Czapek Promenade Transparencies Aqua Blue: Mechanik in Blau
Zwei Jahre nach der Promenade Transparencies Viridian Green stellt Czapek die Idee der totalen Transparenz in einer neuen Farbwelt vor. Bei der Promenade Transparencies Aqua Blue besteht das Zifferblatt erneut aus Saphirglas und eröffnet den Blick auf die Architektur des Uhrwerks. Dabei sorgt eine raffinierte Technik für den faszinierenden Blauton, der dazu einlädt, in dem mikromechanischen Kosmos einzutauchen.
Czapek Promenade Transparencies Aqua Blue
CzapekFarb-Alchemie auf dem Zifferblatt
Das Zifferblatt ist weder lackiert noch bemalt, und auch das Saphirglas selbst ist nicht gefärbt. Sein blauer Fumé-Verlauf entsteht durch Gasphasenabscheidung, einem Verfahren, bei dem auf der Unterseite der Saphirglasscheibe eine metallische Beschichtung in Form mikroskopisch kleiner Punkte aufgebracht wird. Diese haben einen Durchmesser von rund acht Mikrometern und sind damit um ein Vielfaches dünner als ein menschliches Haar. Die Dichte dieser winzig kleinen Punkte nimmt zum äußeren Rand des Zifferblatts hin zu und wird in Richtung der kleinen Sekunde bei 4:30 Uhr geringer. So entsteht der abgestufte Blauton, ohne die optische Klarheit oder die Transparenz der Mechanik zu beeinträchtigen, der die Kollektion ihren Namen verdankt. Das Ergebnis ist eine Saphirglasscheibe, die in ihrem Zentrum vollständig transparent bleibt und zum Rand hin zunehmend blickdicht wird.
Im Gegensatz zu den Stundenindexen aus Metall der ersten Promenade Transparencies präsentiert die Aqua Blue eine neue Spielart, bei der jeder Index aus einem Block hellblauer Superluminova gefertigt wird, der, wie auch die Stunden- und Minutenzeiger, bei Dunkelheit in einem hellblauen Farbton leuchtet. So bleibt die Farbkomposition auch im Dunkeln stimmig.
Czapek Promenade Transparencies Aqua Blue
CzapekÜberarbeitete Mechanik
Das durch beide Seiten des Gehäuses sichtbare Automatikkaliber SXH7 ist eine vollständig skelettierte Weiterentwicklung von Czapeks Kaliber SXH5. Es wurde gezielt so konstruiert, dass seine Architektur von der Zifferblattseite ebenso faszinierend wirkt wie durch den Sichtboden. Seine sieben Brücken verlaufen vom äußeren Rand nach innen und halten das Räderwerk. Die Gestaltung ist eine direkte Hommage an die charakteristische Mehrbrücken-Architektur der Taschenuhren von François Czapek aus dem 19. Jahrhundert. Die kleine Sekunde wurde jedoch auf ein Hilfszifferblatt bei 4.30 Uhr verlegt, sodass sie direkt vom Sekundenrad angetrieben werden kann. Gleichzeitig wurden Krone und Aufzugsmechanismus neu konstruiert, damit sie auf der Zifferblattseite korrekt positioniert werden konnten, und die Hemmung umgekehrt. Eine besonders faszinierende Komponente ist der aus recyceltem Platin gefertigte Mikrorotor, der auf der Höhe von 9 Uhr positioniert ist. (Entdecken Sie hier die besten Skelettuhren des Jahres.)
Da das Uhrwerk von beiden Seiten vollständig sichtbar ist, weist das Kaliber SXH7 durchgehend dasselbe hohe Niveau an Dekoration und Handfinissierung auf, anstatt die Veredelung allein auf die durch den Gehäuseboden sichtbare Seite zu konzentrieren. Skelettierte Sperrräder, sandgestrahlte Brücken, von Hand anglierte Innenwinkel und geschliffene Flanken werden auf Vorder- und Rückseite mit derselben Hingabe zum Detail bearbeitet.
Das SXH7 arbeitet mit einer Frequenz von 4 Hz beziehungsweise 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und bietet eine komfortable Gangreserve von 60 Stunden. Seinen Auftritt hat es im 38 Millimeter großen und 10,9 Millimeter hohen Edelstahlgehäuse, das auch bei den übrigen Modellen der Promenade-Kollektion zum Einsatz kommt. Es zeichnet sich durch geschwungene Bandanstöße und durchbrochene Gehäuseflanken aus.
Die Promenade Transparencies Aqua Blue ist auf 38 Exemplare limitiert und wird mit blauem Nubuck-Lederband bzw. Milanaisband angeboten. Der Preis beträgt 37.700 Euro.