Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

Lépine Taschenuhr von Patek Philippe - die Lieblingsuhr von Jasmin Gadola

Patek Philippe-Lépin-soldat
© Patek Philippe
Die Sammlung des Uhrenmuseums Beyer gehört zu den bedeutendsten weltweit. Lückenlos macht sie die Geschichte der Zeitmessung von 1400 v. Chr. bis heute erlebbar. Zur Ausstellung zählen seltene und kostbare Exponate wie Sonnen-, Sand-, Wasser-, Stand-, Taschen- und Armbanduhren sowie wissenschaftliche Instrumente zur Zeitbestimmung und Navigation. Das Museum ist eine beliebte Attraktion in Zürich. Es liegt im Untergeschoss der Beyer Chronometrie, dem ältesten Uhrengeschäft der Schweiz, dessen Ursprung auf 1760 datiert. Es wird heute in achter Generation von René Beyer geleitet. Das Museum wurde 1971 auf Initiative von seinem Vater, Theodor Beyer, zu jener Zeit Geschäftsführer, gegründet. Er war nicht nur ein passionierter Uhrenhändler, sondern auch ein Sammler historischer Zeitmesser, der seine Leidenschaft der Öffentlichkeit zugänglich machte. Sein Sohn René teilt diese Sammelleidenschaft und unter seiner Ägide wird die Sammlung kontinuierlich erweitert.
Seit Januar 2021 leitet Jasmin Gadola das Museum. Als Kuratorin beschäftigt sie sich ausführlich mit Herkunft und Historie jedes einzelnen Exponats. Ihr aktuelles Lieblingsstück ist eine goldene Taschenuhr von Patek Philippe, die seit drei Jahren in der Ausstellung ist und eine Geschichte mit vielen Facetten erzählt. 1924 wurde sie Albert Borsdorff, dem damaligen Direktor der Tuchfabrik Wädenswil AG in der gleichnamigen Stadt am Zürichsee, zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum überreicht.
Die Schenkung wurde in einer Inschrift auf dem Gehäuseboden festgehalten: »Herrn Direktor Albert Borsdorff aus Anlass seiner 25-jährigen Tätigkeit. Der Verwaltungsrat der Tuchfabrik Wädenswil AG, den 6. November 1924.«
Der faszinierende Aspekt für Gadola ist dabei, dass die Uhr nicht nur einen Meilenstein und eine Ehrung im Leben des Herrn Borsdorff dokumentiert, sondern auch einen Teil der lokalen Industriegeschichte. Die Tuchfabrik war zu jener Zeit ein bedeutender Arbeitgeber im Kanton Zürich. Unter der Regie des Direktors und technischen Leiters wurde 1905 die Erweiterung des Shedbaus geplant und eine neue Struktur der Betriebsabläufe eingeführt. Seine Visionen machten sich bezahlt: 1906 produzierte die Tuchfabrik jährlich 142.000 Meter Stoff, auf der Landesausstellung von 1914 in Bern wurde sie für ihre hochwertigen Produkte mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Heute noch zeugen die mächtigen Shedhallen der 1978 stillgelegten Fabrik von der einstigen Größe.
In Zukunft soll sie von der Zürcher Hochschule der Angewandten Wissenschaften genutzt werden. Neben diesem Bezug zur Industriegeschichte ist die Taschenuhr auch ein Teil der Historie der Beyer Chronometrie, die eine lange und enge Beziehung mit Patek Philippe unterhält. Bereits drei Jahre nach der Firmengründung der Genfer Manufaktur in 1839 führte Beyer die exquisiten Luxuszeitmesser in seinem Sortiment. Persönliche Begegnungen der Familien Beyer und Stern prägten die Verbindung: So begann Adelrich Beyer, René Beyers Urgroßvater, 1880 ein Volontariat bei Patek Philippe und lernte dort seine zukünftige Frau kennen. Thierry Stern, der heutige Präsident von Patek Philippe, absolvierte wiederum in jungen Jahren ein Praktikum bei dem Fachhändler.
Jüngster Höhepunkt in der Geschäftsbeziehung ist die erste händlergeführte Patek-Philippe-Boutique der Schweiz, seit 2011 unter der Regie der Beyer Chronometrie. Sie liegt direkt neben dem Ladengeschäft in der Bahnhofstrasse 31. Auch die Lieblingsuhr der Museumsleiterin ging bei Beyer über den Ladentisch, wie eine Händlersignatur auf dem Rand des Gehäuseboden dokumentiert: »Fabriquée pour Beyer Zurich«. Sie war also von Patek Philippe speziell für den Verkauf bei Beyer vorgesehen und entsprechend gekennzeichnet. »Dass die Taschenuhr des Fabrikdirektors Albert Borsdorff, die 1924 in unserem Geschäft an der Bahnhofstrasse verkauft wurde, wieder in unser Haus zurückgefunden hat, freut mich sehr. Ich finde ihre gut dokumentierte Geschichte faszinierend und wir bewundern den tadellosen Zustand der Uhr. Er zeigt, dass der Zeitmesser stets in Ehren gehalten wurde«, sagt Gadola. Und so schließt sich der Kreis: Heute hat die Lépine einen Ehrenplatz im Museum. sz
Taschenuhr Schweizer Uhren Szene Luxusuhren Emaille Zifferblatt Vintage Uhren Archiv

Neueste Beiträge

Oris Aquis Date Kelp Forest Limited Edition: Im Zeichen des Meeresschutzes - Limitierte Taucheruhr
Die neue Sonderedition von Oris basiert auf der Aquis Date und besticht durch ein besonderes Zifferblatt in Ozeangrün, dessen schimmernde Oberfläche an sanft im Wasser wogende Kelpwälder erinnert.
3 Minuten
22. Okt 2026
Einzelstück in Handarbeit: Der Chronograph Lacerta von A. Mantei
Zifferblatt, Zeiger, Modifikation des Uhrwerks: Am Chronographen Lacerta ist vieles Handarbeit. Im Meisteratelier A. Mantei in Itzehoe entsteht das Einzelstück.
3 Minuten
Frederique Constant präsentiert The Elements Collection – Edition 2026 - Seltene Mineralien und erstklassige Manufaktur-Uhrwerke
Die Elements Collection – Edition 2026 vereint drei stilprägende Modelle der Classic Manufacture in einem Set: die Classic Moonphase Date Manufacture, die Classic Tourbillon Manufacture und die Classic Perpetual Calendar Manufacture.
4 Minuten
22. Okt 2026
Top Thema: Hamilton x Call of Duty: Diese Khaki Field trägt Captain Price

Hamilton x Call of Duty: Diese Khaki Field trägt Captain Price

- Top Thema
Hotspot: Atlantic Worldmaster Open Heart – Die Unruh im Rampenlicht

Atlantic Worldmaster Open Heart – Die Unruh im Rampenlicht

- Hotspot
WatchTime September 2026

Das aktuelle WatchTime Magazin

- Jetzt erhältlich

Das könnte Sie auch interessieren

Patek Philippe in Mailand: Sieben exklusive Limited Editions für Italien
Zur Watch Art Grand Exhibition in Mailand präsentiert Patek Philippe sieben Sondermodelle, die ausschließlich auf den italienischen Markt kommen. Das Spektrum reicht von einer Aquanaut und drei Calatrava-Varianten bis zum neuen Chronographen mit augenblicklichem ewigem Kalender und zwei Weltzeit-Minutenrepetitionen.
5 Minuten
Ladies First: Patek Philippe lanciert sechs neue Gondolo-Schmuckuhren
Die Gondolo Ladies First ist eine farbenfrohe Neuinterpretation des legendären Ladies First Chronographen von 2009. Sie wird in zwei Modellreihen angeboten: In drei Varianten mit diamantbesetzten Zifferblättern sowie in drei „Joaillerie“-Ausführungen mit Diamant-Vollbesatz auf Zifferblatt, Gehäuse und Bandanstößen.
4 Minuten
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige