Nachtschicht in Violett: IWCs neue Pilot's Watch-F1-Teamuhr für Mercedes-AMG Petronas
Anlässlich des Großen Preises von Singapur – 2008 als erstes Nachtrennen in die Formel-1-Geschichte eingeführt und weiterhin über 62 Runden auf dem Marina Bay Street Circuit ausgetragen – erweitert IWC Schaffhausen die Reihe seiner Teamuhren für Mercedes-AMG Petronas um ein viertes Modell. Die Pilot's Watch Chronograph 41 Mercedes-AMG Petronas Formula One Team (Referenz IW388121) ist die erste Uhr der bald 14 Jahre alten Partnerschaft mit einem violetten Zifferblatt – eine Farbe, die bislang in keiner IWC-Pilotenuhr zum Einsatz kam.
Vierte Generation einer eingespielten Zusammenarbeit
Seit 2013 firmiert IWC als offizieller Engineering-Partner des Formel-1-Teams. Die Reihe der Teamuhren begann 2022 beim Grand Prix von Miami mit der Pilot's Watch Chronograph 41 Edition Mercedes-AMG Petronas Formula One Team (Ref. IW388108) in Titan. 2023 folgte in Las Vegas die Pilot's Watch Performance Chronograph 41 (Ref. IW388306) mit Ceratanium-Gehäuse und polierter schwarzer Keramiklünette samt Tachymeterskala. Zum Saisonauftakt 2025 kam mit der Pilot's Watch Mark XX (Ref. IW328210) erstmals ein Dreizeigermodell ohne Chronographenfunktion hinzu, das durch sein schlankes Profil auffiel.
IWC Pilot’s Watch Chronograph 41 Mercedes-AMG Petronas Formula One Team
IWCDie neue Referenz IW388121 reiht sich als vierte Ausgabe in diese Chronologie ein und kehrt materialtechnisch zum Grade-5-Titan der ersten Generation zurück.
Farbkonzept mit botanischem Bezug
Das satte, tief violette Zifferblatt ist der Vanda Miss Joaquim gewidmet, Singapurs Nationalblume, die 1893 von der armenisch-singapurischen Gärtnerin Agnes Joaquim gezüchtet wurde. Die Orchidee gilt als Symbol für Resilienz und Innovation – Attribute, die IWC in der Markenkommunikation mit dem Wertekanon des Rennteams verknüpft. Ziffern und Indizes sind in Petronas-Grün gehalten, dem Erkennungsmerkmal des Teams seit der ersten Teamuhr; auf den Zeigern kommt Leuchtmasse im selben Grünton zum Einsatz und bildet einen Kontrast zum violetten Untergrund.
Das violette Kautschukband lässt sich über das Schnellwechselsystem werkzeuglos austauschen.
George Russell und Kimi Antonelli
IWCGehäuse aus Grade-5-Titan
Das 41 Millimeter große, 14,5 Millimeter hohe Gehäuse besteht aus gebürstetem Grade-5-Titan – ein Werkstoff, der in der Formel 1 nicht nur wegen seines günstigen Verhältnisses von Festigkeit zu Dichte verbaut wird, sondern auch wegen seiner Hitzebeständigkeit. Titan kommt in Motorenkomponenten wie Pleueln und Ventilen zum Einsatz; auch der Halo, die Überrollstruktur über dem Cockpit, wird aus einer hochfesten Titanlegierung gefertigt. Bei rund halbem Gewicht von Stahl und ohne Korrosionsanfälligkeit ergibt sich daraus die materialtechnische Klammer zwischen Uhr und Rennwagen.
Der Gehäuseboden aus Saphirglas gibt den Blick auf das Werk frei, die Wasserdichtigkeit liegt bei 10 bar.
IWC Pilot’s Watch Chronograph 41 Mercedes-AMG Petronas Formula One Team, Kaliber 69385
IWCDas Kaliber 69385: klassische Säulenradarchitektur
Im Innern arbeitet das manufaktureigene Kaliber 69385, ein mechanischer Chronograph mit Säulenradsteuerung, 28.800 Halbschwingungen pro Stunde (4 Hertz) und automatischem Aufzug über ein bidirektionales Klinkensystem. Die Gangreserve beträgt 46 Stunden. Der 30-Minuten-Zähler sitzt bei 12 Uhr – die für IWC-Pilotenchronographen seit über vier Jahrzehnten charakteristische vertikale Anordnung der Totalisatoren, die das Ablesen verstrichener Zeit erleichtern soll. Bei 3 Uhr ist eine kombinierte Tag-Datum-Anzeige platziert.
Das Werk ist mit Genfer Streifen und Perlage verziert und durch den Saphirglasboden einsehbar.
Mit dem Rückgriff auf Titan statt Ceratanium oder Stahl positioniert sich die IW388121 näher am Ursprungsmodell von 2022 als am Performance-Chronographen von 2023. Technisch bringt sie gegenüber den Vorgängern keine Neuerung – das Kaliber 69385 ist aus der bestehenden Pilot's-Watch-Chronograph-Familie bekannt –, die Differenzierung erfolgt ausschließlich über Farbgebung und Anlass. Die Uhr wird, wie ihre drei Vorgängerinnen, von Mechanikern, Ingenieuren und Mitarbeitern im Teamhauptquartier in Brackley getragen und dürfte parallel zum Rennwochenende in Singapur im Oktober an den Handgelenken auch von F1-Rennfahreren George Russell und Kimi Antonelli zu sichten sein. Die Uhr kostet 9.600 Euro.