Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 5 Min.

Trend: Uhren mit Metallarmband

Audemars Piguet: Royal Oak
Audemars Piguet: Royal Oak. Edelstahl, 41 Millimeter, Manufakturkaliber 4302, Automatik, 22.900 Euro
© Audemars Piguet
Metallbänder sind schwerer, teurer und komplizierter an den Armumfang anzupassen als Leder- oder Kautschukbänder. Trotzdem liegen sie voll im Trend. Die folgenden Abschnitte zeigen, warum. Außerdem geben wir Ihnen einen Überblick über aktuelle Uhren mit Metallarmband.

Metallbänder sind Game Changer

Ein Metallband ist nicht nur eine Entscheidung für Robustheit, Wasserfestigkeit oder Langlebigkeit – es verändert auch die Optik einer Uhr ganz entscheidend. Am deutlichsten fällt der Wandel bei Modellen auf, die Jahre oder Jahrzehnte als typische Lederbanduhren bekannt waren. Die TAG Heuer Monaco ist ein perfektes Beispiel: Es gab die 1969 geschaffene Chronographenikone im vergangenen halben Jahrhundert zwar hin und wieder mit Metallband, aber die meiste Zeit präsentierte sie sich doch am Lederband mit einem Hauch von Eleganz.
Seit Herbst 2020 gibt es sie (wieder) wahlweise mit einem markanten Stahlgliederband, das ihr zu einem besonders markigen Auftritt am Handgelenk verhilft. Die Optik orientiert sich am komplexen Monaco-Gehäuse: Matte Flächen wechseln sich mit glänzenden Partien ab, und am Rand fallen polierte Fasen ins Auge. 400 Euro Aufpreis kostet das Metallband mit flacher Doppelfaltschließe und Öffnungsdrückern im Vergleich zum bekannten Lederband mit der bekannten einseitig öffnenden Sicherheitsfaltschließe.

Armbänder aus Metall bieten Formenvielfalt

Wenn man spontan an Metallbänder denkt, kommen einem die möglichen Formen überschaubar vor: Wahrscheinlich stellt man sich drei Gliederreihen à la Rolex Oyster-Band vor, und vielleicht hat man vage auch noch fünf- oder gar siebenreihige Konstruktionen im Hinterkopf. Die Wirklichkeit ist jedoch viel variantenreicher.
So hat sich Zenith bei neuen Modellen wie der diesjährigen Chronomaster Revival A385 auf sein historisches „Leiterarmband“ zurückbesonnen, das zwar drei Gliederreihen besitzt, aber in der Mitte große Lücken lässt.
Breitling erinnert mit der 2020er Neuauflage seiner Chronomat an das in den Achtzigern verwendete Rouleaux-Band mit runden, durchgehenden Gliedern und Omega greift mit der neuesten Einsatzuhr von Daniel Craig alias James Bond die Tradition des Milanaisebands mit Geflechtstruktur (hier wie das Gehäuse aus Titan gefertigt) wieder auf.
Nomos dagegen hat das Thema Metallband von Grund auf neu überdacht und vor zwei Jahren für seine sportlichen Modelle eine hochfunktionale und dabei besonders angenehm am Arm liegende Konstruktion mit nahtlos aneinandergereihten Lamellen eingeführt.

Metallarmbänder sind perfekt für Golduhren

Armbänder aus Edelmetall, vor allem aus Gelb- oder Roségold, sind schon irgendwie speziell: Entsprechende Uhren fallen noch viel mehr auf als Goldmodelle am Lederband; der Preis steigt extrem, da im Armband – das man nach dem Uhrenkauf sogar noch kürzt! – mehr Gold steckt als im Gehäuse; und das Material ist in der Regel deutlich anfälliger für Kratzer als Leder, Kautschuk oder auch Edelstahl. Golduhren am Goldband sind eben ein Statement. Uhren, die eine Sammlung ergänzen. Uhren für seltene Anlässe. Und sicher auch Statussymbole.
Wer den Schimmer von Gold liebt, den Preis und die Kratzempfindlichkeit aber in Schach halten will, wählt eine Bicolor-Uhr. Besonders findig zeigt sich die Marke Tudor: Obwohl sie ganz allgemein durch ihr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt, fragt man sich bei den S&G-Modellen („steel and gold“) aber doch, wieso das Armband mit breiten goldenen Zwischengliedern nur 1.120 Euro Aufpreis zum Leder- oder Textilband kostet.
Die Antwort ist einfach: Es handelt sich um vergoldeten Edelstahl. Das wird klar, wenn man die Uhr von der Seite betrachtet und die stahlfarbenen Flanken der Mittelglieder entdeckt. Eine ebenfalls goldfarbene, aber nicht goldene Lösung bietet Oris: Seit 2020 gibt es hier Bronzeuhren mit Bronzebändern. Andere Hersteller verzichten lieber darauf, die mit Luft und Feuchtigkeit reagierende Kupferlegierung großflächig mit der Haut in Kontakt zu bringen, aber Oris verfolgt das Thema Bronzearmband auch in diesem Jahr weiter.
Das Ergebnis ist eine Uhr, die fast wie ein Roségoldmodell aussieht, aber Vorteile in Sachen Preis und Alltagstauglichkeit bietet. Gewollter Nebeneffekt: Nicht nur die Schale, sondern eben auch das Armband setzt mit der Zeit die für Bronze typische Patina an.

Uhren mit integrierten Metallarmbändern 

Die bisher gezeigten Gliederbänder lassen sich wie Lederbänder montieren – und somit auf Wunsch durch diese ersetzen. Integrierte Metallbänder besitzen dagegen fest mit dem Gehäuse verbundene Anfangsglieder. Zwar gibt es auch für solche Konstruktionen bisweilen Ersatz aus Leder oder Kautschuk. Die gestalterische Basis ist aber immer die Metallbandversion, und sie bietet die größte optische Harmonie. Typische Beispiele für Uhren mit integrierten Metallbändern – und nicht zuletzt deshalb wahre Designikonen – sind die Audemars Piguet Royal Oak und die Patek Philippe Nautilus. Beide wurden in den siebziger Jahren vom Schweizer Designer Gérald Genta entworfen; beide gab es zuerst in Edelstahl; und beide waren trotz des unedlen Materials damals extrem teuer.
Teuer sind sie noch immer, und der Neupreis wird bei Weiterverkäufen noch deutlich überboten. Trotzdem – oder gerade deshalb? – hat Patek Philippe kürzlich für eine Sensation gesorgt: Die Dreizeiger-Nautilus in Edelstahl wird seit diesem Jahr nicht mehr gebaut; dabei war sie erst 2020 mit einem neuen Basiskaliber ausgestattet worden.
Die 2004 erstmals vorgestellte Hublot Big Bang ist ebenfalls zu einem Kultmodell avanciert; ein integriertes Gliederband gibt es aber erst seit vergangenem Jahr.
Wobei der Modellname „Big Bang Integral“ hier etwas anders auszulegen ist als bei Audemars Piguet oder Patek Philippe: Das Armband ist nicht optisch mit dem Gehäuse verwachsen, aber Hublot hat das erste Bandglied fest mit der Uhrenschale verbunden. Somit kann man zu Servicezwecken das Armband ab dem zweiten Glied entfernen, es aber nicht durch ein Leder- oder Kautschukband ersetzen, wie es bei früheren Metallbändern von Hublot noch der Fall war. Wer eine Big Bang Integral kauft, entscheidet sich für eine – attraktive – Metallbanduhr. ak
Oris Breitling Audemars Piguet Hublot Rolex TAG Heuer Sportuhren Edelstahl Uhren Goldene Uhr Nomos Glashütte Omega Tudor Zenith Archiv

Neueste Beiträge

Rolex, Patek Philippe und Co.: Die Bonhams-Auktion vereint einige der begehrtesten Uhren überhaupt
Die Bonhams Cornette de Saint Cyr Fine Watches Auktion in Paris am 17. Juni zeigt, warum Vintage-Rolex-Uhren und außergewöhnliche Patek-Modelle weiterhin zu den begehrtesten Sammelobjekten der Uhrenwelt zählen.
4 Minuten
Favre Leuba Deep Raider Revival Orange: Retro-Taucher mit neuer Signalfarbe
Favre Leuba erweitert die Deep Raider Revival-Kollektion um eine markante Variante mit orangefarbenen Details. Inspiriert von den Taucheruhren der Marke aus den 1970er-Jahren verbindet die Neuheit historisches Design mit moderner Technik, 300 Metern Wasserdichtheit und einem Automatikkaliber mit 68 Stunden Gangreserve.
3 Minuten
Von der ersten Flik Flak bis zur Calatrava: Zeitmesser für die wichtigsten Meilensteine des Lebens
Vom Uhren-ABC über große Komplikationen und Lebensträume bis hin zum integrierten Gesundheitsassistenten
13 Minuten
3. Jun 2026
Top Thema: watch.de – CPO-Luxusuhren mit geprüfter Herkunft und 1000 Tage Garantie

watch.de – CPO-Luxusuhren mit geprüfter Herkunft und 1000 Tage Garantie

- Top Thema
Titoni Seascoper Summer Edition – Limitierter Taucher mit markantem Farbkonzept

Titoni Seascoper Summer Edition – Limitierter Taucher mit markantem Farbkonzept

- Marke im Fokus
Web Special: Seiko – die neuen Uhren zum 145. Jubiläum

Seiko – die neuen Uhren zum 145. Jubiläum

- Web Special

Das könnte Sie auch interessieren

Liebhaber, Investment-Banker oder zukünftiger Ironman: Was ihre Uhr über Sie verrät
Von der Speedmaster bis zur Apple Watch – eine augenzwinkernde Typologie moderner Uhrenträger
12 Minuten
22. Mai 2026
Nach der Watches and Wonders: Die wichtigsten Uhrentrends 2026 - Wohin sich die Luxusuhrenbranche bewegt
Die Watches and Watches 2026 zeigte, was in diesem Uhrenjahr angesagt ist: kompaktere Gehäuse, gedecktere Farben und skelettierte Zifferblätter. Keine völlig neuen Trends, sondern Entwicklungen, die sich verstärkt haben und auf noch breiterer Basis zu sehen sind als zuvor.
7 Minuten
Diese Patek Philippe Ref. 2499 schreibt Auktionsgeschichte in Hongkong
Mit über 51 Millionen US-Dollar Gesamtumsatz erreicht Phillips in Hongkong ein Rekordergebnis. Im Mittelpunkt steht eine außergewöhnliche Patek Philippe Ref. 2499 in Roségold.
3 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige