Produkt: Sonderheft UHREN-MAGAZIN Preisführer 2020/2021
Sonderheft UHREN-MAGAZIN Preisführer 2020/2021
Das pure Uhrenvergnügen: Die neue Katalog-Ausgabe 2020/2021 vom UHREN-MAGAZIN zeigt mehr als 1.000 Modelle von über 100 Uhrenmarken, sortiert nach Preisen in zehn Kategorien.

Flyback

Der Flyback-Chronograph: Nützliche Infos und aktuelle Modelle

Der Flyback-Chronograph fasst das Stoppen, Nullstellen und Starten in einem Vorgang zusammen. Seine Zeiger fliegen quasi mit einem Knopfdruck zurück, während man beim Chronograph ohne Flyback-Funktion die Drücker dreimal betätigen müsste, um den Stoppvorgang zu unterbrechen, die Zeiger zurückzustellen und einen neuen Zählvorgang auszulösen.

Inhalt:

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Mit dieser Uhr lässt sich Longines 1936 die Entwicklung des Flyback-Chronographen patentieren.
Mit dieser Uhr lässt sich Longines 1936 die Entwicklung des Flyback-Chronographen patentieren.

Beim Flyback-Chronograph wird die laufende Zeitmessung durch einmaliges Betätigen eines Drückers gestoppt und der Zeiger auf null gestellt, beim Loslassen des Drückers beginnt sofort ein neuer Stoppvorgang.

Woher kommt der Flyback-Chronograph?

1936 erhielt Longines ein Patent für sein Kaliber L13ZN mit Flyback-Funktion. Die Flyback-Funktion wurde nach ihrer Einführung in den 1930er-Jahren insbesondere von Piloten geschätzt, die im Cockpit – etwa bei einem Blindflug – schnell und unkompliziert neue Zählvorgänge auslösen können mussten.

Das Longines L13ZN ist das erste Chronographenwerk mit Flyback-Funktion.
Das Longines L13ZN ist das erste Chronographenwerk mit Flyback-Funktion.

Daher wurden Flyback-Chronographen früh militärisch genutzt. Während der Quarzkrise in Vergessenheit geraten, erlebte die Funktion 1996 ihre Renaissance: Mit der Blancpain Referenz 2185 F und der Breguet Type XX Aéronavale kamen in diesem Jahr neue Chronographen mit Flyback-Funktion auf den Markt.

Welche Namen gibt es noch für den Flyback-Chronographen?

“Flyback” ist die gebräuchlichste Bezeichnung für diese Komplikation, weniger bekannt sind die Begriffe “permanenten Nullstellung”, “retour en vole” (Deutsch: Rückkehr im Flug”) und “Temposchaltung”. Damit bezeichnet wird jeweils der Vorgang, bei dem eine laufende Zeitmessung des Chronographen durch einmaliges Betätigen eines Drückers gestoppt und der Zeiger auf null gestellt wird. Beim Loslassen des Drückers beginnt sofort eine neue Messung.

Der Flyback-Chronograph heute: Salonfähig in allen Stilarten

Schaut man sich die aktuellen Modelle an, dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass der Flyback-Chronograph heute für alle Stile salonfähig ist. Nicht nur Fliegeruhren im Besonderen oder Sportuhren im Allgemeinen machen sich die Funktion zu eigen, auch elegante Zeitmesser setzen auf die komfortable Variante des Chronographen:

Günstiger Manufakturchronograph mit Flyback-Funktion: Frederique Constant Flyback Chronograph Manufacture (42 Millimeter, Edelstahl roségold plattiert, Automatik-Chronographenwerk FC-760, 4.195 Euro)
Beim Porsche Design 1919 Chronotimer Flyback Blue & Leather arbeitet ein von Concepto speziell für Porsche Design entwickeltes Chronographenwerk mit Flyback-Funktion. (Titan, 42 mm, Chronometer, 5.950 Euro)
Der H. Moser & Cie. Streamliner Flyback Chronograph indiziert über zentrale Zeiger sowohl die Uhrzeit als auch gestoppte Sekunden und Minuten (42,3 Millimeter, Edelstahl, Automatikkaliber HMC 902, 38.000 Euro)
Der neue Audemars Piguet Code 11.59 Automatik Chronoraph: das neue vollintegrierte Manufaktur-Chronographenkaliber 4401 mit Automatikaufzug, Säulenrad und Flyback-Funktion (Roségold und Weißgold, 41 mm, 44.100 Euro)
Aus der wichtigsten IWC-Kollektion: der Pilot's Watch Chronograph Edition "Blue Angels" mit Flyback-Funktion (44,5 Millimeter, Keramik, IWC-Automatikkaliber 89361, 11.500 Euro)
Chopard limitiert seinen L.U.C Chrono One Flyback auf 250 Exemplare. Das Manufakturkaliber L.U.C 03.03.-L mit Säulenrad und vertikaler Kupplung verfügt über einen patentierten Nullstellmechanismus, der die Erschütterung durch das Zurückschnellen der Zeiger abdämpft (Edelstahl, 42 mm, 26.100 Euro)
Der Richard Mille RM 11-04 Automatic Flyback Chronograph Roberto Mancini besitzt neben der Flyback-Funktion auch einen Jahreskalender inklusive Großdatum (44,5 mal 49,9 Millimeter, Carbon TPT, Manufakturkaliber RMAC mit Automatikaufzug, 165.000 Euro)
Der Flyback-Chronograph Aquanaut von Patek Philippe: Das Automatikkaliber CH 28-520 C kombiniert eine klassische Schaltradsteuerung mti einer modernen vertikalen Scheibenkupplung (Edelstahl, 42 mm, 40.810 Euro).
Taucheruhr mit Flyback-Funktion: die Panerai Submersible Chrono Guillaume Néry Edition PAM00982 (47 mm, Titan, Manufakturkaliber P.9100 Automatik, 18.300 Euro)
Der Carl F. Bucherer Manero Flyback kommt im Retro-Stil, ausgestattet ist er mit dem Automatikkaliber CFB 1970 von La Joux-Perret (43 Millimeter, Edelstahl, 5.500 Euro)
Retro-Uhr durch und durch: die Tempostopp von Tutima erinnert an das Glashütter Urofa-Kaliber 59 aus den 1940er-Jahren, das den ersten deutschen Chronographen mit Tempostopp und Additionsstopp antrieb. Auch das neue Kaliber verfügt über eine Flyback-Funktion (43 Millimeter, Roségold, Handaufzugskaliber T659, 29.500 Euro)
Ein Paradebeispiel für den eleganten Flyback-Chronographen ist der Datograph Auf/Ab Lumen von A. Lange & Söhne (41 Millimeter, Platin, Handaufzugskaliber L951.7, 92.600 Euro)

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im April 2011.

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Hier finden Sie weitere Artikel über Chronographen:

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Produkt: Chronos 02/2019 Digital
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