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Lesedauer 4 Min.

Royal Pop: Die Swatch x Audemars Piguet bleibt trotz Preisrückgang ein Erfolg – die Gründe

Die Preise sinken, die Nachfrage bleibt hoch: Zwei Wochen nach dem Verkaufsstart zeigt die Royal Pop ein Muster, das Sammler bereits von früheren Swatch-Kooperationen kennen.
nahaufnahme einer Swatch x Audemars Piguet
©  Swatch

Als Swatch und Audemars Piguet Mitte Mai die Royal Pop vorstellten, waren die Reaktionen enorm. Vor den Boutiquen bildeten sich lange Schlangen, die ersten Exemplare wechselten unmittelbar nach dem Verkaufsstart zu Preisen den Besitzer, die ein Vielfaches des offiziellen Listenpreises betrugen. Zwei Wochen später hat sich die Lage spürbar beruhigt. Doch die aktuellen Daten von Chrono24 zeigen, dass die Royal Pop trotz sinkender Preise weiterhin zu den erfolgreichsten Uhrenkooperationen der vergangenen Jahre gehört.

Die Preise fallen – bleiben aber deutlich über dem Listenpreis

In den ersten Tagen nach dem Verkaufsstart wurden die Modelle der Kollektion durchschnittlich für rund 1.440 Euro gehandelt. Angesichts offizieller Verkaufspreise zwischen 385 und 400 Euro entsprach dies einem Aufschlag von mehr als dem Fünffachen des Listenpreises. Inzwischen hat sich das Marktbild deutlich normalisiert.

Heute liegen die meisten Varianten knapp unter der Marke von 1.000 Euro. Damit hat die Royal Pop einen beträchtlichen Teil ihres anfänglichen Hypes eingebüßt. Dennoch werden die Uhren weiterhin deutlich über dem offiziellen Verkaufspreis gehandelt. Aus Sicht von Chrono24 folgt die Entwicklung exakt dem Muster früherer Swatch-Kooperationen: Nach einem explosiven Marktstart sorgen steigendes Angebot und nachlassende Spekulation für sinkende Preise.

Alle versionen der Swatch x Audemars Piguet-Chrono24

Die komplette Royal-Pop-Kollektion von Swatch und Audemars Piguet im limitierten Sammler-Set mit sieben farbenfrohen Modellen.

©  Swatch

Eine bemerkenswerte Ausnahme bildet die blaue Variante Làn Ba. Während sich die übrigen Modelle auf einem niedrigeren Niveau eingependelt haben, erzielt dieses Modell weiterhin Preise von rund 1.600 Euro. Die Situation erinnert an die MoonSwatch Mission to Neptune, die nach ihrem Marktstart ebenfalls deutlich wertstabiler blieb als die übrigen Varianten der Serie.

 

Die Nachfrage bleibt außergewöhnlich hoch

Noch interessanter als die Preisentwicklung ist die Entwicklung der Nachfrage. Laut Chrono24 erreichten die täglichen Kaufanfragen zum Marktstart das 2,9-Fache des Höchstwerts, den die MoonSwatch im Frühjahr 2022 verzeichnet hatte. Dieser Rekordwert hat sich inzwischen deutlich abgeschwächt.

Zwei Wochen nach dem Verkaufsstart liegt die Nachfrage noch beim rund 1,4-Fachen des damaligen MoonSwatch-Höchststands. Das bedeutet: Der Höhepunkt des Hypes ist zwar vorbei, doch die Royal Pop erzeugt weiterhin mehr Interesse als jede frühere Swatch-Kooperation.

Parallel dazu hat sich auch das Angebot verändert. Die Zahl neuer Inserate pro Tag liegt inzwischen mehr als 80 Prozent unter dem Niveau der ersten Tage. Die erste Welle kurzfristiger Wiederverkäufer scheint weitgehend abgeebbt zu sein. Gleichzeitig bleibt die schwarze Referenz die meistgehandelte Variante der gesamten Kollektion.

Farbige Zifferblätter bleiben ein Megatrend

Der Erfolg der Royal Pop hängt nicht allein mit den Namen Swatch und Audemars Piguet zusammen. Die Kollektion trifft einen Trend, der den Uhrenmarkt seit Jahren prägt: farbige Zifferblätter. Nach Angaben von Chrono24 besitzt heute etwa jede vierte verkaufte Uhr ein farbiges Zifferblatt. Vor einigen Jahren war es noch deutlich weniger.

nahaufnahme der schwarzen Swatch x Audemars Piguet-Chrono24

Das typische „Tapisserie“-Muster der Royal Oak dient auch bei der Royal Pop als gestalterische Inspiration.

©  Swatch

Besonders gefragt bleiben blaue Modelle, während Grün, Pink und andere kräftige Farben in den vergangenen Jahren stark aufgeholt haben. Die Royal Pop nutzt diesen Trend konsequent und verbindet ihn mit der unverwechselbaren Formensprache der Royal Oak.

Damit zeigt sich zwei Wochen nach dem Verkaufsstart ein klares Bild: Die Royal Pop entwickelt sich nicht zum kurzfristigen Strohfeuer. Zwar sind die extremen Preisaufschläge der ersten Tage verschwunden, doch Nachfrage und Marktpreise liegen weiterhin auf einem Niveau, das selbst die MoonSwatch-Kampagne übertrifft. Für Swatch und Audemars Piguet dürfte das der eigentliche Erfolg dieser Kooperation sein.

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