Produkt: eDossier: Magnetfeldschutz bei Omega
eDossier: Magnetfeldschutz bei Omega
Alles über die Omega, METAS-Prüfung,

10 extrem robuste Uhren

Stoßsicher, kratzfest, wasserdicht, unterdrucksicher – diese 10 Uhren halten einiges aus

Für Jetpiloten, Sättigungstaucher oder Mitglieder von Sondereinsatzkommandos zeigen wir hier die passenden Uhren. Aber auch im Alltag sind Eigenschaften wie kratzfeste Oberflächen, ein Magnetfeldschutz oder druckfeste Gehäuse sinnvoll. Und falls es doch mal hart auf hart kommt, ist man perfekt ausgerüstet.

#1 der robusten Uhren – extrem stoßsicher: Bremont Waterman

Die Waterman von Bremont bietet eine zweite Zeitzone in Form eines 24-Stunden-Zeigers mit dreieckiger Leuchtspitze (Edelstahl, 43 mm, Eta 2893, Automatik, 4.995 Euro)
Bremont: Waterman

Der britische Hersteller Bremont lagert die Uhrwerke seiner Sportzeitmesser in einem federnden Kunststoffring, um Stöße und Vibrationen abzufangen. Deshalb eignet sich die bis 500 Meter wasserdichte Waterman nicht nur fürs Tauchen, sondern zum Beispiel auch für Mountainbike-Touren oder gewagte Skiabfahrten. Im Innern des 43 Millimeter großen Edelstahlgehäuses arbeitet das Automatikwerk Eta 2893 mit zweiter Zeitzone und Chronometerzertifikat. Die Uhr wird 300-mal gebaut und kostet 4.995 Euro.

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#2 der robusten Uhren – extrem wasserdicht: Rolex Deepsea

Rolex: Oyster Perpetual Deepsea

Die Druckfestigkeit kann eigentlich nicht hoch genug sein. Zwar erreichen selbst Berufstaucher höchstens Tiefen von 300 Metern, aber zum Wasserdruck kommt noch der Druck, der durch die Bewegung entsteht. Außerdem macht eine hohe Druckfestigkeit die Uhr robuster. Rolex baut mit der Deepsea eine Taucheruhr, die dank innovativer Technik eine hohe Druckfestigkeit mit einem tragbaren Gehäuse verbindet. Mit 44 Millimetern Durchmesser und 18 Millimetern Höhe hält die Uhr dem Druck noch in 3.900 Metern Wassertiefe stand. Das Gehäuse besteht aus drei Elementen: einem 5,5 Millimeter dicken Saphirglas, einem 3,28 Millimeter dicken Boden aus Titan Grade 5 und einem dazwischen liegenden Innenring aus Biodur-108-Stahl, auf dem beide aufliegen. Diese Materialien verformen sich unter Druck deutlich weniger als der Gehäusestahl, weshalb die Uhr flacher ausfallen kann. Seit 2018 baut Rolex die zweite Generation, nun mit dem automatischen Manufakturkaliber 3235, das die Gangreserve auf 70 Stunden erhöht, ohne die Robustheit des Werks zu beeinträchtigen. Ganz im Gegenteil: Die neue Hemmung hält Magnetfeldern besser stand. Das Zifferblatt mit Farbverlauf soll an James Camerons Tauchfahrt in den Marianengraben im Jahr 2012 erinnern. Für 12.100 Euro erhält man eine Uhr, die mehr aushält als man selbst.

#3 der robusten Uhren – extrem kratzfest: Damasko DA 43 Black

Damasko: DA 43 Black
Damasko: DA 43 Black

Von harten Oberflächen profitieren nicht nur Extremsportler, sondern wir alle. Während das übliche Saphirglas von Uhren mit 2.000 Vickers sehr kratzfest ist, sind Stahlgehäuse empfindlich: Die Vickershärte des meist verwendeten Edelstahls 316L liegt bei circa 220. Das Gehäuse der DA 43 Black von Damasko besteht dagegen aus eisgehärtetem, nickelfreien Edelstahl. Dadurch wird er viermal härter als herkömmlicher Stahl. Eine zusätzliche Damest-Beschichtung verhindert das Verkratzen der Oberfläche. Im Innern der 42-Millimeter-Schale arbeitet das Automatikkaliber Eta 2836, das dank eines Weicheisen-Innengehäuses vor Magnetfeldeinflüssen geschützt bleibt. Die kratzfeste Uhr kostet 1.610 Euro.

#4 der robusten Uhren – für extreme Situationen: Breitling Emergency

Breitling: Emergency
Breitling: Emergency

Wenn man in einem unbewohntem Gebiet notlanden muss oder die Segelyacht kentert, hilft eine robuste Uhr auch nicht mehr viel. Wer eine Breitling Emergency trägt, kann in dieser Situation jedoch Hilfe herbeirufen und bei der Ortung helfen: Die Multifunktionsuhr mit chronometergenauem Quarzwerk besitzt einen Notfunksender. Im Ernstfall schraubt der Träger den Sicherheitsknopf unten rechts am Titangehäuse auf und zieht die Antenne heraus. Der Mikrosender funkt dann 48 Stunden lang auf der Satellitenfrequenz 406 Megahertz und der Notpeilfrequenz 121,5 Megahertz. Dabei überträgt die Uhr eine eindeutige Kennung, anhand derer das Rettungszentrum feststellen kann, wer den Notruf sendet, und entsprechend meist auch, nach welcher Art von Fluggerät oder Schiff gesucht werden muss. Ein Suchflugzeug kann die Uhr aus 160 Kilometern Entfernung orten. Die Emergency hat schon über 20 Menschen das Leben gerettet; viele Jetpiloten tragen sie. Das Quarzwerk Breitling 76 bietet zahlreiche Funktionen. Die Uhr fällt mit 51 Millimetern Durchmesser sehr markant aus, wiegt aber dank des Titangehäuses nur 140 Gramm. Die zusätzliche Sicherheit kostet 14.790 Euro.

#5 der robusten Uhren – extrem magnetfeldgeschützt: Omega Seamaster Aqua Terra 150 M in Grün

Omega: Seamaster Aqua Terra 150M in Grün am Edelstahlband
Omega: Seamaster Aqua Terra 150M in Grün am Edelstahlband

Magnete sind schädlich für Uhren, denn Teile des Uhrwerks können dauerhaft magnetisch werden, was die Ganggenauigkeit beeinträchtigt. Die unsichtbaren Kräfte lauern auch im Alltag; sie gehen von Lautsprecherboxen oder Elektromotoren aus. Den besten Schutz davor bietet Omega mit seinen “Master Chronometer” genannten Manufakturwerken wie dem Automatikkaliber 8900 mit Co-Axial-Hemmung. Dort sorgen amagnetische Materialen dafür, dass die Uhren trotz Glasböden Magnetfeldstärken bis 15.000 Gauß aushalten. Dass ist 15-mal mehr, als ein Weicheisen-Innengehäuse erreicht. Die Omega Seamaster Aqua Terra 150M besteht aus Edelstahl und hat einen Durchmesser von 41 Millimetern. Das Modell hält bis 15 Bar wasserdicht. Am Edelstahlband kostet die Uhr 5.300 Euro.

#6 der robusten Uhren – extrem salzwasserbeständig: Oris Dive Control Limited Edition

Oris: Dive Control Limited Edition mit gelbem Kautschukband
Oris: Dive Control Limited Edition

Mit der Dive Control Limited Edition, einer Weiterentwicklung der ProDiver-Uhr, die für professionelle Taucher entwickelt wurde, kehrt Oris symbolisch in die Tiefen der Meere zurück. Denn die 51 Millimeter große Uhr ist bis 100 Bar druckfest, was den Verhältnissen in 1.000 Metern Wassertiefe entspricht. Das Gehäuse besteht aus salzwasserbeständigem Titan Grade 2, ist schwarz DLC-beschichtet und damit kratzfester als reines Titan. Die einseitig drehbare und minutengenau skalierte Lünette wird aus Keramik hergestellt und verfügt über das von Oris patentierte Rotation Safety System (RSS), eine spezielle Technik, die die drehbare Lünette während eines Tauchgangs sicher arretiert. Das Oris-Kaliber 774 basiert auf dem Sellita-Automatikwerk SW 500. Eine verblüffend einfache wie interessante Lösung stellt dabei der 60-Minuten-Chronographenzähler bei zwölf Uhr über eine doppelte Skalierung und einen Zeiger mit zwei unterschiedlichen langen Enden dar. Passend zu den gelben Akzenten kann die Uhr am knallgelben Kautschukband getragen werden, das zusätzlich zum schwarzen Band in einer wasserdichten Box ausgeliefert wird. Das Ganze gibt es nur 500-mal zum Preis von 4.800 Euro.

#7 der robusten Uhren – extrem unterdrucksicher: STOWA Flieger TESTAF T01

Stowa: Flieger TO1 TESTAF
Stowa: Flieger TO1 TESTAF

Während zu großer Druck zur Zerstörung der Uhr führt, kann zu wenig Druck das Gleiche bewirken. Ist der Außendruck viel geringer als der Innendruck, kann das Glas herausgedrückt werden oder sogar explodieren. So ein Druckabfall in einem hoch fliegenden Passagierflugzeug durch einen Defekt tritt etwa 40- bis 50-mal im Jahr auf. Der technische Standard für Fliegeruhren TESTAF zertifiziert, dass eine Armbanduhr die im Fluggerät vorhandenen Zeitmessinstrumente für den Piloten in vollem Umfang ersetzen kann. Dazu gehört auch, dass der Zeitmesser unterdrucksicher ist. Eine TESTAF-zertifizierte Fliegeruhr ist die Flieger TO1 TESTAF von Stowa. Das Modell besitzt ein 46 Millimeter großes Gehäuse aus Titan. Dieses ist 20 Bar wasserdicht und beherbergt das Automatikkaliber Eta 2824-2. Das Zifferblatt des Modells ist mattschwarz lackiert und mit nachtleuchtenden Indexen und Zeigern versehen. Am Lederband kostet die Dreizeigeruhr 1.650 Euro.

#8 der robusten Uhren – extrem temperaturresistent: Sinn 206 Arktis II

Sinn Spezialuhren 206 Arktis II
Sinn Spezialuhren: 206 Arktis II

Auch extreme Temperaturen können der Uhr gefährlich werden und sogar zum Stillstand führen. Daher benutzt Sinn bei der 206 Arktis II und bei anderen Modellen ein Spezialöl und achtet auf besondere Toleranzen. Das macht die Uhr im Bereich zwischen –45 und +80 Grad Celsius funktionssicher, was einer Steigerung um 50 Prozent entspricht. Jede einzelne Uhr wird auf diese extremen Temperaturen hin getestet. Vor 20 Jahren lancierte die Frankfurter Uhrenschmiede Sinn Spezialuhren das Vorgängermodell 203 Arktis als ersten Tauchchronographen mit der markeneigenen Temperaturresistenztechnologie. Nun kommt der Klassiker mit dem blauen Zifferblatt zurück und wurde um zwei Millimeter auf 43 Millimeter vergrößert. Das Edelstahlgehäuse ist bis 300 Meter wasserdicht, dank der Sinn-eigenen Ar-Trockenhaltetechnik vor Beschlag geschützt, unterdrucksicher und mit dem markentypischen unverlierbaren Drehring ausgestattet. Im Innern tickt – zwischen zwei Saphirgläsern – das Eta-Chronographenkaliber Valjoux 7750 mit Automatikaufzug, Datum und Wochentag. Die 206 Arktis II kostet mit geprägtem Rindslederband 3.490 Euro, mit Silikonband 3.660 Euro und mit Edelstahlband 3.670 Euro.

#9 der robusten Uhren – extrem hart im Nehmen: Victorinox I.N.O.X. Professional Diver

Victorinox: I.N.O.X. Professional Diver
Victorinox: I.N.O.X. Professional Diver

Ein Radlader und ein 64 Tonnen schwerer Panzer haben sie überfahren, sie wurde eingefroren und mit einem Brenner wieder freigeschmolzen, sie sauste an der Kufe eines Bobs einen Eiskanal hinab, wurde aus zehn Metern Höhe auf einen Steinboden fallen gelassen und überstand ein zweistündiges 90-Grad-Programm in der Waschmaschine. Das sind nur einige der 130 Tests, die die Victorinox I.N.O.X. im Prototypenstatus über ich ergehen lassen musste. Das für Taucher weiterentwickelte, bis 200 Meter wasserdichte Modell I.N.O.X. Professional Diver wurde zudem nach den entsprechenden Normen als professionelle Taucheruhr zertifiziert. Mit abnehmbarem Schutz aus transparentem Silikon und Nylon bleibt der 45 Millimeter große Sport- und Alltagszeitmesser sogar von Kratzern verschont. Das Ronda-Quarzwerk 715 sorgt für einen präzisen Gang. Für 589 Euro kann man mit der I.N.O.X. durch dick und dünn gehen.

#10 der robusten Uhren – extrem leuchtstark: Traser P68 Pathfinder Automatic

Traser: P68 Pathfinder Automatic
Traser: P68 Pathfinder Automatic

Eine Uhr für extreme Einsätze muss in jeder Situation schnell ablesbar sein. Bei der Nachtablesbarkeit kommt es auch darauf an, wie lang die Leuchtmasse durchhält. Manche Uhren lassen sich sogar nach acht Stunden noch entziffern. Bei längerer Dunkelheit geht aber auch moderner Superluminova-Leuchtmasse der Atem aus. Anders verhält es sich bei Tritiumgaslichtquellen. Das sind kleine, mit Tritium gefüllte Glasröhren, die innen mit einem Leuchtstoff beschichtet sind, der durch das schwach radioaktive Tritium zum Leuchten angeregt wird. Die Röhrchen strahlen auch nach Jahren in der Dunkelheit noch hell. Besonders beim Militär und in Spezialeinheiten werden Uhren mit Leuchtröhren gerne eingesetzt.

Leuchtstark: So sieht die Traser P68 Pathfinder Automatic bei Nacht aus
Leuchtstark: So sieht die Traser P68 Pathfinder Automatic bei Nacht aus

Traser vereint in der P68 Pathfinder Automatic Anzeigen mit der speziellen Technik und solche mit herkömmlicher Leuchtmasse. In dem 46 Millimeter großen PVD-beschichteten Edelstahlgehäuse der 899 Euro günstigen Automatikuhr tickt der Werkeklassiker Eta 2824. Das Mutterunternehmen von Traser namens MB-Microtec ist der weltweit einzige Hersteller von Tritiumgasröhren für die Uhrenindustrie. Luminox, Ball Watch und alle anderen Uhrenmarken, die auf diese Technik zurückgreifen, beziehen die winzigen Komponenten von dieser Schweizer Firma.

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Produkt: Download: Tudor Heritage Black Bay Bronze im Test
Download: Tudor Heritage Black Bay Bronze im Test
Das UHREN-MAGAZIN testete die Taucheruhr Tudor Heritage Black Bay Bronze.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Hier fehlt noch eine Empfehlung für eine Uhr, die besonders stoßempfindlich ist.

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  2. Hier fehlt noch die Mühle Glashütte SAR-Rescue-Timer.

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  3. Vor allem fehlt DIE robuste Uhr schlechthin (nur leider ist sie nicht mehr zu kaufen):
    CERTINA DS-2 (von 1968 – 1976)

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  4. Wo ist die Casio G-Shock Serie?

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  5. Hallo, liebe Redaktion und Uhrenfreunde;

    Alle Hersteller behaupten viel, wenn der Tag lang ist. Auf welche ernst zu nehmende sprich seriöse Art und Weise werden die Uhren getestet und damit diese vollmundigen Werbesprüche verifiziert? Bei Sinn, Stowa und Victorinox werden die Karten offen auf den Tisch gelegt, bei Casios G-Shock ist das sowieso seit langem obligatorisch. Und die übrigen? Alles nur zurechtgemachte “Me-toos”? Für eine dreiste, maximal ergiebige Angeltour a la Rolex in den Kundenbrieftaschen? Oder was?

    Hierzu ein durchaus praktisch relevantes Beispiel: Besonders wasserdichte, also druckfeste, Uhren in dem Bereich von Wr. 50 bar bis hin zu Wr. 800 bar müssen nicht zwangsweise gleichzeitig besonders stoßsicher sein, also z. B. einen Sturz von 2 bis 10 oder gar mehr Metern auf Eichenholzparkett oder sogar Beton folgenlos überstehen können und umgekehrt! Wie sieht es denn gleichzeitig (!), also bei der gleichen Testuhr (!), mit der Resistenz gegenüber Erschütterungen, Vibrationen, Kratzern, Feuchtigkeit, Chemikalien, Extremtemperaturen (sehr, sehr weit unterhalb 0 Grad C* bis sehr, sehr weit oberhalb +21 Grad C*) und extremen Druckschwankungen (Überdruck > 1 bar im stetigen, zyklischen Wechsel mit Unterdruck < 0,2 bar) bzw. mit einer Kombination all dieser unterschiedlichen Kennwerte aus? Einzig jene Uhrenmodelle, welche erfolgreich und kontinuierlich der DIN 8330 unterzogen werden, dürfen sich folglich "extrem" robust nennen, die übrigen, mit teilweise deutlichen und daher beachtenswerten Abstrichen oder finanziellen Kompromissen, höchstens "alltagstauglich", denn gerade der moderne Alltag bringt so manche unangenehme Überraschung für eine Uhr mit sich, das ist eine Binsenweisheit: Stürze, Schläge, Stöße, Wasserkontakt, Hitze, Kälte und so weiter, tagtäglich, jahrein, jahraus!

    Hier sehe ich deshalb, abgesehen von der "klassischen" und bisher absolut unübertroffenen, japanischen G-Shock-Technologie, einzig Sinn, Stowa (beide aus Deutschland) und von Victorinox (Schweiz) die I.N.O.X.-Modellreihe (und nur die!) in genau dieser Reihenfolge auf dem technologischen Siegertreppchen! Alle anderen, selbst die früher so berühmte, schweizerische Certina-DS(2 usw.)-Technologie sind aktuell weit abgeschlagen und bestenfalls auf die Plätze verwiesen worden. Alles Übrige sind mehr oder weniger überteuerte "Me-toos", Markengedöhns hin oder her. Da stimmt einfach das Gesamtpaket nicht!

    Prof. jur. Stiobhan MacHein

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  6. Da möchte ich ihnen in vollem Mass zustimmen!

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  7. Herr Prof. jur. Stiobhan MacHein,
    wie würden Sie als Experte dann die S.A.R. Rescue-Timer von Nautische Instrumente Glashütte beurteilen ?
    100 bar wasserdicht und 4mm Saphirglas finde ich nach wie vor stark … gut, das Uhrwerk sei mal dahin gestellt…
    Besten Dank & viele Grüße,
    Eduard Krämer

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  8. Ich finde, die Auswahl lässt sich verteidigen. Es durften nur 10 sein. Eine 20er Liste sähe anders aus. Sie verneinen nicht, dass es noch anderes gibt. Es sind Vorschläge. Das ist willkommen.

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  9. Hallo, Herr Krämer,

    ich habe Ihre Frage leider jetzt erst gelesen. Ich schätze die Mühle-Glashütte S.A.R. Referenz M1-41-03-KB/MB als Instrumentenuhr mit überflüssigerweise betont modischen Designelementen und einem, trotz “Spechthals”regulierung, eher mittelmäßigen Sellitakaliber SW 200-1 mit viel zu geringer Gangreserve von nur (!) 38 Stunden für eine Instrumentenuhr ein. Die sehr hohe Druckfestigkeit von 100 bar und damit weit überdurchschnittliche Wasserdichte bei einem 4 mm dicken Saphirdeckglas mag beeindruckend klingen, kann aber nicht über eine lediglich DIN ISO 1413 konforme Stoßsicherheit hinweg täuschen, das heißt, ein einziger Sturz vom Handgelenk auf den Boden (v. a. Asphalt, Beton usw.) oder ein harter Schlag gegen einen z. B. metallenen Türrahmen kann hier trotz allem ganz schnell das Ende bedeuten! Immerhin sind wenigstens noch die Bandstege verschraubt, was einen sicheren Halt unter normalen Tragebedingungen ermöglicht. Mein Fazit: Robust? Ja, aber absolut nicht extrem robust! Der UVP für die Variante mit Metallband (MB) liegt bei 1950.- Euro, jener für die Variante mit Kautschukband (KB) liegt bei 1850.- Euro; angesichts des verwandten Durchschnittskalibers SW 200-1 jedoch, sind diese Preise um ca. 45 % zu hoch angesetzt! Außerdem bezahlt man unnötigerweise das bei Laien begehrte Attribut “Made in Glashütte, Germany” lediglich aufgrund zweier marginaler Modifikationen, nämlich der Spechthalsregulierung (leicht veränderte Schwanenhalsregulierung) und dem “Glashütter Rotor” (ohne jeglichen, technischen Mehrwert) mit (ca. 20 % Preisaufschlag). Für den impressablen Laien klingt das nämlich auch immer ein wenig nach “Manufaktur”, ist aber nichts weniger als das! Der S.A.R.-Rescue”timer” (…ohne Zeitstopvorrichtung!) ist weder von der Technik noch vom Design her ein besonders überzeugender Entwurf, er ist einfach nur eine strapazierfähige Uhr unter vielen.

    Meilleures Salutations
    Prof. jur. Stiobhan MacHein

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