Hands-on: Omega Seamaster Planet Ocean

Einzigartig: Die Omega Seamaster Planet Ocean im Dauertest am MRT

Martina Richter
von Martina Richter
am 4. Dezember 2017

Die Seamaster Planet Ocean repräsentiert wie keine andere Omega-Uhr das maritime Erbe der Marke. Aber hier tritt sie nicht zum Taucheruhrentest an. Wir setzen die als Master Chronometer zertifizierte Uhr über mehrere Monate einer magnetischen Dauerbelastung am und im Kernspintomographen aus.

Die Omega Seamaster Planet Ocean vor dem MRT-Test
Die Omega Seamaster Planet Ocean vor dem MRT-Test

Etwas skeptisch beäugt er die 43,5 Millimeter große Planet Ocean und tauscht sie nur ungern gegen die wesentlich elegantere Aqua Terra >15’000 Gauß mit dem schwarz-gelben “Tigerenten-Zeiger”, die er seit 2013 seine eigene nennt. Dr. Hans-Ulrich Röder ist Radiologe im schwäbischen Heidenheim und einer der Ideengeber für das Omega-Master-Chronometer-Projekt. Er habe sich schon immer eine Uhr gewünscht, die er ohne Bedenken bei der Arbeit in der Radiologie tragen kann, lässt er uns wissen, und deshalb das Thema mehr oder weniger zufällig mal an Omega herangetragen. Unser beabsichtigter Langzeittest am und im Kernspintomographen (MRT) ist für ihn also absolut alltagsrelevant.

Magnetfeldschutz hat Praxisrelevanz

Bei der Übergabe der Uhr ahnt Dr. Röder noch nicht, dass er sich mit dem Tauchboliden, dessen orangene Akzente auf dem grauen Zifferblatt, der Keramiklünette und an den Seiten des Kautschukbandes hervorragend zur Farbe seiner Praxis passen, sehr schnell anfreunden wird. Das Titangehäuse ist leichter und das Kautschukband angenehmer am Handgelenk als er zunächst vermutet. “Haptisch perfekt trotz Größe und Dicke”, stellt er kurzerhand pragmatisch fest. Angesichts starker Kontraste auf dem Zifferblatt ist die Zeit immer gut ablesbar, und nachts entfacht die Superluminova ein wahres Leuchtfeuer.
“Die Drehlünette rastet sicher”, urteilt Dr. Röder weiter, aber für Hemdmanschetten sei sie ein Killer. Na gut: Abends in der Oper gestatten wir den Wechsel zur Aqua Terra. Schließlich wartet das Chronometer-zertifizierte Omega-Manufakturkaliber 8900 in der Planet Ocean mit 60 Stunden Gangautonomie aus zwei Federhäusern auf. Da darf sie am Wochenende auch gern mal entspannt auf dem Nachttisch liegen bleiben.
Weit gefehlt. Schon am Sonntagmorgen muss sie wieder ran. Denn Dr. Röder schätzt inzwischen die Vorteile ihres Keramikdrehrings – nicht nur beim Tauchen und Schwimmen, wo dieser sich auch gut unter Wasser bewegen lässt und, ganz nebenbei bemerkt, die Uhr immer einwandfrei ablesbar bleibt. Der Arzt benutzt den Ring auch zur Zeitnahme beim Radfahren und Joggen, zum Eierkochen und Tee ziehen lassen, zur Kontrolle seiner Telefonate und zum Fußball schauen. Es handelt sich um die weltweit erste graue Keramiklünette aus Siliziumnitrid mit einer Tauchskala aus “Liquidmetal”, einer Legierung, die deutlich härter ist aus Stahl, nahtlos mit Keramik verschmilzt und besonders resistent gegenüber Kratzern und Korrosion ist.

Omega Master Chronometer haben besondere Magnetfeldresistenz

Über ihre Qualifikation als Taucheruhr hinaus, zu der neben der einseitig drehbaren Lünette auch die selbstblockierende, im Kronenrohr verschraubte Krone, ein besonders dickes, gewölbtes Saphirglas und eine bis 60 Bar druckfeste Gehäusekonstruktion beitragen, zeichnet sich die Planet Ocean als zertifiziertes Master Chronometer vor allem durch besondere Magnetfeldresistenz aus. Omega gibt die Unempfindlichkeit gegenüber Magnetfeldern bis 15.000 Gauß oder 1,5 Tesla an. Und in genau einem solchen Magnetfeld bewegt sich die Planet Ocean während unseres Tests über mehrere Monate in der radiologischen Praxis von Dr. Röder.

Die Omega Seamaster Planet Ocean am Handgelenk von Dr. Röder
Die Omega Seamaster Planet Ocean am Handgelenk von Dr. Röder

Zunächst kommt sie am Handgelenk ständig in den Randbereich des MRT-Gerätes und damit in ein oft wechselndes Magnetfeld. Dr. Röder vermerkt positiv die geringe Gangabweichung von maximal einer Sekunde am Tag, meistens sogar weniger. Aber dann muss die Uhr selbst ins MRT – auf einer Extremitätenspule und dann am Handgelenk des Arztes. Sie läuft unbeirrt weiter.

Die Omega Seamaster Planet Ocean im Wasser
Die Omega Seamaster Planet Ocean im Wasser

UHREN-MAGAZIN testet härter als der Uhrenhersteller

Dr. Röder ist beeindruckt und entwickelt schließlich die Idee, die Taucheruhr in ihrem Medium, also im Wasser, zu “untersuchen” – nicht zuletzt, um Beweisfotos aufzunehmen. “Aber von der Uhr wird man wenig sehen”, enttäuscht uns der Fachmann, “weil das Metall eine Signalauslöschung verursacht.” Das kenne er von medizinischen Implantaten aus Titan wie Hüftgelenksprothesen.

Die Omega Seamaster Planet Ocean im MRT
Die Omega Seamaster Planet Ocean im MRT

“Wir werden aber beweisen”, fährt Dr. Röder fort, “dass es die Uhr auch zentral im Magnet, in einer Spule mit geschalteten Messsequenzen und starken Gradienten-Feldern, die im Millisekundentakt wechseln, aushält. Wenn das klappt, sind wir die ersten, die so etwas zeigen.”

Wie der Test ausgegangen ist und alles weitere über Magnetfeldschutz bei mechanischen Zeitmessern erfahren Sie im kostenlosen Webinar “Ask the Expert”!

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Das Webinar findet am 13. Dezember 2017 von 17.30 Uhr bis 18.00 Uhr statt. Über den untenstehenden Link können Sie sich kostenfrei für das Webinar anmelden, indem Sie Ihre Mailadresse eintragen. Wichtig: Danach erhalten Sie eine Mail vom Watchtime.net-Shop. Bitte klicken Sie darin auf den Link “Download starten”, um sich ein PDF mit dem Zugang zum Webinar herunterzuladen. Im PDF finden Sie einen weiteren Link, über welchen Sie sich bitte als Teilnehmer registrieren. Erst dann erhalten Sie eine Mail vom Ebner Verlag mit dem Link, über welchen Sie sich am 13. Dezember in den Onlinevortrag einklinken können.

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