IWC macht den ewigen Kalender alltagstauglich – und feiert damit 140 Jahre Mercedes-Benz
Mit der Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar ProSet 140 Years Mercedes-Benz verbindet IWC zwei Jubiläen: Vor 140 Jahren meldete Carl Benz sein Patent für das Automobil an und vor 100 Jahren fusionierten Daimler-Motoren-Gesellschaft und Benz & Cie. Doch für UhrenkennerInnen dürfte weniger die historische Symbolik als vielmehr das Kalendermodul interessant sein. Denn mit dem Anfang 2026 vorgestellten Perpetual Calendar ProSet entwickelt IWC ein Prinzip weiter, das die Marke seit Kurt Klaus’ ewigem Kalender von 1985 prägt: möglichst hohe mechanische Komplexität bei möglichst einfacher Bedienung.
ProSet: Ein ewiger Kalender, den man zurückstellen kann
Das zentrale Merkmal steckt bereits im Namen. Beim ProSet lassen sich sämtliche Kalenderanzeigen über eine einzige Kronenposition synchron verstellen – und zwar vorwärts und rückwärts. Für IWC ist Letzteres eine Premiere. Separate Korrekturdrücker entfallen ebenso wie der bei klassischen ewigen Kalendern mitunter heikle Einstellvorgang.
Die IWC Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar ProSet 140 Years Mercedes-Benz kombiniert ein schwarzes Zifferblatt mit goldenen Details und vier Kalenderanzeigen.
IWC SchaffhausenTechnisch basiert das durch vier Patente geschützte System vollständig auf Zahnrädern. Einige der dafür erforderlichen Bauteile besitzen derart komplexe Geometrien, dass IWC sie im LIGA-Verfahren mittels Lithografie und Galvanoformung fertigt. Das ist ein interessanter Kontrast zur Bedienung: Je komplizierter die Mechanik dahinter wird, desto weniger muss sich der Besitzer mit ihr beschäftigen.
Auf vier Hilfszifferblättern werden Datum, Wochentag, Monat und Mondphase dargestellt; hinzu kommt zwischen sieben und acht Uhr die IWC-typische vierstellige Jahresanzeige. Die Double-Moon-Anzeige berücksichtigt Nord- und Südhalbkugel und soll rechnerisch erst nach 1.040 Jahren um einen Tag vom tatsächlichen Mondzyklus abweichen.
Kaliber 82665 mit Pellaton-Aufzug
Angetrieben wird der Kalender vom automatischen Manufakturkaliber 82665. Es arbeitet mit einer Hemmung aus Nickel-Phosphor, Siliziumspirale und dem bidirektionalen Pellaton-Aufzug, dessen besonders beanspruchte Komponenten durch Keramik verstärkt werden. Die Gangreserve liegt bei 60 Stunden.
Das Edelstahlgehäuse misst 42 Millimeter im Durchmesser und kombiniert polierte und gebürstete Oberflächen. Schwarz und Gold bestimmen das Zifferblatt: Die Appliken bestehen aus massivem Gold, die Zeiger sind vergoldet; Superluminova verbessert die Ablesbarkeit. Bemerkenswert für einen ewigen Kalender ist auch die Wasserdichtigkeit bis 100 Meter.
Auf dem Saphirglasboden erinnert das historische Mercedes-Benz-Logo von 1926 an das 140-jährige Jubiläum des Automobils und die gemeinsame Geschichte von Daimler und Benz.
IWC SchaffhausenDie Mercedes-Benz-Hommage bleibt dabei vergleichsweise dezent. Auf dem Saphirglasboden erscheint das historische Markenzeichen von 1926, in dem der dreizackige Daimler-Stern mit dem Benz-Lorbeerkranz zusammengeführt wurde.
Mehr als eine weitere Mercedes-Sonderedition
Die Zusammenarbeit von IWC und Mercedes-AMG reicht bis 2004 zurück; seit 2013 fungiert IWC zudem als „Official Engineering Partner“ des Mercedes-AMG Petronas Formula One Teams. Entsprechend zahlreich sind inzwischen die gemeinsamen Modelle.
Die neue Big Pilot hebt sich davon jedoch ab, weil ihre technische Besonderheit nicht eigens für die Kooperation entwickelt wurde. Der ProSet-Kalender ist vielmehr eine grundlegende Weiterentwicklung innerhalb der IWC-Kollektion. Gerade deshalb passt er zum Jubiläum: Statt Mercedes-Benz lediglich über Farben und Logos zu zitieren, stellt IWC das Thema Ingenieurskunst in den Mittelpunkt.
Die IWC Big Pilot’s Watch Perpetual Calendar ProSet 140 Years Mercedes-Benz, Referenz IW329603, ist auf 140 Exemplare limitiert. Sie wird an einem schwarzen Kautschukband mit werkzeuglosem EasX-Change-System getragen und kostet 40.900 Euro.