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Lesedauer 11 Min.

Kunst auf dem Zifferblatt: Von Handgravur bis Pop Art

Handgravur, Emaillemalerei, Edelsteinmarketerie und außergewöhnliche Materialien: Fünf neue Uhren von Vacheron Constantin, Chopard, Glashütte Original, Piaget und Franck Muller zeigen, wie vielseitig die künstlerische Gestaltung von Zifferblättern sein kann.
Vacheron Constantin: Métiers d'art The Legend of the Chinese Zodiac - Das Jahr der Ziege

Vacheron Constantin: Métiers d'art The Legend of the Chinese Zodiac - Das Jahr der Ziege

© Vacheron Constantin

Bei einer mechanischen Uhr steht gewöhnlich das Werk im Mittelpunkt des technischen Interesses. Doch auch die Gestaltung des Zifferblatts kann außergewöhnliche handwerkliche Fähigkeiten verlangen. Seit Jahrhunderten beschäftigen sich Graveure, Emailleure, Guillocheure und Edelsteinschleifer damit, die sichtbare Seite eines Zeitmessers zu einem Kunstwerk zu machen. In der Haute Horlogerie werden diese traditionellen Fertigkeiten oft unter dem Begriff Métiers d’Art zusammengefasst.

Dabei reicht das Spektrum längst über klassische Handwerkstechniken hinaus. Moderne Uhrenmanufakturen experimentieren mit besonderen Materialien, greifen Motive aus der Kunstgeschichte auf oder arbeiten unmittelbar mit zeitgenössischen Künstlern zusammen. 5 Neuheiten aus dem Jahr 2026 zeigen, wie unterschiedlich diese Ansätze ausfallen können – von der plastischen Goldgravur über Edelsteinintarsien bis zu einer Uhr, deren Zeiger von den Flügeln eines Insekts inspiriert sind.

Vacheron Constantin feiert das Jahr der Ziege

Vacheron Constantin: Métiers d'art The Legend of the Chinese Zodiac - Das Jahr der Ziege in Roségold

Vacheron Constantin feiert das Jahr der Ziege.

© Vacheron Constantin

Vacheron Constantin gehört zu den Manufakturen, die traditionelle kunsthandwerkliche Techniken seit Langem systematisch pflegen. Besonders deutlich wird dies in der Kollektion Métiers d’Art – The Legend of the Chinese Zodiac. Seit 2012 widmet sich die Genfer Manufaktur in dieser Reihe den 12 Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders. Die aktuellen Modelle feiern das Jahr der Ziege, das im Februar 2027 beginnt.

Im Zentrum des Zifferblatts steht eine dreidimensionale Darstellung des Tieres auf einem felsigen Untergrund. Je nach Ausführung besteht das Motiv aus Rosé- oder Weißgold und wird von Hand graviert. Dabei erhalten Fell, Hörner und Körper durch unterschiedlich tiefe Einschnitte ihre plastische Struktur. Die Arbeit verlangt ein hohes Maß an Präzision, da die Figur trotz ihrer geringen Abmessungen möglichst lebendig wirken soll. Den Hintergrund bildet eine farbenreiche Landschaft, für deren Gestaltung verschiedene Emailletechniken zum Einsatz kommen. Farbverläufe entstehen durch Grand-Feu-Emaille, während Blätter und andere Details mit der Technik der Emaille-Miniaturmalerei ausgeführt werden. Die Kombination beider Verfahren ermöglicht feine Abstufungen zwischen den Farbtönen und verleiht dem Bild räumliche Tiefe. Auch die Goldfigur erhält durch Emaille zusätzliche Farbnuancen.

Für die Gehäuse stehen zwei Edelmetalle zur Wahl. Die Roségoldversion kombiniert das warm schimmernde Metall mit einer entsprechend abgestimmten Zifferblattgestaltung. Die Ausführung aus Platin besitzt dagegen eine Ziege aus Weißgold und eine kühler wirkende Farbkomposition. Beide Varianten sind auf jeweils 25 Exemplare limitiert.

Making-of: Vacheron Constantin Métiers d'art The Legend of the Chinese Zodiac - Das Jahr der Ziege

Making-of: Vacheron Constantin Métiers d'art The Legend of the Chinese Zodiac - Das Jahr der Ziege

© Vacheron Constantin

Damit die kunstvolle Darstellung nicht durch Zeiger verdeckt wird, verwendet Vacheron Constantin eine ungewöhnliche Anzeigekonstruktion. Stunden, Minuten, Wochentag und Datum erscheinen in vier kleinen Fenstern am Zifferblattrand. Während sich die Stunden- und Minutenanzeigen kontinuierlich bewegen, springen Wochentag und Datum weiter. Die zentrale Fläche bleibt auf diese Weise vollständig dem Kunstwerk vorbehalten. Möglich macht diese Art der Darstellung das selbstaufziehende Manufakturkaliber 2460 G4/3 mit einer Gangreserve von rund 40 Stunden. Es arbeitet mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und ist mit der Genfer Punze ausgezeichnet. Durch den Saphirglasboden lassen sich die Finissierung des Werks und die Schwungmasse aus 22-karätigem Gold betrachten.

Unabhängig vom Material messen die Uhren 40 mm im Durchmesser und 12,72 mm in der Höhe. Die Roségoldversion wird an einem dunkelbraunen, die Platinvariante an einem dunkelblauen Alligatorlederband mit Faltschließe getragen. Beide sind mit der Genfer Punze zertifiziert.

Roségold (Ref. 86073/000R-H105) bzw. Platin (Ref. 86073/000P-H104), 40 mm | Kaliber 2460 G4/3, Automatik | 40 h Gangreserve | wasserdicht bis 30 m | Alligatorlederband mit Faltschließe | limitiert auf je 25 Exemplare | Preis auf Anfrage

Chopard: Ein Adlerflügel aus graviertem Gold

Chopard: Alpine Eagle 41 XP TimeforArt 2026 Edition 3

Chopard: Alpine Eagle 41 XP TimeforArt 2026 Edition 3

© Chopard

Auch bei Chopard steht die Handarbeit im Mittelpunkt einer außergewöhnlichen Zifferblattgestaltung. Die Alpine Eagle 41 XP TimeForArt 2026 Edition 3 ist ein Einzelstück, das eigens für die Wohltätigkeitsauktion TimeForArt geschaffen wurde. Die Auktion unterstützt das Swiss Institute, eine gemeinnützige Institution zur Förderung zeitgenössischer Kunst.

Die Alpine Eagle ist seit ihrer Vorstellung 2019 eng mit der Welt der Alpen verbunden. Viele ihrer gestalterischen Merkmale greifen Motive aus der Natur auf. Das charakteristische Zifferblattmuster der regulären Modelle erinnert beispielsweise an die Iris eines Adlerauges. Für die TimeForArt-Edition entschied sich Chopard für eine neue Interpretation dieses Motivs: Das Zifferblatt zeigt das Gefieder eines Adlers im Flug. Die plastische Darstellung entsteht durch Handgravur auf einer Scheibe aus 18-karätigem Weißgold. Der Graveur arbeitet unterschiedlich tiefe Strukturen aus dem Edelmetall heraus, sodass einzelne Federn und ihre feinen Linien sichtbar werden. Besonders anspruchsvoll ist dabei die geringe Materialstärke: Trotz der aufwendigen Reliefstruktur bleibt das Zifferblatt maximal 1 mm hoch. Nach der Gravur wird eine feine schwarze Patina aufgetragen. Sie hebt die Vertiefungen hervor und verstärkt den Kontrast zu den helleren, erhabenen Oberflächen. Je nach Lichteinfall treten unterschiedliche Partien des Gefieders in den Vordergrund. Für die Gestaltung des Zifferblatts waren laut Chopard rund 80 Stunden Handarbeit erforderlich.

Chopard: Making-of der Alpine Eagle 41 XP TimeforArt 2026 Edition 3

Chopard: Making-of der Alpine Eagle 41 XP TimeforArt 2026 Edition 3

© Chopard

Auf eine laufende Sekunde und eine Datumsanzeige hat Chopard verzichtet. Lediglich zwei zentrale Zeiger und eine umlaufende Minuterie mit applizierten Stundenmarkierungen dienen der Zeitanzeige. Zeiger und Indizes sind mit Superluminova Grade X1 belegt. Das Zifferblatt ist in ein 41 mm großes Gehäuse aus Lucent Steel eingebettet. Diese von Chopard verwendete Stahllegierung besitzt einen Recyclinganteil von 80 Prozent und zeichnet sich durch besondere Reinheit und hohen Glanz aus. Mit einer Höhe von lediglich 8 mm bleibt die Uhr ausgesprochen flach. Ermöglicht wird dies durch das Manufakturkaliber L.U.C 96.17-L mit Automatikaufzug, das selbst nur 3,3 mm hoch ist. Es besitzt einen Mikrorotor aus 22-karätigem Gold sowie zwei übereinander angeordnete Federhäuser, die zusammen eine Gangreserve von 65 Stunden bereitstellen. Das Werk arbeitet mit vier Hertz und ist durch den Saphirglasboden sichtbar. Auch das integrierte Edelstahlband wurde überarbeitet. Seine Glieder verjüngen sich stärker in Richtung Schließe. Zudem verfügt die Dreifachfaltschließe über eine integrierte Komfortverlängerung, mit der sich das Band ohne Werkzeug um bis zu 5 mm verlängern lässt.

Das Unikat wird am 5. Dezember 2026 im Rahmen der Benefizauktion TimeForArt bei Phillips in New York versteigert. Der Erlös kommt den Kunst- und Bildungsprogrammen des Swiss Institute zugute.

Ref. 298635-3002 | Edelstahl Lucent Steel, 41 mm | Kaliber L.U.C 96.17-L, Automatik | 65 h Gangreserve | wasserdicht bis 100 m | Gliederband aus Lucent Steel mit Dreifachfaltschließe | Unikat zur Versteigerung auf der TimeForArt 2026

Glashütte Original Senator Aventurin: ein Material, zwei Stilrichtungen

Glashütte Original: Senator Aventurin Art Déco Blue in Platin

Glashütte Original: Senator Aventurin Art Déco Blue in Platin

© Glashütte Original

Während Vacheron Constantin und Chopard ihre Zifferblätter durch aufwendige Handarbeit gestalten, stellt Glashütte Original bei zwei neuen Senator-Modellen die Wirkung eines besonderen Materials in den Vordergrund. Die Senator Aventurin Art Déco Blue und die Senator Aventurin Art Nouveau Green (Bild ganz oben) greifen zwei Kunstströmungen auf, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts unterschiedliche gestalterische Vorstellungen vertraten.

Der Jugendstil, auch Art Nouveau genannt, orientierte sich an der Natur und bevorzugte organische Formen und geschwungene Linien. Das später aufkommende Art déco setzte dagegen stärker auf Symmetrie, geometrische Strukturen und eine betont moderne Ästhetik. Glashütte Original überträgt diese Gegensätze vor allem in die Farbgestaltung. Die Senator Aventurin Art Déco Blue kombiniert ein dunkelblaues Zifferblatt mit einem Platingehäuse, während die Art Nouveau Green auf ein dunkelgrünes Zifferblatt und ein Gehäuse aus Rotgold setzt.

Beide Zifferblätter bestehen aus Aventuringlas, auch Goldfluss genannt. Es handelt sich also nicht um das ebenfalls "Aventurin" genannte natürliche Mineral, sondern um ein künstlich hergestelltes Glas. Das Material wurde bereits im 17. Jahrhundert auf der venezianischen Insel Murano hergestellt. Sein charakteristisches Funkeln entsteht durch metallische Partikel, die während der Herstellung in der Glasmasse eingeschlossen werden. Die unregelmäßige Verteilung dieser Einschlüsse sorgt für eine lebendige Oberfläche, die je nach Lichtverhältnissen unterschiedlich wirkt. Für die Zifferblätter werden sorgfältig ausgewählte Scheiben verwendet, deren Rückseiten schwarz lackiert sind. Dadurch treten die feinen Lichtreflexe besonders deutlich hervor. Um die Wirkung des Materials nicht zu beeinträchtigen, verzichtet Glashütte Original auf Stundenindizes, einen Sekundenzeiger und eine Datumsanzeige. Lediglich zwei schlanke, leicht gewölbte Zeiger aus massivem Gold übernehmen die Anzeige von Stunden und Minuten.

Glashütte Original: Senator Aventurin Art Nouveau Green in Rotgold

Glashütte Original: Senator Aventurin Art Nouveau Green in Rotgold

© Glashütte Original

Beide Uhren sind 40 mm groß und 10,2 mm hoch. Die Platinversion wird an einem dunkelblauen Alligatorlederband getragen, die Rotgoldvariante an einem braunen Louisiana-Alligator-Nubuklederband. Die Dornschließen bestehen jeweils aus dem entsprechenden Gehäusematerial. Jede Uhr wird vollständig von einem einzelnen Uhrmacher oder einer Uhrmacherin montiert.

Im Inneren arbeitet das GO-Automatikkaliber 36-16 mit einer Gangreserve von 100 Stunden. Das Werk besitzt eine Siliziumspirale und eine Unruh mit Regulierschrauben aus Massivgold. Seine Finissierung umfasst den Glashütter Streifenschliff auf der Dreiviertelplatine, einen von Hand gravierten Unruhkloben sowie einen skelettierten Rotor mit massivgoldener Schwungmasse. Die Veredelungen sind durch den Saphirglasboden sichtbar.

Ref. 1-36-16-40-03-01 (Art Déco Blue) bzw. 1-36-16-41-05-01 (Art Nouveau Green) | Platin bzw. Rotgold, 40 mm | Kaliber 36-16, Automatik | 100 h Gangreserve | wasserdicht bis 50 m | Louisiana-Alligatorlederband mit Dornschließe | 34.900 Euro (Rotgold) bzw. 36.900 Euro (Platin)

Piaget Andy Warhol „Camouflage“: Pop Art als Edelsteinmarketerie

Piaget: Andy Warhol "Camouflage"

Piaget: Andy Warhol "Camouflage"

© Piaget

Eine besonders enge Verbindung zur Kunstgeschichte besitzt die neue Andy Warhol „Camouflage“ Limited Edition von Piaget. Die Schweizer Marke widmet sich damit zum zweiten Mal im Rahmen ihrer offiziellen Zusammenarbeit mit der Andy Warhol Foundation for the Visual Arts einem Werk des amerikanischen Pop-Art-Künstlers. Während die 2025 vorgestellte Edition „Collage“ unterschiedliche Schmucksteine zu einer geometrischen Komposition vereinte, greift die Neuheit von 2026 ein charakteristisches Motiv aus Warhols Spätwerk auf.

Die Verbindung zwischen dem Künstler und Piaget reicht weit zurück. Warhol war ein leidenschaftlicher Uhrensammler und besaß insgesamt sieben Modelle der Marke. Dazu gehörte die Referenz 15102 mit ihrem großen, kissenförmigen Gehäuse, die von Jean-Claude Gueit entworfen und zwischen 1972 und 1977 hergestellt wurde. Piaget interpretierte dieses Design 2014 unter dem Namen Black Tie Vintage neu. Seit 2024 besteht eine offizielle Lizenzvereinbarung mit der Andy Warhol Foundation, durch die die Kollektion den Namen des Künstlers tragen darf.

Als Inspiration für die neue Limited Edition dienten die 1986 entstandenen Camouflage-Selbstporträts von Andy Warhol. Darin überlagerte der Künstler sein Gesicht mit Tarnmustern in kräftigen Farben. Das ursprünglich zur Verdeckung gedachte Motiv verwandelte er damit in eine auffällige, abstrakte Bildkomposition. Einem einfachen Druck auf dem Zifferblatt hat Piaget die Gestaltung durch eine komplexe Einlegearbeit aus Edelsteinen und Gold vorgezogen. Insgesamt 27 Elemente aus Sodalith und Türkis werden mit satiniertem Gold und poliertem Roségold kombiniert. Die unterschiedlichen Materialien bilden ein ineinandergreifendes Muster aus Dunkelblau, Türkis und warmen Metalltönen. Besonders reizvoll ist das Zusammenspiel der Oberflächen. Während der dunkelblaue Sodalith eine vergleichsweise ruhige Wirkung besitzt, setzt der Türkis mit seinem helleren Farbton lebendigere Akzente. Die satinierten und polierten Goldpartien erzeugen zusätzliche Kontraste. Aus den unterschiedlich geformten Elementen entsteht so eine Komposition, die das ursprüngliche Tarnmuster in eine plastische, fast architektonisch wirkende Gestaltung übersetzt.

Piaget: Making of der Andy Warhol Camouflage

Piaget: Making of der Andy Warhol Camouflage

© Piaget

Die Herstellung verlangt große Präzision. Die einzelnen Stein- und Goldelemente müssen so bearbeitet werden, dass sie sich passgenau zu einem geschlossenen Muster zusammenfügen. Laut Piaget waren für den Entwurf, die Gestaltung und die Herstellung des Zifferblatts insgesamt mehr als 100 Arbeitsstunden erforderlich. Die Verbindung von Schmucksteinen und Gold besitzt bei Piaget eine lange Tradition. Bereits in den frühen 1960er-Jahren begann die Manufaktur, farbige Edel- und Schmucksteine verstärkt in ihre Uhren zu integrieren. Seither wurden zahlreiche Materialien verwendet, darunter Lapislazuli, Jade, Opal und Koralle. Die farbenreiche Gestaltung entwickelte sich zu einem wichtigen Bestandteil der Markenidentität.

Auch das Gehäuse der neuen Andy Warhol „Camouflage“ greift ein historisches Design auf. Die charakteristische Kissenform mit ihren mehrfach abgestuften, godronierten Konturen besteht bei dieser Edition aus Weißgold. Die breiten Gehäuseränder rahmen das Zifferblatt wie ein Kunstwerk ein. Zwei weißgoldene Dauphine-Zeiger übernehmen die Zeitanzeige. Angetrieben werden sie vom automatisch aufziehenden Manufakturkaliber 501P1. Auf dem Gehäuseboden finden sich die Signatur Andy Warhols sowie die individuelle Nummerierung der limitierten Edition. Die Andy Warhol „Camouflage“ erscheint in einer Auflage von 86 Exemplaren – eine Zahl, die zugleich auf das Entstehungsjahr der künstlerischen Vorlage verweist.

Piaget Andy Warhol „Camouflage“ Limited Edition | Weißgold, 45 x 43 mm | Manufakturkaliber 501P1, Automatik | 40 h Gangreserve | Alligatorlederband | limitiert auf 86 Exemplare | 90.000 Euro

Franck Muller Vanguard Slim Amador Montes: Die Handschrift des Künstlers

Franck Muller: Vanguard Amador Montes Slim

2 Größen, 2 Materialien: Franck Muller Vanguard Amador Montes Slim

© Franck Muller

Während Piaget ein bereits bestehendes Kunstwerk in die Sprache der Uhrmacherei übersetzt, verfolgt Franck Muller mit der Vanguard Slim Amador Montes einen anderen Ansatz. Die Schweizer Marke hat den mexikanischen Künstler Amador Montes eingeladen, charakteristische Motive seines eigenen Schaffens unmittelbar in die Gestaltung einer Uhr einzubringen. Montes stammt aus Oaxaca und ist seit mehr als 25 Jahren als bildender Künstler tätig. Seine Arbeiten wurden in über 130 Ausstellungen in Amerika, Europa und Asien präsentiert. Kennzeichnend sind persönliche Symbole, figürliche Elemente und eine Bildsprache, in der sich unterschiedliche Motive miteinander verbinden.

Für die Vanguard Slim mit ihrem charakteristischen tonneauförmigen Gehäuse entwickelte Montes ein gestalterisches Konzept, das über die Dekoration des Zifferblatts hinausgeht. Dieses besitzt eine kamelfarbene, mikrogestrahlte Oberfläche, auf der sich verschiedene Illustrationen und persönliche Motive des Künstlers verteilen. Besonders ungewöhnlich ist die Gestaltung der Zeiger. Sie sind von den Flügeln einer Schnake inspiriert, einem Insekt, das in den Arbeiten von Montes immer wieder auftaucht. Damit beeinflusst die künstlerische Idee unmittelbar ein funktionales Element der Uhr. Die Zeiger dienen nicht mehr ausschließlich der Anzeige von Stunden und Minuten, sondern werden selbst zum Teil der Bildkomposition. Einen deutlichen Farbakzent setzt die rosafarbene Krone. Sie greift einen charakteristischen Farbton aus der künstlerischen Welt von Montes auf und bildet einen bewussten Kontrast zur zurückhaltenden Grundfarbe des Zifferblatts.

Kooperation mit Franck Muller: Der mexikanische Künstler Amador Montes

Kooperation mit Franck Muller: Der mexikanische Künstler Amador Montes

© Franck Muller

Die Vanguard Slim Amador Montes erscheint in zwei Gehäusegrößen von 35 bzw. 41 mm Breite. Beide sind wahlweise aus Edelstahl oder 18-karätigem Roségold erhältlich. Die kleinere Ausführung misst 8,7 mm in der Höhe, die größere 9,1 mm. Die charakteristische Vanguard-Gehäuseform mit ihren geschwungenen Konturen bleibt bei allen Varianten erhalten. Bei den Roségoldmodellen setzen karamellfarbene Einsätze an den Gehäuseseiten zusätzliche Akzente. Die Armbänder werden mit verdeckten Schrauben direkt am Gehäuse befestigt und schaffen so einen fließenden Übergang zwischen beiden Komponenten.

Für den Antrieb sorgt das automatische Manufakturkaliber MVT FM 708 mit 38 Stunden Gangreserve. Das Werk erlaubt die Anzeige von Stunden und Minuten und ist mit verschiedenen traditionellen Schliff- und Politurtechniken veredelt. Insgesamt entstehen 60 Exemplare. Die 41-mm-Version aus Edelstahl ist auf 30 Stück limitiert, die entsprechende Roségoldausführung auf 10. Von den beiden kleineren Varianten werden jeweils 10 Exemplare gefertigt. Jede Uhr wird mit zwei austauschbaren Armbändern in Pink und Karamell ausgeliefert. Auch die Präsentationsbox wurde von Amador Montes gestaltet und trägt seine Illustrationen sowohl auf der Außen- als auch auf der Innenseite.

Vanguard Slim Amador Montes | Edelstahl oder 18 Karat Roségold, 35 bzw. 41 mm Gehäusebreite | Kaliber MVT FM 708, Automatik | ca. 38 h Gangreserve | wasserdicht bis 30 m | zwei austauschbare Armbänder | insgesamt 60 Exemplare | 14.600 bis 23.800 CHF

Vacheron Constantin Franck Muller Piaget Glashütte Original Senator Glashütte Original Chopard Luxusuhren Schweizer Uhren Uhren über 50.000 Euro limitierte Uhren-Editionen

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