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Lesedauer 3 Min.

Schwarze Materie fürs Handgelenk: Urwerk – UR-230 „Black Star“

Wenn Zeit im Gravitationsfeld der Dunkelheit verschwindet
Urwerk – UR-230 „Black Star“, ausgefallene Automatikuhr in Schwarz mit Kautschukband

Urwerk – UR-230 „Black Star“

© Urwerk 

Mit der UR-230 „Black Star“ schließt Urwerk das Jahr nicht nur mit einem Ausrufezeichen, sondern mit einem kosmischen Ereignis ab. Tiefschwarz, absorbierend und zugleich lebendig, markiert dieses Modell den finalen Akt der UR-230-Trilogie – nach der rauen Carbon-Textur der „Eagle“ und dem mineralischen Weiß der Keramik-„Polaris“. 

 

Urwerk – UR-230 „Black Star“, ausgefallene Automatikuhr in Schwarz mit Kautschukband

Urwerk – UR-230 „Black Star“

© Urwerk 

Eigens entwickeltes Gehäusematerial

Die visuelle Kraft der UR-230 „Black Star“ beruht auf einem eigens für Urwerk entwickelten Gehäusematerial: einer hochkomplexen Verbundkeramik, die Keramikfasern, Glasfasern und Karbonfasern in einer Polymermatrix vereint. Das Ergebnis ist eine glänzende, reliefartige Oberfläche mit einer tiefschwarzen Textur, durchsetzt von feinen Lichtpunkten. Dieses Material ist ebenso ästhetisch wie anspruchsvoll. Keramik ist makellos und präzise, aber auch gnadenlos zerbrechlich. Genau deshalb musste das Herz der Uhr besonders geschützt werden. Das Kaliber UR-7.30 sitzt in einem hermetischen Titancontainer, konzipiert wie ein mechanischer Hochsicherheitstrakt. Ein Mittelteil aus Verbundkeramik sowie ein Titanboden mit schwarzer DLC-Beschichtung bilden zusätzliche Schutzschichten um das Werk.

Künstlerischer Anspruch

Während die „Polaris“ den Polarstern zitierte, verweist die „Black Star“ auf das Gegenteil: die interstellare Leere. Künstlerischer Leiter Martin Frei beschreibt das Schwarz dieser Uhr nicht als Abwesenheit, sondern als aktiven Raum. In der Astrophysik bezeichnet ein „Black Star“ einen kollabierten Stern, der Licht fast vollständig absorbiert, es aber an seiner Grenze wieder freigibt. Genau dieses Spannungsfeld übersetzt die Manufaktur in Uhrmacherei. Das Schwarz der UR-230 „Black Star“ rahmt das Licht, lenkt es und lässt es gezielt hervortreten. Superluminova-Markierungen, farbig akzentuiert und von Hand aufgetragen, treten dabei aus der Dunkelheit hervor.

 

Urwerk – UR-230 „Black Star“, ausgefallene Automatikuhr in Schwarz mit Kautschukband

Urwerk – UR-230 „Black Star“

© Urwerk

Zeit in Bewegung

Im Inneren arbeitet eine der markantesten Komplikationen der Marke: die Satellitenanzeige mit vagabundierenden Stunden. Drei würfelförmige Stundensatelliten rotieren auf einem zentralen Karussell und passieren nacheinander eine 120-Grad-Minutenanzeige. Die aktive Stunde wird von einem retrograden 3D-Minutenzeiger begleitet, der die Skala von 0 bis 60 durchläuft. Nach Ablauf einer Stunde springt der Zeiger augenblicklich zurück auf null, um den nächsten Satelliten zu empfangen. Diese mechanische Choreografie ist nicht nur technisch anspruchsvoll, sondern Ausdruck der Urwerk-DNA: Zeit wird nicht angezeigt, sie bewegt sich.

Doppelturbinensystem

Der automatische Aufzug des Kalibers UR-7.30 wird durch ein exklusives Doppelturbinensystem reguliert. Eine Turbine absorbiert externe Stöße, während die zweite den Luftstrom des Rotors kontrolliert – vergleichbar mit einer aerodynamischen Bremse. Über eine Steuerung auf der Rückseite lässt sich die Rotorlast feinjustieren oder der Automatikaufzug vollständig deaktivieren, um auf Handaufzug umzuschalten. Zwei symmetrische Anzeigen bei elf und ein Uhr informieren über den Status dieses Systems. Die Technik wird hier bewusst inszeniert.

Ende und Anfang

Mit der UR-230 „Black Star“ vollendet Urwerk die Kollektion 230. Sie ist Schlussstrich und Übergang zugleich – das Ende einer gestalterischen Trilogie und der Auftakt neuer Abenteuer. Limitiert auf lediglich 35 Exemplare und mit einem Preis von umgerechnet rund 160.000 Euro positioniert sich die „Black Star“ klar als Sammlerstück für Kenner ausgefallener Uhrmacherei.

 

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