neue Manufakturkaliber 5900 das bisherige 3120. Das Automatikkaliber ist dünner (3,9 statt 4,26 Millimeter) und arbeitet mit höherer Frequenz (vier statt drei Hertz). Die Gangreserve bleibt bei 60 Stunden. Auch diese Werke bekommen den Jubiläumsrotor.

Mehr über die Geschichte von Audemars Piguet erfahren Sie im Artikel “Meilensteine”: Hier können Sie ihn kostenlos herunterladen.

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Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Dezember 2016.

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Produkt: Download: Oris Aquis Regulateur „Der Meistertaucher” im Test
Download: Oris Aquis Regulateur „Der Meistertaucher” im Test
Chronos testet die neue professionelle Taucheruhr mit Regulatorzifferblatt von Oris.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Verliebt sich ein Waffeleisen in einen Armee Panzer……………….

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