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Lesedauer 3 Min.

Diese Felduhr von Micromilspec wurde von Soldaten mitentwickelt

Drei Jahre Praxistest statt Retro-Romantik: Für die neue Fieldmaster ließ Micromilspec 30 aktive Militärangehörige mitentscheiden. Herausgekommen ist eine 40-mm-Titanuhr mit Horage-Kaliber, über 100 Stunden Gangreserve und hoher Magnetfeldresistenz.
Die Micromilspec Fieldmaster 2026 im Nachtmodus, Zifferblatt, Lumicast
©  Micromilspec

Die klassische Felduhr ist eine der langlebigsten Gattungen der mechanischen Armbanduhr. Doch während sich viele aktuelle Modelle optisch und technisch an militärischen Vorbildern aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts orientieren, wählte Micromilspec für die neue Fieldmaster einen anderen Ansatz. Die norwegische Marke wollte herausfinden, wie eine professionelle Felduhr aussehen müsste, wenn ihr Lastenheft heute neu geschrieben würde.

Dafür fragte Micromilspec nicht nur Designer und Uhrmacher, sondern diejenigen, die eine solche Uhr tatsächlich im Einsatz tragen. Zwischen 2019 und 2022 nahmen 30 aktive Militärangehörige an einem dreijährigen „Field Test Program“ teil und erprobten Prototypen unter realen Bedingungen. Ihre Erfahrungen flossen anschließend in die Serienversion ein.

 

 

Wir wollten nicht unsere Interpretation einer Felduhr entwickeln. Wir wollten, dass uns die Menschen, die sie tatsächlich tragen würden, sagen, was sie können muss – und haben sie dann entsprechend gebaut. 

Micromilspec-Gründer und CEO Henrik Rye

40 Millimeter Titan und bewusst keine Drehlünette

Das Ergebnis ist eine Felduhr, die sich bewusst von historischen Vorbildern löst. Die Fieldmaster besitzt ein 40 Millimeter großes und 11,2 Millimeter hohes Gehäuse aus Grade-5-Titan. Micromilspec bietet zwei Ausführungen an: naturfarbenes, mikrogestrahltes Titan sowie eine dunkle Variante mit Gunpowder-DLC-Beschichtung. Die Wasserdichtigkeit beträgt 200 Meter.

ale versionen der Micromilspec Fieldmaster 2026

Die Fieldmaster lässt sich mit Titanarmband oder Kautschukbändern in verschiedenen Farben kombinieren.

©  Micromilspec

Bei der Gestaltung standen vor allem schnelle Ablesbarkeit und Funktionalität im Mittelpunkt. Das mattschwarze, körnig strukturierte Zifferblatt trägt entsprechend große Zeiger und Indizes, die mit Lumicast ausgeführt sind. Angezeigt werden Stunden und Minuten sowie kleine Sekunde und Datum. Auf eine drehbare Lünette verzichtet Micromilspec – ebenfalls eine Entscheidung, die aus dem Testprogramm hervorging.

Eine weitere Besonderheit findet sich auf der Rückseite: Die Anzeige der Gangreserve wurde vom Zifferblatt auf den Gehäuseboden verlegt. So bleibt die Vorderseite möglichst übersichtlich, ohne auf die zusätzliche Information verzichten zu müssen.

Die rückseite der Micromilspec Fieldmaster 2026

Der Sichtboden zeigt das Horage K3 mit über 100 Stunden Gangreserve.

©  Micromilspec

Horage K3 bietet mehr als 100 Stunden Gangreserve

Technisch wird die Fieldmaster vor allem durch ihr Uhrwerk interessant. In der Uhr arbeitet das automatische Horage K3, das speziell für Micromilspec konfiguriert wurde. Das Werk bietet eine Gangreserve von mehr als 100 Stunden und wird auf eine Gangabweichung von −4/+6 Sekunden pro Tag reguliert.

die Micromilspec Fieldmaster 2026 am handgelenk

Mit 40 Millimetern Durchmesser ist die Fieldmaster trotz ihrer robusten Ausstattung kompakt proportioniert.

©  Micromilspec

Noch wichtiger für den vorgesehenen Einsatzzweck ist die Magnetfeldresistenz. Hemmung und Spiralfeder bestehen aus Silizium. Nach Angaben von Horage bleibt das Werk bei Magnetfeldern von 15.000 Gauß und darüber hinaus präzise. Das ist insbesondere vor dem Hintergrund des Entwicklungsprogramms interessant: Zu den Rückmeldungen der Testpersonen gehörten Erfahrungen aus Arbeitsumgebungen mit Geräten, die starke Magnetfelder erzeugen.

Damit kombiniert die Fieldmaster Eigenschaften, die im Alltag einer modernen professionellen Uhr tatsächlich relevant sein können: geringes Gewicht, hohe Wasserdichtigkeit, sehr lange Gangreserve, gute Ablesbarkeit und eine ausgeprägte Resistenz gegenüber Magnetfeldern.

Micromilspec produziert die Fieldmaster in vergleichsweise kleinen Stückzahlen. Pro Ausführung sollen jährlich lediglich 75 Exemplare entstehen. Die Vorbestellungen starten ab sofort, die ersten Auslieferungen sind für Mai 2027 vorgesehen.

Am Kautschukband kostet die Fieldmaster 2.755 Euro, mit Titanarmband beträgt der Preis bei 2.900 Euro. Gerade das Horage K3 und die ungewöhnlich praxisnahe, über drei Jahre laufende Entwicklungsphase heben die Fieldmaster dabei aus dem inzwischen dicht besetzten Segment moderner Felduhren heraus.

Titan Uhr Armbanduhren limitierte Uhren-Editionen Limited Watches Automatikuhren

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