Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 8 Min.

Czapek setzt die Antarctique in Titan und Cosmic Blue neu in Szene

Watches and Wonders 2026
Czapek Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue, Luxusuhr aus Titan mit Tourbillon

Czapek Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue

© Czapek

Mit drei neuen limitierten Modellen erweitert Czapek & Cie seine Antarctique-Kollektion um einen Werkstoff, der wie kaum ein anderer für zeitgenössische Sportlichkeit und hohen Tragekomfort steht: Titan. Zur diesjährigen Watches and Wonders präsentiert die Genfer Maison die Antarctique Dark Sector Cosmic Blue, die Antarctique Révélation Titanium Cosmic Blue sowie die Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue. Gemeinsam ist ihnen nicht nur das neue Titangehäuse, sondern auch ein Zifferblattton, der sich bereits jetzt als neue Hausfarbe etablieren dürfte: kosmisches Blau. Dieser wurde von Czapek nicht beiläufig gewählt. Vielmehr ist er das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses, in dem unterschiedlichste „Saphir“-Nuancen untersucht wurden, bis schließlich jener Ton gefunden war, der die gewünschte Balance aus Tiefe, Intensität und Leuchtkraft erzielt. Bemerkenswert ist dabei, dass Cosmic Blue auf allen drei Modellen scheinbar unterschiedlich wirkt. Je nachdem, ob die Oberfläche samtig, transparent, skelettiert oder guillochiert erscheint, absorbiert und reflektiert sie das Licht anders.

Titan als sportliche Konsequenz

Mit den neuen Modellen betont Czapek den sportlichen Charakter der Antarctique auf besonders stimmige Weise. Titan bringt jene Eigenschaften mit, die heute von vielen Uhrenliebhabern geschätzt werden: hohe Festigkeit, geringes Gewicht und damit einen ausgesprochen hohen Tragekomfort. Denn gerade bei Uhren mit integriertem Band wird das Gewicht nicht selten zu einem bestimmenden Faktor. Während manche Sammler die Präsenz einer schweren Uhr am Handgelenk als Ausdruck von Solidität und Wertigkeit empfinden, wünschen sich immer mehr Liebhaber einen Zeitmesser, der robust ist und dennoch fast vergessen lässt, dass er getragen wird. Der Korpus sowie das Band bleiben den bekannten Designcodes der Kollektion treu. Die charakteristische Gestaltung des Saphirglases, die schmale, weich gerundete Lünette und das markante Armband mit seinen C-förmigen Mittelgliedern definieren weiterhin die Silhouette. In Titan erhalten diese vertrauten Linien jedoch eine andere Wirkung. Je nach Modell kommen vollständig satinierte Glieder oder Kombinationen aus satinierten und polierten Flächen zum Einsatz. Hinzu kommen Czapeks Mikro-Verstellsystem für optimalen Sitz sowie ein Easy-Release-Mechanismus, der den schnellen Wechsel vom Metallarmband auf das zusätzlich mitgelieferte Kautschukband ermöglicht.

 

Czapek Antarctique Dark Sector Cosmic Blue, Titanuhr mit blauem Zifferblatt und Automatiwerk

Czapek Antarctique Dark Sector Cosmic Blue

© Czapek

Antarctique Dark Sector Cosmic Blue

Die Antarctique Dark Sector war bereits 2023 die Bühne für ein besonders markantes Zifferblattkonzept. Nun kehrt dieses Modell in Titan zurück und gewinnt durch Cosmic Blue und ein samtiges Finish sichtbar an Tiefe. Das Zifferblatt ist eine eigenständige Interpretation des klassischen Sektorzifferblatts und lebt von grafischer Strenge sowie räumlicher Staffelung. Am äußeren Rand verläuft eine traditionelle Minuterie, die zwei konzentrische Kreise umschließt. Diese Kreise sind leicht gewölbt, poliert und an zwölf Stellen unterbrochen. Genau dort wird die Stunde nicht durch einen Index oder eine Ziffer markiert, sondern durch eine Aussparung. Der Stundenzeiger verweist zur vollen Stunde auf einen dieser Leerräume, Minuten- und Sekundenzeiger – letzterer mit roter Spitze – überdecken die Aussparungen kurzzeitig beim Vorüberziehen.

Die Gestaltung der Stundenanzeige nimmt bewusst Bezug auf das Uhrwerk SXH5. Die charakteristische Formensprache seiner Brücken wird auf das Zifferblatt übertragen: eine ausgesparte Mitte, flankiert von erhabenen, hochglanzpolierten Flächen. Durch den Saphirglasboden zeigt sich besagte Feinmechanik mit ihrer heute für Czapek typischen Architektur. Sieben skelettierte Brücken, inspiriert von François Czapeks Taschenuhren des 19. Jahrhunderts, strukturieren das Werk. Der dezentral platzierte Mikrorotor unterstreicht die Eleganz des Aufbaus und lässt die dekorative Veredelung besonders gut zur Geltung kommen. Czapek arbeitet hier mit Kontrasten: sandgestrahlte, matte Flächen stehen hochglanzpolierten, von Hand anglierten Kanten gegenüber. Hinzu kommt die tief glänzende zentrale Brücke aus schwarzpoliertem Stahl. Das Kaliber SXH5 war 2020 anlässlich der Einführung der Antarctique-Kollektion das erste vollständig intern konzipierte und entwickelte Werk von Czapek und markiert bis heute einen Wendepunkt in der jüngeren Geschichte der Marke. Es verbindet Haute-Horlogerie-Anspruch mit den Anforderungen einer modernen Sportuhr. Der beidseitig aufziehende Mikrorotor besteht aus recyceltem Platin, die Unruh arbeitet mit vier Hertz, also 28.800 Halbschwingungen pro Stunde, und die Gangreserve beträgt 60 Stunden. Die Antarctique Dark Sector Cosmic Blue erscheint in zwei Größen: als 40,5-Millimeter-Version in einer Limitierung von 25 Exemplaren sowie als 38,5-Millimeter-Variante in zehn Exemplaren.

Czapek Antarctique Révélation Titanium Cosmic Blue, skelettierte Titanuhr mit blauem Zifferblatt

Czapek Antarctique Révélation Titanium Cosmic Blue

© Czapek 

Antarctique Révélation Titanium Cosmic Blue

Mit der Antarctique Révélation verfolgt Czapek einen anderen Ansatz. Hier steht nicht die grafische Struktur eines geschlossenen Zifferblatts im Mittelpunkt, sondern die Faszination für die Sichtbarkeit mechanischer Abläufe. Das Kaliber SXH7, das in der Révélation arbeitet, basiert zwar auf dem SXH5, ist aber keine bloß skelettierte Version des bestehenden Werks. Es wurde grundlegend neu gedacht. Ausgangspunkt war die Idee eines Sammlers, das Werk gewissermaßen „auf den Kopf zu stellen“, um sichtbar zu machen, was bei herkömmlichen Konstruktionen verborgen bleibt. In der Folge wurde die Hemmung umgedreht, sodass sie von der Zifferblattseite aus zu sehen ist. Auch der Sekundenstopp-Mechanismus wird dort sichtbar und erlaubt beim Stellen der Uhr einen faszinierenden Einblick in seine Funktionsweise. Die logische Konsequenz war eine weitgehende Öffnung der Grundplatine, wodurch ein vielschichtiger, architektonischer Eindruck mehrerer Ebenen entsteht.

Weil sich der Sekundenzeiger nicht mehr über eine Brücke aus der Mitte ableiten ließ, wurde bei 4:30 Uhr eine kleine Sekunde integriert. Um größtmögliche Transparenz zu bewahren, sitzen die Anzeigen auf einem Saphirglas-Unterzifferblatt. Auch die Schwungmasse wurde angesichts ihrer beidseitigen Sichtbarkeit vollständig dekoriert und graviert. Gerade bei skelettierten Uhren ist die Gefahr groß, dass Faszination und Ablesbarkeit miteinander konkurrieren. Czapek begegnet diesem Problem hier ausgesprochen souverän. Das intensive Cosmic Blue dient nicht nur der ästhetischen Kohärenz, sondern auch als visueller Anker. In Kombination mit dem Kontrast zu Gehäuse und mechanischen Komponenten stabilisiert es die Anzeige und macht die Uhr trotz ihrer Offenheit erstaunlich gut ablesbar. Die Révélation Titanium erscheint ebenfalls in zwei Größen. Die 40,5-Millimeter-Version ist auf 50 Exemplare pro Jahr limitiert, die 38,5-Millimeter-Ausführung auf 25 Stück pro Jahr.

Czapek Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue, Uhr mit Tourbillon und blauem Zifferblatt aus Titan

Czapek Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue

© Czapek 

Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue

Die dritte Neuheit, die Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue, bildet gewissermaßen den Höhepunkt dieser Titan-Trilogie. Ihr Reiz liegt in der Klarheit, mit der Czapek die tragenden Elemente des Kalibers 9 auf der Zifferblattseite sichtbar macht. Fliegendes Tourbillon, Räderwerk und Federhaus sind auf der vertikalen Achse ausgerichtet und scheinen über dem handguillochierten Zentrum zu schweben. Dieses Zentrum trägt das sogenannte Singularité-Dekor, das von Czapeks langjährigem Partner Metalem eigens für dieses Modell entwickelt wurde. Der Name verweist auf den astronomischen Begriff der Singularität – auf jene Bereiche des Universums, in denen Raum und Zeit gewissermaßen verschmelzen und in ihrer gewohnten Form nicht mehr unterscheidbar sind. Genau diese Assoziation macht das Muster so stark: Es verleiht dem Zifferblatt eine enorme Tiefe und lässt die darüberliegende Mechanik wie in einem abstrakten Raum erscheinen. Dank des bereits beschriebenen Farbtons gewinnt dieser Eindruck nochmals deutlich an Intensität. Das Blau zieht den Blick in die Tiefe, während die mechanischen Strukturen sich scharf abzeichnen. Stundenindizes sitzen dabei nicht direkt auf dem Zifferblatt, sondern auf dem Minutenring. Handpolierte Kanten, die satinierte Bearbeitung der oberen Arme des Tourbillonkäfigs sowie die lange, schlanke Räderwerksbrücke und die skelettierte Federhausbrücke erzeugen vor diesem satten Blau ein lebendiges Spiel aus Licht und Schatten.

Auch die Rückseite bleibt dieser Idee treu. Der Aufzugsrotor aus 18-karätigem Gold ist von Czapeks unabhängiger Meistergraveurin von Hand mit einem Muster graviert worden, das wiederum von Schwarzen Löchern inspiriert ist. Das Kaliber 9 markiert für Czapek einen weiteren entscheidenden Entwicklungsschritt. Es ist das erste Werk der Marke, das nicht nur vollständig intern entworfen, konzipiert und konstruiert, sondern zum Großteil auch intern gefertigt wird. Technisch zeigt sich dies etwa in der neu entwickelten Geometrie des Tourbillons mit seinem präzise gefertigten konvexen Titan-Käfig sowie im gegen den Uhrzeigersinn arbeitenden Kronrad, für das Czapek eine eigene Verzahnung entwickeln musste. Darüber hinaus übernimmt die Manufaktur inzwischen auch bestimmte Finissierungen selbst. So werden etwa große Teile des Anglierens und Sandstrahlens der zentralen Zifferblattbrücke im eigenen Haus ausgeführt. Die Antarctique Tourbillon Titanium Cosmic Blue erscheint in einem 40,5-Millimeter-Gehäuse und ist auf 25 Exemplare limitiert.

Drei Kaliber, drei Entwicklungsstufen 

Die Auswahl dieser drei Modelle ist kein Zufall. Sie folgt einer inneren Logik, denn jedes der verwendeten Kaliber markiert einen wichtigen Abschnitt in der Entwicklung der Marke. Das SXH5 war der erste große Schritt hin zur echten uhrmacherischen Eigenständigkeit und ist bis heute ein Identitätsträger der Maison. Die Révélation zeigt, wie sich dieses Grundwerk in eine völlig neue ästhetische und konstruktive Richtung weiterdenken lässt. Das Kaliber 9 wiederum dokumentiert, wie weit Czapek mittlerweile beim Ausbau der eigenen Fertigungstiefe gekommen ist. Dabei betont die Marke zugleich, dass sie an das traditionelle Prinzip der Établissage glaubt. Czapek strebt eine moderne Form von Unabhängigkeit an: genug eigene Kompetenz, um Entwicklung, Konstruktion und große Teile der Fertigung selbst zu kontrollieren, und gleichzeitig die Freiheit, weiterhin mit den hervorragenden, spezialisierten Partnern der Schweiz für Gehäuse, Zifferblätter oder spezifische Komponenten zusammenzuarbeiten.

Mit den neuen Antarctique-Modellen gelingt Czapek auf diese Weise eine bemerkenswert schlüssige Weiterentwicklung seiner ikonischen Linie. Titan verändert die Antarctique nicht grundlegend, aber es verschiebt ihre Charakteristik. Die Uhren wirken leichter, technischer und sportlicher, ohne ihre hohe uhrmacherische Ausdruckskraft zu verlieren. Cosmic Blue wiederum sorgt dafür, dass diese technische Leichtigkeit nicht kühl oder distanziert erscheint, sondern emotional aufgeladen bleibt. Gerade in der Kombination aus markanter Form, integrierter Konstruktion, differenzierter Oberflächenbearbeitung und hochentwickelten Manufakturkalibern zeigen diese drei Neuheiten, wie souverän sich Czapek inzwischen zwischen Sportlichkeit und Haute Horlogerie bewegt. 

 

Panerai und die Kunst der großen Komplikationen

 

Czapek Titan Uhr Haute Horlogerie Tourbillon Skelettuhren

Neueste Beiträge

Alpina Startimer Pilot Automatic 2026: Neue Generation - Watches and Wonders 2026
Alpina zeigt vier neue Startimer Pilot Automatic-Modelle mit 40-mm-Gehäuse, La-Joux-Perret-Werk und 68 h Gangreserve. Alle Varianten im Überblick.
3 Minuten
17. Apr 2026
H. Moser & Cie. Neuheiten 2026: Streamliner Pump, Mini & spektakuläre Komplikationen im Fokus
Von der Reebok-inspirierten Streamliner Pump bis zur Minutenrepetition: Moser zeigt 2026, wie radikal moderne Uhrmacherei sein kann.
3 Minuten
Zenith auf der Watches and Wonders 2026
Skelettierte Chronographen, ein neuer Two-Tone-Auftritt und die Fortsetzung der G.F.J.-Linie
7 Minuten
16. Apr 2026
Fortis Marinemaster M-44 DLC – die Taucheruhr in ihrer härtesten Form

Fortis Marinemaster M-44 DLC – die Taucheruhr in ihrer härtesten Form

- Top Thema
Hotspot: Atlantic – Worldmaster Prestige Valjoux Limited Edition

Atlantic – Worldmaster Prestige Valjoux Limited Edition

- Hotspot

Das könnte Sie auch interessieren

Goodbye Oversize: Warum kleinere Uhren wieder dominieren - Trends und Hintergründe
Der Trend zu kleineren Uhren hält an, das wird sich auch auf der kommenden Leitmesse Watches and Wonders wieder zeigen. Wann begann das – und warum ist das überhaupt so? Wir zeigen, was hinter dieser Entwicklung steckt – und warum 36 bis 39 Millimeter heute für viele Modelle wieder als ideal gelten.
6 Minuten
28. Mär 2026
Rolex-Neuheiten 2026: neue Daytona und Day-Date 40
Jubilee-Gold, Emaille-Zifferblatt und Platin-Stahl-Kombination
6 Minuten
13. Apr 2026
Rolex-Gerüchte 2026: Jubiläen, Rückkehrer und der nächste große Schritt
Von Oyster-Geburtstag über Milgauss-Comeback und Day-Date bis zur „Padellone“-Spur: Welche Neuheiten Rolex zur Watches & Wonders 2026 liefern könnte
7 Minuten
25. Feb 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige