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Zwei Monde, zwei Welten: Chronoswiss Lunar Chronograph Aurora und Space Timer Gravity

Mit dem Lunar Chronograph Aurora und dem Space Timer Gravity präsentiert Chronoswiss zwei unterschiedliche Interpretationen des Mondes. Die eine klassisch-komplex, die andere futuristisch-reduziert.
Chronoswiss Lunar Chronograph Aurora

Chronoswiss Lunar Chronograph Aurora

© Chronoswiss

Mit dem Lunar Chronograph Aurora und dem Space Timer Gravity präsentiert Chronoswiss zwei Uhren, die kaum unterschiedlicher sein könnten – und doch aus derselben DNA stammen. Beide erzählen vom Mond. Aber jede spricht eine andere Sprache. 

Lunar Chronograph Aurora: Klassik im neuen Licht 

Der Lunar Chronograph ist keine Neuheit. Seit 1999 gehört er zu den bekannten Modellen der Chronoswiss-Kollektion – eine seltene Verbindung aus Chronograph, Datum und Mondphase, vereint in einer ausgewogenen, architektonischen Komposition. Was ihn auszeichnet, ist nicht eine einzelne Komplikation, sondern die Art, wie diese zusammenspielen: Chronographen-Zentralsekunde, 30-Minuten- und 12-Stunden-Zähler, Mondphase bei 3 Uhr, kleine Sekunde bei 9 Uhr, analoger Datumszeiger am äußeren Rand. Viel Information, aber nicht chaotisch. Mit der Aurora führt Chronoswiss diesen Klassiker in die Ära des „Modern Mechanical" – ein Begriff, den die Marke für ihre neue Designrichtung gewählt hat. Und die Verwandlung beginnt beim Zifferblatt.

Chronoswiss Lunar Chronograph Aurora

Chronoswiss Lunar Chronograph Aurora

© Chronoswiss

Vollständig CVD-beschichtet, wechselt das Zifferblatt je nach Lichteinfall von tiefem Grün zu lebendigem Blau. CVD steht für Chemical Vapor Deposition – ein Verfahren, bei dem ultradünne Schichten aus Metallen oder Keramiken im Vakuum auf eine Oberfläche aufgedampft werden. Das Ergebnis ist eine iridisierende, farbwechselnde Oberfläche, die je nach Blickwinkel und Lichtquelle unterschiedlich erscheint. Kein statisches Blau, kein eindeutiges Grün – sondern ein Changieren, das an Nordlichter erinnert. Daher der Name: Aurora. Die weißen Zeiger ziehen mit klarem Kontrast über das Zifferblatt.

Chronoswiss-DNA

Das 41-mm-Gehäuse aus poliertem Edelstahl trägt die unverwechselbaren Chronoswiss-Merkmale: die ikonische Zwiebelkrone und die verschraubten Bandanstöße mit patentiertem Autobloc-System. Diese Details verankern die Uhr in ihrer Tradition. Die Höhe von 15 mm ist spürbar, aber nicht störend. Es ist eine Uhr mit Präsenz, aber ohne Dominanz. Das dunkelgraue Nubuklederband ist weich, matt, haptisch angenehm – und bildet einen reizvollen Kontrast zum schimmernden Zifferblatt.

Chronoswiss Lunar Chronograph Aurora

Chronoswiss Lunar Chronograph Aurora

© Chronoswiss

Kaliber C.755: Mechanik mit Substanz

Im Inneren arbeitet das Automatikkaliber C.755 – ein Werk, das die Luzerner Manufaktur seit Jahren in verschiedenen Modellen einsetzt. Es basiert auf einem Valjoux 7751, wurde aber von Chronoswiss modifiziert und verfeinert. Mit 25 Lagersteinen, einer Frequenz von 4 Hz (28.800 A/h) und einer Gangreserve von 46 Stunden ist es ein solides, zuverlässiges Werk. Die Finissierung ist sorgfältig: skelettierter, rhodinierter Rotor mit Côtes de Genève, polierte Ankerhebel, Ankerrad und Schrauben, perlierte Brücken und Platinen. Durch den Saphirglasboden sichtbar, offenbart das Werk eine Ästhetik, die Chronoswiss' Anspruch an mechanische Authentizität widerspiegelt.

Chronoswiss Space Timer Gravity

Chronoswiss Space Timer Gravity

© Chronoswiss

Space Timer Gravity: Der Kosmos am Handgelenk 

Während die Aurora einen Klassiker weiterentwickelt, wagt der Space Timer Gravity etwas anderes: Er verlässt die vertrauten Pfade und betritt den Weltraum, nicht als Metapher, sondern als greifbare, strukturreiche Realität. Der Space Timer Gravity widmet sich der Schwerkraft – jener unsichtbaren Kraft, die alles um uns herum formt. 

Zwischen Guilloché und Lasertechnologie 

Das teilweise handguillochierte Zifferblatt ist mit einer farbwechselnden CVD-Beschichtung versehen, die von tiefem Grün zu Ozeanblau wechselt. Es wirkt flüssig, fast planetarisch. Die Guilloché-Arbeit erfolgt von Hand, mit einer Maschine, die der Graveur selbst steuert. Jede Linie entsteht durch präzisen Druck, jede Kurve durch feine Bewegungen. Es ist ein Prozess, der Konzentration, Erfahrung und ein Gefühl für Rhythmus verlangt. Auf der linken Seite des Zifferblatts taucht der Mond auf – nicht als simpler Druck, sondern als Ergebnis eines hochentwickelten Laserprozesses. Basierend auf einem Originalfoto der NASA, rekonstruiert Chronoswiss die zerklüftete Oberfläche der Mondlandschaft mit bemerkenswerter Tiefe. Das Ergebnis ist eine subtile, dreidimensionale Textur, die zu genauerem Hinsehen einlädt – wie das Nachzeichnen von Kratern durch ein Teleskop. Über diesem Terrain schweben transparente Stunden- und Datumsringe aus ITR2, einem hochwertigen Verbundmaterial, das für seine Leichtigkeit und Widerstandskraft bekannt ist. Sie scheinen zu schweben, umkreisen das Zifferblatt, ohne dessen Fluss zu unterbrechen. 

Darunter wird das freigelegte Räderwerk von einer hellblauen Brücke eingefasst, die denselben Farbton wie der zentrale Sekundenzeiger aufgreift. Es ist ein Zifferblatt, das man nicht auf den ersten Blick erfasst, sondern mit jedem weiteren Blick neu entdeckt. Das 44-mm-Gehäuse aus mattgrauem Edelstahl ist größer als die Aurora. 44 mm sind heute kein Extrem mehr, aber auch keine Standardgröße. Es ist eine Dimension, die Aufmerksamkeit verlangt. Das mattgraue Finish verleiht der Uhr eine ruhige, selbstbewusste Präsenz. In Kombination mit einem hellgrauen Nubuklederband entsteht eine Farbpalette, die kühl, elegant und zukunftsgerichtet wirkt.

Chronoswiss Space Timer Gravity

Chronoswiss Space Timer Gravity 

© Chronoswiss

Regulateur mit Mondphase 

Im Inneren schlägt das Chronoswiss Kaliber C.308, ein automatisches Werk mit Regulator-Anzeige, Datum und Mondphase. Mit 33 Lagersteinen, einer Frequenz von 4 Hz (28.800 A/h) und einer Gangreserve von 42 Stunden überzeugt der Antrieb der Anzeige: Dezentrale Stunden bei 12 Uhr, zentrale Minuten und Sekunden, Mondphase bei 6 Uhr. Der sogenannte „Open Gear"-Mechanismus – das freiliegende Räderwerk unter den transparenten Ringen – macht die Mechanik sichtbar. Hier wird Schwerkraft, wie die Zeit selbst, als unsichtbare, aber absolute Kraft inszeniert. Die Finissierung ist ähnlich sorgfältig wie beim C.755: polierte Ankerhebel, Ankerrad und Schrauben, perlierte Brücken und Platinen, skelettierter Rotor mit Côtes de Genève.

Zwei Uhren, eine Philosophie 

Was Lunar Chronograph Aurora und Space Timer Gravity verbindet, ist die Überzeugung, dass mechanische Uhrmacherei nicht zwischen Tradition und Moderne wählen muss – sondern beides vereinen kann. Die Aurora zeigt, dass ein Klassiker nicht statisch sein muss. Dass man ein bewährtes Design nehmen, seine DNA bewahren und es dennoch in eine neue Zeit führen kann. Der Space Timer Gravity zeigt, dass Tradition und Innovation keine Gegensätze sind. Dass man Guilloché von Hand ausführen und zugleich NASA-Fotos per Laser gravieren kann. 

Chronoswiss ist eine kleine Schweizer Manufaktur, die 1983 von Gerd-Rüdiger Lang in München gegründet wurde und seit 2012 in Luzern ansässig ist. Sie hat ihre eigene Nische gefunden: mechanische Uhren mit starkem Design, erkennbarer DNA (Zwiebelkrone, verschraubte Bandanstöße, Guilloché), handwerklichem Anspruch. Mit „Modern Mechanical" schlägt Chronoswiss ein neues Kapitel auf. Die Marke bleibt sich treu – Guilloché, Mondphase, Chronographen – aber sie traut sich, neue Wege zu gehen. Die Aurora richtet sich an Sammler, die Komplexität schätzen, die verstehen, was eine harmonische Komposition aus Chronograph, Mondphase und Datum bedeutet. Die Gravity richtet sich an Träger, die Präsenz wollen, und den Kosmos nicht nur als Metapher, sondern als strukturreiche Realität begreifen.

Chronoswiss Mondphasenuhr Chronograph Schweizer Uhren

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