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Lesedauer 4 Min.

Girard-Perregaux bringt Williams-Blau auf die Laureato – und startet mit gleich zwei F1-Uhren

Die ersten Uhren der Partnerschaft mit Williams sind da: Girard-Perregaux lanciert zwei Laureato-Modelle mit Manufakturkalibern und Farben des FW48.
Detail, nahaufnahme, zifferblatt der Girard-Perregaux Laureato Williams Edition und Laureato Chronograph Williams Edition
©  Girard-Perregaux

Die Formel 1 und mechanische Uhren sind seit Jahrzehnten eng miteinander verbunden. Bei Girard-Perregaux bekommt diese Verbindung 2026 ein neues Kapitel: Nach der Bekanntgabe der langfristig angelegten Partnerschaft mit dem Atlassian Williams F1 Team folgen nun die ersten gemeinsamen Uhren. Und statt eine komplett neue Linie zu entwickeln, greift die Manufaktur auf ihre bekannteste Sportuhr zurück.

Die Laureato Williams Edition 42 mm und die Laureato Chronograph Williams Edition 42 mm übertragen die Farben des aktuellen Williams FW48 auf das charakteristische Laureato-Design. Die Verbindung passt auch historisch erstaunlich gut: Die Laureato debütierte 1975, Williams trat 1977 erstmals in der Formel 1 an. Beide blicken damit auf rund fünf Jahrzehnte kontinuierlicher Weiterentwicklung zurück.

Williams FW48 liefert die Farben für die beiden Laureato

Auf den ersten Blick bleiben beide Modelle unverkennbar Laureato. Die achteckige Lünette, das integrierte Metallband sowie der Wechsel zwischen satinierten und polierten Flächen bleiben erhalten. Beide Edelstahlgehäuse messen 42 Millimeter und sind bis 100 Meter beziehungsweise zehn bar wasserdicht. Die klassische Drei-Zeiger-Version ist 10,68 Millimeter hoch, der Chronograph kommt auf 12,16 Millimeter.

Die eigentliche Williams-Handschrift findet sich auf den Zifferblättern. Ihr kräftiges Blau orientiert sich am Williams FW48 der Formel-1-Saison 2026. Das traditionelle „Clous de Paris“-Dekor sorgt für Struktur, während rote Details die Linienführung des Rennwagens aufgreifen. Bei zwölf Uhr sitzt vergleichsweise zurückhaltend das Williams-„W“. Auch auf dem Saphirglasboden erscheint das Williams-Emblem metallisiert.

Front der Girard-Perregaux Laureato Chronograph Williams Edition 42 mm

Motorsport trifft Haute Horlogerie: Der Laureato Chronograph Williams Edition mit FW48-inspiriertem Blau und roten Akzenten.

©  Girard-Perregaux

Der Chronograph baut die Motorsport-Optik etwas deutlicher aus. Rhodinierte Ringe rahmen seine drei Totalisatoren ein, die rote Spitze des zentralen Chronographenzeigers setzt einen zusätzlichen Kontrast. Das Gehäuse und das integrierte Armband bestehen hier aus 904L-Edelstahl. 

die front der Girard-Perregaux Laureato Williams Edition 42 mm

Etwas reduzierter: Die Laureato Williams Edition 42 mm kombiniert das Williams-Blau mit dem typischen „Clous de Paris“-Dekor.

©  Girard-Perregaux

Die Drei-Zeiger-Version bleibt optisch ruhiger und dürfte damit für alle interessant sein, die den Formel-1-Bezug eher als Detail denn als dominierendes Thema am Handgelenk möchten.

Zwei Uhren – und zwei unterschiedliche Manufakturkaliber

Girard-Perregaux belässt es erfreulicherweise nicht bei einer farblichen F1-Sonderedition. Beide Modelle werden von eigenen Automatik-Manufakturwerken angetrieben.

In der Laureato Williams Edition 42 mm arbeitet das Kaliber GP1800-2892. Das nur 3,97 Millimeter hohe Werk besteht aus 191 Komponenten, arbeitet mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde beziehungsweise vier Hertz und stellt eine Gangreserve von mindestens 54 Stunden bereit. Neben Stunden und Minuten zeigt es die zentrale Sekunde sowie das Datum an.

Beim Laureato Chronograph Williams Edition 42 mm übernimmt das Kaliber GP03300-2451. Das Automatikwerk besteht aus 419 Einzelteilen und 63 Lagersteinen, arbeitet ebenfalls mit vier Hertz und bietet mindestens 46 Stunden Gangreserve. Zu Stunden, Minuten, kleiner Sekunde und Datum kommt hier die Chronographenfunktion – und damit die Komplikation, die am unmittelbarsten zur Zeitmessung im Motorsport passt.

Rückseite, gehäuseboden der Girard-Perregaux Laureato Williams Edition und Laureato Chronograph Williams Edition

Durch die Saphirglasböden bleiben die beiden unterschiedlich ausgestatteten GP-Manufakturkaliber sichtbar.

©  Girard-Perregaux

Durch die Saphirglasböden bleiben beide Werke sichtbar. Girard-Perregaux setzt unter anderem auf Genfer Streifen, Perlierung, Anglierungen, Spiegelpolitur, Satinierung sowie Sonnen- und Spiralschliff. Der Williams-Bezug endet also nicht auf dem Zifferblatt, ohne dabei die klassische Finissierung der Manufaktur zu verdrängen.

Der Auftakt einer längerfristigen Formel-1-Partnerschaft

Interessant ist vor allem, dass Girard-Perregaux die beiden Modelle ausdrücklich als Auftakt einer langfristigen Zusammenarbeit positioniert. Die Laureato Williams Edition bildet dabei die zurückhaltendere Interpretation, während der Chronograph über seine Funktion eine direktere Brücke zum Rennsport schlägt.

Das ist für Girard-Perregaux keineswegs der erste Kontakt zur automobilen Welt. Die Manufaktur arbeitete bereits in den 1990er-Jahren mit Ferrari zusammen und war von 2021 bis 2025 Partner des Aston Martin Formula One Teams. 2026 wechselt die Farbe damit gewissermaßen von Racing Green zu Williams-Blau.

Beide Williams Editions sind nicht limitiert. Laut den deutschen Herstellerunterlagen kostet die Girard-Perregaux Laureato Williams Edition 42 mm 15.700 Euro, die Laureato Chronograph Williams Edition 42 mm 20.300 Euro.

Girard-Perregaux Laureato Girard-Perregaux Sportuhren Edelstahl Uhren Schweizer Uhren Luxusuhren Uhren bis 20.000 Euro Uhren bis 50.000 Euro

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