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Lesedauer 4 Min.

Geneva Watch Days 2026: Diese Uhren sind unsere Favoriten

Von erschwinglicher Handaufzugsuhr bis zum spektakulären Tourbillon: Die Geneva Watch Days 2026 zeigen die ganze Bandbreite moderner Uhrmacherei. Unsere Redaktion hat jene Neuheiten ausgewählt, die technisch, gestalterisch oder konzeptionell besonders überzeugt haben.
Frederique Constant Classics Moneta Handaufzug am Handgelenk

Frederique Constant Classics Moneta Handaufzug

© Frederique Constant 

71 Marken, fünf Messetage und eine Fülle neuer Uhren: Die Geneva Watch Days haben sich längst zu einem festen Termin im Uhrenkalender entwickelt. Zwischen unabhängigen Manufakturen, etablierten Häusern und überraschenden Kooperationen gab es auch 2026 viel zu entdecken. Welche Modelle bleiben nach den Präsentationen besonders im Gedächtnis? Wir haben unsere persönlichen Favoriten gewählt – von Frederique Constant über Bvlgari und Girard-Perregaux bis Gerald Charles.

Frontansicht der Frederique Constant Classics Moneta Handaufzug

Frederique Constant Classics Moneta Handaufzug

© Frederique Constant 

Daniela Pusch, Unit and Editorial Director x Frederique Constant Classics Moneta Handaufzug

Manchmal braucht es keine spektakuläre Komplikation, um nach einer Messe hängen zu bleiben. Die neue Classics Moneta Handaufzug von Frederique Constant ist dafür ein gutes Beispiel. Sie nimmt das charakteristische Design der 2024 eingeführten Moneta auf und übersetzt es erstmals in eine mechanische Variante. Besonders gelungen ist das Zusammenspiel aus dem körnigen Smoked Salmon-Zifferblatt, der geriffelten Innenkante unter dem Saphirglas und dem klassisch proportionierten Edelstahlgehäuse (38,5 mm). Im Inneren arbeitet das Handaufzugskaliber FC-435 von La Joux-Perret mit 63 Stunden Gangreserve. Durch den Saphirglasboden lässt sich die dekorierte Platine des Werks betrachten. Auf 999 Exemplare limitiert und mit schwarzem Alligatorlederband ausgestattet, kostet die Moneta Handaufzug 1.995 Euro. Für uns eine der Neuheiten der Geneva Watch Days 2026 bei der Gestaltung, Mechanik und Preis ungewöhnlich stimmig zusammenfinden.

Frontansicht der Bulgari – Octo Finissimo Dual Time × Vianney Halter

Bulgari – Octo Finissimo Dual Time × Vianney Halter

© Bulgari 

Johannes Beer, Junior Editor x Bvlgari – Octo Finissimo Dual Time × Vianney Halter

Mein persönlicher Favorit der diesjährigen Geneva Watch Days ist die Octo Finissimo Dual Time × Vianney Halter. Mit der zugegebenermaßen nicht ganz unauffälligen Kreation wagt Bvlgari eine Premiere: Erstmals dient die Octo Finissimo als Bühne für die unverwechselbare Handschrift eines unabhängigen Uhrmachers. Halters retrofuturistische Ästhetik trifft dabei erstaunlich stimmig auf die klare Geometrie der italienischen Designikone. Vier opalweiße Anzeigeelemente, markante blaue Zeiger und ein Sekundenzeiger mit roter Spitze verleihen der 40,5 Millimeter großen Uhr ihren eigenständigen Charakter. Auch technisch beeindruckt die Neuvorstellung: Die Feinmechanik ist lediglich 5,49 Millimeter hoch, besitzt einen Mikrorotor und verbindet GMT-, Datums- sowie Tag-/Nachtanzeige, während sie zudem 60 Stunden Gangreserve garantiert. Erhältlich ist die außergewöhnliche Kooperation in sandgestrahltem Titan, limitiert auf 30 Exemplare, sowie in Roségold am Alligatorlederband, von der lediglich zehn Exemplare entstehen.

Frontansicht der Girard-Perregaux Laureato Fifty Tourbillon Micro-Rotor 39mm

Girard-Perregaux Laureato Fifty Tourbillon Micro-Rotor 39mm

© Girard-Perregaux

Rüdiger Bucher, Senior Managing Editor x Girard-Perregaux – Laureato Fifty Tourbillon Micro-Rotor 39 mm

Mit dem neu entwickelten Manufakturkaliber GP8410, einem beeindruckenden Zifferblatt und einer zeitgemäßen Gehäusegröße von 39 mm hat sich die Laureato Fifty Tourbillon Micro-Rotor 39 mm von Girard-Perregaux den 1. Platz in meiner persönlichen Favoritenliste erobert. Das bei 6 Uhr platzierte Tourbillon lebt nicht nur von seiner Ästhetik und seiner Lebendigkeit, sondern erinnert durch die Form seiner Brücke an das berühmte Drei-Brücken-Tourbillon der Manufaktur aus La Chaux-de-Fonds. Das neue Kaliber GP8410 arbeitet mit 3 Hertz und bietet drei Tage Gangreserve. Für den Selbstaufzug sorgt ein Mikrorotor aus Platin, der das Werk gleichzeitig so flach hält, dass die Gesamthöhe der Uhr 10 mm nicht übersteigt. Den zweiten optischen Höhepunkt bildet das Clous-de-Paris-Dekor auf dem Zifferblatt, das sich auf den Werkbrücken wiederfindet. Abgerundet wird das Design des bis 50 m wasserdichten Edelstahl-Tourbillons durch die Laureato-typische 8-eckige Lünette und das integrierte Stahlband. Beim Kauf hat man die Wahl zwischen einem blauen Zifferblatt aus Grand-Feu-Email für 92.800 Euro und einem massiv roségoldenen Zifferblatt aus massivem 18-karätigem Gold für 97.200 Euro. 

Frontansicht der Gerald Charles Masterlink Atelier Edition

Gerald Charles Masterlink Atelier Edition

© Gerald Charles 

Mit der Verbindung aus traditioneller Handarbeit, eigenständiger Gestaltung und ultraflacher Mechanik gehört die Masterlink Atelier Edition von Gerald Charles zu den spannendsten Neuheiten der Geneva Watch Days 2026. Ihr 38 × 38 Millimeter großes Edelstahlgehäuse misst nur 7,99 Millimeter in der Höhe und bleibt dennoch bis 100 Meter wasserdicht. Im Mittelpunkt steht das von Hand gehämmerte Maillechort-Zifferblatt, dessen Oberfläche durch Hunderte gezielte Hammerschläge entsteht und jedes Exemplar zum Unikat macht. Im Inneren arbeitet das nur 2,67 Millimeter flache Manufakturkaliber GCA 1000 mit Mikrorotor und 50 Stunden Gangreserve. Drei Farbvarianten – Golden Rose, Rhodium und Golden Yellow – sind jeweils auf 25 Stück limitiert. Preis auf Anfrage. 

Bulgari Frédérique Constant Girard-Perregaux Gérald Charles Uhr Handaufzug Tourbillon

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