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Lesedauer 3 Min.

Gérald Genta Minute Repeater: Ein akustisches Vermächtnis in Gelbgold

Gérald Genta enthüllt in Genf einen Minute Repeater – nur zehn Stück jährlich sind angedacht, ein klingendes Vermächtnis in Gold und Onyx.
Gérald Genta Minute Repeater

Gérald Genta Minute Repeater

© Gérald Genta

Genf im Spätsommer hat eine besondere Stimmung. Wenn sich während der Geneva Watch Days Sammler, Marken und Enthusiasten begegnen, liegt immer eine leise Erwartung in der Luft – diesmal allerdings begleitet von einem klaren, kristallinen Klang. Gérald Genta stellt ein neues Modell mit Minutenrepition vor, welches nicht nur eine Uhr ist, sondern ein klingendes Stück Geschichte. Die Komplikation war eine der liebsten von Monsieur Genta. Schon in den 1980ern baute er Repetitionsuhren, damals eine Rarität, und experimentierte mit Automatikversionen, wasserdichten Gehäusen und Kombinationen mit ewigem Kalender. Sein Ansatz war stets derselbe: Der Klang zählt. Das Gehäuse war für ihn kein Rahmen, sondern ein Resonanzkörper.

Gérald Genta Minute Repeater

Gérald Genta Minute Repeater

© Gérald Genta

Fast vier Jahrzehnte später führt La Fabrique du Temps Louis Vuitton diesen Gedanken weiter – und überrascht mit einer neuen Gehäuseform, die weich gepolstert wirkt, aber voller Spannung steckt. Keine scharfen Kanten, alles ist rund, fließend, ausgewogen. 40 Millimeter misst das Gelbgoldgehäuse, nur 9,6 Millimeter hoch – dünn genug, dass der Klang atmen kann. Die Wände sind teilweise auf 0,6 Millimeter reduziert, die Saphirglasstärke auf 0,8 Millimeter. Wer so konsequent das Gehäuse verschlankt, denkt wie ein Musiker am Instrument, nicht wie ein Ingenieur an der Werkbank. 

Gérald Genta Minute Repeater, Uhrwerk

Gérald Genta Minute Repeater

© Gérald Genta

Unter dem tiefschwarzen Onyx-Zifferblatt arbeitet das neue Handaufzugswerk GG-002, entwickelt inhouse von Enrico Barbasini und Michel Navas. Jede Komponente ist von Hand angepasst, die Gongs von Ohr und Hand abgestimmt. Das Resultat: ein Repetitionsklang, hell, klar, fast schon überraschend laut für ein Gehäuse dieser Größe. Über vier Wochen braucht ein Uhrmacher, um ein einziges Werk zu vollenden. Die Finissierung bewegt sich auf dem höchsten Niveau: anglierte Kanten, Genfer Streifen, Schneckenschliff – und als augenzwinkernde Hommage an Genta ein achteckiges Schwungrad.

Gérald Genta Minute Repeater

Gérald Genta Minute Repeater

© Gérald Genta

Auch das Design bleibt tief im Genta-Kanon verankert. Die doppelten Godrons am Gehäuse, die einzelnen Hörner für das Lederband, die polierte Repetitionsschiene – alles zitiert bekannte Codes, ohne in Nostalgie zu verfallen. Das Onyxzifferblatt wirkt wie ein schwarzer Spiegel, aus dem sich die goldenen Indexe erheben. Ein Detail, das Artistic Director Matthieu Hegi besonders betont: der Minutenkreis. Innen rund, außen der Kissenform folgend, so spielt er mit der Wahrnehmung. Ist das Zifferblatt wirklich rund? Oder suggeriert es doch eine andere Form? Die Gérald Genta Minute Repeater ist keine laute Uhr. Sie schreit nicht nach Aufmerksamkeit, sondern entfaltet ihre Wirkung im Moment, wenn der Klang durch das Goldgehäuse trägt.

Gérald Genta Minute Repeater

Gérald Genta Minute Repeater

© Gérald Genta

Sie ist auf zehn Stück pro Jahr limitiert – und damit genau das, was Sammler suchen: selten, technisch makellos und mit einer klaren Linie zurück zum Ursprung. So dürfte der Preis von 320.000 Schweizer Franken, exklusive Steuern – also umgerechnet circa 340.000 Euro – für die anvisierte Klientel kaum ein Hindernis darstellen. Vielleicht ist es das, was diese Uhr so besonders macht: Sie ist kein Re-Issue, kein Revival, sondern eine Weiterführung. Ein klingendes Kapitel in der Geschichte eines Mannes, der wie kein anderer Form und Funktion zusammengebracht hat.

Gérald Genta LVMH Schweizer Uhren Minutenrepetition Uhren über 50.000 Euro

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