Produkt: UHREN-MAGAZIN Digital 2/2018
UHREN-MAGAZIN Digital 2/2018
IWC Ingenieur Chronograph: Der neue Klassiker im Test +++ Marktübersicht: 80 Modelle unter 1000 Euro +++ Schwerpunkt: Retrouhren +++ Test: Longines Big Eye +++

7 aktuelle Bicompax-Chronographen

Moderne Chronographen mit nur zwei Hilfszifferblättern von TAG Heuer, Hamilton, Omega und Co.

Bicompax-Chronographen haben den Vorteil, dass sie aufgrund der geringen Anzahl von Anzeigen auf dem Zifferblatt besser ablesbar sind. Außerdem passt die Optik gut zum aktuell beliebten Retro-Stil. Unter einem Bicompax-Chronographen versteht man jene Stopper, die nur zwei Hilfszifferblätter bei drei und neun Uhr besitzen. Wir zeigen Ihnen 7 aktuelle Modelle mit solch einer Aufteilung.

#1 Bicompax-Chronograph: Glashütte Original Sixties Chronograph

Glashütte Original: Sixties Chronograph
Glashütte Original: Sixties Chronograph

Die Bicompax-Aufteilung tauchte eigentlich früher auf den Zifferblättern auf als jene mit drei Totalisatoren. Dennoch empfindet man heute eine Bicompax-Optik als moderner. Und so erlebt die Bicompax-Aufteilung besonders bei Chronographen im beliebten Retro-Stil ein Revival. Glashütte Original lässt sie in seiner Sixties-Kollektion wieder aufleben. Diese Uhrenlinie ist historisch inspiriert: Deck- und Bodenglas stehen weit aus dem Mittelteil hervor, wie es in den Sechzigern üblich war. Auch das Zifferblatt ist gewölbt wie in den 60ern. Damals hatte dies übrigens einen praktischen Hintergrund: Da das Uhrwerk so groß war, hat man die Uhr schlicht um das Kaliber herum gewölbt. Im Sixties Chronograph tickt heute das moderne Manufakturkaliber 39-34 mit automatischem Aufzug. In der Version mit silbernem Zifferblatt, goldenen Indexen und Zeigern sowie schwarzem Lederband kostet der Bicompax-Chronograph 7.800 Euro.

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#2 Bicompax-Chronograph: TAG Heuer Monaco 1989-1999 Limitierte Auflage

TAG Heuer: Monaco 1989-1999 Limited Edition
TAG Heuer: Monaco 1989-1999 Limited Edition

Die Monaco von TAG Heuer verkörpert mit ihrem gelungenen Retro- und Sportuhrendesign Rennsportfeeling pur. Das ist auch bei der limitierten Sonderedition Monaco 1989–1999  anlässlich ihres 50. Geburtstags der Fall.  Schon die Ur-Monaco aus dem 1969 besaß die Bicompax-Aufteilung. Die aktuelle Version kommt mit blauen und roten Farbakzenten sowie einem farblich passenden Kalbslederband mit Lochmuster. Angetrieben wird die 39 Millimeter große Edelstahluhr vom Automatikkaliber Sellita SW 300 mit Chronographenmodul von Dubois Dépraz, das bei TAG Heuer Calibre 11 heißt. Das Sondermodell wird 169-mal produziert und kostet 5.950 Euro.

#3 Bicompax-Chronograph: Hamilton Chrono-Matic 50

Hamilton: Chrono-Matic 50

Auch Hamilton nutzt die Bicompax-Aufteilung für eine nostalgische Anmutung. Die Chrono-Matic 50, die Hamilton anlässlich des 50. Geburtstags des ersten Automatik-Chronographen lanciert, erinnert optisch an ein Modell aus den 1970er-Jahren. Zusätzlich zur Tachymeterskala besitzt der Stopper noch eine innenliegende Countdown-Lünette, die über die Krone bei sieben Uhr bewegt wird. Der Drücker bei der Zehn ist dient dem Einstellen des Datums. Den sportlichen Look unterstreichen die roten Skalen, Zeiger und Drücker. Angetrieben wird der Stopper vom Automatikkaliber H-31 mit 60 Stunden Gangreserve, das auf dem Eta-Valjoux 7753 basiert. Von der 2.295 Euro teuren Uhr gibt es 1.972 Exemplare.

#4 Bicompax-Chronograph: Montblanc Heritage Monopusher Chronograph

Montblanc: Heritage Monopusher Chronograph
Montblanc: Heritage Monopusher Chronograph

Vintage-Charme pur verströmt der Heritage Monopusher Chronograph von Montblanc. Die symmetrische Aufteilung der Hilfszifferblätter entspricht ebenso den klassichen Vorbildern aus der Minerva-Historie wie die Eindrücker-Ausführung und die punktförmigen Stundenindexe. Im Innern der 42 Millimeter großen Edelstahluhr arbeitet das automatische Chronographenkaliber Sellita SW 510. So viel Retro-Charme kann man sich für 4.700 Euro ans Handgelenk legen.

#5 Bicompax-Chronograph: Tudor Black Bay Chrono Dark

Tudor: Black Bay Chrono Dark
Tudor: Black Bay Chrono Dark

Eine moderne Optik erhält dieser Bicompax-Chronograph vor allem durch seine Farbwahl. Ganz in Schwarz zeigt sich die Black Bay Chrono Dark von Tudor, der anlässlich der Partnerschaft mit der neuseeländischen Rugby-Nationalmannschaft, den “All Blacks”, und der Rugby-WM 2019 lanciert wurde. Auf dem schwarzen Zifferblatt heben sich sämtliche Anzeigen in Weiß deutlich ab und sorgen für eine gute Ablesbarkeit. Die Lünette ist feststehend und trägt eine Tachymeterskala. Angetrieben wird der 41 Millimeter große und bis 20 Bar wasserdichte Chronograph vom Automatikkaliber MT5813, das auf dem Breitling-Kaliber B01 basiert und von Tudor mit der eigenen Siliziumspiralfeder und dem eigenen Rotor ausgestattet wird. Kostenpunkt: 5.530 Euro.

#6 Bicompax-Chronograph: Omega Seamaster Diver 300M Chronograph

Omega: Seamaster Diver 300M Chronograph
Omega: Seamaster Diver 300M Chronograph

Für seine neue Taucheruhr Seamaster Diver 300M Chronograph nutzt Omega ebenfalls die Bicompax-Aufteilung auf dem Zifferblatt, das mit dem für die Serie typischen Wellenmuster versehen ist. Das verbaute Automatikwerk 9900 stammt aus eigenem Hause und ist als Master Chronometer zertifiziert – es bleibt bis 300 Meter vor eindringendem Wasser geschützt. Zudem bietet es eine Besonderheit: Um nicht auf die Anzeige der gestoppten Stunden verzichten zu müssen, führt Omega diese mit den gestoppten Minuten auf einem Hilfszifferblatt bei drei Uhr kurzerhand zusammen. Das hat den Vorteil, dass die gemessene Zeit wie die normale Uhrzeit intuitiv abgelesen werden kann. Für 7.000 Euro kann man mit dem Stopper abtauchen.

#7 Bicompax-Chronograph: Alpina Startimer Pilot Heritage Chronograph

Alpina: Startimer Pilot Heritage Chronograph
Alpina: Startimer Pilot Heritage Chronograph mit silberfarbenem Zifferblatt und schwarzen Totalisatoren

Auch Alpina setzt auf Vintage pur und wählt für den Startimer Pilot Heritage Chronograph neben der Bicompax-Aufteilung, noch die Eindrücker-Ausführung für die Chronographenfunktion und das kissenförmige Gehäusedesign. Die symmetrisch angeordneten Totalisatoren heben sich in Schwarz vom silberfarbenen Zifferblatt ab. Für Vortrieb sorgt bei der 42 Millimeter großen Edelstahluhr das Automatikkaliber Sellita SW 510, das La Joux-Perret von einem Zweidrücker- zu einem Eindrücker-Chronographen umbaut. Am Lederband kostet die Alpina Startimer Pilot Heritage Chronograph 2.895 Euro.

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Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Januar 2019.

Produkt: Chronos 02/2019
Chronos 02/2019
Messeneuheiten 2019 aus Basel und Genf+++Hands-on Porsche Design+++Test TAG Heuer+++Fliegeruhren von IWC

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Die Bremont gibt es noch nicht zu kaufen. Ausgeliefert wird sie m.W.n. ab Mai d.J.
    In der Uhr tickt ein Selitta 500-1 Kaliber. Für 4.200€ ein stolzer Preis, aber dafür ist Bremont ja bekannt.

    Es wäre toll, mal etwas mehr über den Einschaler zu erfahren, der horende Preisvorstellungen für die Uhren hat.
    Wo liegt der Mehrwert bei diesem Hersteller?

    Schaut man sich übrigens die Seite des Modells an, muss man unweigerlich an die missglückten Gehäuse der neuen Modelle von Breitling denken (Riefen in der Gehäuseflanke).

    Die anderen hier gezeigten Modelle sind doch glücklicherweise weit unter den UVP der Hersteller zu bekommen.

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  2. Tolle Auswahl. Meiner Meinung nach fehlt hier der – für mich schönste -Bicompax-Chronograph der Firma Guinand Modell 361.

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  3. Die Junghans hat ein schönes Ziffernblatt.

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  4. Mich spricht der Tudor Black Bay Chrono Dark am meisten an! Obwohl die anderen hier vorgestellten Hersteller bestimmt auch ihre Uhren- Fans
    haben werden.
    Der Omega Seamaster Diver hat einen klobigen Minutenzeiger, das geht auch eleganter, wie der Omega Seamaster Planet Ocean Chrono, auch bicompax, beweist.
    Tja, wenn da nicht die lieben Preise wären, die Jahr für Jahr noch oben entfliehen…

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  5. Stimmt, viele Uhren sind für Ottonormalverdiener schon lange nicht mehr bezahlbar!!!

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