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Lesedauer 4 Min.

Sinn bringt seinen Navigationschronograph 903 zurück – mit verbesserter Technik

Er ist wieder da: Nach einigen Jahren Pause legt Sinn seinen Navigationschronograph 903 mit Rechenschieberlünette wieder neu auf.
Sinn: Modelle 903 St HB, 903 St II, 903 St B E II

Sinn: Modelle 903 St HB, 903 St II, 903 St B E II

© Sinn Spezialuhren

Der Navigationschronograph 903 war unter den vielen attraktiven und technisch anspruchsvollen Uhren von Sinn immer ein besonderes Schmankerl. Mit seiner Rechenschieberlünette unterschied er sich deutlich von den anderen Uhren der Marke, zugleich ist mit ihm eine interessante Geschichte verbunden. Denn die Ähnlichkeit mit dem Navitimer von Breitling kommt nicht von ungefähr: Markengründer Helmut Sinn sicherte sich einst während der sogenannten Quarzkrise, als viele Schweizer Hersteller für ihre mechanischen Uhren keine Zukunft mehr sahen, die Rechte und kaufte zugleich Maschinen und den restlichen Lagerbestand von Breitling auf. Somit war die 903 nie eine Kopie, sondern existierte auch nach der Wiedereinführung des Navitimer durch Breitlings damaligen Chef Ernest Schneider selbstständig und selbstbewusst weiter.

Sinn 903 St B E II Stahl mit dunkelblauem Zifferblatt

Sinn 903 St B E II: Bei der neuesten Generation der 903 dreht man die Lünette direkt, nicht mehr über eine zusätzliche Krone.

© Sinn Spezialuhren

Die neueste 903-Generation

Vor einigen Jahren nahm Sinn den Navigationschronographen zum großen Bedauern vieler Fans vom Markt – aber nur, um ihn jetzt mit verbesserter Technik wieder neu aufzulegen. Die entscheidenden Features sind geblieben: das 41 mm große Edelstahlgehäuse mit der typischen, beidseitig drehbaren Rechenschieberlünette, das Reverse-Panda-Design mit den hellen Hilfszifferblättern vor dunklem Zifferblatt, das Datumsfenster zwischen 4 und 5 Uhr, der Saphirglasboden. Doch Sinn wäre nicht Sinn, wenn die Neuauflage ohne technische Updates über die Bühne gegangen wäre. Als erstes fällt auf, dass die zweite Krone bei 10 Uhr fehlt. Mit ihr verstellte man früher den innenliegenden Drehring für den beweglichen Teil des Rechenschiebers. Bei den neuen Varianten lässt sich der Ring einfach bewegen, indem man ihn direkt in die Hand nimmt und an seiner Außenseite dreht. Früher nutzten Piloten solche Rechenschieberlünetten zum Berechnen von Flugzeiten, Entfernungen oder des Kraftstoffverbrauchs. Ein Drehen direkt an der Lünette ist da der deutlich einfachere und haptischere Weg als das Verstellen über eine Krone.

Video: Hier geht es zum Sinn. Zeit. Gespräch mit Rüdiger Bucher und Sinn-Chef Lothar Schmidt.

Sinn 903 St B E II Stahl mit grüner Leuchtmasse

Sinn: Bei der 903 St II und der 903 St B E II leuchten Zeiger und Indexe grün.

© Sinn Spezialuhren

Die zweite Verbesserung betrifft die Wasserdichtheit: Sie ist mit 200 Metern jetzt doppelt so hoch wie bei den Vorgängern, was angesichts der Drehlünette eine besondere technische Herausforderung darstellt, die Sinn hervorragend gelöst hat.

Neuartige Leuchtmasse

Der Clou unter den Neuerungen ist aber sicherlich die Verwendung von hybridkeramischen Nachleuchtelementen: Man findet sie bei den Stabindexen auf dem Zifferblatt und bei der Ziffer 12 – jeweils von Hand aufgesetzt – sowie auf dem Stunden- und Minutenzeiger. Die Leuchtpigmente sind in das jeweilige Formteil integriert und sorgen für eine besonders hohe Leuchtkraft, sodass man die Uhr im Dunkeln hervorragend ablesen kann.

Schließlich tickt im Innern nun das automatisch aufziehende Kaliber LJP L112 mit Datum von La Joux-Perret, das über 60 Stunden Gangreserve verfügt. Man sieht es von außen durch ein innen entspiegeltes Saphirglas, das Saphir-Deckglas ist sogar beidseitig entspiegelt.

Noch mehr über die Frankfurter Marke: 5 Fakten über Sinn Spezialuhren.

Sinn 903 St HB Stahl mit hellblauem Zifferblatt Wristshot

Beeilung angesagt: Die wunderschöne Version in Hellblau gibt es nur 500-mal.

© Sinn Spezialuhren

Varianten und Preise

Die von vor einigen Jahren bekannten Modellvarianten 903 St mit schwarzem und 903 St B E mit dunkelblauem Zifferblatt werden jetzt als 903 St II beziehungsweise 903 St B E II fortgesetzt. Zu diesen unlimitierten Modellen gesellt sich die auf 500 Stück limitierte Auflage 903 St HB mit hellblauem Sonnenschliff-Zifferblatt. Sie ist wahlweise mit Leder- oder Stahl-Gliederarmband erhältlich und wird für 3.650 Euro verkauft. Die nichtlimitierten Uhren kosten 3.250 Euro: Bei ihnen kann man neben Leder- und Massivband auch ein Silikonband wählen.

Weiterlesen: Vor einigen Monaten haben wir die unserer Meinung nach 5 wichtigsten Sinn-Uhren vorgestellt. Vermissen Sie ein Modell? Dann schreiben Sie uns!

Sinn 903 St HB mit hellblauer Leuchtmasse

Sinn: Bei der 903 St HB leuchten Zeiger und Indexe im Dunkeln hellblau.

© Sinn Spezialuhren
Sinn 903 St II Kaliber LJP L112

Durch den Glasboden der neuen Sinn 903 sieht man das Kaliber L112 von La Joux-Perret.

© Sinn Spezialuhren
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