Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 5 Min.

Chopard bringt die L.U.C Full Strike ein zweites Mal in Saphir

Chopard legt die gläserne Minutenrepetition L.U.C Full Strike neu auf – fünf Exemplare, Gehäuse und Zifferblatt komplett aus Saphir, Werk in Roségold-PVD sichtbar gemacht.
Chopard L.U.C Full Strike Sapphire Edition 2

Chopard L.U.C Full Strike Sapphire Edition 2

© Chopard

Zehn Jahre nach dem Debüt der L.U.C Full Strike legt Chopard mit der Full Strike Sapphire Edition 2 die zweite komplett aus Saphirkristall gefertigte Version der Minutenrepetition auf. Fünf Exemplare sind es, jedes mit Gehäuse, Krone und Zifferblatt aus dem nachgebildeten Korund-Kristall, während das Kaliber 08.01-L mit einer rosé­goldenen PVD-Beschichtung auf Brücken und Platine versehen wurde. Der Unterschied zur ersten Sapphire-Ausführung liegt damit weniger im Konstruktionsprinzip als in der Farbgebung des sichtbar gemachten Werks.

Die technische Basis bleibt jene, mit der Chopard Manufacture Fleurier 2016 die Gattung der Minutenrepetitionen verändert hat: Gongs und Glas werden aus einem einzigen Saphirblock gefertigt, ohne Schrauben, Lötstellen oder Klebstoff. Das gesamte Glas wird so selbst zum Resonanzkörper, der Schwingungen direkt an die Luft abgibt – eine Konstruktion, die 2017 mit dem Aiguille d'Or, der höchsten Auszeichnung des Grand Prix d'Horlogerie de Genève, prämiert wurde und die 2022 in der Serie „Sound of Eternity" fortgeführt wurde. Dass Chopard das Prinzip nun ein zweites Mal in reinem Saphir umsetzt, ist auch als Fingerzeig zu lesen: Im 30. Jubiläumsjahr der Manufaktur Fleurier steht mit der L.U.C Grand Strike ohnehin die komplexeste Uhr in der Firmengeschichte im Programm, entwickelt über mehr als 11.000 Stunden und durch zehn Patente abgesichert. Die Sapphire Edition 2 markiert daneben die kleinere, aber völlig sichtbarere Demonstration desselben akustischen Know-hows.

Ein Gehäuse ohne Kaschierung

Mit 42,50 Millimetern Durchmesser und 11,55 Millimetern Höhe bewegt sich das Gehäuse im für Repetitionen mit Sichtwerk üblichen Rahmen. Bemerkenswert ist die Konsequenz, mit der Chopard das Materialkonzept durchzieht: Nicht nur Gehäuseband, Lünette und Boden sind aus Saphir, auch die Krone samt integriertem Schlagwerk-Drücker sowie das durchbrochene Zifferblatt bestehen aus demselben Kristall. Mit einer Härte von 9 auf der Mohs-Skala bringt Saphir dabei nicht nur Kratzresistenz, sondern auch die Transparenz, die für das Konzept der Uhr notwendig ist – der Blick auf die 533 Komponenten des Kalibers bleibt dadurch von vorne wie von hinten uneingeschränkt.

Dass Lesbarkeit trotz der gläsernen Konstruktion nicht zur Nebensache wird, zeigt sich an der direkt in den Kristall gravierten Bahnengliederung für die Minuten sowie an rhodinierten, chevronförmigen Stundenindizes. Eine konzentrische Gangreserveanzeige, die zwischen der Energie für das Gehwerk und jener für das Schlagwerk unterscheidet, sitzt bei 2 Uhr – ein Detail, das bei Repetitionen mit ihrem separaten Kraftspeicher für das Schlagwerk praktische Relevanz hat und nicht nur dekorativ gedacht ist.

Handaufzug mit patentierter Regulierung

Das Kaliber 08.01-L ist ein Handaufzugswerk mit 37,20 Millimetern Durchmesser, 7,97 Millimetern Höhe und einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Die Gangreserve liegt bei 60 Stunden, wobei ein eigenes Federhaus für das Schlagwerk reserviert ist – eine Trennung, die bei Minutenrepetitionen dafür sorgt, dass die Energie für das Läutwerk nicht mit jener für die Zeitanzeige konkurriert.

Interessanter als die reinen Kennzahlen ist die Regulierung der Schlagsequenz. Ein patentiertes System zur Reduzierung der Pausen zwischen den Schlägen arbeitet hier mit einem trägheitsregulierten Hemmungsorgan zusammen, das den Rhythmus des Schlagwerks unabhängig von der Komplexität der jeweiligen Sequenz konstant hält. Chopard nennt daneben weitere, teils noch ausstehende Patente: eine Klinkenradkonstruktion, die die stillen Intervalle im Schlagablauf eliminiert, sowie ein Aktivierungssystem, das die Schlagwerk-Mechanik vor unsachgemäßer Drückerbetätigung schützt.

Zertifiziert ist das Werk sowohl durch die COSC (Gangabweichung zwischen -4 und +6 Sekunden pro Tag über 15 Testtage in fünf Lagen und drei Temperaturbereichen) als auch durch den Genfer Siegel-Poinçon de Genève, der über die reine Chronometrie hinaus Fertigung, Justage und Schalung im Kanton Genf verlangt. Die Kombination beider Zertifizierungen bei einer Komplikation dieser Art ist selbst im oberen Preissegment nicht selbstverständlich.

Chopard L.U.C Full Strike Sapphire Edition 2

Chopard L.U.C Full Strike Sapphire Edition 2

© Chopard

Optik: Roségold als Differenzierung

Der wesentliche Unterschied zur ersten Sapphire Edition liegt in der PVD-Beschichtung von Brücken und Platine in Rosé-Gold (5N), ergänzt durch das Genfer Streifenmuster (Côtes de Genève) und eine Spiralfeder mit Phillips-Endkurve. Wo die ursprüngliche Ausführung das Werk in seiner metallischen Grundfarbe zeigte, verschiebt die Edition 2 die gesamte Sichtachse ins Warme – ein Eingriff, der weniger die Konstruktion als die Materialwirkung betrifft, aber gerade bei einem komplett durchsichtigen Gehäuse die Wahrnehmung der Uhr stark prägt.

Zifferblattseitig sorgt ein aufgesetztes Logoplättchen aus 18-karätigem Weißgold mit schwarzen Transfers für einen fixen Ankerpunkt inmitten der offenen Konstruktion, während Dauphine-Fusée-Zeiger für Stunden und Minuten sowie ein Baton-Zeiger für die kleine Sekunde bei 6 Uhr rhodiniert ausgeführt sind. Das Armband aus handgenähtem grauem Alligatorleder mit ebenfalls grauem Futter und einer Faltschließe aus poliertem und satiniertem, ethisch zertifiziertem 18-karätigem Weißgold vervollständigt die Ausstattung.

Einordnung

Mit fünf Exemplaren bewegt sich die L.U.C Full Strike Sapphire Edition 2 in einem Marktsegment, das nicht auf Stückzahlen, sondern auf technische Demonstration zielt. Für Chopard ist die Uhr weniger ein eigenständiger Neuentwurf als eine konsequente Fortschreibung dessen, was die Manufaktur seit der ersten Full Strike 2016 aufgebaut hat: das monoblocke Saphirsystem als akustische Kerntechnologie, ergänzt um Patente zur Regulierung des Schlagablaufs. Die Referenz 168604-9003 positioniert sich damit als aktualisierte, in der Werkfarbe veränderten Auflage einer bereits mehrfach ausgezeichneten Konstruktion.

 

Chopard Chopard L.U.C Saphirglas Minutenrepetition Uhren über 50.000 Euro

Neueste Beiträge

Vollkalender mit Augenzwinkern: Cadamomo 3 von Alexander Shorokhoff
Mit der dritten Auflage seines Vollkalenders Cadamomo interpretiert Alexander Shorokhoff die traditionsreiche kleine Komplikation neu – mit einigem Vergnügen.
4 Minuten
Foto-Report: Die schönsten Momente der WatchTime Düsseldorf 2026
Drei Tage voller Uhren, Begegnungen und besonderer Momente: Unser Foto-Report blickt zurück auf die WatchTime Düsseldorf 2026 – von der Ausstellung über Workshops und Bühnengespräche bis zu den entspannten Momenten abseits der Uhren.
2 Minuten
Nach 52 Jahren Quarz: Casio bringt die erste Automatik der Hauptlinie
Casio erweitert seine Kernmarke um die erste Automatikuhr: CMK-100 mit Volltitangehäuse, 38 mm, 10 bar, ab 299 Euro. Wie sich Casios erste Automatik der Hauptlinie im Einstiegssegment positioniert.
5 Minuten
31. Okt 2026
Top Thema:  Ball Engineer M Skindiver III – Mut zu neuen Spielregeln

Ball Engineer M Skindiver III – Mut zu neuen Spielregeln

- Top Thema
Formex AirField feierte Premiere auf der WatchTime Düsseldorf

Formex AirField feierte Premiere auf der WatchTime Düsseldorf

- Hotspot
WatchTime Magazin

Das aktuelle WatchTime Magazin

- Jetzt erhältlich

Das könnte Sie auch interessieren

Baselworld: Die ehemalige Leitmesse der Uhrenindustrie - Historie, Vorgänger, Nachfolger
Rund 100 Jahre lang waren die Baselworld und ihre Vorgängermessen der wichtigste Treffpunkt für die Uhrenindustrie. Wir blicken auf den jährlichen Branchenevent zurück, der als Leitmesse mittlerweile von der Watches and Wonders in Genf abgelöst wurde.
5 Minuten
29. Mär 2024
Rolex: So viel kostet ein Komplettservice - Von 640 bis 8.490 Euro
Was kostet die Revision einer Rolex beim Hersteller? Die Marke veröffentlicht inzwischen konkrete Preise für ihren Komplettservice. Wir zeigen, was man bei Datejust, Submariner oder Daytona zahlt, welche Preise die Konkurrenz bei vergleichbaren Modellen aufruft und was bei einer Komplettrevision tatsächlich geschieht.
8 Minuten
30. Okt 2026
Patek Philippe in Mailand: Sieben exklusive Limited Editions für Italien
Zur Watch Art Grand Exhibition in Mailand präsentiert Patek Philippe sieben Sondermodelle, die ausschließlich auf den italienischen Markt kommen. Das Spektrum reicht von einer Aquanaut und drei Calatrava-Varianten bis zum neuen Chronographen mit augenblicklichem ewigem Kalender und zwei Weltzeit-Minutenrepetitionen.
5 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige