Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Lesedauer 4 Min.

IWC: „Unsere Einstiegspreislage ist jetzt breiter aufgestellt“

IWC Chief Marketing Officer Franziska Gsell-Etterlin im Interview mit Watchtime.net
IWC-Marketingchefin Franziska Gsell Etterlin im Interview mit Watchtime.net
© PR
Bereits seit 1868 gibt es die International Watch Company, kurz IWC. Das weltweit agierende Schweizer Uhrenunternehmen baut seinen Erfolg auf sechs Uhrenfamilien auf, die jede für sich, für einen eigenen Typ Uhr stehen. Dazu gehört die Fliegeruhren-Familie, die Portugieser- und Portofino-Kollektion, die Aquatimer- sowie die Ingenieur-Linie und die Da-Vinci-Serie. Jedes Jahr erfährt eine dieser Linien eine Überarbeitung. 2016 setzte IWC den Schwerpunkt auf ihre Fliegeruhren. Mit Franziska Gsell Etterlin, Chief Marketing Officer von IWC, sprach Melanie Feist, verantwortliche Online-Redakteurin von Watchtime.net, über die aktuellen Modelle, den anhaltenden Retro-Trend und die derzeitige Preisentwicklung auf dem Uhrenmarkt.
Watchtime.net: Im letzten Jahr überarbeitete IWC die Portugieser-Linie, im Jahr davor die Aquatimer-Kollektion und in diesem Jahr die Fliegeruhren. Andere Marken bringen so genannte Talking Pieces heraus, IWC überarbeitet stattdessen gleich die gesamte Kollektion. Warum? Franziska Gsell Etterlin: In jeder Kollektion, die IWC überarbeitet, gibt es auch Talking Pieces, die besonders im Vordergrund stehen. Doch uns unterscheidet sicherlich von anderen Marken, dass wir sechs Uhrenfamilien haben, die ihre ganz eigene Geschichte erzählen. Diese Uhrenfamilien möchten wir immer weiterentwickeln und uns dabei vor Neuem nicht verschließen. Unser Ziel ist es, unsere Historie zu bewahren und dabei neue Ideen und innovative Produktkonzepte zu entwickeln. Dass Schlagwort dabei lautet „besser“, nicht „neu“. Und das beinhaltet eben nicht nur eine einzige Uhr, sondern die gesamte Kollektion. Watchtime.net: Unter den neuen Fliegeruhren gibt es einige Modelle, zum Beispiel die Big Pilot‘s Heritage Watch 48, die an die ursprünglichen Fliegeruhren der 1940er‐Jahre erinnern. Wie schätzen Sie den Retro‐Trend ein? Franziska Gsell Etterlin: Ich glaube, ein gewisser Retro‐Trend bei Uhren wird immer bestehen. Uhren erzählen Geschichten, persönliche wie historische und sind dadurch emotional aufgeladen. Wir sind überzeugt davon, wenn man einen Retro‐Trend verfolgt und sich dafür entscheidet, eine Uhr neu aufzulegen, muss sie eine glaubwürdige Geschichte erzählen. IWC stellte ihre ersten Fliegeruhren bereits vor über 80 Jahren her. Das gibt uns nicht nur die Berechtigung, mit dem Retro‐Stil zu arbeiten, wir sind auch besonders glaubwürdig darin.
IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48
IWC: Große Fliegeruhr Heritage 48 © PR
Watchtime.net: Wie schwer ist es, sich auf ein altes Modell zu beziehen und gleichzeitig in die heutige Zeit zu übersetzen? Was muss man dafür tun? Franziska Gsell Etterlin: IWC gelingt das seit vielen Jahren. Dafür studieren wir unsere Vintage‐Modelle sehr sorgfältig und stellen uns einige Fragen: Welche Elemente wollen wir erhalten? Was sind die Wurzeln dieser Familie? Was hat die Linie stark gemacht? Wir suchen also nach der DNA, nach dem Design-Code. Und dann versuchen wir, die Uhren in die heutige Zeit zu übersetzen. Watchtime.net: „Fast so kompliziert wie eine Frau. Aber pünktlich.“ Das war nur einer der Werbeslogans, mit denen IWC Ende der 1990er-Jahre für Aufsehen sorgte. Wird es solche Kampagnen wieder geben oder distanziert sich IWC mittlerweile von diesen etwas provokativen Werbeformaten? Franziska Gsell Etterlin: Humor hat IWC nach wie vor. Der gehört zur DNA der Marke. Wir sind nur erwachsener geworden. IWC ist jetzt eine globale Luxusmarke und entsprechend ist unser Humor vielleicht ein bisschen reifer. Wir machen weiterhin starke Statements.
Provokative IWC-Werbung
Eine von vielen IWC-Werbeanzeigen, mit denen die Marke für Aufsehen sorgte © PR
Watchtime.net: In diesem Jahr scheint es eine gewisse Preiskonsolidierung, teilweise auch Preissenkung zu geben. Auch bei IWC? Franziska Gsell Etterlin: Wir hatten schon immer eine gute Preis-Basis, die wir jetzt im Zuge der Neuauflage unserer Fliegeruhren‐Kollektion weiter ausgebaut haben. Unsere Einstiegspreislage ist jetzt breiter aufgestellt.
Retro-Uhr IWC Aquatimer Schweizer Uhren Fliegeruhren IWC Portugieser IWC Archiv

Neueste Beiträge

Longines HydroConquest Commonwealth Games Edition für Glasgow 2026
Mit einer limitierten Sonderedition der HydroConquest begleitet Longines die Commonwealth Games 2026 in Glasgow. Die Taucheruhr verweist auf die lange Verbindung der Marke mit dem internationalen Sportereignis.
3 Minuten
13. Mai 2026
Swatch x Audemars Piguet: So sieht die Kollaboration aus
Swatch und Audemars Piguet bringen gemeinsam die Royal Pop Collection heraus. Und das fertige Produkt überrascht selbst jene, die den Teasern genau gefolgt sind. Denn die Royal Pop ist keine Armbanduhr.
4 Minuten
12. Mai 2026
Bye bye Labubu und Hermès-Anhänger: Ab jetzt ziert die Royal Pop von Swatch Taschen und Co.
Warum die neue Swatch x Audemars Piguet nicht mehr nur als Taschenuhr funktioniert
5 Minuten
13. Mai 2026
Titoni Seascoper Summer Edition – Limitierter Taucher mit markantem Farbkonzept

Titoni Seascoper Summer Edition – Limitierter Taucher mit markantem Farbkonzept

- Marke im Fokus
Top Thema: Stowa Black Forest Kollektion – Zwischen Tradition und Naturphänomenen

Stowa Black Forest Kollektion – Zwischen Tradition und Naturphänomenen

- Top Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Hands-on: IWC Pilot's Venturer Vertical Drive
Die IWC Pilot’s Venturer Vertical Drive ist die erste Uhr, die direkt für Einsätze im Weltraum entwickelt wurde. Wir wollten wissen, wie sich die Uhr auf der Erde macht und testeten sie exklusiv noch vor ihrer offiziellen Vorstellung für dieses Hands-on.
9 Minuten
29. Apr 2026
Die IWC-Neuheiten zur Watches and Wonders 2026: Ewige Kalender, Le Petit Prince und eine Weltraumuhr
Im Mittelpunkt der IWC-Neuheiten zur Watches and Wonders 2026 steht die Pilot’s Watch Venturer Vertical Drive – eine speziell für die Raumfahrt entwickelte Toolwatch mit neuem Bedienkonzept. Ergänzt wird sie durch neue Ingenieur-Modelle, weiterentwickelte ewige Kalender und mehrere „Le Petit Prince“-Editionen.
10 Minuten
14. Apr 2026
Goodbye Oversize: Warum kleinere Uhren wieder dominieren - Trends und Hintergründe
Der Trend zu kleineren Uhren hält an, das wird sich auch auf der kommenden Leitmesse Watches and Wonders wieder zeigen. Wann begann das – und warum ist das überhaupt so? Wir zeigen, was hinter dieser Entwicklung steckt – und warum 36 bis 39 Millimeter heute für viele Modelle wieder als ideal gelten.
6 Minuten
28. Mär 2026
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige