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Lesedauer 3 Min.

Kunst der Illusion: Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or

Goldene Fäden, mechanische Präzision und Mikrochip-Technik
Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or, Edelstahluhr mit Automatikkaliber
© Louis Erard x Wire Art 

Die Neuvorstellung von Louis Erard entspringt einer ungewöhnlichen Kollaboration: den Ingenieuren und Künstlern Sylvie Villa & Mark Miehlbradt, Gründer von Wire Art, und dem unabhängigen Uhrenhaus Louis Erard. Ursprünglich konstruiert, um Mikroprozessoren zu verdrahten, fanden die Maschinen von Wire Art eine zweite Bestimmung – sie weben jetzt 24-Karat-Goldfäden in kunstvolle Zifferblätter. Was als Spitzentechnologie der Elektronik begann, wird hier zu einem poetischen Handwerk, das zugleich Innovation und Tradition vereint.

Das gewählte Cube-Motiv ist eine Signatur im Métiers d’Art-Kosmos von Louis Erard: bereits 2021 wurde es mittels Handguilloché umgesetzt, 2023 folgte eine Version mit Holzintarsie. Mit der „Fil d’Or“ erreicht dieses Motiv nun seine bislang aufwendigste Form – ein trompe-l’œil-Effekt, der mit optischen Täuschungen spielt, aber ausschließlich auf reinen Materialien beruht.

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or, Edelstahluhr mit kunstvollem Zifferblatt und Lederband

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or

© Louis Erard x Wire Art

Elegante Proportionen

Der Zeitmesser besitzt ein 39 Millimeter großes Edelstahlgehäuse, dessen elegante Proportionen an die Klassiker der Kollektion erinnern. Mit einer Höhe von 12,82 Millimetern und einer Länge von 45,9 Millimetern von Horn zu Horn trägt sich die Uhr angenehm, ohne an Präsenz einzubüßen. Während ein Saphirglas mit doppelseitiger Antireflexbeschichtung für klare Sicht sorgt, erlaubt der transparente Gehäuseboden Einblicke in die Feinmechanik. Graviert ist er mit „WIRE ART EDITION 1 of 99“, ein Hinweis auf die limitierte Auflage. Wasserdicht ist die Uhr bis 5 Bar.

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or, Edelstahluhr mit Goldfäden im Zifferblatt

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or

© Louis Erard x Wire Art 

3.660 Lötpunkte

Das Herzstück dieser Uhr ist das Zifferblatt – ein Kunstwerk aus 24-karätigem Gold. Auf einer tiefschwarzen Lackbasis sind 2.320 Golddrähte und 3.660 Lötpunkte von Hand und Maschine gesetzt. Jeder Draht ist nur 25 Mikrometer dick, dreimal feiner als ein menschliches Haar. Die Technik, welche aus der Mikroelektronik stammt, wurde von Wire Art patentiert und für die Uhrmacherei adaptiert: Ein reprogrammiertes Wire-Bonding-System platziert die Fäden, während mit höchster Präzision jede Verbindung verlötet wird. Das Ergebnis ist ein faszinierendes trompe-l’œil-Cube-Motiv, das durch die Reflexion des Goldes im Licht ständig neue Eindrücke schafft – mal geometrisch streng, mal organisch fließend. Die Stundenmarkierungen bestehen aus einzelnen Lötpunkten in Gold und integrieren sich subtil ins Gesamtbild. Rhodinierte Zeiger, oben satiniert, an den Kanten diamantpoliert und in Schwertform gestaltet, unterstreichen das elegante Erscheinungsbild.

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or, Automatikuhr aus Edelstahl

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or

© Louis Erard x Wire Art

Zugängliche Uhrmacherkunst

Für zuverlässigen Antrieb sorgt das veredelte Sellita SW261-1 Automatikwerk mit Stunden- und Minutenanzeige. Mit 31 Steinen und einer Frequenz von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde liefert es eine Gangreserve von 38 Stunden. Der skelettierte Rotor verfügt zudem über ein schwarz lackiertes Louis-Erard-Logo, das durch den Saphirglasboden sichtbar ist. Damit verbindet die „Fil d’Or“ funktionale Zuverlässigkeit mit ästhetischem Anspruch – ganz im Sinne der zugänglichen Uhrmacherkunst, welche die Marke seit Jahren verfolgt.

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or, Automatikuhr mit Gold-Zifferblatt

Louis Erard x Wire Art – Fil d’Or

© Louis Erard x Wire Art 

Abgerundet wird das Erscheinungsbild der Uhr durch ein beiges Kalbslederband mit feiner Narbung, dessen Rückseite aus schwarzem Kalbsleder gearbeitet ist. Umgerechnet rund 4.800 Euro sind nötig, um eines der lediglich 99 Exemplare in die eigene Sammlung mit aufnehmen zu können. 

 

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