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Lesedauer 3 Min.

Blau oder Weiß? Bianchets ultraflaches Tourbillon bekommt ein Keramikgehäuse

Mit der UltraFino Tonneau Ceramic überträgt Bianchet sein ultraflaches fliegendes Tourbillon erstmals auf ein vollständig integriertes Keramikdesign. Zur Premiere bei den Geneva Watch Days gibt es die Haute-Horlogerie-Uhr in Deep Blue und White.
Profil, Seitenansicht der Bianchet UltraFino Tonneau White Ceramic
©  Bianchet

Bianchet erweitert seine UltraFino-Familie um zwei besonders markante Modelle. Die neue UltraFino Tonneau Ceramic verbindet das charakteristische tonneauförmige Gehäuse der Schweizer Manufaktur mit Hightech-Keramik – und zwar nicht nur beim Gehäuse, sondern auch beim integrierten Armband. Zur Wahl stehen Deep Blue mit schwarzen Akzenten sowie White mit Details in Kobaltblau. Ihre Weltpremiere feiern beide Versionen bei den Geneva Watch Days.

Das Spannende daran ist weniger Keramik an sich als deren Umsetzung. Ein komplex geformtes Tonneau-Gehäuse mit nahtlos integriertem Keramikband ist vergleichsweise selten. Nach dem Sintern lässt sich das extrem harte Material nur noch mit diamantbestückten Werkzeugen bearbeiten. Bianchet kombiniert satinierte Flächen mit polierten Fasen und nutzt so die unterschiedlichen Lichtreflexe, um die Geometrie stärker herauszuarbeiten.

Zwei Farben, zwei sehr unterschiedliche Charaktere

Beim Deep Blue Ceramic trifft blau satinierte Keramik auf polierte Kanten, schwarze Elemente und ein schwarz PVD-beschichtetes Uhrwerk. Die White Ceramic dreht dieses Prinzip gewissermaßen um: Das weiße Gehäuse bildet den kontrastreichen Rahmen für ein kobaltblau PVD-beschichtetes Kaliber und weitere blaue Details.

Front der beiden Versionen der Bianchet UltraFino Tonneau

Die Bianchet UltraFino Tonneau Ceramic White kommt wahlweise mit integriertem Keramikband oder kobaltblauem Kautschukband

©  Bianchet

Beide Gehäuse messen 40 x 47,5 Millimeter und sind bemerkenswerte 8,9 Millimeter hoch. Ihre Proportionen folgen – typisch Bianchet – dem Goldenen Schnitt und einer von Fibonacci abgeleiteten Geometrie. Das integrierte Keramikband setzt die Linien des Gehäuses fort; zusätzlich gehört ein schnell wechselbares Kautschukband zum Lieferumfang. Die Wasserdichtigkeit beträgt fünf bar beziehungsweise 50 Meter.

Nur 3,85 Millimeter: Das Tourbillonkaliber UT01

Im Mittelpunkt steht jedoch das vollständig einsehbare Manufakturkaliber UT01. Das automatische fliegende Tourbillonwerk ist gerade einmal 3,85 Millimeter hoch und basiert auf einer Architektur aus Grade-5-Titan. Selbst der nicht magnetische Tourbillonkäfig bringt es lediglich auf 2,66 Millimeter Höhe. Ein aufgehängtes Federhaus und der zentrale Rotor tragen zur flachen Konstruktion bei.

Rückseite der blauen Bianchet UltraFino Tonneau Deep Blue

Durch den transparenten Gehäuseboden zeigt sich die aufwendige Architektur des ultraflachen Tourbillonkalibers UT01.

©  Bianchet

Trotz der filigranen Konstruktion ist das UT01 laut Bianchet auf Stoßbelastungen von bis zu 5.000 G ausgelegt und bietet 60 Stunden Gangreserve. Die skelettierten Titanbrücken werden von Hand anglisiert; ein goldener zentraler Rotor setzt einen zusätzlichen optischen Akzent. Damit versucht Bianchet, die klassische Finissage eines Haute-Horlogerie-Tourbillons mit einer durchaus alltagstauglich gedachten Konstruktion zusammenzubringen.

Die Bianchet UltraFino Tonneau Ceramic Deep Blue und UltraFino Tonneau Ceramic White kosten jeweils 77.520 Euro.

Luxusuhren Tourbillon

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