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Lesedauer 5 Min.

Für Weltreisende und Rockstars: Frederique Constants doppeltes Spiel

Frederique Constant lanciert einen überarbeiteten Classic Worldtimer Manufacture mit Kaliber FC-719 und 72 Stunden Gangreserve sowie zwei neue Manchette-Varianten.
Frederique Constant Classic Manufacture Worldtimer

Frederique Constant Classic Manufacture Worldtimer

© Frederique Constant

Zur Watches & Wonders in Genf zeigt Frederique Constant zwei Neuheiten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Der Classic Worldtimer Manufacture adressiert den versierten Globetrotter, der eine technisch ausgereifte Komplikation zu einem noch immer vertretbaren Preis sucht. Die Classics Manchette spricht eine gänzlich andere Klientel an: Schmuckuhren-Fans, die einen Hauch Rock ohne die übliche Glattheit klassischer Damenuhrenkollektionen wollen. 

Dass Frederique Constant beides gleichzeitig vorstellt, ist kein Zufall. Es ist das Bild einer Marke, die sich seit ihrer Gründung 1988 bewusst zwischen den Polen bewegt – technischer Anspruch hier, zugängliches Design dort.

Frederique Constant Classic Manufacture Worldtimer

Frederique Constant Classic Manufacture Worldtimer

© Frederique Constant

Classic Worldtimer Manufacture: Kaliber FC-719 – Was sich geändert hat 

Der Classic Worldtimer Manufacture ist kein Newcomer. Seit 2012 ist er Teil des Portfolios und hat sich als eines der erkennbarsten Modelle der Manufaktur aus Plan-les-Ouates etabliert. Was Frederique Constant jetzt vorstellt, ist eine substanziell überarbeitete Version. Das Herzstück der Neuauflage ist das Kaliber FC-719. Es ist das 35. intern entwickelte Uhrwerk seit Gründung des Unternehmens. Beim Vorgänger betrug die Gangreserve 38 Stunden. Das FC-719 schafft 72 Stunden – eine Steigerung um knapp 90 Prozent, ermöglicht durch eine längere Federhausfeder und eine überarbeitete Federlegierung. Bemerkenswert ist dabei, dass das Uhrwerk trotz des größeren Federhauses in ein verkleinertes Gehäuse passt: 40 statt 42 Millimeter Durchmesser.

Frederique Constant Classic Manufacture Worldtimer, Kaliber FC-719

Frederique Constant Classic Manufacture Worldtimer, Kaliber FC-719

© Frederique Constant

Frequenz und Aufbau bleiben mit 4 Hz und beidseitigem Automatikaufzug konstant. Ebenfalls geändert: Das neue Modell verzichtet auf eine Datumsanzeige. Was wie eine Reduktion wirkt, dient der Lesbarkeit. Die Worldtimer-Anzeige – 24 Zeitzonen simultan, Tag- und Nachtzonen über eine zweifarbige Scheibe unterscheidbar – erhält so optisch mehr Raum. Alle Funktionen sind über eine einzige Krone einstellbar. Korrektoren entfallen, was die Gehäusedichte erhöht und eine Wasserdichtigkeit von 5 ATM erlaubt. 

Kaliber FC-719 in der Finissierung 

Der Blick durch den Saphirglasboden zeigt Genfer Streifendekor im Sonnenschliff auf dem Automatikwerk, perlierte Brücken für Federhaus, Räderwerk und Unruh sowie eine satinierte, mit Schneckenmuster verzierte Schwungmasse. Das ist für ein Manufakturwerk in dieser Preisklasse ein solides handwerkliches Argument. Frederique Constant positioniert sich damit nicht als Kompromiss, sondern als ernsthafte Alternative zu Mitbewerbern, die für vergleichbare Komplikationen deutlich mehr verlangen. 

Gehäuse und Varianten 

Das neue 40-mm-Gehäuse ist in drei Varianten erhältlich. Die Basisversionen kommen mit austauschbarem Alligatorlederband oder dem neuen fünfgliedrigen Stahlarmband, das aus drei satinierten und zwei hochglanzpolierten Gliedern aufgebaut ist. Die Zifferblätter zeigen blau-graue Ozeane und Kontinente in gekörntem Relief – eine Komposition, die funktionale Ablesbarkeit mit Tiefenwirkung verbindet. Die dritte Variante ist auf 88 Exemplare limitiert, individuell graviert und mit 70 Diamanten auf der Lünette sowie 12 diamantbesetzten Indizes ausgestattet (0,785 Karat gesamt). Die Zahl 88 ist kein Zufall: Sie verweist auf das Gründungsjahr der Maison. Dieses Modell richtet sich an Sammler, für die eine limitierte Auflage mit Manufakturwerk und Komplettierung durch Edelsteinbesatz ein nachvollziehbares Wertargument darstellt. 

Die Worldtimer-Komplikationen gibt es in verschiedenen Preisklassen. An der Spitze stehen Häuser wie Patek Philippe oder A. Lange & Söhne. Für Käufer, die eine echte Manufakturkomplikation ohne fünfstellige Preisschilder suchen, ist das Segment dünn. Frederique Constant besetzt dieses Feld konsequent – und tut das seit 2012 mit stetig verbesserter technischer Basis. Das FC-719 ist der bisher überzeugendste Stand dieser Entwicklung. 

Die Referenzen FC-719BLW3H6 starten bei 4.995 Euro; die auf 88 Stück gefertigte Referenz FC-719LBWD3DH6 88 Stück liegt bei 7.995 Euro; die Referenz FC-200TU1MC5B kostet 1.995 Euro, die FC-719BLW3H6 4.995 Euro.

Frederique Constant Classics Manchette

Frederique Constant Classics Manchette

© Frederique Constant

Classics Manchette: Zwei neue Varianten 

Die Classics Manchette ist eine andere Art von Uhr. Kein Manufakturwerk, kein technischer Anspruch im klassischen Sinne. Sie ist ein Armband, das zufällig auch die Uhrzeit anzeigt – zumindest dem Formfaktor nach. Das Clou-de-Paris-Motiv auf Lünette und Gehäuse, die minimalistischen Zeiger ohne Indexe, das schmale, am Handgelenk anpassungsfähige Bracelet: All das entspricht der Kategorie Schmuckuhr. Was die Manchette aus der Masse abhebt, ist nun Farbgebung. 

Zur Watches and Wonders präsentiert Frederique Constant zwei neue Varianten. Die erste setzt auf ein türkisfarbenes Mineralzifferblatt in Goldgehäuse – jedes Zifferblatt ist ein Unikat. Die zweite kommt mit mintgrünem Sonnenschliff-Zifferblatt in Stahlgehäuse. Beide Varianten setzen Farbe als Designargument ein, wo andere Häuser auf Zurückhaltung setzen. Die Maße sind gleichgeblieben mit 25.7 mm Durchmesser und einer Bauhöhe von 6.45 mm.

Die Manchette-Linie hat seit ihrer Einführung ein loyales Segment angesprochen: Trägerinnen, die keine klassische Damenuhr wollen, aber auch keine sportliche. Das neue Mintgrün-Modell mit Stahlarmband (1.295 Euro) dürfte ebenso leicht einsetzbar sein im Alltag wie die Goldvariante (1.995 Euro). Beide Modelle sind keine limitierten Editionen und damit dauerhafter Bestandteil des regulären Sortiments. 

 

Frederique Constant bleibt mit beiden Neuheiten seinem Prinzip treu: Swiss Made mit messbarem technischen Inhalt zu einem Preis, der nicht voraussetzt, dass der Käufer ein gut dotierter Sammler ist. Der Classic Worldtimer Manufacture FC-719 ist das stärkste Werkargument, das die Manufaktur bisher für diese Komplikation vorgelegt hat. Die Classics Manchette ist eine Ergänzung, die zeigt, dass die Marke ihre eigene Sprache auch jenseits der Komplikationsuhren spricht.

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