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Inhorgenta 2026 Recap: Spannende Neuheiten, die einen Vorgeschmack auf das Uhrenjahr 2026 geben

Von erstklassigen Sportuhren über klassische Komplikationen bis hin zu authentischen Retrodesigns und überraschenden Kunststatements – die auf der Inhorgenta präsentierten Neuheiten zeigen die Vielfalt aktueller Uhrmacherei.
Tutima: Patria, Uhr mit blauem Zfferblatt
© Tutima Glashütte

Die Inhorgenta München 2026 brachte vom 20. - 23. Februar erneut Fachhandel, etablierte Marken, unabhängige Hersteller und aufstrebende Namen der Uhren-, Schmuck- und Edelsteinbranche zusammen. Das Leitthema „Handwerkskunst“ zog sich durch Kollektionen, Sonderausstellungen und den zweiten FHH-Kulturraum mit Workshops und kuratierten Ausstellungen. Trotz steigender Goldpreise und fallender Diamantpreise herrschte verhalten optimistische Stimmung auf der Messe.

Tutima Glashütte Patria

Die neue Variante der Dresswatch im Titangehäuse zeigt eindrucksvoll, welche Rolle Farbe in der klassischen Feinuhrmacherei spielen kann. Mit ihrem hellblau schimmernden Zifferblatt verbindet die Patria gestalterische Leichtigkeit mit einem Highend-Manufakturkaliber und setzt innerhalb der Kollektion von Tutima Glashütte einen frischen, zugleich souveränen Akzent. Das 41 Millimeter große Gehäuse der Dreizeigeruhr besteht aus hochglanzpoliertem Titan Grade 5. Der Werkstoff ist nicht nur deutlich leichter als Edelstahl, sondern punktet auch mit hoher Widerstandsfähigkeit und Hautverträglichkeit. Mit einer Höhe von 11,2 Millimetern wahrt die Uhr elegante Proportionen. Die Konstruktion ist bewusst reduziert: Das Gehäuse setzt sich aus lediglich zwei Teilen zusammen und verzichtet auf einen separaten Boden. Ein bombiertes, beidseitig entspiegeltes Saphirglas auf der Vorderseite sowie ein Saphirglas auf der Rückseite gewähren Einblick in Zifferblatt und Werk. Der Star unangefochtene Star ist das hellblaue Zifferblatt mit dreidimensionaler Pyramidenstruktur und prominenter kleiner Sekunde bei sechs Uhr. Je nach Lichteinfall changiert der Ton zwischen kühlem Himmelblau und lebhafteren Nuancen und erzeugt ein facettenreiches Spiel aus Licht und Schatten. Applizierte, diamantierte Indizes und handgefertigte, von Hand vollendete Edelstahlzeiger unterstreichen den hochwertigen Anspruch. Sie sind mit weißer Superluminova belegt, die im Dunkeln blau nachleuchtet. Eine Referenz an die frühen Jahre der Glashütter Marke, die in den 1920er-Jahren liegt, ist das originale Logo aus jener Zeit.

Tutima Patria, Boden mit Werk

Tutima Glashütte – Kaliber Tutima 617

© Tutima Glashütte

Im Inneren arbeitet das hauseigene Kaliber Tutima 617 mit Handaufzug, das vollständig intern gefertigt und in nach allen Regeln Glashütter Uhrmacherkunst finissiert wird. Charakteristisch ist die Dreiviertelplatine mit Streifenschliff und von Hand anglierten Fasen, die Räderwerk und Federhaus überspannt. Eine Schraubenunruh mit Gewichts- und vier Regulierschrauben in geschlitzten Gewindelöchern arbeitet mit einer Frequenz von 21.600 Halbschwingungen pro Stunde (3 Hz). Das rückerlose Schwingsystem ist mit einer im Atelier handgebogenen Breguet-Spirale ausgestattet und wird von einem durchbrochenen Unruhkloben gehalten, der den Blick auf die fein regulierte Mechanik freigibt. Sperr- und Kronrad sind mit Sonnenschliff dekoriert, ein fein verzahntes, rückführendes Gesperr sorgt für ein präzises Aufzugsgefühl. Nach Vollaufzug beträgt die Gangreserve mindestens 65 Stunden. Die Tutima Patria wird an einem graphitgrauen Schafslederband getragen und kostet 8.600 Euro.

Erwin Sattler Lunaris II, Standuhr

Erwin Sattler – Lunaris II

© Erwin Sattler

Erwin Sattler Lunaris II

Erwin Sattlers neue Lunaris II steht ganz im Zeichen ihres Namens: Der Mond ist nicht nur Inspiration, sondern zentrales Gestaltungselement dieser Wohnraumuhr. Das zweiteilige Zifferblatt mit ausgefrästen römischen Indexen erzeugt eine subtile Dreidimensionalität und lässt den darunterliegenden Zifferblattteil wie durchscheinendes Licht wirken. Skelettierte Zeiger mit ausgefüllter Spitze und die kunstvoll von Hand bemalte Mondphasenanzeige unterstreichen die poetische Eleganz des Zeitmessers. Auch die Ausstattung ist gewohnt meisterlich. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl, das von Hand poliert und strichgeschliffen wurde, und misst 23 Zentimeter in der Höhe, 16 Zentimeter in der Breite und acht Zentimeter in der Tiefe. Das Zifferblatt wird von einem U-förmigen Mineralglas geschützt. Im Inneren arbeitet das Sattler Kaliber 2004, das eine Gangdauer von acht Tagen garantiert. Akustisch bereitet die Lunaris II ein weiteres Vergnügen: Der Passageschlag markiert jede volle Stunde mit einem klaren, feinen Ton auf die Glocke. Die Lunaris II kostet 9.800 Euro.

Mühle-Glashütte: Teutonia IV Mondphase, Frontansicht Uhr

Mühle-Glashütte – Teutonia IV Mondphase

© Mühle-Glashütte

Mühle-Glashütte Teutonia IV Mondphase

Das mystische Nachtgestirn hat auch in Mühle-Glashüttes neuer Teutonia IV Mondphase einen besonderen Auftritt. Die bei sechs Uhr platzierte Mondphasenanzeige ist mit Liebe zum Detail gestaltet: Die großen und kleinen Krater des Erdtrabanten werden fast realistisch wiedergegeben, während der Nachthimmel in tiefem Schwarz mit einer Entourage kleiner Sterne erscheint. Für das Zifferblatt hat die Glashütter Marke ein elegantes Anthrazit gewählt, von dem sich die applizierten und vergoldeten Indizes und die klar strukturierte Minuterie abheben. Die Stunden- und Minutenzeiger in Lanzettform setzen das Farbspiel fort. Dahinter arbeitet im bis zehn bar entsprechend 100 Metern wasserdichten Edelstahlgehäuse das bewährte Automatik-Uhrwerk SW 280-1 in der Version Mühle mit 41 Stunden Gangreserve. Wie es bei Mühle zum guten Ton gehört, ist es mit der hauseigenen, besonders stoßfesten Spechthalsregulierung ausgestattet und auf Chronometernorm reguliert. Besonders ist der exklusiv Rotor, der den Neuheiten 2026 vorbehalten ist. Er ist ein Tribut an drei Jahrzehnte Armbanduhren-Produktion der Glashütter Traditonsmarke, die 1869 von Robert Mühle gegründet wurde. (Erfahren Sie hier mehr über die wechselvolle Geschichte des Unternehmens). Die Teutonia IV Mondphase wird mit Edelstahl- oder Lederband und Doppelfaltschließe aus Edelstahl für 2.750 Euro beziehungsweise 2.600 Euro angeboten.

Herbelin: Inspiration Automatic, Ref. 2047AP16MA

Herbelin – Inspiration Automatic

© Herbelin

Herbelin Inspiration Automatic

Ein tiefgrünes Zifferblatt mit feiner Guillochierung und ein hochwertiges Automatikwerk mit Datumsanzeige: Mit der Inspiration Automatic bietet Herbelin einen stilvollen Zeitmesser in attraktiver Preisgestaltung. Das harmonisch proportionierte, runde Edelstahlgehäuse misst 38 Millimeter im Durchmesser bei einer Höhe von 10,7 Millimetern und ist mit einem gewölbten, kratzfesten Saphirglas sowie einem Sichtboden ausgestattet. Das Highlight ist das Zifferblatt, das eine subtile Retro-Anmutung und das für die französische Marke typisch "je ne sais quoi" ausstrahlt. Die markanten, aufgesetzten Indexe und die facettierten Schwertzeiger verleihen Charakter. Die Datumsanzeige fügt sich harmonisch bei 6 Uhr ein. Als Antrieb dient das Sellita SW200-1 mit 41 Stunden Gangreserve. Die Inspiration Automatic wird an einem hochwertigen Lederarmband in warmem Braun getragen und kostet 949 Euro.

Alexander Shorokhoff: Kandy Fantasy, Frontansicht Uhr

Alexander Shorokhoff – Kandy Fantasy

© Alexander Shorokhoff

Alexander Shorokhoff Kandy Fantasy

Wer die Uhrenmarke aus dem fränkischen Alzenau kennt, weiß, dass ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Das jüngste Beispiel ist die Kandy Fantasy, die ihrem Namen voll gerecht wird. Mit ihr präsentiert Alexander Shorokhoff ein fröhliches Farbstatement für das Handgelenk, das mit Verve, Farbe, Form und Stil verbindet. Das dunkle Zifferblatt mit Textur trägt die Minuterie, die aus schwarz-weißem Perlmutt eingelegt wird, mittig. Die außen liegenden arabischen Ziffern in Roségoldoptik strecken sich kokett und scheinen ein kleines Tänzchen hinzulegen. Auffällig sind auch die zwei Zeiger in grellem Gelb, die Stunde und Minute anzeigen. Bei 6 Uhr findet sich eine pastellfarbene Permutteinlage, die dem Datum eine Bühne bereitet. Das rechteckige Edelstahlgehäuse misst 41 x 41 Millimeter bei einer schlanken Höhe von 9 Millimetern. Der geschlossene Boden setzt mit vier runden Gläsern in Rot, Gelb und Blau ein weiteres kreatives Highlight. Sie setzen Teile des automatischen Uhrwerks mit 41 Stunden Gangreserve, basierend auf einem ETA 2892 beziehungsweise Sellita SW300, in Szene. Ein echter Eye-Catcher ist auch das stoffüberzogene Lederband mit kariertem Muster. Der fantasievolle Zeitmesser ist auf 30 Exemplare limitiert. Der Preis beträgt 3.290 Euro.

Accutron by Bulova: Spaceview 314, front

Accutron by Bulova – Spaceview 314

© Accutron by Bulova 

Accutron by Bulova Spaceview 314

1960 lancierte Bulova die weltweit erste vollelektronische Uhr unter dem Namen Accutron – ein Meilenstein in der Zeitmessung. Mit dem genauesten Mechanismus jener Zeit, basierend auf der damals bahnbrechenden Stimmgabel-Technologie, veränderte die Pionierin, wie Menschen die Zeit wahrnehmen. Die Technologie beherrschte mehr als ein Jahrzehnt die Uhrenwelt, wurde später in das amerikanische Raumfahrtprogramm integriert und machte das Accutron-Logo zu einem Symbol für Fortschritt und Präzision. Die Spaceview 314 knüpft an diese Legacy an und zeigt Teile ihres Antriebs stolz auf dem Zifferblatt. Dazu zählen Brücken, die mit Perlage und Genfer Streifen verziert sind, und die zwei elektromagnetischen Spulen, die die Stimmgabel auf 360 Hertz bringen. Sie sorgen dafür, dass der Sekundenzeiger gleichmäßig gleitet und erzeugt das charakteristische Summen anstatt eines Tickens. Die Ganggenauigkeit des Kalibers Y230, in dem moderne Materialien wie Silizium und Elinvar zum Einsatz kommen, beträgt plus/minus zwei Sekunden pro Tag. Das polierte Edelstahlgehäuse misst 39 Millimeter im Durchmesser bei einer Höhe von 13,4 Millimetern und verfügt über die Krone auf der 4-Uhr-Position. Abgerundet wird das Modell durch ein schwarzes, gepolstertes Kalbslederarmband mit Doppelfaltschließe. Der Preis beträgt 5.000 Euro.

Bulova Marine Star Series B 98B466, Frontansicht Uhr

Bulova – Marine Star Series B, Ref. 98B466

© Bulova

Bulova Marine Star Series B 

Vom Kosmos in die Unterwasserwelt: Mit der Marine Star Series B stellt Bulova eine mechanische Taucheruhr mit attraktivem Preisschild von unter 500 Euro vor. Dabei erfüllt sie die strengen Vorgaben, die mit dieser beliebten Uhrengattung verbunden sind: Sie ist bis 20 bar wasserdicht, verfügt über eine einseitig drehbare Lünette zur Einstellung der Tauchzeit und bietet ein klar gestaltetes Zifferblatt mit nachleuchtenden Zeigern und Stundenmarkierungen für beste Ablesbarkeit unter Wasser. Das 41 Millimeter große und 12,8 Millimeter hohe Edelstahlgehäuse beherbergt das bewährte Citizen-Automatikwerk Kaliber 8215 mit rund 42 Stunden Gangreserve, das durch den Sichtboden zum Vorschein kommt. Die Zifferblätter – erhältlich in Schwarz, Blau und Grün – glänzen dank Sonnenschliff. Bulova bietet die blaue und grüne Variante mit dreireihigen Metallbändern und Sicherheitsfaltschließe für je 499 Euro an. Die mit einem Kautschukband kombinierte schwarze Ausführung liegt preislich bei 399 Euro.

Citizen: Tsuno Chronograph Challenge Timer, ref. AN3660-73X, Frontansicht Uhr

Citizen – Tsuno Chronograph Challenge Timer, Ref. AN3660-73X

© Citizen

Citizen Tsuno Chronograph Challenge Timer

Designs aus den 1970er-Jahren sind bei Retro-Fans besonders beliebt. Dazu zählen auch jene kantig-charmanten Chronographen mit sogenannter Bullhead-Anordnung, bei der die Drücker bei 11 und 1 Uhr angeordnet sind und die bei 12 Uhr positionierte Krone flankieren. Sie war einst besonders im Motorsport verbreitet: Man nahm die Uhr vom Handgelenk und bediente sie wie eine Hand-Stoppuhr. Mit der Neuauflage der Tsuno Challenge Timer bringt Citizen nun einen echten japanischen Klassiker dieser Art erstmals offiziell nach Europa. Das 38 Millimeter große Edelstahlgehäuse übernimmt die Proportionen des Originals von von 1973. Auch der Stil des Metallbands ist authentisch. Zur Wahl stehen zwei Varianten: eine Panda-Version mit weißem Zifferblatt und schwarzen Totalisatoren sowie eine auf 4.000 Exemplare limitierte Ausführung mit grünem, nachtleuchtendem Zifferblatt.

Citizen: Tsuno Chronograph Challenge Timer, ref. AN3660-73X, Handgelenk

Citizen – Tsuno Chronograph Challenge Timer, Ref. AN3660-81A

© Citizen

In beiden arbeitet das hauseigene Quarzkaliber 0510. Es ermöglicht eine Stoppfunktion bis zu zwölf Stunden bei sekundengenauer Messung und verfügt über eine Datumsanzeige. Der Preis beträgt 229 Euro.

Michel Herbelin Bulova Citizen Tutima Mühle-Glashütte Erwin Sattler Deutsche Uhrenhersteller Glashütte Uhren Alexander Shorokhoff Tutima Patria

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