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Sinn-Neuheiten zur Watches and Wonders 2026: Von der Jagduhr bis zum limitierten Chronographen

Sinn stellt zur Watches and Wonders 2026 mehrere neue Modelle vor, die unterschiedliche Ansätze funktionaler Uhrmacherei zeigen: die spezialisierte 308 Jagduhr mit Mondlichtanzeige, die reduzierten Dreizeigeruhren 544 und 544 RS sowie den limitierten Chronographen 936 S mit 60-Minuten-Anzeige.
Sinn: 308 Jagduhr

Sinn: 308 Jagduhr

© Sinn

Sinn Spezialuhren aus Frankfurt am Main stellt 2026 zum ersten Mal auf der Genfer Leitmesse Watches and Wonders aus. Nachdem die Marke bereits zu Beginn des Jahres erste Neuheiten vorstellte, zeigt sie auf der Watches weitere neue Modelle: die 308 Jagduhr, die Dreizeigeruhren 544 und 544 RS sowie den auf 100 Exemplare limitierten Chronographen 306 S

W&W-Neuheit #1: 308 Jagduhr

Mit Mondlichtanzeige: Sinn 308 Jagduhr

Mit Mondlichtanzeige: Sinn 308 Jagduhr

© Sinn

Mit der 308 Jagduhr präsentiert Sinn Spezialuhren eine neue Version der bekannten Jagduhr 3006: Anders als diese, die über eine Chronographenfunktion verfügt, konzentriert sich die neue 308 auf die Angabe von Stunden, Minuten, Sekunden, Datum sowie die spezielle Mondlichtanzeige. Wie die 3006 ist die Neuheit auf den Einsatz unter schwierigen Lichtbedingungen ausgelegt. Die Uhr richtet sich insbesondere an Anwender, die sich bei ihrer Tätigkeit – etwa bei der Jagd – auf natürliche Lichtquellen verlassen müssen und keine künstliche Beleuchtung einsetzen können.

Mondlichtanzeige als funktionale Komplikation

Ein wesentliches Merkmal der Uhr ist die bei 6 Uhr platzierte Mondlichtanzeige. Anders als eine klassische Mondphasenanzeige dient sie nicht primär dekorativen Zwecken, sondern erfüllt eine funktionale Aufgabe: Sie zeigt an, wann das natürliche Mondlicht eine ausreichende Helligkeit erreicht, um Orientierung zu ermöglichen. Das ist – auch abhängig vom Wetter – grundsätzlich zwischen drei tage vor und drei Tage nach Vollmond gegeben (waidmännisch spricht man auch von der "Sauensonne".) Ergänzt wird die Mondlichtanzeige durch ein umfangreiches Leuchtsystem. Sowohl die Anzeige selbst als auch die von Hand applizierten Indizes bestehen aus hybridkeramischen Leuchtelementen. Dabei werden Leuchtpigmente in eine keramische Struktur integriert, was eine besonders hohe Konzentration des Leuchtmaterials ermöglicht. Das Ergebnis ist eine hohe Leuchtintensität, die auch bei vollständiger Dunkelheit eine klare Ablesbarkeit gewährleisten soll. Dieser Ansatz unterscheidet sich von klassischen Leuchtmassen, bei denen die Pigmente meist in einer Trägerschicht eingebettet sind. Auch die Stunden- und Minutenzeiger sind mit Leuchtfarbe belegt, sodass alle relevanten Anzeigen auf einen Blick erfassbar bleiben.

Sinn: 308 Jagduhr lume

Gute bei Dunkelheit ablesbar: Sinn 308 Jagduhr 

© Sinn

Technik für den Outdoor-Einsatz

Neben der Anzeige- und Leuchttechnik setzt Sinn bei der 308 Jagduhr auf bewährte Gehäuse- und Werkstechnologien. Das 40 mm große und in der Mitte exakt 12 mm hohe Gehäuse besteht aus satiniertem Edelstahl und ist bis zu einem Druck von 20 bar (200 m) wasserdicht sowie unterdrucksicher. Darüber hinaus ist die Uhr mit der von Sinn bekannten Ar-Trockenhaltetechnik ausgestattet: Sie reduziert die Feuchtigkeit im Gehäuse und erhöht so die Funktions- und Beschlagsicherheit. Gerade bei starken Temperaturwechseln oder hoher Luftfeuchtigkeit soll dies die Zuverlässigkeit der Uhr langfristig sichern. Im Inneren arbeitet das Sellita-Automatikkaliber SW 382-1, das die Anforderungen an antimagnetische Eigenschaften nach DIN 8309 erfüllt.

Funktionale Gestaltung

Auch gestalterisch folgt die 308 Jagduhr einem funktionalen Ansatz. Das dunkelgrüne Zifferblatt greift die Thematik des Einsatzumfelds auf und sorgt gleichzeitig für einen hohen Kontrast zu den hellen Anzeigen. Das Datum wird über einen aus dem Zentrum kommenden Zeiger dargestellt: Dieser ist dunkel und nur am Ende weiß, sodass er das aktuelle Datum markiert, aber dem weißen Sekundenzeiger optisch nicht in die Quere kommt. Wie bei Sinn üblich, ist die 308 Jagduhr mit unterschiedlichen Armbändern erhältlich. Mit Leder- oder Silikonband kostet sie 2.570 Euro, mit Massivband aus Edelstahl 2.870 Euro.

W&W-Neuheit #2: 544 und 544 RS

Sinn: 544 mit weißem und 544 RS mit rotem Sekundenzeiger

Sinn: 544 mit weißem und 544 RS mit rotem Sekundenzeiger

© Sinn

Konzentration auf das Wesentliche lautet die Devise bei den neuen Modellen 544 und 544 RS. Hier liegt der Schwerpunkt auf klarer Gestaltung und guter Ablesbarkeit: Die beiden Dreizeigeruhren mit Datumsanzeige im Fenster bei 3 Uhr unterscheiden sich lediglich in einem Detail: dem zentralen Sekundenzeiger. Während die 544 mit einem weißen Sekundenzeiger auftritt, setzt die 544 RS auf einen roten Sekundenzeiger mit Tagesleuchtfarbe. Das gibt ihr einen stärkeren Instrumentencharakter und macht sie damit etwas technischer und gleichzeitig sportlicher, während sich die 544 betont zurückhaltend und sachlich gibt.

Klare, funktionale Gestaltung

Beide Varianten kommen in einem perlgestrahlten Edelstahlgehäuse mit 38,5 mm Durchmesser und rund 10 mm Gesamthöhe. Damit positionieren sie sich im aktuellen Trend zu moderateren Gehäusegrößen und bieten zugleich eine hohe Alltagstauglichkeit: Die Oberfläche ist vollständig matt gehalten, was Reflexionen reduziert und den funktionalen Charakter unterstreicht. Deck- und Bodenglas bestehen aus Saphirkristall, wobei der Sichtboden den Blick auf das Automatikwerk freigibt. Bei diesem handelt es sich um das bewährte Sellita-Automatikkaliber SW 200-2, das in der Sinn-Version allerdings 60 Stunden statt der üblichen 38 Stunden Gangreserve bietet. 

Gestalterisch knüpft die Modellreihe an frühere Sinn-Uhren an, insbesondere an Modelle wie die 144 oder 244. Deren funktionale Gestaltungselemente werden hier in eine reduzierte, zeitgemäße Form übersetzt. Ein charakteristisches Detail ist die bei 4 Uhr positionierte Krone. Diese soll verhindern, dass sie beim Tragen in den Handrücken drückt.  und ist zugleich mit dem D3-System ("direkt doppelt dichtend") ausgestattet, das einen besonders hohen Schutz gegen das Eindringen von Feuchtigkeit bietet.

Sinn: 544 Lume

In der Nacht kann man die 544 kaum von der 544 RS unterscheiden.

© Sinn

Beste Ablesbarkeit

Beide Modelle verfügen über von Hand applizierte hybridkeramische Nachleuchtelemente (s. Beschreibung oben bei der 308 Jagduhr). Da diese im Mittelpunkt stehen, hat Sinn die arabischen Stundenzahlen aufs Rehaut ausgelagert. Das mattschwarze Zifferblatt bildet einen starken Kontrast zu den hellen Indizes und Zeigern. Beide Uhren eignen sich nicht nur für den Alltag, sondern auch für anspruchsvolle Aufgaben – nicht zuletzt sind sie wasserdicht und druckfest bis 20 bar (200 m) sowie unterdrucksicher. Mit Preisen von 1.390 Euro (mit Leder- oder Silikonarmband) bzw. 1.740 Euro (mit Stahlband) sind 544 und 544 RS zugleich attraktive Einstiegsmodelle für jeden, der sich zum ersten Mal eine Uhr von Sinn kaufen möchte.

W&W-Neuheit #3: 936 S

Sinn: 936 S

Schwarze Hartstoffbeschichtung auf tegimentiertem Untergrund: Sinn 936 S

© Sinn

Dem Chronographen 936, 2020 mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet, spendiert Sinn 2026 ein schwarzes Gehäuse. Die auf 100 Stück limitierte der 936 S zeichnet sich durch einen 43 mm großen Edelstahlkorpus aus, der mit einer schwarzen Hartstoffbeschichtung auf tegimentiertem Untergrund ausgestattet ist. 

Chronograph mit 60-Minuten-Zähler

Das kennzeichnende Merkmal der Uhr ist der Minutenzähler bei 3 Uhr: Er ist nicht, wie üblich, auf 30, sondern auf 60 Minuten ausgelegt. So entfällt bei Stoppungen über 30 Minuten das sonst nötige Aufaddieren. Möglich macht diese eher seltene Art der Anzeige das Sinn-Chronographenwerk SZ05, das konstruktiv auf dem Eta Valjoux 7750 aufbaut. Sinn hat die Zeiger der Chronographenfunktion rot eingefärbt und trennt sie damit optisch von den weißen Zeigern zur Indikation der Uhrzeit. Die rhodinierten und matt gebürsteten Stunden- und Minutenzeiger sowie die Balkenindexe für die Stunden sind mit weißer Leuchtfarbe belegt und gewährleisten so auch bei Dunkelheit eine gute Ablesbarkeit. Die beiden Totalisatoren für Stoppminute und Stoppsekunde sind fein gestaltet und weisen eine zentrische Rillung auf, die dem Zifferblatt eine gewisse Tiefe verleiht. Gleichzeitig bleibt die Gesamtwirkung sachlich und auf Funktion ausgerichtet. Die Wasserdichtheit von 100 Metern ergibt sich u. a. durch die verschraubte Krone und die mit dem Sinn-eigenen D3-System versehenen Drücker, zudem verfügt der Chronograph über Unterdrucksicherheit und einen Magnetfeldschutz bis 100 mT (80.000 A/m). Die 936 S ist mit Leder- und mit Silikonarmband erhältlich und kostet jeweils 4.150 Euro.

Sinn: Die 936 S kommt mit geschlossenem Boden

Sinn: Die 936 S kommt mit geschlossenem Boden

© Sinn
Sinn Spezialuhren Uhren bis 2.000 Euro Uhren bis 3.000 Euro Uhren bis 5.000 Euro Automatikuhren Chronograph Datumsanzeige Edelstahl Uhren

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