Große Sammlung, kleine Dimensionen: Fünf Luxusuhren unter 40 Millimetern
Lange Zeit schienen größere Gehäuse das Maß aller Dinge zu sein. Inzwischen besinnen sich jedoch immer mehr Manufakturen auf klassische Proportionen und beweisen, dass wahre Präsenz nichts mit Durchmesser zu tun hat. Gerade für Besitzerinnen und Besitzer schmaler Handgelenke stellen Modelle unter 40 Millimetern oft die harmonischere Wahl dar. Doch eine tolle Sammlung lebt nicht allein von ihren Abmessungen. Sie sollte unterschiedliche Einsatzzwecke abdecken, zeitlose Designs vereinen und genügend Abwechslung für jeden Anlass bieten. Die folgenden fünf Zeitmesser zeigen, wie vielseitig und begehrenswert eine Luxuskollektion bis 25.000 Euro sein kann – ganz ohne überdimensionierte Gehäuse.
Tudor – Black Bay 54
TudorTaucheruhr: Tudor – Black Bay 54
Für Urlaub und Alltag ist man mit der kürzlich vorgestellten Black Bay 54 „Blue“ gerüstet. Tudor präsentiert seine kompakte Taucheruhr in einer besonders charakteristischen Farbvariante. Das 37 Millimeter große Edelstahlgehäuse orientiert sich an historischen Referenzen, verbindet die klassischen Proportionen jedoch mit moderner Technik und zeitgemäßem Tragekomfort. Im Mittelpunkt steht das gewölbte, dezent satinierte Zifferblatt in einem kräftigen Saphirblau. Die farblich abgestimmte Aluminium-Lünette verzichtet auf eine Minutenunterteilung und unterstreicht den reduzierten Vintage-Charakter. Der charakteristische Snowflake-Stundenzeiger trifft auf einen Sekundenzeiger im klassischen Lollipop-Stil. Beide sind, genau wie die applizierten Indizes und der Minutenzeiger, mit Superluminova versehen und gewährleisten auch bei Dunkelheit eine gute Ablesbarkeit. Im Inneren arbeitet das automatische Manufakturkaliber MT5400. Das COSC-zertifizierte Werk zieht in beide Richtungen auf und bietet eine Gangreserve von rund 70 Stunden. Eine Wasserdichtheit bis 200 Meter, die verschraubte Krone sowie eine einseitig drehbare Lünette machen die Black Bay 54 zu einer vollwertigen Taucheruhr. Zur Wahl stehen ein dreireihiges Edelstahlband mit Tudors komfortabler T-Fit-Schließe sowie ein schwarzes Kautschukband. Die Version am Stahlband kostet 4.280 Euro, das Modell am Kautschukband 4.060 Euro. Damit verbindet die Black Bay 54 „Blue“ historische Nähe, alltagstaugliche Technik und eine markante, zugleich ausgesprochen tragbare Farbgebung.
Jaeger-LeCoultre – Reverso Classic Monoface
Jaeger-LeCoultreDresswatch: Jaeger-LeCoultre – Reverso Classic Monoface
Nur wenige Armbanduhren besitzen einen ähnlich hohen Wiedererkennungswert wie die Reverso von Jaeger-LeCoultre. Ursprünglich 1931 für Polospieler entwickelt, schützte ihr patentiertes Wendegehäuse das Uhrglas vor Schlägen. Die Reverso Classic Monoface führt dieses Erbe in seiner puristischsten Form fort und verbindet funktionale Ingenieurskunst mit Eleganz. Das 35,78 × 21 Millimeter große Edelstahlgehäuse bleibt den charakteristischen Art-déco-Proportionen der historischen Reverso treu, während das silberfarbene Zifferblatt mit guillochierter Mitte, vertikal gebürstetem Außenring, appliziertem Logo und gebläuten Zeigern klassische Zurückhaltung ausstrahlt. Gleichzeitig eröffnet die blanke Rückseite des Wendegehäuses vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Gravur. Für Antrieb sorgt das nur 2,9 Millimeter hohe Manufakturkaliber 846 mit Handaufzug. Es schlägt mit 21.600 Halbschwingungen pro Stunde, bietet eine Gangreserve von 50 Stunden und konzentriert sich auf die Anzeige von Stunden und Minuten. Die stilvolle Ergänzung kostet 8.250 Euro.
Omega – Speedmaster 38
OmegaChronograph: Omega – Speedmaster 38
Seit mehr als sechs Jahrzehnten zählt die Speedmaster zu den bedeutendsten Chronographen der Uhrengeschichte. Während die Moonwatch ihren legendären Ruf der Raumfahrt verdankt, richtet sich die Speedmaster 38 an Liebhaber kompakterer Proportionen. Sie verbindet die emblematische Designsprache der Kollektion mit zeitgemäßer Alltagstauglichkeit und einer vielseitigen Größe. Das Edelstahlgehäuse misst 38 Millimeter und bietet hohen Tragekomfort. Typisch für die Linie sind die feststehende Tachymeterlünette sowie das harmonisch gestaltete Zifferblatt mit horizontal angeordneten Totalisatoren und Datumsanzeige bei sechs Uhr. Saphirglas auf Vorder- und Rückseite erlaubt zugleich den Blick auf das dekorierte Uhrwerk. Angetrieben wird die Uhr vom automatischen Co-Axial-Kaliber 3330 mit Schaltradchronograph und Siliziumspirale. Das Chronometer-zertifizierte Manufakturwerk arbeitet mit einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und bietet eine Gangreserve von 52 Stunden. Dank Co-Axial-Hemmung überzeugt es durch hohe Langzeitstabilität, geringen Verschleiß und ausgezeichnete Ganggenauigkeit. Für 6.100 Euro wird auch der Chronograph Teil der eigenen Sammlung.
Longines – Spirit Zulu Time
LonginesGMT: Longines – Spirit Zulu Time
Mit der Spirit Zulu Time knüpft Longines an eine lange Tradition von Uhren für Reisende an. Bereits 1925 präsentierte die Marke ihre erste Armbanduhr mit zweiter Zeitzone, deren Zifferblatt die Zulu-Flagge trug – ein Verweis auf die im Flugverkehr verwendete Weltzeit (UTC). Die heutige Spirit Zulu Time greift dieses historische Erbe auf und verbindet Fliegeruhren-DNA mit GMT-Technik. Das 39 Millimeter große Edelstahlgehäuse bietet ausgewogene Proportionen und wird von einer beidseitig drehbaren Lünette mit Keramikeinsatz ergänzt. Das anthrazitfarbene Zifferblatt überzeugt mit hervorragender Ablesbarkeit und sorgfältig ausgearbeiteten Details, während die zusätzliche GMT-Anzeige das gleichzeitige Erfassen einer zweiten Zeitzone ermöglicht. Im Inneren arbeitet das exklusive Longines-Kaliber L844 mit Automatikaufzug. Die Siliziumspirale sorgt für eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Magnetfeldern und trägt zur langfristigen Gangstabilität bei. Darüber hinaus ist das Werk von der COSC als Chronometer zertifiziert und erfüllt damit strenge Anforderungen an Präzision und Zuverlässigkeit. Für 3.450 Euro wechselt der Zeitmesser ans Handgelenk von Vielreisenden oder Liebhabern funktionaler Sportuhren.
Baltic × SpaceOne – Seconde Majeure
Baltic × SpaceOneHingucker: Baltic × SpaceOne – Seconde Majeure
Die Seconde Majeure ist das Ergebnis einer ungewöhnlichen Zusammenarbeit zweier französischer Marken mit völlig unterschiedlichen Philosophien. Während Baltic für klassisch inspirierte Zeitmesser mit Vintage-Charakter steht, verfolgt SpaceOne einen futuristischen Ansatz mit neuartigen Formen der Zeitanzeige. Gemeinsam mit dem unabhängigen Uhrmacher Théo Auffret entstand daraus eine Uhr, die traditionelle Mechanik und modernes Industriedesign auf außergewöhnliche Weise miteinander verbindet. Das 38,5 Millimeter große Gehäuse aus 904L-Edelstahl kombiniert klassische Proportionen mit einer vollständig neu interpretierten Zifferblattarchitektur. Stunden und Minuten werden nicht über klassische Zeiger, sondern über rotierende Saphirscheiben angezeigt. Die Stunden erscheinen bei zwölf Uhr, die Minuten bei sechs Uhr, während ein zentraler Sekundenzeiger die Konstruktion in Bewegung hält. Je nach Ausführung ist das Zifferblatt mit einem fein gebürsteten Finish oder einer aufwendig von Hand ausgeführten „Charbonné“-Oberfläche erhältlich – einer historischen Veredelungstechnik, die bis zu drei Stunden Handarbeit erfordert. Präzision garantiert ein automatisches Soprod-P024-Kaliber mit 42 Stunden Gangreserve, das durch ein exklusiv von Théo Auffret entwickeltes Springstunden-Modul ergänzt wird. Der komplexe Mechanismus mit Sternrad, Schaltrad und Feder ist teilweise auf dem Zifferblatt sichtbar und macht den faszinierenden Sprung der Stundenscheibe zur vollen Stunde unmittelbar erlebbar. Die Montage erfolgt in Paris. Mit ihrer innovativen Zeitanzeige, hochwertigen Verarbeitung und einem Preis von unter 3.000 Euro gehört die Seconde Majeure sicherlich zu den spannendsten unabhängigen Neuerscheinungen der vergangenen Jahre und wertet jede Sammlung auf.
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