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Lesedauer 4 Min.

Die 3 wichtigsten Uhrenlinien von Jaeger-LeCoultre

Jaeger-LeCoultre: Reverso Tribute Small Seconds
© Jaeger-LeCoultre
1903 begann der Werkespezialist LeCoultre aus dem Vallée de Joux im Schweizer Juragebirge eine Kooperation mit dem Unternehmen des Pariser Uhrmachers Edmond Jaeger, doch der gemeinsame Markenname Jaeger-LeCoultre entstand erst 1937.
Manufaktur Jaeger-LeCoultre © Jaeger-LeCoultre
Typisch für Jaeger-LeCoultre sind eine große Fertigungstiefe und eine lange Tradition als Werkehersteller: Über Jahrzehnte belieferte die Manufaktur so große Namen wie Patek Philippe oder Vacheron Constantin. Die Anzahl der selbst entwickelten Kaliber liegt jenseits der 1000!

Linie #1: Die rechteckige Wendeuhr - Reverso

Jaeger LeCoultre: Reverso Tribute Small Seconds © Jaeger-LeCoultre
Die rechteckige Wendeuhr Reverso wurde auf Anregung des Uhrenhändlers César De Trey, ein Geschäftspartner von LeCoultre, für Polo spielende britische Offiziere in Indien entwickelt. Um das damals noch empfindliche Uhrenglas zu schützen, konnten die Sportler die stählerne Rückseite nach vorn drehen. Reverso-Modelle gab es anfänglich nicht nur von LeCoultre, sondern auch von anderen namhaften Uhrenherstellern wie Patek Philippe, Cartier, Movado und Favre-Leuba. Nach Einstellung der Produktion in den 1940er-Jahren führte Jaeger-LeCoultre die Reverso ab 1972 exklusiv wieder ein. Mit der Mechanik-Renaissance in den 1980er-Jahren wurde sie zu einer Ikone, die das Markenbild von Jaeger-LeCoultre bis heute prägt. Die Rückseite bietet heute wie in der Anfangszeit Platz für Gravuren oder andere Individualisierungen bis hin zur Emailmalerei. Weit häufiger finden sich hier heutzutage jedoch zweite Zifferblätter mit zusätzlichen Funktionen. Beschädigungen sind in Zeiten kratzfester Saphirgläser schließlich nicht mehr zu befürchten, und bei extremen Sportarten wie Polo wird man die elegante Luxusuhr, welche die Reverso heute ist, wohl ohnehin nicht mehr tragen.

Linie #2: Klassisch-rund und kompliziert: Master Ultra Thin Tourbillon Moon 

Die Linie Master umfasst im Gegensatz zur Reverso ausschließlich Zeitmesser in klassisch-runder Form. Mit der rechteckigen Wendeuhr hat die Modelllinie jedoch sowohl die eleganten Zifferblätter gemein als auch das breite Spektrum an Komplikationen. Von der flachen Zweizeigeruhr bis hin zum Tourbillon mit Ewigem Kalender oder rotierender Sternenkarte ist alles denkbar. Der Name »Master« ist also durchaus gerechtfertigt. Das jüngste Modell ist die Master Ultra Thin Tourbillon Moon, in der erstmals ein Tourbillon mit eine Mondphasenanzeige zusammenkommt. Letztere bildet die Mondphase auf der nördlichen Hemisphere ab, bietet aber zudem eine Skala für die Mondphase auf der Südhalbkugel sowie für das sogenannte Mondalter in Tagen. Um das Zifferblatt läuft ein Zeigerdatum, das vom 15. auf den 16. jedes Monats den großen Tourbillonausschnitt bei der Sechs überspringt. All diese Funktionen werden vom neuen Manufaktur-Automatikkaliber 983 mit 45 Stunden Gangautonomie angetrieben. Das Gehäuse besteht aus der kürzlich eingeführten eigenen Legierung »Le Grand Rose«-Gold, die laut Jaeger-LeCoultre eine besondere Farbintensität und -stabilität aufweist. Die 41,5 Millimeter große und 12,1 Millimeter hohe Komplikationsuhr besitzt zwei Saphirgläser und ist bis 50 Bar druckfest.

Linie #3: Der Wecker am Handgelenk - Memovox

Jaeger-LeCoultre stellte den Armbandwecker Memovox erstmals 1950 vor. 1959 erschien mit der Memovox Deep Sea die erste voll unterwassertaugliche Uhr mit Alarmton. Im Jahr 1965 folgte dann die Memovox Polaris mit einem innen liegenden Tauchzeitring. Drei Jahre später folgte ein optisch überarbeitetes Modell, das in seiner Sportlichkeit die Inspiration für die heutige Polaris-Kollektion bildet. An das Modell von 1968 erinnert die Polaris Mariner Memovox, deren 42-Millimeter-Edelstahlgehäuse eine Druckfestigkeit bis 30 Bar bietet. Neben der herkömmlichen Krone, die zum Aufziehen und zum Einstellen von Uhrzeit und Datum dient, gibt es wie schon vor 53 Jahren zwei Zusatzkronen: Mit der oberen wird der innen liegende Taucherdrehring auf den Minutenzeiger ausgerichtet und mit der unteren die zentrale Zifferblattscheibe auf die gewünschte Alarmzeit gedreht. Für Vortrieb sorgt das hauseigene Automatikkaliber 956 mit einer Gangdauer von 45 Stunden, das im Jahr 2008 debütierte. Wenn der Alarm ausgelöst wird, schlägt ein winzig kleiner Hammer kräftig auf eine Bronzeglocke. ak
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