Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Swatch x Audemars Piguet: So sieht die Kollaboration aus

Swatch und Audemars Piguet bringen gemeinsam die Royal Pop Collection heraus. Und das fertige Produkt überrascht selbst jene, die den Teasern genau gefolgt sind. Denn die Royal Pop ist keine Armbanduhr.
Audemars Piguet x Swatch

Audemars Piguet x Swatch

© Audemars Piguet x Swatch

Was wochenlang als Theorie kursierte, ist seit dem Wochenende offiziell: Swatch und Audemars Piguet bringen gemeinsam die Royal Pop Collection heraus. Jetzt wurde das fertige Produkt veröffentlicht und überrascht selbst jene, die den Teasern genau gefolgt sind. Denn die Royal Pop ist keine Armbanduhr. 

Taschenuhren, zwei Gehäuseformen, acht Farben 

Am präzisesten beschreibt man die Royal Pop als konvertierbare Royal-Oak-Taschenuhr, inspiriert von der Swatch Pop. Eine Bioceramic-Armbanduhr in Royal-Oak-Silhouette wäre der offensichtliche Weg gewesen – und laut einiger Meinungen, die zuletzt im Internet kursierten eventuell ein schädlicher für das Standing der Royal Oak. Stattdessen orientierte sich Audemars Piguet an der Royal-Oak-Taschenuhr Referenz 5691, einem Schritt, der echtes AP-Erbe zitiert, ohne die Armbanduhr zu reproduzieren, die im Handel bei 30.000 Dollar beginnt. 

Mit 40 mm Durchmesser und 8,4 mm Höhe folgt das Gehäuse der etablierten Designsprache der Royal Oak konsequent: achteckige Lünette mit vertikaler Satinierung, acht sichtbare Schrauben – bei der weißen Version in verschiedenen Farben ausgeführt. Das Zifferblatt trägt das charakteristische Grande-Tapisserie-Muster, Zeiger und Stundenindizes sind mit Super-LumiNova Grade A beschichtet. Die Collection erscheint in zwei klassischen Taschenuhrkonfigurationen: der Lépine mit Krone bei zwölf Uhr und reiner Stunden-Minuten-Anzeige sowie der Savonnette mit Krone bei drei Uhr und einer zusätzlichen kleinen Sekunde bei sechs Uhr. Ein Format, das im 19. Jahrhundert seinen Ursprung hatte und hier im Pop-Art-Kontext neu verankert wird.  Acht Farbvarianten komplettieren das Lineup, jede in einer anderen Sprache benannt – eine direkte Referenz an die acht Schrauben der achteckigen Royal-Oak-Lünette.

Das Tragsystem: Pop-Logik trifft Haute Horlogerie 

Das Pop in Royal Pop ist keine Dekoration. Die originale Swatch Pop, Anfang der 1990er-Jahre lanciert, basierte auf einem Pin-und-Clip-System, das das Uhrenköpfchen auf vielfältige Weise tragbar machte – angesteckt an Kleidung, befestigt an einer Tasche, eingeklippt in ein Armband. Die Royal Pop übernimmt diese Tragelogik vollständig. Die Uhr wird in einen Taschenuhrenhalter mit Kalbsleder-Lanyard eingeclippt, zusätzliche Bioceramic-Clip-Halter und Lanyards in verschiedenen Längen und Farben sind als Accessoires erhältlich. Ein kleiner abnehmbarer Ständer liegt bei und verwandelt die Royal Pop in eine Tischuhr. Sie lässt sich gleichermaßen um den Hals tragen, am Handgelenk, in der Jackentasche oder an einer Handtasche befestigen. Genau das meinen die beiden Marken mit „einer völlig neuen Art, Zeit zu tragen."

Audemars Piguet x Swatch

Audemars Piguet x Swatch

© Audemars Piguet x Swatch

Das Werk: Sistem51 als Handaufzug

Das Herzstück der Collection ist gleichzeitig ihre technisch bemerkenswerteste Aussage: Swatch hat das bekannte Sistem51-Kaliber neu interpretiert – diesmal als Handaufzugskaliber. Das Sistem51 debütierte 2013 als vollautomatisch montiertes Automatikwerk mit einem einzigen Werkstein und war damals ein Fertigungsbruch. Die Neuentwicklung als Handaufzugsvariante für die Royal Pop ist ein weiteres Beispiel dafür, dass Swatch das Kaliber gezielt als Plattform weiterentwickelt, nicht bloß wiederholt.

Die Ganggenauigkeit wird per Lasertechnologie ab Werk eingestellt und bewegt sich zwischen -5 und +15 Sekunden pro Tag bei einer Gangreserve von 90 Stunden. Bei der Royal Pop wird diese Gangreserve auf ungewöhnlich direkte Weise ablesbar. Die Federhaustrommel ist mit einer kreisförmigen Öffnung skelettiert, sodass die Spiralfedern beim Auf- und Abwickeln sichtbar sind. Erscheinen die Federhausöffnungen grau, sind die Federn sichtbar – die Uhr muss aufgezogen werden. Wechselt die Farbe zu Gold, ist die Feder vollständig gespannt und die Uhr läuft mit voller Kraft. Das Werk ist durch einen Glasboden sichtbar und mit einer farbenfrohen, Pop-Art-inspirierten Bedruckung versehen, die an Roy Lichtenstein erinnert und das mechanische Innenleben mit der visuellen DNA der Collection verbindet – ein Detail, das die Verbindung zur 1980er-Jahre Pop-Linie explizit macht.

 

Audemars Piguet x Swatch

Audemars Piguet x Swatch

© Audemars Piguet x Swatch
Audemars Piguet x Swatch

Audemars Piguet x Swatch

© Audemars Piguet x Swatch

Linie und Kontext

Die Royal Pop greift zwei Referenzpunkte auf, die unterschiedlicher kaum sein könnten: die Royal Oak, seit 1972 eines der teuersten und begehrtesten Uhrengehäuse der Welt, und die Pop-Swatch, ein demokratisches Massenobjekt der Achtziger, das man auf Kleidung clippte und als Schmuckstück trug. Dass beide in einer Taschenuhr zusammengeführt werden, ist eine bewusste Entscheidung gegen die naheliegende Variante. Eine Bioceramic-Armbanduhr mit Royal-Oak-Silhouette hätte das MoonSwatch-Schema lediglich wiederholt. Die Taschenuhr bricht das Muster.

 

Audemars Piguet x Swatch

Audemars Piguet x Swatch

© Audemars Piguet x Swatch
Audemars Piguet x Swatch

Audemars Piguet x Swatch

© Audemars Piguet x Swatch

Verkauf und Verfügbarkeit 

Ab Samstag, 16. Mai 2026, ist die Royal Pop Collection ausschließlich im stationären Handel erhältlich, in ausgewählten Swatch Boutiquen weltweit. In den Deutschland umfasst die Verkaufsliste 11 Standorte, darunter München, Hamburg, Frankfurt und Berlin. Online ist die Collection nicht verfügbar. Lange Warteschlangen, wie zuletzt beim MoonSwatch-Launch, sind bereits jetzt an mehreren Standorten einkalkuliert. Die Royal Pop ist zum Preis von 385 Euro für die Lépine (Stunden und Minuten) sowie 400 Euro für die Savonnette (kleine Sekunde) erhältlich.

Audemars Piguet x Swatch: 8 Tascheunuhren im Überblick

Swatch Swatch Sistem51 Swatch Group Audemars Piguet Audemars Piguet Royal Oak

Neueste Beiträge

Von der ersten Flik Flak bis zur Calatrava: Zeitmesser für die wichtigsten Meilensteine des Lebens
Vom Uhren-ABC über große Komplikationen und Lebensträume bis hin zum integrierten Gesundheitsassistenten
13 Minuten
3. Jun 2026
Jean Marcel Maris Ti500 Desert Beach: Limitierter Titan-Chronograph für 500 Meter
Sandfarbenes Zifferblatt, sandfarbenes Kautschukband: Jean Marcel erweitert die Maris-Ti500-Kollektion um den Chronographen "Desert Beach". Die auf 100 Exemplare limitierte Taucheruhr wartet mit einem gehärteten Titangehäuse mit Keramiklünette, 500 Metern Wasserdichtigkeit und einem Valjoux 7753 auf.
4 Minuten
Favre Leuba Deep Raider Revival Orange: Retro-Taucher mit neuer Signalfarbe
Favre Leuba erweitert die Deep Raider Revival-Kollektion um eine markante Variante mit orangefarbenen Details. Inspiriert von den Taucheruhren der Marke aus den 1970er-Jahren verbindet die Neuheit historisches Design mit moderner Technik, 300 Metern Wasserdichtheit und einem Automatikkaliber mit 68 Stunden Gangreserve.
3 Minuten
Top Thema: watch.de – CPO-Luxusuhren mit geprüfter Herkunft und 1000 Tage Garantie

watch.de – CPO-Luxusuhren mit geprüfter Herkunft und 1000 Tage Garantie

- Top Thema
Titoni Seascoper Summer Edition – Limitierter Taucher mit markantem Farbkonzept

Titoni Seascoper Summer Edition – Limitierter Taucher mit markantem Farbkonzept

- Marke im Fokus
Web Special: Seiko – die neuen Uhren zum 145. Jubiläum

Seiko – die neuen Uhren zum 145. Jubiläum

- Web Special

Das könnte Sie auch interessieren

Bye bye Labubu und Hermès-Anhänger: Ab jetzt ziert die Royal Pop von Swatch Taschen und Co.
Warum die neue Swatch x Audemars Piguet nicht mehr nur als Taschenuhr funktioniert
5 Minuten
13. Mai 2026
Genialer Coup oder Enttäuschung: Was Sammler und Branchenkenner von Swatch × Audemars Piguet halten
Zwischen Begeisterung, Skepsis langjähriger Sammler und strategischen Einschätzungen von Branchenbeobachtern zeigt sich ein bemerkenswert differenziertes Bild.
4 Minuten
15. Mai 2026
Royales Chaos: Wenn ein Swatch-Drop zum globalen Ausnahmezustand wird
Swatch x Audemars Piguet: Tage langes Campieren, Ohnmachten, Schlägereien – und Reseller-Preise bis 7.000 Euro. Was steckt dahinter?
4 Minuten
16. Mai 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige