Van Cleef & Arpels Lucky Spring: Der Schmetterling landet
Seit 2021 widmet sich die Kollektion Lucky Spring dem Erwachen der Natur. Was damals mit einem Marienkäfer auf Roségold begann – flankiert von Pflaumenblüten, Maiglöckchen und zartem Blattwerk – wächst in diesem Jahr um ein Motiv, das tiefer in der DNA von Van Cleef & Arpels verwurzelt ist, als viele vermuten: den Schmetterling. Erstmals taucht er in den Verkaufsarchiven des Hauses bereits 1906 auf, damals in Perlen, Rubinen und Smaragden gefasst. Mehr als ein Jahrhundert später kehrt er in die Lucky Spring zurück – und diesmal in Gelbgold.
Die Entscheidung für Gelbgold ist keine kosmetische. Sie verändert die Stimmung der gesamten Kollektion. Wo Roségold Wärme durch Weichheit erzeugt, arbeitet Gelbgold mit Strahlkraft und Kontrast. Das Sonnenlicht, das durch ein frisch belaubtes Blätterdach fällt, lässt sich damit treffender einfangen als mit jedem anderen Material. Fünf neue Kreationen umfasst die Erweiterung: eine lange Halskette, ein Armband mit fünf Motiven, ein Clip, ein Zweifinger-Ring und ein Paar Ohrringe.
Der Schmetterling ist bei Van Cleef & Arpels kein Trend, sondern ein Motiv mit Kontinuität. In den 1970er-Jahren, inspiriert von der Gegenkultur, entstanden reduzierte, symbolhafte Versionen auf langen Halsketten. Später etablierte das Haus das Mystery Set – eine 1933 patentierte Technik, bei der Steine ohne sichtbare Fassung gesetzt werden und den Flügeln eine samtige Geschlossenheit verleihen. Heute lebt diese Tradition in der Haute Joaillerie fort, in Stücken wie dem Ring Kallima oder dem Clip Onde Mystérieuse.
Van Cleef & Arpels Lucky Spring
Van Cleef & ArpelsDie Uhr: Wenn Mechanik auf Märchen trifft
Die eigentliche Zuspitzung der Kollektion findet sich jedoch nicht im Schmuck, sondern am Handgelenk. Mit der Lady Lucky Spring Butterfly erweitert Van Cleef & Arpels seine Poetic Complications um eine Kreation, die das Kunststück vollbringt, Uhrmacherei und Juwelierkunst so ineinander zu verweben, dass keine der beiden Disziplinen zurücktreten muss. Das 33-mm-Gehäuse in Gelbgold beherbergt ein mechanisches Automatikwerk mit retrograder Minutenanzeige und springender Stunde – eine Komplikation, die van Cleef & Arpels besonders narrativ einsetzt: Ein Schmetterling mit ausgebreiteten Flügeln bewegt sich im Laufe der Minuten langsam auf seinen Partner mit geschlossenen Flügeln zu. Zur vollen Stunde kehrt er in die Ausgangsposition zurück. Es ist eine kleine Szene, die sich stündlich wiederholt und dabei nicht an Wirkung verliert.
Das Zifferblatt aus guillochiertem weißem Perlmutt, in tiefem Blau lackiert, bildet den Hintergrund für drei Pflaumenblüten auf unterschiedlichen Ebenen. Die Öffnung für die Zeitanzeige ist in Form einer Maiglöckchenknospe ausgeschnitten. Krone, Lünette, Stundenindizes und Schließe sind mit Diamanten besetzt – ausschließlich in den Farben D bis F, Reinheit IF bis VVS.
Poliertes Gold auf allen Seiten – auch dort, wo es niemand sieht.
Van Cleef & ArpelsDie Schmetterlinge auf dem Zifferblatt sind mit Emaille verziert, einer Technik, die tief in der Geschichte des Hauses verwurzelt ist und deren handwerkliche Ausführung – gleichmäßige Farbschichtung, fehlerfreier Auftrag auf kleinstem Raum – zu den anspruchsvollsten in der Juwelierskunst zählt. Auch die Rückseite der Uhr trägt diesen Anspruch: Das Gold ist mit feinem Blattwerk für 5.200 Euro graviert, das Saphirglas mit Emaille-Blumenmotiven versehen. Gefertigt wird die Uhr vollständig in den Uhrmacherateliers von Van Cleef & Arpels in Genf.
Die Preise der Schmuckkolletion starten bei 5.200 Euro und gehen bis 21.600 Euro. Preis auf Anfrage für die Uhr.