Produkt: Download: Glashütte Original Sixties im Test
Download: Glashütte Original Sixties im Test
Die neue Sixties aus der Retro-Kollektion von Glashütte Original zieht mit ihrem grünen Zifferblatt alle Blicke auf sich. Was hat die Uhr zu bieten?

5 aktuelle Taucheruhren und ihre historischen Vorbilder

Taucheruhren damals und heute

Bereits vor über 7.000 Jahren tauchten die ersten Menschen in den Tiefen der Ozeane nach Perlen. Doch erst Ende des 19. Jahrhunderts erschien die erste wasserdichte (Taschen-)Uhr. Wasserdichte Armbanduhren erschienen dann in den 1920er-Jahren in Form von Modellen mit speziellen Kronendichtungen. In den folgenden Jahrzehnten besaß die Taucheruhr einen reinen Gebrauchscharakter – sie diente lediglich als Hilfsmittel. Heute werden Taucheruhren längst nicht mehr nur zum Tauchen getragen. Ihr sportlicher Look begeistert auch Menschen, die sich an Land wohler fühlen als unter Wasser. Eine Taucheruhr ist heute mitunter modisches Statement, beliebtes Sammlerobjekt unter Uhrenfans oder einfach nur ein cooles Accessoire. Sehr beliebt sind Modelle, die wie ihre historischen Vorbilder aussehen. Gutes Design kommt eben nicht aus der Mode. Wir zeigen, welche Taucheruhren wieder aufgetaucht sind.

Aktuelle Taucheruhr #1 und ihr historisches Vorbild: Blancpain Fifty Fathoms

Blancpain: Fifty Fathoms - historische Uhr
Blancpain: Fifty Fathoms von 1953

1953 vorgestellt, war die Fifty Fathoms – noch vor der später im Jahr vorgestellten Rolex Submariner – die erste Taucherarmbanduhr im heutigen Sinne. Mit einer Druckfestigkeit bis 50 Faden („fifty fathoms“, gut 90 Meter) begleitete das Modell Kampftaucher der französischen Marine, deren Vorgesetzter Robert Maloubier eine Uhr nach seinen Vorstellungen in Auftrag gegeben hatte. Besonders praktisch war ihre beidseitig drehbare Lünette, die sich erst einstellen ließ, wenn man sie herunterdrückte. Auf diese Weise war die Tauchzeitanzeige gegen unbeabsichtigtes Verstellen gesichert. Blancpain entwickelte die Fifty Fathoms über die Jahre hinweg zu einer großen Uhrenfamilie. 2007 kam ein Dreizeigermodell heraus, das der Urversion am ähnlichsten sieht. Nun gibt es die Taucheruhr erstmals aus Titan. Die Uhr misst nach wie vor 45 Millimeter, besitzt eine dank Saphirglas kratzfeste Lünette und hält bis 300 Meter dicht. Das Manufaktur-Automatikkaliber 1315 bietet eine zusätzliche Datumsanzeige.

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Blancpain: Fifty Fathoms in Titan
Blancpain: Fifty Fathoms in Titan von 2019

Titan, Saphirglaslünette, 45 mm | wasserdicht bis 300 m | Weicheisen-Innengehäuse als Magnetfeldschutz | Manufakturkaliber 1315 mit Siliziumspirale, Automatik | 14.550 Euro

Aktuelle Taucheruhr #2 und ihr historisches Vorbild: Omega Seamaster Ploprof

Historische Omega Ploprof aus den 1970er Jahren
Omega: Seamaster Professional 600m von 1970

Im Jahr 1970 hieß sie noch Seamaster Professional 600m und war entsprechend bis 600 Meter wasserdicht. Den einstigen Spitznamen „Ploprof“ (eine Kurzform des französischen „plongeur professionnel“ für Profi- oder Berufstaucher) führte Omega erst bei der Neuauflage im Jahr 2009 offiziell als Modellnamen ein. Die neue Uhr besitzt wie damals den charakteristischen Knopf an der Gehäuseflanke, den man gedrückt halten muss, um die Lünette drehen zu können. Die heutige Seamaster Ploprof 1200M bietet, wie der Name schon sagt, eine Druckfestigkeit bis 1200 Meter. In der abgebildeten Titanversion, die es seit 2015 gibt und die die bullige Profitaucheruhr erstmals zum leichten Alltagsbegleiter macht, verschwindet das Datum vom Zifferblatt.

Omega Ploprof 1200M: Dank Titangehäuse und -band ist die neue Uhr trotz ihrer Größe besonders leicht
Omega: Seamaster Ploprof 1200M von 2015

Titan, Keramiklünette, 55 x 48 Millimeter | wasserdicht bis 1.200 Meter, Heliumventil | Manufakturkaliber 8912 mit Co-Axial-Hemmung und amagnetischen Werkteilen, Automatik, Chronometer | 10.600 Euro

Aktuelle Taucheruhr #3 und ihr historisches Vorbild: Seiko Prospex “The 1970 Diver’s Re-creation Limited Edition”

Seiko: Prospex Divers von 1970
Seiko: Automatic Diver’s von 1970

Die neue Retrotaucheruhr von Seiko mit der Referenz SLA033 misst mit 45 Millimetern ein wenig mehr als das Original aus dem Jahr 1970. Auch die Wasserdichtheit wurde von 15 auf 20 Bar erhöht. Das Edelstahlgehäuse weist einige Spezialitäten des Hauses auf, wie die „Super-Hard“-Beschichtung und die in Zaratsu-Technik von Hand polierte Lünette. Hinter dem schwarzen Zifferblatt tickt ein Manufakturkaliber mit 50 Stunden Gangreserve. Die Prospex „The 1970 Diver’s Re-creation Limited Edition“ ist auf 2.500 Exemplare limitiert.

Seiko: Prospex "The 1970 Diver’s Re-creation Limited Edition" SLA033
Seiko: Prospex “The 1970 Diver’s Re-creation Limited Edition” von 2019

Edelstahl, hartbeschichtet, 45 mm| wasserdicht bis 200 m | Manufakturkaliber 8L35, Automatik | 4.350 Euro, limitiert auf 2.500 Stück

Aktuelle Taucheruhr #4 und ihr historisches Vorbild: Certina DS Super PH500M

Die Certina DS Super H500M von 2020 und ihr historisches Vorbild
Die Certina DS Super H500M von 2020 und ihr historisches Vorbild

Die aktuelle Taucheruhr von Certina, die DS Super H500M, hat sich gestalterisch ein historisches Modell von 1968 zum Vorbild genommen. Die aktuelle Version ist mit einem orangefarbenen Zifferblatt und einer Wasserdichtheit bis 500 Meter ausgestattet. Damals wie heute präsentiert sich die Uhr mit einem Durchmesser von 43 Millimetern und kratzfestem Saphirglas. Die Drehlünette kann nur durch gleichzeitiges Drücken und lediglich in eine Richtung verstellt werden. Im Innern kommt mit dem Kaliber Eta Powermatic 80.611 moderne Technik zum Einsatz. Das Werk bietet eine Gangreserve von 80 Stunden und ist dank seiner Nivachron-Spiralfeder unempfindlich gegen magnetische Einflüsse, die den Gang der Uhr nachhaltig stören könnten. Bei der Entwicklung der Taucheruhr arbeitete Certina mit dem Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) zusammen, dessen Logo auf dem verschraubten Gehäuseboden zu sehen ist. Außerdem erhalten VDST-Mitglieder zusätzlich zum schwarzen Kautschukband zwei unterschiedlich lange schwarze NATO-Bänder mit Klettverschluss (Nicht-Mitglieder können diese dazukaufen). Die Preis-Leistung ist mit 895 Euro top.

Doppelte Sicherheit: Certina DS Super H500M
Doppelte Sicherheit: Certina DS Super H500M

Edelstahl, 43 mm | wasserdicht bis 500 m| Kaliber Eta Powermatic 80.611, Automatik | 895 Euro

Aktuelle Taucheruhr #5 und ihr historisches Vorbild: Glashütte Original SeaQ

Vergleich: Glashütte Original SeaQ und die Vintage-Uhr Spezimatic Typ RP TS 200
Vergleich: die historische GUB Spezimatic Typ RP TS 200 von 1969 und die Glashütte Original SeaQ von 2019

Mit der neuen Linie SeaQ erinnert Glashütte Original an die vor 50 Jahren lancierte Profitaucheruhr Spezimatic Typ RP TS 200. Das Modell SeaQ 1969 kommt der Spezimatic-Taucheruhr mit grüner Zeigerleuchtmasse und dem historischen Zifferblattaufdruck „25 Rubis – Shockproof“ besonders nahe. Die 39,5 Millimeter große Taucheruhr schützt das Manufakturkaliber bis 200 Meter vor eindringendem Wasser. Auf dem Vollgewindeboden befindet sich eine Dreizackgravur sowie die laufende Seriennummer. Diese Version der SeaQ ist auf 69 Stück limitiert.

Glashütte Original: SeaQ 1969 mit Kautschukband
Glashütte Original: die 2019 vorgestellte SeaQ 1969

Edelstahl, 39,5 mm | wasserdicht bis 200 m | Manufakturkaliber 39-11, Automatik | 8.500 Euro, limitiert auf 69 Stück

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im August 2016.

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Produkt: Download: Omega Seamaster Ploprof 1200M im Praxistauchtest
Download: Omega Seamaster Ploprof 1200M im Praxistauchtest
Omega hat seine markante Taucheruhr Seamaster Ploprof 1200M optimiert. Der Praxistest klärt, ob man mit ihr wirklich tauchen gehen kann.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Schade, dass die Certina nicht auch am Edelstahlarmband angeboten wird. Sonst sehr frische und hochwertig anmutende Uhr.
    Blancpain ist für mich eine wahre Ikone. Schön, wenn der Hersteller auch mal die FF unter 45mm Gehäusegrösse anbieten würde (ohne Limitierung), würde dann auch bei mir gerne gekauft werden.
    Blancpain sollte aber auch in die Endkontrolle investieren.
    Die Seiko ist nicht meins, Historie hin, oder her.
    Liegt bei einigen Händlern wie Blei und die Spekulanten sind mit dem Modell meiner Meinung nach auf die Nase gefallen.
    Was Glashütte betrifft, hätte man weniger ehrgeizig den Preis gestalten sollen. Selbst im Vergleich mit dem Branchenprimus – zugegebenermaßen nicht erhältlich (Rolex Seadweller) – 1.300€ teurer und vom Gehäuse noch nicht einmal so überzeugend am Handgelenk zu tragen.
    Manchmal ist es nicht klug auf Teufel komm raus auf die Retro Welle aufspringen zu wollen – zumindest kann man das Modell von Glashütte nahezu bei jedem Händler sofort mitnehmen.

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