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Im Test: Ein außergewöhnliches Modell von Roger Dubuis – ohne Zifferblatt.

TAG Heuer: Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph mit neuartiger Carbon-Spiralfeder

Schon in diesem Jahr 120.000 eigene Spiralfedern geplant

TAG Heuer hat eine eigene Spiralfeder aus Graphen entwickelt. Das erste Modell mit dieser Spirale ist der Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph.

TAG Heuer: Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph
TAG Heuer: Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph

Ausgangsmaterial für die Spiralfeder bildet Kohlenstoff in der Form von Graphen. Aus der sechseckigen Wabenstruktur des Graphens (die Größe liegt im Nanometerbereich) wachsen auf einem Silizium-Wafer in einem CVD-Prozess (chemical vapor deposition) unter Zugabe von Gasen winzige Kohlenstoffnanoröhrchen, wobei die bestehenden Hohlräume mit amorphem Kohlenstoff aufgefüllt werden.

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Nach dem Abkühlen ergibt sich eine feste Struktur: Dies ist das Material, aus dem die TAG-Heuer-Spiralfeder besteht. Damit gibt es nach den bislang in der Uhrenindustrie verwendeten Spiralfedern aus Nickel-Stahl-Legierungen (Elinvar, Nivarox) und Silizium jetzt eine Spiralfeder aus einem weiteren Material. Ähnlich wie bei einer Silizium-Spiralfeder ist auch die Kohlenstoffspirale von TAG Heuer leicht, hart, vollständig amagnetisch und temperaturstabil.

TAG Heuer: eigene Spiralfeder aus Graphen
TAG Heuer: eigene Spiralfeder aus Graphen

Ebenfalls wie bei einer Siliziumspirale bildet sie ein einziges Stück inklusive der Spiralrolle im Zentrum, mit der die Spiralfeder auf der Unruhwelle befestigt wird, und sie ermöglicht ein konzentrisches “Atmen” der Spirale. TAG Heuer nennt einen weiteren Vorteil: Durch ihre Leichtigkeit – etwa 2,5-mal leichter als eine Siliziumspirale – und die geringe Dichte werde die Kohlenstoffspirale von der Erdanziehungskraft oder durch Stöße fast gar nicht beeinträchtigt. In Labortests habe man verschiedene Uhren mit bis zu 5000 g einen Meter tief auf eine harte Oberfläche fallen lassen, wobei sich Metall-Spiralfedern verbogen hätten und Silizium-Spiralen gebrochen wären, während die eigene Kohlenstoff-Spirale intakt geblieben sei. Auf jeden Fall macht sich TAG Heuer mit dieser Erfindung ein Stückweit von Belieferungen der Swatch Group (Nivarox-FAR) und anderen Spiralherstellern unabhängig.

Die Rückseite der TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph
Das Sechseckmuster auf dem Rotor des Kalibers 02T erinnert an die Wabenstruktur von Graphen

Die Kohlenstoffspirale, die vom TAG Heuer Institute unter Leitung von Guy Sémon erfunden und patentiert wurde, wird bereits in erstaunlich großen Stückzahlen von TAG Heuer produziert: Schon 2019 ist das Unternehmen nach eigenen Angaben in der Lage, bis zu 120.000 Kohlenstoff-Spiralen im Jahr zu produzieren – eine Zahl, die ab 2020 noch ansteigen soll. Dazu kommt, dass die Patente für Silizium-Spiralfedern noch bis Ende 2022 bei der Swatch Group, Rolex und Patek Philippe liegen, sodass diese Technologie für TAG Heuer im Augenblick nicht zur Verfügung steht.

So sieht der TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph am Handgelenk aus
So sieht der TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph am Handgelenk aus

Eingeführt wird das neue Bauteil in der neuen Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph, einem Automatik-Chronograph mit Tourbillon, angetrieben vom bereits bestehenden TAG-Heuer-Manufakturkaliber Heuer 02T. In Anlehnung an die hexagonale Wabenstruktur des Graphens findet man das Sechseckmuster auch auf dem durchbrochenen Zifferblatt, der Uhrwerksplatine, die von außen sichtbar ist, und der Rotorschwungmasse des Automatikwerks. Damit sich die Uhr optisch noch weiter von bisherigen Carrera-Modellen mit Tourbillon und Chronograph absetzt, sind mehrere Elemente in Neongrün gehalten, darunter der Tourbillonkäfig aus Aluminium, der Schriftzug “Nanograph”, der Start-Stopp-Drücker sowie die Zeigerspitzen des Chronographen und die Naht des Armbands, das außen aus Kalbsleder und innen aus Kautschuk besteht.

Die Unruh leuchtet: TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph
Die Unruh leuchtet: TAG Heuer Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph

Ein Novum in der Uhrenwelt ist auch die Unruh aus einer Aluminiumlegierung mit ihren Einsätzen aus Weißgold und ihren Einsätzen aus Superluminova, die die Unruh im Dunkeln leuchten lassen. Das 45 Millimeter große Gehäuse besteht aus schwarz PVD-beschichtetem Titan, die Lünette und die Schließe aus geschmiedeter Kohlefaser. Das Modell kostet 23.300 Euro. buc

TAG Heuer: Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph
TAG Heuer: Carrera Calibre Heuer 02T Tourbillon Nanograph

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Produkt: Download: Rolex Oyster Perpetual Yacht-Master im Test
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Das UHREN-MAGAZIN testet die Rolex Oyster Perpetual Yacht-Master.

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