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Lesedauer 3 Min.

Zwischen Mond und Mechanik: Slim d'Hermès Squelette Lune

Eine skelettierte Slim d’Hermès mit doppelter Mondphase zeigt, wie viel Poesie in strenger Form liegen kann.
Slim d'Hermès Squelette Lune

Slim d'Hermès Squelette Lune

© Hermès 

Als die Slim d’Hermès 2015 vorgestellt wurde, positionierte sie sich bewusst gegen dekorative Überladung. Klare Geometrie, flaches Profil und funktionale Zurückhaltung definierten das Modell von Beginn an. Diese gestalterische Strenge bildet bis heute die Grundlage der Linie – und dient der neuen Slim d’Hermès Squelette Lune als struktureller Rahmen für eine technisch und visuell offenere Interpretation.

Slim d'Hermès Squelette Lune

Slim d'Hermès Squelette Lune

© Hermès

Wenn Mechanik Raum bekommt

Im 39,5 Millimeter großen Gehäuse – wahlweise aus gestrahltem Titan Grade 5 oder aus massivem Platin – öffnet sich der Blick auf das Manufakturwerk, das sich nicht verstecken will. Das durchbrochene Zifferblatt gibt dem Licht Raum, sich zwischen Brücken, Rädern und Oberflächen zu bewegen. Es ist kein aggressives Skelettieren, sondern ein kontrolliertes Ausdünnen. Angetrieben wird die Uhr vom ultraflachen Manufakturkaliber H1953 mit Mikrorotor. 3,57 Millimeter hoch, 178 Einzelteile, 48 Stunden Gangreserve. Interessant ist ebenso, wie Hermès dieses Werk behandelt: diamantbesetzte, kugelgestrahlte Brücken, farblich abgestimmt auf das jeweilige Zifferblatt. Wassergrün in der Titan-Version, tiefes Blau in der Platin-Ausführung.

Slim d'Hermès Squelette Lune

Slim d'Hermès Squelette Lune

© Hermès

Der doppelte Mond 

Bei sechs Uhr erscheint die doppelte Mondphase. Hermès spricht seit Jahren von der „Traumwelt der Zeit“ – hier bekommt dieser Gedanke eine konkrete Form. Zwei Monde, eingebettet in ein skelettiertes Umfeld, das sie nicht dominiert, sondern trägt. 

Die Titan-Version der Slim d'Hermés wirkt fast technisch, zurückgenommen, mit anthrazitfarbenem Zifferblatt und DLC-beschichteter Lünette. Die Platin-Ausführung dagegen strahlt eine ruhigere Gravität aus, verstärkt durch das blaue Zifferblatt und die monochrome Konsequenz des Materials. Beide bleiben klar Slim d’Hermès. 

Abgerundet wird das Ganze durch Armbänder aus mattem Alligatorleder oder feinem Kalbsleder – farblich exakt auf die Zifferblätter abgestimmt. Es ist ein Detail, das man bei Hermès fast als selbstverständlich hinnimmt. Und doch erinnert es daran, woher diese Uhr kommt: aus einem Haus, das Material versteht, nicht nur verarbeitet.

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