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Lesedauer 7 Min.

Alternativen zur Royal Oak: Markante Sportuhren mit integriertem Stahlband

Nach dem Hype um die Swatch Royal Pop ist auch die Royal Oak von Audemars Piguet in aller Munde. Wer die Royal Oak cool findet, aber nicht das passende Budget hat und dennoch eine feine mechanische Uhr in einem ähnlichen Design sucht, wird bei uns fündig: Wir stellen 7 Alternativen in verschiedenen Preisklassen vor.
Tudor: Royal mit blauem Zifferblatt

Tudor: Royal mit blauem Zifferblatt

© Tudor

Der Hype um die Royal Pop von Swatch begann langsam, steigerte sich dann aber gewaltig: Nach den ersten Teasern von Swatch selbst war relativ schnell klar, dass die neueste Kooperation von Swatch nicht eine konzerneigene Luxusmarke wie Omega oder Blancpain betreffen würde, sondern die unabhängige Manufaktur Audemars Piguet mit ihrer Ikone Royal Oak. Doch nachdem alle an eine Armbanduhr à la MoonSwatch oder Bioceramic Scuba Fifty Fathoms dachten, stellte sich heraus: Die Royal Pop ist eine Taschenuhr am Band, die man auch um den Hals oder an der Tasche tragen kann. 

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Objekt der Begierde: Audemars Piguet x Swatch Royal Pop

© Swatch

Trotzdem erreichte der Hype beinahe die Ausmaße der ersten Moonswatch: riesige Schlangen vor den entsprechenden Swatch-Boutiquen, sogar Schlägereien und Festnahmen gab es. Nicht alle, die schon Stunden und Tage vor der Eröffnung am 16. Mai vor den Läden campierten, wollten die Royal Pop für sich selbst: Schon bevor die erste Royal Pop über den Tresen ging, sprach man von erwarteten Sekundärmarktpreisen bis um die 3.000 Euro – bei einem offiziellen Ladenverkaufspreis von 385 Euro. Inzwischen haben sich die Preise der Flipper grob zwischen 1.000 und 2.000 Euro eingependelt.

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Das große Vorbild: Audemars Piguet Royal Oak, hier in der Referenz 15510ST.OO.1320ST.06

© Audemars Piguet

Die Royal Oak ist also wieder in aller Munde. Wer das Gerald-Genta-Design dieser 1972 eingeführten ersten Luxusuhr aus Edelstahl liebt, mit ihrer achteckigen Lünette, den sichtbaren Lünettenschrauben, dem integrierten Metallband, findet freilich auch unter bestehenden Uhren interessante Alternativen. Diese Uhren sind weit davon entfernt, die Royal Oak zu kopieren, es sind aber allesamt sportlich-elegante Uhren mit integriertem Metallband und einer charakteristischen Lünette. Wir haben für Sie 7 attraktive Alternativen in verschiedenen Preiskategorien herausgesucht.

Maen: Midnight 37

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Maen: Midnight 37 mit blauem Zifferblatt © Maen

Die Maen Manhattan 37 ist eine der interessantesten bezahlbaren Alternativen im Segment der integrierten Stahl-Sportuhren. Mit ihrer achteckigen, aber sanft geschwungenen länglichen Lünette, dem integrierten Edelstahlband und dem strukturierten Zifferblatt greift sie die Formensprache der 1970er-Jahre auf, setzt mit einem Durchmesser von 37 mm aber auf eine zurzeit stark gefragte reduzierte Größe. Das Wechselspiel von satinierten und polierten Flächen sorgt für einen hochwertigen Eindruck. Neben dem Gehäuse wird das Design von einem mit Genfer Streifen verzierten Zifferblatt geprägt, das je nach Lichteinfall deutlich changiert. Gleichzeitig bleibt die Uhr mit einer Bauhöhe von 9,3 mm relativ flach, was sie besonders elegant macht. Obwohl die in Schweden beheimatete Marke die Uhr mit 999 Euro sehr günstig bepreist, bietet sie mit dem La Joux-Perret G100 ein hochwertiges Schweizer Automatikwerk mit rund 65 Stunden Gangreserve. Mit einem Deckglas aus Saphirkristall und einer Wasserdichtheit bis 100 Meter zeigt sich die Manhattan 37 als Uhr, die keinerlei Kompromisse bei der Qualität macht. 

Nivada Grenchen: F77 SST White MK2 38mm

Nivada Grenchen: F77 SST White MK2 38mm

Nivada Grenchen: F77 SST White MK2 38mm

© Nivada Grenchen:

Die Nivada Grenchen F77 wirkt mit ihrer achteckigen Lünette und den acht Sechskantschrauben fast wie eine Kopie, dabei bezieht sie sich direkt auf ein historisches Modell der Marke aus dem Jahr 1977. Das Vorbild kam also nur 5 Jahre nach der Royal Oak und ein Jahr nach der Patek Philippe Nautilus auf den Markt und atmet heute wie damals den Geist der Zeit der maskulinen Stahl-Sportuhren mit kantigen Elementen und unverkennbarer Eleganz. Das aktuelle Modell, 2023 auf den Markt gebracht, zeichnet sich zudem durch ein Zifferblatt mit Korbgeflechtmuster sowie ein doppelt gewölbtes Saphirglas aus. Neben dem integrierten Stahlband sind für die 38 mm große Edelstahluhr auch ein Kautschuk- und ein Klettverschlussband erhältlich. Als Antrieb nutzt Nivada das Soprod-Automatikkaliber P024 mit rund 40 Stunden Gangreserve. Wie viele Nivada-Modelle zeichnet sich auch die F77 SST White MK2 38mm durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aus: Sie kostet 1.420 Euro.

Yema: Wristmaster Slim CMM.20

Yema: Wristmaster Slim CMM.20 mit blauem Zifferblatt

Yema: Wristmaster Slim CMM.20 mit blauem Zifferblatt

© Yema

Die Yema Wristmaster Slim CMM.20 ist eine besonders flache Interpretation der integrierten Stahl-Sportuhr. Mit ihrem integrierten Edelstahlband, der geometrischen Gehäuseform, polierten Fasen und vertikal gebürsteten Flächen bewegt sich die Uhr im Hinblick auf ihre Gestaltung im Umfeld sportlich-eleganter Stahluhren der 1970er-Jahre. Ein Hingucker ist neben der markanten Lünette vor allem das Zifferblatt mit seiner waagerechten Linienstruktur. Als französische Manufaktur aus Morteau, einen Steinwurf von der Schweizer Grenze entfernt, setzt Yema auf ein Manufakturwerk: das In-house-Kaliber Yema CMM.20  – "CMM" steht dabei für Calibre Manufacture Morteau. Das Automatikwerk mit einem Mikrorotor aus Wolframkarbid bietet eine hohe Gangreserve von 70 Stunden. Das Werk wird in Morteau entwickelt, montiert und reguliert, während Komponenten aus einem französisch-schweizerischen Zuliefernetzwerk stammen. Mit nur 3,7 Millimetern Werkhöhe erlaubt das CMM.20 eine flache Gehäusekonstruktion: Die Wristmaster Slim CMM.20 baut nur 9 mm hoch und hat einen Durchmesser von 39 mm. Weitere Features sind ein gewölbtes Saphirglas, ein verschraubter Boden mit Sichtfenster und eine verschraubte Krone, die zur Wasserdichtheit bis 100 Meter beiträgt. Die Wristmaster ist also nicht nur eine attraktive Alternative zur Royal Oak, sondern als französische Manufakturuhr auch zum Universum SChweizer Uhrmacherkunst. Der Preis der Uhr liegt bei 2.249 Euro.

Maurice Lacroix: Aikon Automatic Date 39 mm

Maurice Lacroix: Aikon Automatik Date 39mm in Edelstahl mit Stahlband

Maurice Lacroix: Aikon Automatik Date 39mm in Edelstahl

© Maurice Lacroix

Die Aikon Automatic von Maurice Lacroix gehört zu den populärsten Royal-Oak-Alternativen im mittleren Preisbereich. Mit ihrer runden Lünette und den sechs aufgesetzten Reitern, die an die Krappen aus der Juwelierskunst erinnern, interpretiert sie das Thema Lünette auf ihre eigene Weise, die weit in die Modellhistorie von Maurice Lacroix zurückreicht. Der harmonische Übergang vom Gehäuse zum 5-gliedrigen Metallband und vor allem das strukturierte Zifferblatt mit Nagelmuster sowie die Form von Zeigern und Stundenindexen versprüht aber einen ähnlichen Spirit wie die Royal Oak. Mit einer Gesamthöhe von 11 mm ist die 39 mm große Aikon nicht superflach, trägt aber auch nicht sehr am Arm auf. Im Inneren setzt Maurice Lacroix auf das bewährte Sellita-Automatikkaliber SW 200, das hier unter der Bezeichnung ML 115 läuft. Mittlerweile gibt es die Aikon auch in anderen Materialien wie Titan und Bronze – als Royal-Oak-Alternative fungiert sie aber am besten im Edelstahlkorpus mit Band aus dem gleichen Material. Der Preis liegt bei 2.250 Euro.

Baume & Mercier Riviera 10866

Baume & Mercier Riviera 10866

Baume & Mercier Riviera 10866

© Baume & Mercier

Auch unter der neuen Führung setzt Baume & Mercier weiterhin auf die sportlich-elegante Riviera. Man findet sie in verschiedensten Versionen, auch mit Quarzwerk oder als Automatikchronograph. Mit ihrer feststehenden zwölfeckigen Lünette unterscheidet sie sich leicht von der Royal Oak, wartet aber wie diese mit markanten Lünettenschrauben auf, wobei die Genfer sich auf vier begrenzen. Die Riviera 10866 als Dreizeigeruhr mit Datum, Automatikwerk und strukturiertem Zifferblatt zeigt viele Elemente, die auch für die Royal Oak typisch sind, wird aber mit einem Kautschukband am Arm getragen, was eher an die Royal Oak Offshore denken lässt. Typisch für die Riviera sind zudem die Verwendung von römischen Ziffern bei 6 und 12 Uhr sowie das Gegengewicht des Sekundenzeigers in Form des griechischen Buchstabens Phi. Die 42 mm große und 10,66 mm hohe Referenz 10866 verwendet als Werk nicht das Baumatic-Kaliber, sondern ein automatisches Sellita SW 200 mit 38 Stunden Gangreserve. Die bis 100 Meter wasserdichte Uhr verkauft Baume & Mercier für 2.790 Euro.

Tudor: Royal 

Tudor: Royal mit blauem Zifferblatt Ref. M2840D1A0-0002

Tudor: Royal mit blauem Zifferblatt Ref. M2840D1A0-0002

© Tudor

Die Tudor Royal – hier mit blauem Zifferblatt – ist eine sportlich-elegante Stahluhr mit integriertem Band, die innerhalb der Tudor-Kollektion eine etwas eigene Position einnimmt: Sie hat weniger Toolwatch-Vibes als die Black Bay oder die Pelagos und gibt sich nicht ganz so klassisch wie die 1926, sondern rangiert näher an der Idee einer urbanen Alltagsuhr mit sportlichem Einschlag. Was die Royal so charakterstark macht, ist in erster Linie die markante gekerbte Lünette, daneben das fünfreihige integrierte Stahlband sowie das Sonnenschliff-Zifferblatt mit den aufgesetzten römischen Ziffern und der prominenten Wochentagsanzeige bei 12 Uhr. Unverkennbar ist auch das leicht tonneauförmige Gehäuse mit den konvexen Linien am oberen und unteren Gehäuserand. Mit diesen Elementen spricht die Royal auch Liebhaber und Bewunderer der Royal Oak an – auch sie wenn die AP-Ikone nicht direkt zitiert. Bei der Royal bestimmt die Gehäusegröße die Wahl des Werks: Die hier gezeigte Day-Date-Ausführung in 40 mm verwendet das Tudor-Kaliber T603, das auf dem Sellita SW240-1 basiert. Die bis 100 Meter wasserdichte Uhr ist für 3.340 Euro erhältlich.

Bell & Ross: BR-05 36 mm Grey Steel

Bell & Ross: BR-05 36 mm Grey Steel

Bell & Ross: BR-05 36 mm Grey Steel

© Bell & Ross

Die Bell & Ross BR-05 36 mm zeichnet sich durch vier markante Lünettenschrauben und ein integriertes Metallband aus, gleichzeitig aber auch durch ein sehr eigenständiges Design, das von der Royal Oak, wenn überhaupt, nur sehr weitgehend inspiriert ist. Trotzdem gehört sie als sportlich-markante und gleichzeitig höchst elegante Luxusuhr in eine ähnliche Kategorie. Die von uns ausgewählte Bell & Ross BR-05 36 mm Grey Steel überträgt den bekannten BR-05-Entwurf in ein kompakteres, flacheres Format. Statt der früher dominierenden 40-mm-Größe misst das Edelstahlgehäuse hier 36 mm bei nur 8,5 mm Höhe. Dadurch wirkt die Uhr deutlich eleganter und tragbarer, ohne den typischen Bell-&-Ross-Code zu verlieren: ein rundes Zifferblatt in einem abgerundeten quadratischen Gehäuse, vier sichtbare Schrauben auf der Lünette, integriertes Stahlband und ein Wechsel aus satinierten und polierten Flächen. Im Innern der bis 100 Meter wasserdichten Uhr mit verschraubter Krone arbeitet das Automatikkaliber BR-CAL.329 mit 54 Stunden Gangreserve. Damit unterscheidet sich die 36-mm-Version technisch von älteren beziehungsweise größeren BR-05-Varianten mit anderen Kalibern. Mit einem Preis von 4.500 Euro befindet sie sich am oberen Rand unserer Übersicht.

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