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Blick ins Werk: Die besten Skelettuhren des Jahres

Skelettuhren zeigen 2026, wie vielfältig offene Mechanik heute sein kann: sportlich, ultraflach, farbstark oder hochkompliziert. Unsere Auswahl reicht von der zugänglichen Ba111od bis zu super exklusiven Modellen von Hublot, Hermès und H. Moser & Cie.
H. Moser & Cie.: Endeavour Tourbillon Skeleton

H. Moser & Cie.: Endeavour Tourbillon Skeleton

© H. Moser & Cie.

Skelettuhren leben vom Blick in die Mechanik – doch 2026 geht es längst nicht mehr nur darum, möglichst viel vom Werk freizulegen. Die spannendsten Neuheiten des Jahres zeigen sehr unterschiedliche Ansätze: Zenith öffnet seinen sportlichen El-Primero-Chronographen, Hermès verwandelt die Skelettierung in ein poetisches Motiv, und Hublot verbindet das Thema konstruktiv und erzählerisch über den Tennissport – verbunden mit einem Tourbillonkaliber. Daneben beweisen Marken wie Czapek, Rado, Ba111od oder H. Moser & Cie., dass offene Mechanik nicht auf eine einzige Stilrichtung festgelegt ist. Mal steht die technische Tiefe im Vordergrund, mal die handwerkliche Finissierung, mal die grafische Wirkung des Zifferblatts. Gemeinsam ist allen Modellen: Sie machen das Uhrwerk nicht nur sichtbar, sondern zum prägenden Teil der Gestaltung.

Zenith Chronomaster Sport Skeleton

Zenith: Chronomaster Sport Skeleton mit grüner Lünette und Stahlband

Zenith: Chronomaster Sport Skeleton mit grüner Lünette und Stahlband

© Zenith

Mit der Chronomaster Sport Skeleton öffnet Zenith 2026 eines seiner wichtigsten modernen Erfolgsmodelle – und rückt damit sein berühmtes Chronographenkaliber El Primero noch stärker ins Zentrum. Das 41 mm große Gehäuse bleibt der sportlichen Linie der Chronomaster Sport treu, doch das saphirene, rauchig getönte Zifferblatt gibt den Blick auf das skelettierte Automatikkaliber El Primero 3600 SK mit Zehntelsekundenstoppung frei. Trotz der offenen Architektur bleiben die typischen dreifarbigen Totalisatoren erhalten. Wer genau hinsieht, entdeckt bei 9 Uhr das aus Silizium bestehende Ankerrad. Genau wie das Schwestermodell aus Stahl mit schwarzer Lünette ist das Stahlband mit der neuen Faltschließe "Zenclasp" ausgestattet: Sie verfügt über einen integrierten Feineinstellmechanismus, mit dem man die Länge des Bandes in 2,5-Millimeter-Schritten anpassen kann, ohne die Uhr abnehmen zu müssen. 

Referenz 03.3130.3600/01.M3130 | Edelstahl mit grüner Keramiklünette, 41 mm | Kaliber El Primero 3600 SK, Automatik | 60 Stunden Gangreserve | 100 m wasserdicht | Edelstahlband mit mikroverstellbarer Faltschließe sowie zusätzliches schwarzes Kautschukband | 16.500 Euro

Rado: DiaStar Original Skeleton Limited Edition

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Rado: DiaStar Original Skeleton in Rot © Rado

Mit der DiaStar Original Skeleton Limited Edition bringt Rado 2026 eine seiner größten Designikonen in eine auffallend farbige Gegenwart. Die rote Version setzt den historischen DiaStar-Charakter besonders kraftvoll in Szene: Neben der roten Minuterie und dem gleichfarbigen Kautschukband sind Zeiger und Indexe mit grün leuchtendem Superluminova belegt, dazu sieht man Stahl- und Messingkomponenten des Automatikkaliber R808 (Basis Eta C07.901), das durch Front und Boden sichtbar ist und 80 Stunden Gangreserve bietet. Ihren unverkennbaren Ausdruck erhält die Uhr wie bei ihrem Start 1962 durch die überdimensionierte Lünette aus Ceramos (Verbundmaterial aus Hightech-Keramik und Metall) und das quadratisch facettierte Saphirglas. Beide garantieren zudem die für das Modell typische Kratzfestigkeit. Neben Rot bietet Rado die neue Skeleton Limited Edition auch in Blau sowie in einer grünen Version mit goldfarbener PVD-Ausführung an. Alle drei Farbvarianten – jeweils auf 555 Exemplare limitiert – geben dem berühmten Modell eine ungeahnte Frische.

Referenz R12169409 | Edelstahl mit Ceramos-Lünette, 38 mm | Kaliber R808, Automatik | 80 Stunden Gangreserve | 100 Meter wasserdicht | rotes Kautschukband mit Dornschließe | limitiert auf 555 Exemplare | 2.500 Euro

H. Moser & Cie.: Endeavour Tourbillon Skeleton

H. Moser & Cie.: Endeavour Tourbillon Skeleton

H. Moser & Cie.: Endeavour Tourbillon Skeleton

© H. Moser & Cie.

Ein Tourbillon ist ohnehin schon sehenswert. Aber in der vollständig skelettierten Form des Endeavour Tourbillon Skeleton demonstriert H. Moser & Cie. die ganze Schönheit der Mechanik. Das 40 mm große Rotgoldgehäuse gibt dem Manufakturkaliber HMC 814 einen klassisch-gediegenen Rahmen, anthrazitfarbene Brücken und Platinen verleihen dem Werk eine moderne Tiefe. Im Zentrum steht das fliegende Minutentourbillon bei 6 Uhr, ausgestattet mit einer patentierten Doppelspirale der Moser-Schwesterfirma Precision Engineering. Seinen Gegenpart bei 12 Uhr bildet das große, ebenfalls offengelegte Federhaus. Goldfarbene Zeiger für Stunden und Minuten nehmen die Gehäusefarbe auf und sorgen für ein insgesamt ruhiges Bild der Uhr, obwohl sie so viele Details sichtbar macht.

Referenz 1814-0400 | Rotgold, 40 mm | Kaliber HMC 814, Automatik | 72 Stunden Gangreserve | 30 m wasserdicht | dunkelbraunes Alligator-Nubuklederband | 102.300 Euro

Hermès: Arceau Samarcande

Hermès: Arceau Samarcande

Einblick durch den Pferdekopf: Hermès Arceau Samarcande

© Hermès/Joel Von Allmen

Die teilskelettierte Arceau Samarcande ist eine der charmantesten offenen Uhren des Jahres 2026. Hermès nutzt die Arceau-Linie, die Henri d’Origny 1978 mit ihren asymmetrischen, von Steigbügeln inspirierten Bandanstößen entwarf, als Bühne für eine besonders poetische Interpretation mechanischer Transparenz. Das Zifferblatt besteht aus Saint-Louis-Kristall und ist nicht vollständig geöffnet, sondern trägt einen Ausschnitt in Form eines Pferdekopfs – eine direkte Referenz an die Sattler- und Reitkultur des Hauses. Durch diese Öffnung fällt der Blick auf das Manufakturkaliber H1927 mit Minutenrepetition. Wer mehr sehen will, dreht die Uhr um: Durch den Saphirglasboden betrachtet man die Hämmer der Repetition und den fein dekorierten Mikrorotor. 

Referenz W408546WW00 | Weißgold, 38 mm | Kaliber H1927, Automatik | 48 Stunden Gangreserve | 30 m wasserdicht | Alligatorlederband in Bleu Encre mit Weißgold-Dornschließe | 280.000 Euro

Hublot: Big Bang Tourbillon Novak Djokovic GOAT Edition

Hublot: Big Bang Tourbillon Novak Djokovic GOAT Edition in Blau

Hublot: Big Bang Tourbillon Novak Djokovic GOAT Edition in Blau

© Hublot

Dass man das Thema Skelettierung auch sportlich interpretieren kann, zeigt Hublot mit der Big Bang Tourbillon Novak Djokovic GOAT Edition. Die Uhr gibt es in drei Farben, die für die wichtigsten Tennisbeläge stehen: Blau für Hartplatz, Orange für Sand und Grün für Rasen. Besonders spannend ist jedoch nicht allein das Gehäuse aus einem recycelten Verbundwerkstoff, in den Poloshirts und Tennisschläger von Novak Djokovic eingearbeitet sind, sondern die Konstruktion des Uhrwerks. Das selbstaufziehende Tourbillonkaliber HUB6035 verzichtet auf eine klassische massive Grundplatine und setzt stattdessen auf eine dreidimensionale, saitenartige Gitterstruktur, die an einen Tennisschläger erinnert – genau wie das Griffband-artige Lederarmband. Trotz ihrer 44 mm Durchmesser wiegt die Uhr nur 56 Gramm, sodass sie beim Tennisspielen nicht stört. Die Modelle sind nummeriert, aber nicht in der Produktion limitiert. Zunächst kommen 72 Modelle in Blau, 21 in Orange und 8 in Grün.

Referenz 429.QKB.0120.NR.DJO26 | recycelter Verbundwerkstoff, Gehäusemittelteil aus Titaplast, 44 mm | Kaliber HUB6035, Automatik | ca. 72 Stunden Gangreserve | 30 m wasserdicht | weißes Kalbslederband mit Griptape-Muster und Klettverschluss, zusätzlich weißes Kautschukband | 115.000 Euro

Ba111od: Chapter 7 Skeleton Anthracite

Ba111od: Chapter 7 Skeleton Anthracite

Ba111od: Chapter 7 Skeleton Anthracite

© Ba111od

Ba111od hat schon beim Thema Tourbillon bewiesen, dass man ausgefeilte Technik wesentlich preisgünstiger anbieten kann als andere Hersteller. Ähnlich zeigt es die Marke aus Neuchâtel auch beim Thema Skelettierung, und zwar bei der Chapter 7 Skeleton Anthracite. Das 40 mm große Edelstahlgehäuse mit anthrazitfarbener PVD-Beschichtung greift die sportlich-integrierte Linienführung der Chapter 7 auf, wirkt durch das offene Zifferblatt aber deutlich technischer und urbaner. Vertikale Schliffe, polierte Kanten und sandgestrahlte Flächen rahmen das sichtbare Soprod-Automatikkaliber P024 ein und geben der Uhr eine erstaunliche Tiefe. Auch das integrierte Stahlband mit werkzeugloser Feinverstellung passt zum Anspruch der Marke, Schweizer Mechanik zugänglich und tragbar zu machen. Damit ist die Chapter 7 Skeleton Anthracite eine der interessantesten Skelettuhren des Jahres – gerade weil sie den Reiz offener Mechanik mit einem vergleichsweise moderaten Preis verbindet.

Edelstahl, anthrazitfarben PVD-beschichtet, 40 mm | Kaliber Soprod P024 Skeleton, Automatik | 38 Stunden Gangreserve | 100 m wasserdicht | integriertes Edelstahlband mit anthrazitfarbener PVD-Beschichtung und werkzeugloser Feinverstellung | 1.450 Euro

Czapek Antarctique Révélation Titanium Cosmic Blue

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Czapek: Antarctique Révélation Titanium Cosmic Blue © Czapek

Mit der Antarctique Révélation Titanium Cosmic Blue übersetzt Czapek seine sportliche Luxuslinie in eine besonders technische Form der Transparenz. Das Modell basiert auf dem Gedanken, das Uhrwerk  umzudrehen und jene Komponenten sichtbar zu machen, die sonst unter Brücken und Platinen verborgen liegen. Dafür wurde das Manufakturkaliber SXH7 als Weiterentwicklung des SXH5 grundlegend überarbeitet: Hemmung und Sekundenstopp liegen auf der Zifferblattseite, die kleine Sekunde rückt auf 4:30 Uhr. Trotz der starken Öffnung bleibt die Uhr erstaunlich klar ablesbar, weil der periphere Anzeigenring in Cosmic Blue dem Blick eine feste Struktur gibt. Das Gehäuse und das integrierte Band bestehen aus Titan, was der Antarctique eine leichtere, sportlichere Präsenz verleiht.

Titan, 40,5 mm | Kaliber SXH7, Automatik, mit Mikrorotor aus recyceltem 950er-Platin | 60 Stunden Gangreserve | 120 m wasserdicht | integriertes Titanband mit Mikroverstellung und Easy-Release-System, zusätzliches Kautschukband nach Wahl | limitierte Jahresproduktion von 50 Exemplaren, zusätzlich 25 Exemplare in 38,5 mm | 42.000 Schweizer Franken zzgl. Steuern

Hublot Hublot Big Bang Hermès H. Moser & Cie. Czapek Rado Rado DiaStar Zenith Zenith Chronomaster

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