Produkt: Download: Rolex Oyster Perpetual Sea-Dweller im Test
Download: Rolex Oyster Perpetual Sea-Dweller im Test
Rolex hat die Optik der Taucheruhr Sea-Dweller verändert. Und auch im Innern kommt Neues zum Einsatz! Wie sich das auf den Klassiker auswirkt, klärt der Test.

6 Uhren mit Magnetfeldschutz

Wie Uhrenmarken ihre Modelle vor Magnetfeldern schützen

Magnetfelder kommen überall um uns herum vor und nehmen zu. Sie gehen von Elektromotoren, Lautsprechern, Induktionskochfeldern, Mobiltelefonen, den weit verbreiteten Kühlschrankmagneten oder von magnetischen Schließen an Handtaschen aus. Eine Untersuchung von ungefähr 1.000 Uhren, die in den Kundendienst von Sinn Spezialuhren kamen, hat ergeben, dass etwa 60 Prozent von ihnen magnetisiert beziehungsweise dass deren Gang durch Magnetismus gestört war. Dafür, dass es so weit erst gar nicht kommt, sorgt Magnetfeldschutz: Hier sind sechs aktuelle Uhren mit erhöhtem Magnetfeldschutz.

Alles über Magnetfeldschutz bei mechanischen Zeitmessern erfahren Sie im kostenlosen Webinar “Ask the Expert”.

Anzeige

Uhr mit Magnetfeldschutz #1: Omega

Auf der Baselworld 2018 stellte Omega eine komplett überarbeitete Serie der Seamaster Diver 300M vor. Zu den bestehenden Edelstahl- und Bicolormodellen im 42-Millimeter-Format kam Anfang 2019 eine 43,5 Millimeter große Modellversion aus schwarzer Keramik und Titan dazu. Bei dieser Uhr wurden die schmalen Linien auf dem stilbildenden Wellenzifferblatt nicht in die Tiefe gelasert, sondern stehen als poliertes Relief aus der ansonsten matten Keramik hervor.

Hier können Sie einen Test der Omega Seamaster Diver 300M downloaden.

Omega: Seamaster Diver 300M in Keramik und Titan
Omega: Seamaster Diver 300M in Keramik und Titan

Auch in dieser Version der Seamaster Diver 300M tickt hinter einem Titanboden mit Saphirglasfenster das Master Chronometer Kaliber 8800 mit Automatikaufzug. Das heißt, auch diese neue Seamaster Diver 300M hat neben der “normalen” Chronometerprüfung ebenso die acht strengen Prüfungen des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) bestanden und widersteht damit Magnetfeldern von mindestens 15.000 Gauß. Dieser hohe Magnetfeldschutz wird durch die Verwendung einer Silizium-Unruhspirale und weiterer antimagnetischer Materialien, wie beispielsweise des sogenannten Nivagauss, im Bereich des Uhrwerks erreicht. Omega rüstet nach und nach fast alle Zeitmesser mit dieser äußerst magnetfeldsicheren Uhrwerktechnologie aus.

Omega: Die neuen Seamaster Professional Diver 300M-Modelle sind mit dem Master Chronometer Kaliber 8800 ausgestattet
Omega: Master Chronometer Automatikkaliber 8800

Ebenfalls 2019 erweitert Omega die beliebte Seamaster Diver 300M um einen Chronographen im 44-Millimeter-Gehäuse. Die Uhr gibt es in drei Materialvarianten: Stahl, Stahl/Gold und Gold. Im Innern arbeitet das automatische Master Chronometer-Kaliber 9900 mit einem Magnetfeldschutz von  mindestens 15.000 Gauß.

Omega: Seamaster Diver 300M Chronograph in Edelstahl
Omega: Durch den Boden der Seamaster Diver 300M Chronograph sieht man das Kaliber 9900
Omega: Seamaster Diver 300M Chronograph Bicolor

Uhr mit Magnetfeldschutz #2: Certina DS-1 Big Date 60th Anniversary

Die zum Jubiläum des Certina-eigenen DS-Systems, das 1959 eingeführt wurde, lancierte DS-1 Big Date 60th Anniversary verbindet das noch immer aktuelle „Doppelte Sicherheitssystem“ mit den Ansprüchen der Neuzeit, sprich erhöhten Magnetfeldschutz.

Certina: DS-1 Big Date 60th Anniversary
Certina: DS-1 Big Date 60th Anniversary

 

Dieser wird durch das automatische Powermatic-Kaliber 80.651 erreicht, in dem die innovative Nivachron-Spirale zum Einsatz kommt. Diese Spiralfeder – eine Legierung auf Titanbasis – wurde von der Swatch Group gemeinsam mit Audemars Piguet entwickelt und bereits im vergangenen Jahr angekündigt. Im Gegensatz zu einer Silizium-Spirale ähnelt ihre Herstellung der einer konventionellen Nickel-Stahl-Feder, ist damit preiswerter in der Herstellung und daher eine Alternative für Certina, eine Sportuhrenmarke, die sich – im Gegensatz beispielsweise zu Omega – im preislichen Einstiegsbereich befindet.

Nicht magnetisierbare Nivachron-Spirale (rechst gegenüber einer herkömmlichen Nickel-Stahl-Feder (links)
Nicht magnetisierbare Nivachron-Spirale (rechst) gegenüber einer herkömmlichen Nickel-Stahl-Feder (links)

Zusätzlich zu ihrer – je nach Uhrwerk um einen Faktor zehn bis zwanzig – erhöhten Widerstandskraft gegenüber magnetischen Einflüssen bietet die Nivachron-Spirale weitere Vorteile: Sie ist äußerst widerstandsfähig gegenüber Temperaturschwankungen und verfügt über eine ausgezeichnete Stoßfestigkeit. Das Kaliber 80.651 stellt das Powermatic 80-Uhrwerk der neuesten Generation dar. Es bietet, wie es seine Bezeichnung zum Ausdruck bringt, zeitgemäße 80 Stunden Gangautonomie und in der hier verbauten Version ein Großdatum bei sechs Uhr. Die DS-1 Big Date 60th Anniversary zeigt sich im 41 Millimeter großem Edelstahlgehäuse und dunkelgrünem Zifferblatt mit Dégradé-Effekt und Sonnenschliff-Finish sowie einem Milanaise-Armband.

Uhr mit Magnetfeldschutz #3: Zenith Defy El Primero 21

Die Defy El Primero 21 von Zenith sprach die Jury durch ihr ausgeprägt technisches Design an.
Zenith: Defy El Primero 21

Zenith stellte 2017 einen Chronographen vor, der auf die Hundertstelsekunde genau stoppen kann. Der Defy El Primero 21 arbeitet dabei mit dem neuen hauseigenen Automatikkaliber El Primero 9004, auch El Primero 21 genannt, das zweiteilig mit unabhängig laufenden Zeiger- und Räderwerken sowie jeweils eigenen Regulierorganen aufgebaut ist. Der Teil für die Zeitanzeige arbeitet mit 36.000 Halbschwingungen pro Stunde, der Chronographen-Mechanismus oszilliert mit 50 Hertz, was das Stoppen auf die Hundertstelsekunde genau ermöglicht. In beide Werke sind Carbon-Nanotube-Spiralen eingesetzt, die unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen und Magnetfeldern sind. Der Chronograph tickt im 44-Millimeter-Gehäuse aus Titan oder Keramik.

Uhr mit Magnetfeldschutz #4: Archimede

Archimede: Outdoor Antimag
Archimede: Outdoor Antimag

Die Archimede Outdoor Antimag erhält ihren erhöhten Magnetfeldschutz durch ein Weicheiseninnengehäuse. Dadurch ist das Sellita-Automatikkaliber SW 200-1 vor Magnetfeldern bis 80.000 A/m geschützt. Das 41 Millimeter große Gehäuse mit dem markanten Kronenschutz besteht aus gehärtetem Stahl, was die Uhr besonders gut vor Kratzern schützt. Zudem bleibt die Outdoor Antimag bis 200 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Auf dem schwarzen Zifferblatt sorgt ausreichend Leuchtmasse auf Ziffern und Zeigern für gute Ablesbarkeit auch bei schlechten Lichtverhältnissen.  Getragen wird der Zeitmesser am schwarzen Lederband.

Uhr mit Magnetfeldschutz #5: Rolex Oyster Perpetual Air-King

Rolex: Oyster Perpetual Air-King
Rolex: Oyster Perpetual Air-King

Rolex belebte 2016 die Modellbezeichnung Air-King neu und verlieh der zugehörigen Uhr einen betont sportlichen Look. Die Oyster Perpetual Air-King erschien mit markant gestalteten Ziffern und dem sogenannten Mercedes-Zeiger für die Stunden. Der Kontrast von weißen Ziffern und schwarzem Blatt erinnert gemeinsam mit dem umgekehrten Dreieck bei der Zwölf an das klassische Fliegeruhren-Design. Dennoch ist die Uhr die erste überhaupt, die die Rolex-Farben auf dem Zifferblatt trägt. Für den Antrieb kommt das Automatikwerk Rolex 3131 zum Einsatz, es arbeitet in einem 40 Millimeter großen Edelstahlgehäuse mit Weicheisenkalotte, die einen Magnetfeldschutz bis zu 1000 Gauß bietet.

Uhr mit Magnetfeldschutz #6: Sinn Spezialuhren 856 S

Sinn Spezialuhren: 856
Sinn Spezialuhren: 856

Mit der 856 S hat Sinn Spezialuhren neben den zahlreichen instrumentellen Chronographen eine Uhr mit Magnetfeldschutz im Erscheinungsbild einer Navigationsborduhr gestaltet. Der 40 Millimeter große Zeitmesser tickt mit dem Sellita-Automatikkaliber SW300-1, das einen erhöhten Magnetfeldschutz von 80.000 A/m durch ein Weicheiseninnengehäuse erhält. Die äußere Hülle ist tegimentierte und schwarz hartstoffbeschichtet. Die Uhr ist zudem mit der Ar-Trockenhaltetechnik ausgestattet, unterdrucksicher und druckfest bis 20 bar. MaRi

>> Mehr über Magnetfeldschutz bei Uhren erfahren Sie auch bei einem Vortrag auf der Watchtime Düsseldorf 2019

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt am 22. August 2014.

[3231]

Produkt: Download Einzeltest: Breitling Avenger Hurricane
Download Einzeltest: Breitling Avenger Hurricane
Die Breitling Avenger Hurricane beeindruckt durch ihre Größe, Leichtigkeit und Robustheit. Wie der Chronograph im Test abschneidet, erfahren Sie hier!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Schöne Zusammenstellung, aber warum fehlt die prominente Rolex Milgauss??

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Weil evtl. die Milgauss ausläuft…und das hier vorgestellte Modell eher schlecht bei Rolex läuft und gepushed werden muss?!

    Auf diesen Kommentar antworten
  3. Ich bin für den
    MAGNETSCHUTZ,DEN ICH HABE SELBST EINE OMEGA DYNAMIK MIT WEICHEISENKÄFIG

    Auf diesen Kommentar antworten
  4. Meine Uhren trage ich im Alltag schon nicht mehr, weil man überall von Handys, Tablets etc und deren Magnetfeldern umzingelt ist. Deshalb ist erhöhter Magnetfeldschutz heute unverzichtbar. Die Rolex Milgauss fehlt übrigens, weil sie mit der vorgestellten Air-King identisch ist. Der Unterschied ist nur das Design von Zifferblatt und Zeigern – und ein Preisunterschied von rund € 2.000,00.

    Auf diesen Kommentar antworten
  5. Rolex milgauss wäre da wohl die erste Wahl!!!
    Bitte bessere Artikel.
    Besten Dank
    Lg Alex Janka

    Auf diesen Kommentar antworten
  6. “und das hier vorgestellte Modell eher schlecht bei Rolex läuft und gepushed werden muss?!”

    Air King muss gepushed werden? Versuchen Sie mal, eine beim Konzessionär zu kaufen. Oder zum Listenpreis eine Neue beim Grauen.

    Auf diesen Kommentar antworten
  7. Wenn schon über Magnetfeldschutz getitelt wir, dann wäre es doch angebracht, zu jeder Uhr auch – mit einheitlicher physikalischen Messgrösse – die Magnetfeldresistenz zu berichten. Aber da scheuen alle fen Vergleich mit der noch immer nicht eingeholten Leistung der OMEGA. “Mille Gauss”? Eher zum Schmunzeln 😉
    Beste Grüsse
    Ch.M. mit der Cal. 8508 “>15’000 Gauss” am Handgelenk.

    Auf diesen Kommentar antworten

Schreiben Sie einen Kommentar zu Helmut Weber Antworten abbrechen

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren