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Lesedauer 5 Min.

Alles, außer gewöhnlich: Neue Uhren von Independents, die die Zeit in Szene setzen

Wo traditionelle Uhrmacherei auf kreative Freiheit trifft, entstehen Zeitanzeigen jenseits der Konventionen. Hier eine Auswahl drei spektakulärer Zeitmesser von unabhängige Manufakturen.
Armin Strom Orbit Midnight Purple, Uhr am Handgelenk
© Armin Strom 

Klein in der Stückzahl, groß in der Idee: Unabhängige Uhrmacher zählen zu den kreativsten Kräften der Branche. Die zumeist limitierten Modelle stehen für außergewöhnliches Savoir-faire, Handwerkskunst und den Mut, Tradition neu zu denken. Diese drei aktuellen Beispiele zeigen eindrucksvoll, wie innovativ, technisch anspruchsvoll und gestalterisch eigenständig die Welt der Independents heute ist. 

Armin Strom Orbit Midnight Purple: Ein Date auf Abruf

Armin Strom Orbit Midnight Purple: Frontansicht Uhr

Armin Strom Orbit Midnight Purple

© Armin Strom 

Mit der auf 20 Exemplare limitierten Orbit Midnight Purple setzt Armin Strom seine spektakulär offen gearbeitete Orbit-Kollektion mit einer neuen Farbinterpretation fort. Herzstück ist die innovative Datumsanzeige, die man nur bei Bedarf betätigt. Der zentrale Zeiger, dessen Spitze in einem stilisierten A mündet, ist dafür vorgesehen. Er ruht ruht so lange auf der Position "Date", bis man den Drücker bei 10 Uhr betätigt. Dann springt er auf das aktuelle Datum, das die Zahlen 1 bis 31 sowie die dazwischenliegenden Punkte auf der feststehenden Keramiklünette anzeigen. Belässt man es dabei, bewegt sich der Zeiger jeden Tag um Mitternacht auf das neue Datum. Erst wenn man wieder drückt, kehrt er in seine Ausgangsposition zurück. Für die präzise und geschmeidige Bedienung sorgt ein inhouse entwickelter Säulenrad-Mechanismus, der oberhalb der exzentrischen Zeitanzeige auf der Höhe von 11 Uhr sichtbar ist. Das Hilfszifferblatt dafür ist in der namensgebenden Farbe in dunklem Violett mit Farbverlauf von hell nach dunkel ausgeführt. Auf der rechten Seite erkennt man die drei für Armin Strom charakteristischen Fingerbrücken, in denen, von oben nach unten, der Mikrorotor, das Aufzugsrad und das Federhaus gelagert sind. Letzteres ist mit einem von der Schweizer Manufaktur mit Sitz in Biel/Bienne patentierten Konstantkraftmechanismus ausgestattet, der über die Gangdauer von 72 Stunden hinweg eine gleichmäßige Antriebskraft bereitstellt. Erstmals setzt sich die Farbe in der darunter liegenden Grundplatine mit Körnung- und Perlage-Finissierung fort und schafft so eine noch engere Verbindung zwischen Anzeige und Mechanik.

Armin Strom Orbit Midnight Purple: Einsicht Gehäuseboden und Werk

Armin Strom Kaliber ASS20

© Armin Strom 

Das selbstaufziehende Manufakturkaliber ASS20 ist auf eine Frequenz von 3,5 Hertz (25.200 A/h) ausgerichtet. Wie es bei Armin Strom zum guten Ton gehört, ist es nach allen Regeln Schweizer Handwerkskunst fein vollendet, wie der Blick durch den Saphirglasboden zeigt. Dabei kommen verschiedene traditionelle Finissierungen wie Genfer Streifen, Perlage und Anglierung zum Einsatz. (Entdecken Sie hier weitere Zeitmesser in violetter Farbgebung.)

Edelstahl 43,4 mm | Kaliber ASS20, Automatik | 72 Stunden Gangreserve | Metallband | 36.000 Schweizer Franken (circa 38.650 Euro)


Urwerk UR-101 Diamond Sky, Frontansicht Uhr

Urwerk UR-101 Diamond Sky 

© Urwerk 

Urwerk UR-101 Diamond Sky: Mechanische Avantgarde mit brillantem Auftritt

Mit der UR-101 Diamond Sky stellt Urwerk eine kostbare Neuinterpretation seines Debütmodells von 1997 vor. In eine geometrisch gravierte Gehäusestruktur sind 214 Diamanten eingefasst, deren Anordnung an einen funkelnden Sternenhimmel erinnert und traditionelle Juwelierskunst mit der avantgardistischen Formensprache der Marke verbindet. Unverändert bleibt das radikale Anzeigenprinzip der wandernden Stunde, das – wie bei der Ur-Urwerk – entlang eines 180-Grad-Bogens geführt wird und zugleich die Minuten anzeigt, dank Superluminova-Auflage auch in der Nacht.

Urwerk UR-101 Diamond Sky: Gehäuseseite mit Diamanten verziert

Urwerk UR-101 Diamond Sky 

© Urwerk 

Das 41 Millimeter große und lediglich 9,3 Millimeter hohe Edelstahlgehäuse mit der Krone auf 12 Uhr verbindet technische Präzision mit traditioneller Handwerkskunst. Von Hand aufgebrachte Gravuren schaffen einen wirkungsvollen Kontrast zu den sorgfältig gefassten Diamanten und verleihen der UR-101 Diamond Sky ihre markante Dreidimensionalität. Unter dem geschlossenen Gehäuseboden arbeitet das Automatikkaliber UR-1.01V auf Basis des Vaucher VMF 5002 mit einer Gangreserve von 48 Stunden und der für Urwerk charakteristischen satellitengestützten Zeitanzeige.

Edelstahl 41 mm | UR-1.01V, Automatik | 48 Stunden Gangreserve | Kautschukband | 85.000 Schweizer Franken (ohne MwSt.), circa 91.170 Euro
Ressence Type 7 Cactus: Frontansicht Uhr

Ressence Type 7 Cactus

© Ressence 

Ressence Type 7: Zeit im Fluss

Mit der Type 7 Black und der Type 7 Cactus erweitert Ressence seine im Jahr 2025 zum 15-jährigen Firmenjubiläum präsentierte GMT-Uhr mit Tool-Watch-Charakter und integriertem Band um zwei neue Farbvarianten. Wie bei allen Zeitmessern der belgischen Marke mit Sitz in Antwerpen steht auch hier die so ungewöhnliche wie innovative Zeitanzeige im Mittelpunkt: Statt klassischer Zeiger nutzt die Type 7 das patentierte ROCS 7-System (Ressence Orbital Convex System) mit rotierenden Hilfszifferblättern, die Stunden, Minuten und hier zusätzlich eine zweite Zeitzone via einer 24-Stunden-Indikation auf der gewölbten Anzeige darstellen. Durch das mit Öl gefüllte Zifferblatt entsteht eine besondere Tiefenwirkung, die die grafisch dargestellten Informationen stechend scharf wie auf einem Bildschirm erscheinen lässt und die Funktionalität klar in den Fokus rückt. 

Ressence Type 7 Black: Zifferblatt Detailansicht, schwarzes Zifferblatt

Ressence Type 7 Black

© Ressence

Die schwarze Variante setzt auf maximale Kontraste mit weißen Indikationen, während die Version Cactus das technische Erscheinungsbild des Grade-5-Titangehäuses mit einem satten Grünton kombiniert. Beide Modelle besitzen ein 41 Millimeter großes Titangehäuse mit Keramiklünette und sind bis 50 Meter wasserdicht. Im Inneren arbeitet ein modifiziertes Automatikkaliber auf Eta-Basis, das das patentierte ROCS-7-Modul antreibt. Wie bei allen ölgefüllten Ressence-Modellen verzichtet die Type 7 auf eine Krone: Aufzug und Zeiteinstellung erfolgen ausschließlich über den Gehäuseboden mittels des Compression-Lock-Systems. Das Werk bietet eine Gangreserve von 36 Stunden.

Ressence Type 7 Black: Frontansicht Uhr

Ressence Type 7 Black

© Ressence

Die Type 7 Black und Cactus werden serienmäßig an einem integrierten Titanband mit Titan-Faltschließe getragen. Alternativ sind beide Modelle erstmals auch mit einem farblich auf das Zifferblatt abgestimmten Kautschuk- und Lederband erhältlich. (Entdecken Sie hier weitere Zeitmesser, die gänzlich ohne Zeiger auskommen.)

Titan Grad 5 41 mm | Eta/ROCS 7, Automatik | 36 Stunden Gangreserve | Titanband | 36.000 Schweizer Franken (ohne MwSt.), circa 38.600 Euro

Armin Strom limitierte Uhren-Editionen Urwerk Schweizer Uhren Ressence Titan Uhr

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